24. November 2020

gmögig

Gmögig: Ein schweizer Wort, wie innert. Man mag es mit Vorteil auch im Hochdeutschen nutzen, es fällt aber auf.
   Ich lese gmögig heute zum ersten Mal, in einem Portrait über Casimir Platzer in der NZZ, »Die Belle Èpoque des Casimir Platzer«. Der gute Mann wird beschrieben als, bitte im ganzen Satz: »Platzer gilt unter den Parlamentariern in Bern als witziger, gmögiger Lobbyist, als Bürgerlicher, der auch mit Linken kann, als Schwergewicht mit Einfluss in allen Fraktionen.«
   Der Mann ist vermögend. Damit hat aber gmögig nichts zu tun. Das kommt von mögen. Man mag ihn; leicht ist er zu mögen. Schön. Auch das Wort, das man auf Anhieb versteht.
   Trotzdem bitte ich um Vorsicht im Gebrauch: Wollen Sie gmögig nicht herausragen lassen aus dem Satz, dann nehmen Sie’s nicht. Bei einer so erfreulichen Eigenschaft darf man das aber gerne hervorheben, den Leser innehalten  und schmunzeln lassen.

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BesucherzaehlerLink hierher https://bit.ly/fj33dAEq2
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22. November 2020

Google-Gesichtserkennung

 

Google suggests the young Rococo-Lady for the hand held garden gnome.
Google schlägt eine Freundin meiner Tochter als Gartenzwerggesicht vor …

Permalink https://bit.ly/fj2UVWFEV
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21. November 2020

Corona: App-Versagen todbringend

Nicht, was Sie denken. Die App wäre ja ein kleiner Schritt. Bloß den tun wenige.
   Eine Diskussion bei Anne Will lässt fernöstlichen Umgang mit Corona links liegen, ein Dialog bei Teltarif bringt wieder die abfällige Meinung über Technik vs. Demokratie.
   Herrgottsakra, dass die Nachverfolgung nicht klappt, kostet hier Leben!
   An der App liegt es nicht, es liegt am Apparat, wieder einmal am Staatsapparat. Statt frühem und konsequentem (ja: digitalem!) Infektionsketten-Nachverfolgen »hinkt in Europa die digitale Vernetzung im Gesundheitswesen stark hinterher«, schreibt die NZZ in einem deutlichen Gastkommentar https://www.nzz.ch/meinung/unterdrueckung-statt-ausmerzung-warum-den-europaeern-in-sachen-corona-das-lernen-von-ostasien-so-schwer-faellt-ld.1587172 (= https://bit.ly/fj2UNuaJC). 

Jeden Sonntag vor der Messe auszufüllen.
Stattdessen müsste die App bei Rein und Raus
einen QR-Kode scannen, überall!

Die Zettelchen, die man im Restaurant, in der Oper oder zur Messe in der Kirche ausfüllen muss, sind eine digitale Nullnummer, zum Lachen, für die Katz’, wie sich gezeigt hat. Wo wir uns anstecken, das wissen wir immer noch nicht, nicht als Gesellschaft, nicht als Person. Wieviele uns statistisch anstecken könnten aus unserer Umgebung, Straße, Supermarkt, Familie, keiner kann’s sagen. Schlimm.
   »„Weg von der Einzelkontakt-Nachverfolgung hin zur Cluster-Nachverfolgung wie in Japan.“ Virologin Eckerle plädiert dafür, über den Tellerrand hinauszuschauen: „Einige asiatische Länder, aber auch Australien und Neuseeland haben es besser gemacht“, sagt sie. Dort wurde die Pandemie mit drastischen Maßnahmen erfolgreich bekämpft.« – Quelle https://www.merkur.de/politik/coronavirus-hart-aber-fair-ard-tv-talk-impfstoff-tschentscher-lauterbach-henssler-kubicki-plasberg-90095406.html

Hier ein NZZ-Artikel über gelingende Nachverfolgung:
https://www.nzz.ch/wissenschaft/wie-bewegungsdaten-von-smartphones-bei-der-eindaemmung-der-coronavirus-pandemie-helfen-koennen-ld.1586316 = https://bit.ly/fj3kKEgpp .
   Zitat: »Was bis anhin fehlt, das sind robuste, umfassende Daten darüber, wie hoch das Infektionsrisiko an bestimmten Orten ist. Diese Lücke verspricht ein Forscherteam aus den USA zu schliessen, indem es ein mathematisches epidemiologisches Modell (SEIR) mit umfangreichen Bewegungsdaten kombiniert. Die Arbeit erscheint im renommierten Fachblatt «Nature». Die Ergebnisse der Studie seien auch als Werkzeug für politische Entscheidungsträger gedacht, betonte Jure Leskovec von der Stanford University, leitender Autor des Papiers, am Dienstagnachmittag an einer Pressekonferenz. Er hoffe, dass seine Methode dabei helfe, Einschränkungen zu minimieren, ohne dabei den Schutz vor einer Infektion zu vernachlässigen.« 

Genug. Ich will mich nicht in Rage reden, wie beinahe auch Frau Bundeskanzlerin in ihrer ausführlichen, sehr sehenswerten Corona-Pressekonferenz am 2.11. https://youtu.be/o-qP72V0sOU (Text auf https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/pressekonferenz-von-bundeskanzlerin-merkel-zur-corona-pandemie-1807048 .

Bleiben Sie gesund in diesem Dunkel, in unserer allgemeinen Ærosol-Umnachtung, die so nicht hätte sein sollen. Deutschlands stolzes Fazit wie immer: »Wir haben es besser gemacht«: Medien-Fake, »Wellenbrecher«, zum Brechen.

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Link hierher https://bit.ly/fj3nWfULp
 = https://blogabissl.blogspot.com/2020/11/corona-app-versagen-todbringend.html

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18. November 2020

My Virtual Vineyard

My remote vineyard is in California, in Napa Valley, high up in the western hills of St. Helena on the road to Santa Rosa. Thanks to Google I can count the rows of wines from space, and thanks to e-mail I even know that they survived the Glass Fire :

The sun rising over the vineyard for a hot summer day. Tuesday 20.6.2017, 6.03 am. Photos Jörn

“Raindrip” irrigation valve

When I visited my friends from many decades back there in 2017, probably the very last time, I picked up a souvenir, a drip irrigation valve lost on the ground. I’m a technician, unfortunately without any specific idea of wine. But I have friends.
   Since then this little valve accompanies me in my satchel with the medicines I take, along with the pills in their blister packs. Only now I realize that one plastic valve is worth seven Dollars, so I really should have asked …
   My little water valve with my daily virtual melancholy, positive memoirs of good times past, turn out to be my best medicine.

Permalink to here https://bit.ly/fj38TPLIA
 = https://blogabissl.blogspot.com/2020/11/my-virtual-wineyard.html
(Sorry, to a German it’s a wineyard, Weingarten, with w. And a winery in no Weinerei, constant sobbing, but a Weinkellerei.)

This is a tiny 6½ cm (2½") mouth organ, a “Puck” by Hohner, without its broken away covers.
It sounds good, and resides as well in my medicine satchel, reminds me of my little † daughter Svea.


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12. November 2020

Blogger-Kommentare als E-Mail ankündigen

Mein Freund rief mich an, warum sein Kommentar zu einem meiner Blog-Posts nicht erschienen ist? Ich fand dann massig unbearbeitete uralte Kommentare. Peinlich:

Klickt man hier auf »Kommentare«, bekommt man die lange Latte (= Smartphone-gerecht) präsentiert, bei meinem »Blogabissl« gerade eben »Alle (331)«

Das hilft natürlich – pardon – keiner Sau.
   Doch hoppla und neumodisch: Die Details stecken hinter dem Aufklapppfeilchen! Überhaupt hilft weiteres Geklicke dort:

So, da haben wir’s. Ich war gerade fleißig: Es stehen jetzt keine Kommentare mehr zur Moderation an.

Wie aber bekomme ich Mailbenachrichtigungen, wenn wieder wer zu kommentieren versucht?

Dazu muss man zurück und runter auf »Einstellungen« (hier im Screenshot rot). Dort finden sich die Einstellungen zu den Kommentaren. 


Hier kann man unter »Kommentare«, »Moderationsanfragen per E-Mail senden an« seine E-Mail-Adresse angeben, und wird dann hoffentlich benachrichtigt.

Link zu diesem Post https://bit.ly/fj35nWgkX
 = https://blogabissl.blogspot.com/2020/11/blogger-kommentare-als-e-mail-ankundigen.htmlBesucherzaehler

10. November 2020

Reichskristallnacht

Magdeburg – Zerstörtes jüdisches Geschäft
nach der »Reichskristallnacht« am 9.11.1938.–
Bekleidungsgeschäft mit zerbrochenen Glasscheiben.
Aufnahme: H. Friedrich, Hannover. Bundesarchiv

Die Kristallnacht. Das schreckliche Ereignis kenne ich noch unter dem alten Namen »Reichskristallnacht«. Ich höre da förmlich das Klirren der berstenden Fensterscheiben (»Kristall«), das Gejohle des zum Teil herangekarrten »Volkes«, den Aufruhr, knallende Stiefel, nächtliche Kommandos, und ich fühle den starren Schrecken der Bewohner, sehe nun die endgültige Recht- und Machtlosigkeit deutscher Juden, ihre Entehrung. Das Geschehen war so ungeheuerlich, so provokativ, dass … Nun, ich kann es mir nicht vorstellen. Wir Nachkriegsgeneration mögen Naturkatastrophen kennen, menschliche wie Kriege kennen wir nicht wirklich. Kriege sind uns Bundesbürgern »hinten, weit, in der Türkei, [wenn] die Völker aufeinander schlagen« (siehe unten). Wir kennen Krieg hier im Westen nur vom Hörensagen, aus Bildern, früher der Wochenschau, heute aus Krimis und James-Bond-Filmen. Die nächtlichen Raketen auf Bagdad, die zogen 2003 fern wie ein Feuerwerk auf der anderen Seite des Flusses über den Bildschirm.
   Auch Juden kennen wir nicht mehr. Mein sel. Großvater, bei dem ich als Kriegswaise liebevoll aufwuchs, sprach noch ganz natürlich und ohne zu Zögern von seinen jüdischen Freunden, Jude war ihm ein Begriff wie Mann oder Frau, wie Deutscher oder Italiener in Südtirol. Alle paar Jahre kam uns die befreundete Familie Wechsberg aus Amerika mit ihrem Buick besuchen, der mich Jungen sehr beeindruckte. Inzwischen ist »Jude« aus unserem Charakterisieren eines Mitmenschen furchtsam und »politisch korrekt« verschwunden wie das »Fräulein« seligen Angedenkens.
   Für andere »Minderheiten« hat die heutige Sprachübung immer wieder wechselnde Bezeichnungen erfunden: Neger wurden zu Schwarzen, Schwarze zu Farbigen, dann zu Afroamerikanern. Zigeuner – der Ausdruck hat für uns nichts Böses – sind nun Sinti und oder Roma, doch beliebter wurden sie nicht dadurch. Begrifflich blieben Juden wenigstens standhaft Juden, wandelten sich nicht. Solche Sprachbewegungen gab es auch sonst: Schwerbeschädigte sind heute Behinderte und bald wohl begrifflich noch unscheinbarer (vielleicht Inklusionierte?). Den Begriff Holocaust verwenden wir erst seit 1978. Davor nannte man den Tod in Auschwitz drastisch und klar Vergasen.
   Ich selbst bekam nur mehr durch Zufall mit, wenn einer ein Jude war, nicht nur bei Wechsbergs. So haben wir im Internat einmal einen wenig sympathischen Mitschüler eine kurze Zeit lang ziemlich krass gemobbt – mit Klopapiergirlanden und dem Spruch »Haut ihm den Zinken zu Kapusta«. Bis dann unser Erzieher, Herr Braunbeck, darauf hinwies, dass das als Antisemitismus gedeutet werden könnte. Da hörten wir (etwa 13-Jährige) erschrocken gleich auf. Ich weiß, ich war damals Kameradschaftssprecher und musste die Angelegenheit diskret absagen. Der jüdische Junge ist dann bald weg von unserer Schule und heute nach einem tüchtigen Managerleben Professor emeritus.
   Meine Hochschätzung von Juden ist eigentlich von Jahrzehnt zu Jahrzehnt gestiegen. Ein Schlüsselerlebnis war mir eine Europareise der Handelskammer von San Franzisko, für die ich Teilereignisse organisierte. Doch die Elite sind für mich Prager Juden! Sie sind Vergangenheit, und das alles ist Philosemitismus, und den verkneife ich mir öffentlich.
   Sonderbar, dass wir so sehr Minderheiten fördern, aber versuchen, sie nicht zu erkennen, nicht hervorzuheben. Multikulti ist zu einem Einheitsbrei geworden, zu Integration, mit der Folge, dass zwar einzelne Schandtaten wie islamistische Anschläge bestimmten Gruppen zugeordnet werden, dass man sich aber scheut, positive Eigenschaften zu nennen, eine Gruppe hervorzuheben, herauszukennen, ehrend, hochachtend, bewundernd. Darf man sagen, dass die Russen unter uns besonders fleißig sind, wunderbar Klavier spielen können oder dergleichen? Das fällt unter Rassismus. Wenn’s ein Lob ist, positiv konnotiert, dann sicher nur als argumentative Vorbeugung gegen ein gleich darauf folgendes Aber. Aber nichts!
   Vorsichtshalber weiche ich lieber auf Schwule aus. Wir kennen sehr viele hier sehr freundschaftlich. Doch die meisten verheimlichen sich nach wie vor; es geht ja auch niemanden etwas an, was man privat tut.
   Eine eigenartige Gebücktheit, ein Herumdrucksen ist an die Stelle offenen Umgangs miteinander getreten. Schade. Nicht einmal nach der Herkunft fragen soll man …

— · —

Sollten Sie an diesen Ausführungen oder Teilen davon Anstoß nehmen, so schreiben Sie mir bitte. Ich weiß wohl, dass Schweigen Gold ist, ich finde nur: Es bringt keine Zinsen.

• Großvaters Memoiren zum Thema http://joern.de/hoedl.htm#Judenfrage
• Link zu meiner Studie über den Begriff Neger https://blogabissl.blogspot.com/2019/03/neger.html
• Die Geschichte von Pierre Mendell, 1929—2008, liebevoll aufgezeichnet von Wolfgang Beinert https://www.typolexikon.de/mendell-pierre/
• Faust I, Zeile 860
Andrer Bürger.
Nichts bessers weiß ich mir an Sonn- und Feyertagen,
Als ein Gespräch von Krieg und Kriegsgeschrey,
Wenn hinten, weit, in der Türkey,
Die Völker auf einander schlagen.
Man steht am Fenster, trinkt sein Gläschen aus
Und sieht den Fluß hinab die bunten Schiffe gleiten;
Dann kehrt man Abends froh nach Haus,
Und segnet Fried’ und Friedenszeiten.
• Bombardierung Bagdads 20.3.2003 https://youtu.be/2fclmvIsubk zehn Minuten
• Zur Frage »Woher kommst du?« die Süddeutsche Zeitung
   https://www.sueddeutsche.de/politik/herkunft-diskriminierung-bohlen-1.4350327

Zum Vergrößern klickbar.
Micky Maus Nr. 37, 6.9.1989,
DM 2,50, Seite 27, Ausschnitt
 

 

 

 

 

 

 

 

Die Nennung eines »Bankiers Grünspan« wäre heute vermutlich nicht mehr opportun. 


Link hierher https://bit.ly/fj3eKuC4w
 = https://blogabissl.blogspot.com/2020/11/reichskristallnacht.html

 
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8. November 2020

Wir gründen uns eine westkatholische Kirche

Weihe der ersten katholischen Priesterinnen am Pfingstmontag 1996 in Konstanz.
Quelle https://alt-katholisch.net/2011/06/06/katholische-priesterin-sein/

Mir hat geträumt, wir gründeten uns eine west-katholische Kirche als weitere Ergänzung zur römisch-katholischen. 

• Das Bistum Rom verliert seine Vormachtstellung, wird aber gerne gehört, wie alle anderen Bistümer auch. Politische Enzykliken werden allerdings ungern gesehen, besonders wenn sie wirtschaftliche Tatsachen einseitig deuten. Dazu brauchen wir keine Kirche, ein virtueller Stammtisch genügt.

• Unfehlbarkeit hienieden entfällt.

• Der Katechismus, »die Moral«, fußt ganz auf Christi Gebot der Nächstenliebe (samt Selbstliebe), besonders in der Sexualmoral. Was in Liebe geschieht, das ist wohlgetan vor Gott. 

• Der Mensch bewahre die Natur, zum Beispiel dadurch, dass er sich nicht massenhaft vermehrt. Verhütung ist durchaus angesagt.

• Männer und Frauen sind im Gottesdienst gleichgestellt. Die Wandlung erfolgt durch Glauben, also wie heute schon der Segen oder die Sündenvergebung im Konjunktiv. »Gott segne dich …«, das ist auch nur ein frommer irdischer Wunsch; ob Gott einen wirklich segnet, ist einerseits seine Sache und hienieden Glaubensauffassung. West-Katholiken glauben einfach an den Leib Gottes.

• Gottesdienste werden von Priestern oder Priesterinnen geleitet. Die Wandling von Wein in Jesu Blut entfällt. Notfalls können auch »alte«, früher geweihte Hostien aus dem Tabernakel ausgeteilt werden, wie das ja heute auch passiert. (Siehe etwa die katholische Wort-Gottes-Feier.) 

• Da der Glaube entscheidet, brauchen die Priester und Priesterinnen und die Kommunizierenden (wie heute praktisch der Fall) dabei nicht ohne Sünde zu sein. Gott weiß selbst, welchen Segen er in wem entfacht.

Dann bin ich aufgewacht, aufgestanden und bin frisch rasiert um halbelf in die gewohnte Messe gegangen. Zur Corona-Zeit ist sie zu einem traurigen Ereignis verkommen; da beschlägt es mir die Brille. Der arme Organist darf als einziger singen.
   Lesung und Evangelium waren heute ausnahmsweise schön und nicht unsinnig, die Deutung der klugen Jungfrauen als unfähig ihr Öl zu teilen mir neu, weil ihr Öl ein inneres Feuer war. Nun denn.

Fette Hervorhebungen von mir.
Lesung vom 23. Sonntag im Jahreskreis am 8. November 2020 Weish 6,12–16

Weish 6,12Strahlend und unvergänglich ist die Weisheit; / wer sie liebt, erblickt sie schnell, / und wer sie sucht, findet sie.
Weish 6,13 Denen, die nach ihr verlangen, / gibt sie sich sogleich zu erkennen.
Weish 6,14 Wer sie am frühen Morgen sucht, braucht keine Mühe, / er findet sie vor seiner Türe sitzen.
Weish 6,15 Über sie nachzusinnen ist vollkommene Klugheit; / wer ihretwegen wacht, wird schnell von Sorge frei.
Weish 6,16Sie geht selbst umher, um die zu suchen, die ihrer würdig sind; / freundlich erscheint sie ihnen auf allen Wegen / und kommt jenen entgegen, die an sie denken. 

Evangelium Mt 25,1–13 aus der Bergprdigt


Das Gleichnis von den zehn Jungfrauen


Mt 25,1 Dann wird es mit dem Himmelreich sein wie mit zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und dem Bräutigam entgegengingen.
Mt 25,2 Fünf von ihnen waren töricht und fünf waren klug.
Mt 25,3 Die törichten nahmen ihre Lampen mit, aber kein Öl,
Mt 25,4 die klugen aber nahmen außer den Lampen noch Öl in Krügen mit.
Mt 25,5 Als nun der Bräutigam lange nicht kam, wurden sie alle müde und schliefen ein.
Mt 25,6 Mitten in der Nacht aber hörte man plötzlich laute Rufe: Der Bräutigam kommt! Geht ihm entgegen!
Mt 25,7 Da standen die Jungfrauen alle auf und machten ihre Lampen zurecht.
Mt 25,8 Die törichten aber sagten zu den klugen: Gebt uns von eurem Öl, sonst gehen unsere Lampen aus.
Mt 25,9 Die klugen erwiderten ihnen: Dann reicht es weder für uns noch für euch; geht doch zu den Händlern und kauft, was ihr braucht.
Mt 25,10 Während sie noch unterwegs waren, um das Öl zu kaufen, kam der Bräutigam; die Jungfrauen, die bereit waren, gingen mit ihm in den Hochzeitssaal und die Tür wurde zugeschlossen.
Mt 25,11 Später kamen auch die anderen Jungfrauen und riefen: Herr, Herr, mach uns auf!
Mt 25,12 Er aber antwortete ihnen: Amen, ich sage euch: Ich kenne euch nicht.
Mt 25,13Seid also wachsam! Denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde.    

Link hierher https://bit.ly/fj38phi4E
 = https://blogabissl.blogspot.com/2020/11/wir-grunden-uns-eine-westkatholische.html

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»Die Sachen sind nicht mir!«

Klicken zum Vergrößern                           © Disney
Im Micky-Maus-Heft Nr. 17 vom 27.4.1982 erschien die damals schon sechsundsiebzigjährige Frau Dr. Erika Fuchs noch als Chefredakteurin, wie bis 1988. Doch so genau wird sie da nicht mehr hingeschaut haben. Erika Fuchs stammte aus Hinterpommern, wie die Wikipedia liebevoll erzählt, aus Belgard an der Persante, und dort war ein »Das ist mir!« wohl genauso ungewöhnlich, ja falsch gewesen, wie heute überall im gepflegten Norden Deutschlands. Sowas sagen höchstens die aus dem Süden – allerdings selbst die Bonner, wie ich bezeugen kann.

Warum auch nicht? Sagt man: »Das gehört mir!«, so ist das grammatikalisch richtig, sagt man: »Das ist mir!«, so soll’s auf einmal falsch sein? Einen logischen Grund für diese Absonderlichkeit gibt es – wie bei vielem Sprachlichen – nicht. In der Tat schrieb Grillparzer – auch so ein Österreicher – 1813 in »Des Meeres und der Liebe Wellen« energisch: »Noch ist mir meines Vaters Helm und Schwert« und meinte damit »gehört mir«. Ich hab’ das von einem ausführlichen Artikel über sein als besitzanzeigendes Pronomen, hier: https://grammatikfragen.de/showthread.php?285-Sagt-man-quot-Das-ist-mir-quot-oder-quot-Das-ist-meins-quot-Ich-wurde-im-Norden-Deutschlands-entsetzt-angeschaut-als-ich-sagte-quot-Das-ist-mir-quot-.-Woran-liegt-das-Danke-im-Voraus !

Die Grimm-Brüder schreiben (in ihrer durchgehenden Kleinschreibung): »eine weitere gruppe für sich bilden die ausdrücke für ein besitz- oder eigenthumsverhältnis. hier verwendet die deutsche sprache den genitiv und den dativ«. Zum Dativ schreiben sie: »diese nicht gerade häufige fügung entspricht genau der lat. mihi est«. http://woerterbuchnetz.de/DWB/call_wbgui_py_from_form?sigle=DWB&lemid=GS25448&hitlist=&patternlist=&mode=Vernetzung – Stichwort SEIN verb. esse, Unterpunkt 13) – eine weitere Gruppe …  a) der Dativ-Fall. 

Die Lösung steht bei den »Grammatikfragen«: Erlaubt ist beides, mir auch. Doch wie immer setze man Sprache bewusst ein, im Blick auf den Leser, mit Auffälligkeiten, wo man sie als Autor setzen will, und nicht bloß als Gag zur Ablenkung.

Links:

https://grammatikfragen.de/showthread.php?285-Sagt-man-quot-Das-ist-mir-quot-oder-quot-Das-ist-meins-quot-Ich-wurde-im-Norden-Deutschlands-entsetzt-angeschaut-als-ich-sagte-quot-Das-ist-mir-quot-.-Woran-liegt-das-Danke-im-Voraus

Belgard: https://de.wikipedia.org/wiki/Bia%C5%82ogard  

https://de.wikipedia.org/wiki/Erika_Fuchs (1906—2005)

https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Grillparzer 

Link hierher https://bit.ly/fj32rBhMe
 = https://blogabissl.blogspot.com/2020/11/die-sachen-sind-nicht-mir.html

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1. November 2020

Explorer aus – und wieder ein

Wenn in Windows (hier 7) die Task-Leiste nicht mehr sichtig verschwindet, muss man den Windows-Explorer-Prozess abwürgen.
   Das mancht man mit dem Task-Manager. Der Task-Manager erscheint auf Knopfdruck: Man tippt gleichzeitig Strg, Shift (Hochstellen) und Esc.

Im Task-Manager geht man auf den zweitern Reiter, Prozesse, wie hier zu sehen. Dort findet man eine »explorer.exe«, die für die Task-Leiste verantwortlich ist. Die »schießt man ab« – Maus drüber und rechts unten »Prozess beenden«.

Schon ist die klemmende Taskleiste weg, und man kann mit voller Bildschirmansicht weiterarbeiten.

Wie aber bekommt man den Explorer wieder zum Laufen?

Dazu im Task-Manager (der vermutlich sogar noch da ist und über Alt-Tabulator Anwendungs-wechselnd erreicht werden kann, sonst mit Strg-Shift-Esc) zurück auf den (ersten) Reiter »Anwendungen« (also eigentlich Programme, Tasks, Apps) und unten rechts mit »Neuer Task« ein freies Feld erzeugen, um damit den »Neuen Task erstellen« zu können. Jetzt dort bitte »explorer.exe« eingeben, »exe« dabei nicht vergessen. Voilà.

 

Permalink hierher http://j.mp/3kNZxzf
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Quelle: Verschiedene englische Anleitungen

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30. Oktober 2020

Moral, Markus Gabriel und Donald Duck

»Moralische Tatsachen sind so real wie Naturtatsachen, nur sind sie davon abhängig, wie wir auf sie reagieren«, meint Markus Gabriel in einem Interview mit der NZZ, hier https://www.nzz.ch/feuilleton/der-philosoph-markus-gabriel-ueber-corona-wahrheit-und-moral-ld.1583000.
   Ich weiß zwar nicht, was »moralische Tatsachen« sein sollen, vielleicht Ereignisse, die dann moralisch beurteilt werden? Im Micky-Maus-Heft vom 2. Juni 1999, das ich mir gestern für fünfzig Cent statt für drei Mark zwanzig geleistet habe, geht’s auf Seite 36 auch um Moral, und zwar gleich im Aufmacherbild der Donald-Duck-Geschichte D 97128 »Der Schwachkopf der Woche«:

»Da machen sie einen armen, ahnunugslosen Menschen vor aller Welt zum Trottel, und du findest das auch noch lustig, Donald«, kommentiert seine Freundin das Fernsehgeschehen (allerdings ohne Komma vor dem und).
   Doch Donald meint lachend: »Ach Unsinn, ausschütteln würd’ ich mich vor Lachen. Das ist doch alles bloß ein harmloser Spaß!«

Da haben wir’s, ganz harmlos, die Differenz über eine menschliche Tat, die ja wohl landläufig der »Moral« unterliegt. Unterschiedliche Urteile. Die Geschichte entfaltet sich dann auch recht phantasievoll bis zur Blamage der beiden Fernsehmoderatoren.

Soll ich mit einer ganz ernsten Geschichte dienen, bei der es sich um Moral dreht? Weltanschauungen und Religionen verkünden Moral, als sei sie von ihrem jeweiligen Gott gegeben. Da hat Moses die zehn Gebote auf dem Berg gepflückt. Mein Beispiel: Die »Berufung zur Keuschheit« im gültigen katholischen Katechnismus, siehe http://www.vatican.va/archive/DEU0035/_P8B.HT . Absatz 2352 geht dann ins Volle, und Masturbation wird als schwere Sünde »gebrandmarkt«, weil „der frei gewollte Gebrauch der Geschlechtskraft, aus welchem Motiv er auch immer geschieht, außerhalb der normalen ehelichen Beziehungen seiner Zielsetzung wesentlich widerspricht". Der um ihrer selbst willen gesuchten geschlechtlichen Lust fehlt „die von der sittlichen Ordnung geforderte geschlechtliche Beziehung, jene nämlich, die den vollen Sinn gegenseitiger Hingabe als auch den einer wirklich humanen Zeugung in wirklicher Liebe realisiert" (CDF, Erkl. „Persona humana" 9). Ich kann das nachvollziehen.

»So real wie Naturtatsachen« finde ich zwar die Sache selbst, nicht aber ihre moralische Einordnung, ihre Moral. Man könnte so fortfahren. Man kann es aber auch sein lassen, die katholische Kirche »einen guten Mann«, und sich wundern, dass ihr die Leute weglaufen. 

… Markus Gabriel ist Professor für Erkenntnistheorie und Philosophie der Neuzeit an der Universität Bonn und ständiger Gastprofessor an der Sorbonne in Paris. Er zählt zu den führenden jungen Philosophen der Gegenwart, die sich in den letzten Jahren für einen neuen Realismus starkgemacht haben. Jüngste Veröffentlichungen: «Warum es die Welt nicht gibt» (2013), «Ich ist nicht Gehirn» (2015) und «Der Sinn des Denkens» (2018). Demnächst erscheint bei Suhrkamp «Fiktionen» und bei Ullstein «Moralischer Fortschritt in dunklen Zeiten».

Und was ist »Erkenntnistheorie«? Dazu meint wiederum die Wikipedia in ihrer unübertreffbaren Akademizität: »Die Erkenntnistheorie (auch Epistemologie oder Gnoseologie) ist ein Hauptgebiet der Philosophie, das die Fragen nach den Voraussetzungen für Erkenntnis, dem Zustandekommen von Wissen und anderer Formen von Überzeugungen umfasst. Dabei wird auch untersucht, was Gewissheit und Rechtfertigung ausmacht und welche Art von Zweifel an welcher Art von Überzeugungen objektiv bestehen kann«.
   Weiter erzählt die Wikipedia über das Denken und Reden über das Denken und Wissen: »Gegenüber alltäglichen Überlegungen gewinnen die erkenntnistheoretischen im selben Moment oft eine kaum ernstzunehmende Dimension. Wittgenstein sprach das 1951 in seinen Überlegungen Über Gewißheit (erst nach seinem Tode 1969 veröffentlicht) mit Humor an:

„Ich sitze mit einem Philosophen im Garten; er sagt zum wiederholten Male: ‚Ich weiß, dass das ein Baum ist‘, wobei er auf einen Baum in der Nähe zeigt. Ein Dritter kommt daher und hört das, und ich sage ihm: ‚Dieser Mensch ist nicht verrückt: Wir philosophieren nur.‘“[7]

Richtig beginnt auch das Zürcher Gespräch von René Scheu mit Markus Gabriel mit dessen Feststellung: »Wir befinden uns gerade in Zürich, während wir hier reden. Dieser Satz ist wahr. Wir könnten nun der falschen Meinung sein, wir seien nicht in Zürich, dann sitzen wir einem Irrtum auf. Das kann passieren, wenn man verwirrt ist, aber eigentlich nicht, wenn man in Normalform ist.«
   In der Erkenntnistheorie, so Wikipedia, »werden Galileo Galileis „Eppur Si Muove“ [in den Bart gemurmelt: »Und sie bewegt sich doch!«, Anm. fj] ähnlich tradiert als Hinweise auf die gesellschaftliche Brisanz des erkenntnistheoretischen Nachdenkens«.
   So geht’s dann seitenweise weiter, na ja, nicht seitenweise, denn das Internet kennt sie nicht und nur den ewig langen Fluss bestenfalls entlang einer Schiebeleiste am Bildschirm. Zwischendurch einnern sich »aktuelle Debatten« des Dialektischen Materialismus’, »den philosophische Lexika der Ostblockstaaten propagierten« und wir in Bayern noch brav in der Schule gelernt haben – und nichts verstanden haben davon. Aus These und Antithese was Höheres, erinnere ich mich noch. Wieso?
   Des weiteren verstehe ich kein Wort, Erkenntnis-praktisch null.
   Am Ende geht’s sogar um künstliche Intelligenz, die für mich alten Informatiker am Ende Programme sind, ob man sie nun digital, Apps, Siri oder KI nennt. »Alan Turing notierte in einer erkenntnistheoretischen Wendung bereits in den 1950er Jahren das Problem, auf das die Entwicklung zuschreitet, auf Seiten des Beobachters: Ob man weiß, ob der Mensch, mit dem man kommuniziert, mit einem Bewusstsein ausgestattet ist (so wie man selbst)«. So Progrämmchen haben wir »Systemanalytiker« schon recht früh gehabt; es ging aber nicht um die Frage nach Bewusstsein, sondern konkret über Menschsein. Ist der, die oder das Gegenüber ein Mensch oder eine Maschine? Ein Beispiel ist 1966 Joseph Weizenbaums Eliza, die sich erfolgreich grad so dumm anstellt wie ein Mensch … Ob und wieviel Bewusstsein, speziell Selbstbewusstsein ein Gegenüber hat, das wissen wir nicht einmal von unserem Hund. Bei einer Maschine nehmen wir selbstbewusst an, sie hätte gar keines. Allerdings erinnere ich mich aus der Steuerung von Überwachungssystemen spätestens in den Achtzigerjahren, dass unsere Minicomputer einen Hardware-Interrupt zum Power-fail-autro-restart hatten, also ihr eigenes Dahinscheiden gerade noch erkennen konnten, auf dass sie bei einer Wiederbelebung flott und skrupellos weitermachen konnten, Kosten viertausend Mark, Einbau »nur im Werk« (factory upgradable, nur damit keiner merkte, dass die Schaltkreise beim HP 2116 schon an Bord waren und durch einen Streifen Tesafilm reaktiviert werden konnten.) Ist denn so eine Wiedergeburt kein Bewusstsein …? 

Ich ende. Für mich ist das alles teuer erwärmte Luft. Denken ist wenigstens abgasfrei. Es gibt immer noch zuwenig »menschenmachtes Denken«.

Link hierher zum Weitergeben: https://bit.ly/fj3oEdLF8
 = https://blogabissl.blogspot.com/2020/10/moral-markus-gabriel-und-donald-duck.html

Eliza (englisch): https://www.masswerk.at/elizabot/

Sie können gerne kommentieren. Ich lerne gern zu. 

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W-Lan-Passwort aus Windows auslesen

Windows 7 – Start – »Netzwerk- und Freigabecenter»

 

 

 

 

 

Jetzt das W-Lan wählen, dessen Passwort man auslesen möchte, in meinem Fall »Neunundzwanzigneu«.

 

Drahtloseigenschaften

Sicherheit

Und jetzt »Zeichen anzeigen« lassen.

(Quelle https://support.microsoft.com/de-de/windows/finden-sie-ihr-kennwort-f%C3%BCr-ihr-wlan-netzwerk-in-windows-2ec74b2e-d9ec-ade1-cc9b-bef1429cb678 )

Link hierher https://bit.ly/fj37UEXtq
 = https://blogabissl.blogspot.com/2020/10/w-lan-passwort-aus-windows-auslesen.html


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25. Oktober 2020

Vorgestern Abend hab’ ich noch etwas »Skyfall« geguckt, James Bond. Gestern am Samstag, 25.Oktober 2020 dann die Premiere von »Faust« in der Oper hier in Bonn, so zehn Minuten zu Fuß von mir.  

Mephisto. Aus der Bilderserie der Oper.
Für mich war dieser erste coronagerechte Faust ein Ohren- und Augenschmaus, eine Freude zum Schwelgen wie schon davor Emilio Kagels »Staatstheater« dort. Wenig Zuschauer natürlich, auf Abstand wie in den Kirchen auch, angenehm, dann nur ein Akt, eine Stunde und ein Bisschen, die Bühne immer offen – zum Lüften. Wir schwelgten in Melodien und Erinnerungen, happy Melodys und deutsche Standardworte, Metaphern, wie »Das Ewig-Weibliche zieht uns hinan.« (https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-476-02737-5_15). »Mit Musik von Ludwig van Beethoven, Richard Wagner, Giuseppe Verdi, Charles Gounod, Robert Schumann, Gustav Mahler, Franz Liszt, Johann Friedrich Reichardt und Arrigo Boito« steht im Programm; nur Mozart missing.
   Mephisto (Vincenzo Neri) sang und war kraftvoll-agil, der Alte (Ludwig Grubert) spielte noch älter als ich, schwach und scheinbar lustlos. Alle anderen sind mir, der ich mir null Namen merken kann, gleich (egal nicht). Hinter Glas das Saxophon vor Tobias Marc Rüger klang heraus. Oft weiß ich nicht, wer jetzt was ist oder sein soll, drei Gretchen, fünf Helenen, zwei Kaiser und ein fünfköpfig weibliches Euphorion*) entnehme ich jetzt erst dem Programmheft. Macht nichts. Bonns Bühne hatte sich wieder viel einfallen lassen, Donald-Duck-Figuren zur Abwechslung, viel Rauch – der uns inzwischen Æerosole assoziiert – und schöne Musik aus allen alten Erinnerungen. Die eiligen Rückprojektionen von Strafrechtsparagraphen blieben mir unverständlich, ich kannte nur § 175, und der ist gestrichen und kam auch nicht vor. Eine einzige Einblendung war »links«, wenn ich recht gesehen habe, aber das gehört sich heut für Intellektuelles.
   Ein Sehnsuchts-Faust, den hoffentlich auch Jüngere, Ungeduldigere genießen, obwohl das Publikum, soweit ich sehen konnte, klassisch und schon eher älter war. Super Ideen wieder, etwa die wallenden blonden Perücken, die multifunktional mal oben, mal als Bart, mal auf der Brust wie ein Logo bei allen auf der Bühne auftauchten. Faust hatte den längsten. Schlaff hing er herum. Passt. Nur alte Klempner haben heute noch so viel Hanf; muss einem einfallen. Und ich durfte wieder einmal meine Phantasie laufen lassen, Träume, meine Freude!
   Der Star war Irina Klewitz, die aus Russland stammende Leiterin des Jugend- und Kinderchors der Oper, die willensstarke, wahnsinnig fleißige musik-geschickte Ekaterina (»Kat«) Klewitz (https://www.theater-bonn.de/de/ueber-uns/mitarbeit/ekaterina-klewitz/16). Sie dirigierte vom Orchestergraben. Mehr dazu später.
   Den Faust, schon gar nicht die zwei von Goethe, habe ich nie verstanden. Ich bin (oder wurde) Techniker, da konnte ich den Ausführungen unseres Deutschlehrers nie wirklich folgen, nicht nachdenken darüber. (Nachdenken ist bei mir immer ein Weiterdenken.) Gestern Abend im Bonner Faust, da war’s mir einfach nur schön. Ich weiß zwar wie jeder deutsch Gebildeter, wohin uns das Ewig-Weibliche zieht, verbal – doch wo auf Google-Maps »hinan« ist, nicht. Diese Metaphern haben sich überholt, ja, sie sind im Zeitalter der politisch korrekten Sprache samt Gendergerechtigkeit obsolet. Desto schöner für mich Alten. Mir ist Goethes Faust ein Monument, wie vielleicht Castel del Monte (https://de.wikipedia.org/wiki/Castel_del_Monte), bewundernswert, pompös, wichtig und wuchtig, aber verschlossen; nichts zum Verstehen. Macht nichts. Ist so. In ferner Vergangenheit wie vielleicht der dies iræ. Dass uns Weibliches wohinzieht, ist meines modernen Erachtens inzwischen nachgerade sexistisch, frau sollte sich wehren gegen dieses Ansinnen; überhaupt ist es, wenn schon, dann Sex, der uns umtreibt, männlich, auch bei Faust. Und darüber red’t man nicht. Ich auch nicht, bittesehr.
   Also der Jugendchor, der »Kinder- und Jugendchor des Theaters Bonn« (https://www.theater-bonn.de/de/ueber-uns/orchester-choere/kinder-und-jugendchor) ist inzwischen eine Institution und fast wie eine Familie. Das zeigte sich nach dem vielen Applaus; da bekam der Chor den heurigen Preis des Fördervereins zugesprochen, dreitausend Euro auf großem Scheck, und Bühne und Saal wurden kurz zum Familienfest. Ein wunderbarer Abschluss.
   Meine Tochter hat mich dann draußen noch umarmt, so froh waren wir, dabeigewesen zu sein. Und in der Familie darf man das, sogar gesundheitsamtlich!

Szene aus Faust in Bonn, aus der offiziellen Bilderserie der Oper
https://www.theater-bonn.de/de/programm/faust/186756

*) Euphorion ist kein Jubelhochsitz, pardon, sondern ein Sohn Fausts: https://de.wikipedia.org/wiki/Euphorion_(Mythologie)

Links

• Ekaterina Klewitz am Klavier und Tobias Marc Rüger, Saxophon, improvisieren vierzig Sekunden zu Schuberts Winterreise https://youtu.be/-Q7m2ChNV10 

• Link hierher https://bit.ly/fj31Iyeil
  = https://blogabissl.blogspot.com/2020/10/vorgestern-abend-hab-ich-noch-skyfall.html

PS. Korrekturen und Kommentare willkommen! Ich bin ja wirklich nicht vom Fach, gell.

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23. Oktober 2020

Maus soll PC nicht aufwecken

In Windows 7 kommt man in den Geräte-Manager am leichtesten über Start und Eintippen: Geräte.
Jede der Mäuse mit der rechten Maustaste anklicken und die Eigenschaften aufrufen.
Dann in der Energieverwaltung »Gerät kann den Computer aus dem Ruhezustand aktivieren« ausschalten, so wie hier gezeigt.
   Man kann aber auch vor dem Zuklappen die Maus ausschalten, darf das aber möglichst nicht vergessen. Dass Computer über Peripheriegeräte (USB usw.) aufgeweckt werden können, ist in vielen Fällen vorteilhaft, etwa bei Alarmen. Manch einer weckt seinen PC auch mit einer Runde Mausfahrt. Also nicht meckern.

Link hierher https://bit.ly/fj3mgz2CR
 = https://blogabissl.blogspot.com/2020/10/maus-soll-pc-nicht-aufwecken.html

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Als Kind lebte ich in Bozen. Mein Zimmer in einem schlossartigen Haus, das heute noch steht, wandte sich nach Süden. Ich schaute hinaus auf die Sankt-Johann-Straße. Eigentlich hörte ich hinaus. Gegenüber war eine kleine Motorrad-Werkstatt, ein Zündapp-Konzessionär, und alle Probefahrten passierten entsetzlich laut unter meinen Ohren.
   Ich lebte bei meinen sel. Großeltern, die als Heimatvertriebene in Bozen fremd waren; mein Vater aus Königsberg war im Hürtgenwald gefallen, an ihn habe ich, 1941 geboren, keine Erinnerung. Meine Mutter arbeitete weit weg in Köln, die sah ich nur ein-, zweimal im Jahr.
   Gegenüber auf der anderen Straßenseite, hinter einer Mauer, über die ich aus meinem Zimmer im ersten Stock drüberschauen konnte, stand eine Mühle, Wahrzeichen zwei Rösser und ein Rad. Sie wurde dann neu gebaut, war sechs oder sieben Stockwerke hoch, und malte mit stetem Geräusch vor sich hin, beziehungsweise von oben nach unten.
   Und ich sollte nach dem Mittagessen doch schlafen! Dazu waren die raffinierten italienischen Fensterläden fast geschlossen. Im Dämmerlicht phantasierte ich mich in die Vorhänge hinein, eine wehende Landschaft mit aufsteigendem Weg auf einen Hügel und vielen Formen zum Träumen.
   Im großen Garten hintenhinaus floss der Mühlbach, erhöht aber offen, gefährlich für Kinder, daneben war der Nutzgarten der Hausmeisterin. Der Garten selbst war großteils vornehm belassen, mit Kieswegen und einer riesigen Zeder, an der die lange Schaukel hing. Im Stockwerk über uns wohnte eine alte Bozner Familie, Weinproduzenten mit der großen Kellerei am Ende der Straße, wo wir Kinder uns mit der hohlen Hand Rebensaft aus der Presse abzweigen konnten. Die oben hatten einen etwas jüngeren Bub, Erwin, der mir später sogar kurz ins Internat nach Bayern folgte.
   Die Sankt-Johann-Straße, die nach der Kirche im rein deutschen Viertel hieß, wurde bald »postfaschistisch« zu Cavour-Straße umbenannt. Die Spannungen zwischen Deutschen und Italienern waren noch deutlich.

Märklin-Modell 2683

Was sah ich auf dieser Straße nicht alles! Nicht nur Zündapps mit Beiwagen. Besonders die Transporter waren eigentlich fortschrittlicher als Autos heute. Ich erinnere mich an letzte Stangeneis-Versorger für die Kühlschränke, die mit langsamen, batteriebetriebenen Fahrzeugen unterwegs waren, bessere Holzkästen. Auch Selters wurde damals noch flaschenweise ins Haus geliefert, Brennholz natürlich. Ein kettenangetriebener Zugwagen, ebenfalls mit Elektromotor, zog gelegentlich auf einem Tieflader mit Vollgummireifen einen ganzen Eisenbahnwaggon durch die Straße, in die Weinkellerei? Der fuhr natürlich ganz langsam, damit ich mir den seltenen Transport »vom ersten Rang« aus gut ansehen konnte. Übrigens waren damals für den Gepäcktransport überall auf den Bahnsteigen batteriegetriebene Zugwagen üblich, »Eidechsen»; der Fahrer stand vorne und lenkte mit einem seitlichen Hebel (»Wippenlenkung«), hinter ihm oft eine Schlange von Gepäckwagen.
   Meine Großmutter schickte mich jeden Tag zum Einholen. Hinten im Viertel am Ende der Sankt-Johann-Gasse war ein Milchgeschäft. Die Milchkanne brachte man noch selbst mit. In der nahen Bindergasse gab’s den Chilovi als einziges italienisches Geschäft: Er hatte ein kleines Lebensmittelgeschäft beim Pfau, einem Gasthaus dort. Da kaufte ich etwas Schinken und einen Schlag Tomatenmark für unser Abendessen. Das Mark schöpfte er aus einer riesigen Dose, einem Eimer eigentlich, und klatschte die zehn Deka (Dekagramm) auf ein wasserfestes Blatt auf der Waage, das er dann flink und kunstvoll zu einem markdichten Stanitzel faltete.   
   Dazu sollte man wissen, dass meine Großmutter nicht kochen konnte. Sie stammte aus wohlhabendem Hause aus Mährisch Ostrau und sagte immer nur: »Ich wäre ein gutes Stumm-Mädel geworden, mit Staub kann ich umgehen.« Später verstand ich, dass Sie ein »Stubenmädel« meinte, sozusagen modern die Putzfrau. Dich ihre Standardgerichte waren hervorragend: Rahmschnitzel, Reis. Großvater bestand darauf, abends warm zu essen. Pizza gab’s noch nicht, erst recht keine Lieferdienste. So hatte sich Großmama »Reis mit Paradeissoß’« einfallen lassen. Dazu etwas Mortadella, gelegentlich Schinken vom Fleischhauer am  Zwölfmalgreienpatz, und am Freitag fromm fleischlos nur Ölsardinen aus der Dose … (Ich könnte dieses Standard-Leibgericht noch heute täglich essen, nur meine Familie nicht.)  Die Tomatensauce hatte den Vorteil, dass Großmutter sie schon vorher kalt abschmecken konnte, mit Zucker und Salz. Ich musste, wenn’s eilig war in der Küche, also nur darauf achten, dass die Sauce nicht überkochte. Und unseren Siphon durfte ich mit der CO2-Kartusche laden, denn frisches, kühles Wasser gehörte zu Großvaters »gespritzten« Glas Weißwein. Großmutter trank Roten: normalen »Kalterer See« an Werktagen, an Feiertagen oder mit Gästen »Sankt Magdalener«, beides jeweils aus der nahen Weinkellerei. Wir bekamen da Rabatt. Rabatt gehörte sich einfach in Bozen. Alles andere ist unfreundlich: Man wird zum Fremden. Heute sind sich alle immer nur fremd, aber das kommt von der Menge. Ich schweife ab. Und überhaupt muss ich aufhören, denn freitags esse ich Bratfisch in der Stadthauskantine am Ende der Straße.

Mein Fenster sehen Sie übrigens auf http://www.joern.de/HofPfingsten06.pdf . Erinnerungen in einer Zeit, in der, pardon, das Internet noch nicht so verklemmt war wie heute.

Mehr zur »Eidechse«-Elektrokarre: http://www.gohlis.info/ein-fund-auf-dem-antikmarkt-die-eidechse-erinnerungen-an-den-elektrokarren/  

Zum Tod meines Vaters: http://j.mp/2I5Orl2

Link hierher https://bit.ly/fj3kCfXL7
 = https://blogabissl.blogspot.com/2020/10/als-kind-lebte-ich-in-bozen.html
 

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21. Oktober 2020

NZZ-Beethoven-Schulz-Bonn

Fast eine Doppelseite in der Neuen Zürcher Zeitung mit Schroeder am roten Klavier und der begeisterten Lucy, das fiel mir doch auf, am Samstag 17. Oktober 2020. Das Bild ist aus dem Film von 2015 (Credits beim Artikel). 

Hier eine ähnliche Szene mit der Mondschein-Sonate:


Einfach ein schöner, liebevoll gemachter und Link-hinterlegter Artikel! Den NZZ-Artikel gibt’s auch digital. Ich weiß allerdings nicht, ob das gratis zu sehen ist und oder wie lange noch. (Gerade eben bekam ich ihn im »privaten Browser« herein.)

https://www.nzz.ch/feuilleton/beethoven-und-die-peanuts-die-antwort-auf-alle-fragen-ld.1581435 

In dieser elektronischen Version des Artikels finden sich Links zu den musikalischen Zitaten des »Peanuts«-Cartoon-Autors Charles M. Schulz, etwa hier http://absadmin.users.sonic.net/schulz/pages/page4.html oder hier: http://absadmin.users.sonic.net/schulz/pages/page117.html – aber entdecken Sie das bitte selbst im Artikel, denn da gibt’s noch mehr schöne Beispiele wie http://absadmin.users.sonic.net/schulz/pages/page19.html ,http://absadmin.users.sonic.net/schulz/pages/page94.html und http://absadmin.users.sonic.net/schulz/pages/page106.html .

http://absadmin.users.sonic.net/schulz/pages/page49.html : Schon 1958 besucht Schulz Beethovens Geburtshaus in Bonn und zeigt dann Lucy die üblichen Bilder dazu, hier natürlich noch nicht von den aktuellen drei Fahnen zur Billigtankstelle degradiert.

Friedrich Guldas Interpretation der Hammerklavier-Sonate finden Sie natürlich auch auf Youtube, etwa hier: https://youtu.be/1oVaX1zpPCA oder hier: https://youtu.be/_Y6qSr9IjIc, hinter etwas Teppichwerbung o. dgl.

Aus aktuellem Anlass ein Halloween-Outfit zum Thema: https://costumewall.com/dress-like-schroeder/ 

Link hierher zum Weitergeben: https://bit.ly/fj35fACxU
= https://blogabissl.blogspot.com/2020/10/nzz-beethoven-schulz-bonn.html

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Sind wir WEIRD? Prof. Joseph Henrich “How the West …”


“How the West became Psychologically Peculiar and Particularly Prosperous”

My summary: Here in the West most of us are no more guided by our hunting group or clan, but by the family, and ultimatly, today, just by ourselves, as individuals.

https://www.nytimes.com/2020/09/12/books/review/the-weirdest-people-in-the-world-joseph-henrich.html meint:

The Catholic Church changed all that. As of late antiquity, Europeans still lived in tribes, like most of the rest of the world. But the Church dismantled these kin-based societies with what Henrich calls its “Marriage and Family Program,” or MFP. The MFP was really an anti-marriage and anti-family program.
   Forced to find Christian partners, Christians left their communities. Christianity’s insistence on monogamy broke extended households into nuclear families. The Church uprooted horizontal, relational identity, replacing it with a vertical identity oriented toward the institution itself. The Church was stern about its marital policies. Violations were punished by withholding Communion, excommunicating, and denying inheritances to offspring who could now be deemed “illegitimate.” Formerly, property almost always went to family members. The idea now took hold that it could go elsewhere. At the same time, the Church urged the wealthy to ensure their place in heaven by bequeathing their money to the poor—that is, to the Church, benefactor to the needy. In so doing, “the Church’s MFP was both taking out its main rival for people’s loyalty and creating a revenue stream,” Henrich writes. The Church, thus enriched, spread across the globe.
   By the time Protestantism came along, people had already internalized an individualist worldview. Henrich calls Protestantism “the WEIRDest religion,” and says it gave a “booster shot” to the process set in motion by the Catholic Church.
   … “the Italian enigma”: Why, if Italy has been Catholic for so long, did northern Italy become a prosperous banking center, while southern Italy stayed poor and was plagued by mafiosi? The answer, Henrich declares, is that southern Italy was never conquered by the Church-backed Carolingian empire. Sicily remained under Muslim rule and much of the rest of the south was controlled by the Orthodox Church until the papal hierarchy finally assimilated them both in the 11th century. This is why, according to Henrich, cousin marriage in the boot of Italy and Sicily is 10 times higher than in the north, and in most provinces in Sicily, hardly anyone donates blood (a measure of willingness to help strangers), while some northern provinces receive 105 donations of 16-ounce bags per 1,000 people per year.

https://www.nzz.ch/feuilleton/der-westen-mit-einer-neuen-psychologie-eroberte-er-die-welt-ld.1581437In ihren Kernfamilien auf sich allein gestellt, bildeten die Menschen eine individualistischere, weniger konformistische Persönlichkeit aus und lernten, Fremden zu vertrauen, sich mit ihnen auszutauschen und mit ihnen zusammenzuarbeiten.
https://www.nzz.ch/feuilleton/ehe-und-erben-joseph-henrich-erklaert-den-aufstieg-des-westens-ld.1440752
   Die Menschen in industriellen Gesellschaften verhalten sich überall gleich, Jäger und Sammler oder Hirten aber ganz unterschiedlich.
   Zum einen die Annahme, dass die Menschen rational handeln. Dabei leiten uns alle möglichen Glaubenssysteme, nicht nur die Religionen oder die Magie, sondern zum Beispiel auch das Vertrauen in unsere Regierung, obwohl es die empirische Evidenz nicht unbedingt rechtfertigt. Zum anderen die Annahme, dass die Menschen nur egoistisch denken. Es gibt inzwischen mehr als genug Belege dafür, dass wir nicht nur im Eigeninteresse handeln, sondern als soziale Wesen vor allem aufgrund von internalisierten Motiven und Normen. Insgesamt verhalten wir uns also im realen Leben schlicht nicht so, wie es ein Ökonom vom Homo oeconomicus erwartet. Aber was ich hier sage, gilt in der Ökonomie wohl immer noch als Ketzerei.

Permalink https://bit.ly/fj3jdzlMF
  = https://blogabissl.blogspot.com/2020/10/sind-wir-weird-prof-joseph-henrich-how.html

Paket an meine Frau. Passt doch, der Selbstbezug als Glücksbringer.

 

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15. Oktober 2020

Outlook 2003 Imap Regel geht nicht

 

Vorweggenommen: Bei mir klappt am Ende (Nov. 2020) nur die Regel, die bloß auf den Betreff zugreift, nicht auf Mailinhalte:

In einen besonderen Ordner (hier »UTF8-Spam«) speichere ich, damit ich gerade diese Mails notfalls noch prüfen kann.

Outlook wurde gebaut, als es Post nur zu Holen (Pop) und zu Schicken gab (SMTP). Speichern wollten die Postverwaltungen die Mails nicht.
   Dann kam Imap als Interactive Mail Access Protocol. Fein. Jetzt bleibt die Post beim Provider liegen, und wir sehen sie uns nur von außen an, oft mit mehreren Geräten von verschiedenen Orten. Also sagte sich Outlook: Da hole ich erstmal nur die Betreffzeilen in meinen kleinen lokalen Rechner, also »zu mir« in’n Speicher.
   Richtig »transparent« wird das alles nicht. Hauptsache ist: Der Empfänger sieht die Betreffzeilen und kann sich die Mail ansehen – dass sie zum Anschauen erst frisch geholt werden muss, merkt man nur, wenn man mit dem Smartphone unterwegs offline ist. Aber dann kommen sowieso keine neuen E-Mail herunter, sagt sich Outlook.
   Erst wenn Sie in Outlook Regeln bezüglich Inhalten von Mails basteln, also etwa beim Wort »gewonnen« gleich zu Spam wegschieben wollen, dann geht das – oder vielleicht eben auch nicht.
   Also ganz einfach: Weiter Pop zum Postholen nehmen, unter Belassung der Mails am Server!
   Oder http://pgabri.com/blog/outlook-2003-with-imap/ lesen, wenn’s doch Imap sein soll. Den Versuch, die Mails komplett herunterzuholen, habe ich auch gemacht. Extras, Optionen, E-Mail-Setup, E-Mail-Konten, Kontoeigenschaften, Element samt Anlagen downloaden.

G’holfen hats nicht. Siehe z.B. https://bit.ly/fj33quiE7

Link hierher https://bit.ly/fj3dyzZTN
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   Hier der Beweis: Imap holt sich immer nur wenig Mailinhalt.