23. Juli 2019

Ohne www tut’s der Firefox nicht

Für uns ist z.B. http://Joern.De dasselbe wie http://www.Joern.De (hier  sogar wie Joern.com). Dass Joern.De und Joern.com gleichlaufen, hab ich als der Anbieter so gewollt. Dass mit oder ohne www dasselbe erscheint, das ist dem Browser oder dem Hoster zu verdanken.
   Im Browser steuert dies der Parameter browser.fixup.alternate.enabled, der normalerweise an ist (true):
Oder suchen Sie nur nach fixup. Erklärt wird’s zum Beispiel hier. Eine ausführlichere deutsche Erklärung hier.
   Jedenfalls schaltet das “enabled” alle vier folgende “fixups” (Schnellkorrekturen) ein oder aus.
   Die Korrekturen (“fixups”) beziehen sich nur auf die URL-Zeile, also auf die »menschliche« Eingabezeile! Ich hatte innendrin einen Aufruf zu einem Bild und unglücklicherweise www nicht vorgeschaltet, schon ging’s nicht bis dorthin.
   Firefox erklärt die ganze Geschichte englisch auf http://mzl.la/1xKrywT.

So also fügt Firefox www ein, sollte es für einen Abruf nötig sein. Wenn das aber nicht klappt – weiß auch ich nicht weiter …
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21. Juli 2019

Analogfotografie – Belichtung – Selenzellen

Blende acht, die Sonne lacht!

Der alte Spruch galt so bei einem Sechzigstel (1/60 s = 0,17 s) oder Hundertstel (1/100 s) und dem normal empfindlichen Film von damals, Din 21 Asa 100, oder dem noch weniger »heißen« von ganz früher. Egal, ich komme noch drauf. Deneben gibt’s für des Deutschen nicht so Mächtige englische Regeln, die “Sunny eighteen”, die sich nicht nur auf eine langsam endende Pubertät bezieht, sondern auf die früher in Amerika wohl noch hellere Sonne. Inzwischen haben wir Fotografie- und Klimawandel und Filme nur mehr im Kino.
   »Egal«. Zum Thema Belichtung:  
1. So genau kommt es nicht darauf an!
und
2. Licht ist nicht gleich Licht!

1. Heutige Digitalkameras haben mindestens eine Spielraum von »einer Belichtung«. Dunkle kann man leicht heller machen, zu helle schwer dunkler. Ich habe meine P-Einstellung immer auf Blitz und immer eine Belichtungssufe unterbelichtet. Wenn dann der Blitz Näheres überstrahlt, Schweiß etwa auf der Stirn, dann ist der nicht überstrahlt.
   Alte Negativfilme (kann man “pushen”, wenn die unterbelichtet sind, und man das weiß, und überhaupt) durchlaufen moderne Bildabzüge denselben elektronischen Korrekturprozess wie Digitalbilder. Bei Schwarzweißfilmen mag einer noch selbst entwicklen; dann kann er das bestimmen. Analog waren (und sind) nur Diafilme – als Positivfilme – kritisch, weil die direkt als entwickelter Film betrachtet werden, ohne einen nachfolgenden zweiten chemischen Prozess wie bei Negativfilmen, der korrigieren könnte.
   Die Bandbreite möglicher Belichtung ist groß und lässt mich sagen: egal! Und rettet viele, viele Bilder.

2. Ja, was heißt da Licht im Wort Belichtung? Es geht nicht um das Licht – beziehungsweise dessen Wirkung auf Gegenständen und Personen, die Beleuchtung – die wir mit dem Auge sehen: Da ist das Auge unübetroffen anpassungsfähig. Es geht ums Bild. Und das Bild wird auf dem Film gemacht oder dem Sensor.
   Digitale Sensoren, die mit den vielen Pixeln, sind nicht nur für sichtbares Licht empfindlich, sondern auffällig auch für Infrarotlicht. Digitale Kameras können sogar Infrarotlicht einer Fernseh-Fernbedienung sehen, die uns Menschlichen verborgen bleibt. Kann man ausprobieren, etwa bevor man die Batterie in der Fernbedienung tauscht.
   Die Folge: Digitalkameras machen in der Dämmerung immer noch passabel helle Bilder. Ein zu genauer Belichtungszeitvergleich Film versus Digital bei geringem Licht empfiehlt sich also nicht.
   Und letztlich  machen Digitalkameras bei entsprechender Einstellung bei wenig Licht mehrere Bilder in rascher Folge und legen sie dann elektronisch übereinander. »Das gilt nicht!«, ruft da der klassische Fotoapparat.  

Zur Feld-Wald-und-Wiesen-Belichtungsmessung mache ich ein Bild mit meiner Digitalkamera, voll-vollautomatisch. Dann sehe ich mir das Foto gleich in der Kamera an, und lasse mir die Belichtungsdaten anzeigen. Danach geht eventuell die Rechnerei los, wenn die analogen Werte Filmempfindlichkeit (“ASA”), Blende (f) und Belichtungszeit (/s Sekundelstel) zu sehr abweichen.  
   Man sollte wissen, dass die »krummen« Zahlen von Belichtungszeit und Blende an allen alten Apparaten nicht zufällig so gewählt sind. Sehen Sie sich einmal diese Tabelle an:

500
250
125
60
30
15
8
4
2
1
2,8
4
5,6
8
11
16
22



Ziemlich viele krumme Zahlen. Oben stehen die Belichtungszeiten in Sekundenbruchteilen. Normal stellt man auf 1/60 oder 1/125 Sekunde, um bei Bildern aus der Hand nicht zu verwackeln.
   Was auffällt ist, dass eine Stufe jeweils einer Verdoppelung der Belichtungszeit entspricht. Also: Eine Stufe entspricht jeweils doppelt so viel Belichtungszeit. Weil diese Einstellung, also genau diese Gegenüberstellung von Belichtungszeit und Blende, derselben Lichtmenge entspricht, bedeutet das, dass auch eine Blendenstufe einer Halbierung oder Verdoppelung der Belichtung entspricht.
   Für die bequeme Bedienung sind Bedienungsringe mechanisch locker so gekoppelt. Entscheidet sich der Fotograf für eine höhere Tiefenschärfe und stellt von Blende 8 1/60 auf Blende 11 1/30, so drehen sich zwei Ringe einen »Klick« weiter und das Bild wird ganz genauso belichtet. Will er was Schnelleres aufnehmen oder fürchtet sie, bei 1/30 zu zittern, geht sie auf Blende 5,6 1/125. So einfach ist das. Auf 1/4 s kann er in diesem Fall nicht stellen, weil dieser Apparat nicht so stark abblenden kann. Dann braucht’s einen 1 zu 2 Graufilter. Wir lassen das.
   Wissen sollte man auch noch, dass die Asa-Filmenpfindlichkeiten normalerweise auch jeweils um eine Belichtungsstufe fortschreiten, dass also ein Asa-200-Film doppelt soviel Licht braucht als ein Asa-400-er.
   Mit diesem Wissen kann man (meines Wissens nach) an den Belichtungen solange herumrechnen, bis man das Gewünschte hat, und immer ein richtig belichtetes Bild.
   Sie können sich zur Not die Tabelle ausschneiden, ASA 200 danebenschreiben, und sie so verwenden, bei Sonnenschein. Für bedeckten Himmel schneiden Sie die Tabelle aus und rücken die Blendenöffnung, focus oder f genannt, eins rüber zu einer eine Stufe weiter offenen Blende, oder zwei – wie gesagt, so genau kommt’s nicht drauf an …
Was Sie hier links sehen, ist ein eingebauter Belichtungsmesser. Super! Der feine weiße Zeiger unten schlägt je nach Helligkeit weiter nach rechts aus, also hier nach unten. Den dicken Arm mit dem weißen Ring bewegen Sie beim Belichtungseinstellen. Liegt der Ring genau über dem Zeiger, müsste die eingestellte Belichtung stimmen (wenn die Asa-Einstellung dem eingelegten Film entspricht).
   Dass Selenzellen – die lichtempfindlichen Sensoren, die hier den Zeiger ausschlangen lassen, ganz ohne Stromversorgung (Batterie), dass die »altern«, wird oft behauptet und selten plausibilisiert. Vielleicht komme ich noch drauf.
   Vorläufiges Ende.

   Notizen
Lange Diskussion aus dem Jahr 2008
https://grossformatfotografie.de/thread/5361-alte-belichtungsmesser-messsonden-altern/
 Wenn Meinungsfachleute in Diskussionen mit »Profi-Abkürzungen« angeben, Belichtungsmesser als »Beli« bezeichnen und denn wohl Batterien bald als »Battis«, wendet sich mein Stil mit Grauen ab.

City Foto Center GmbH Bonn

Nett und lang erklärt https://www.mietzmietz.de/index.php/Thread/22583-Verschlusszeit-Blende-ISO-u-a-Werte/

Sunny 8, Loony 16 http://lomolove.de/blog/sunny-16-vs-blende-8-die-sonne-lacht/

Permalink hierher: http://j.mp/2Yl9uMo
 = https://blogabissl.blogspot.com/2019/07/analogfotografie-belichtung-selenzellen.html

18. Juli 2019

Alte und Junge – Gesellschaftsteilung einmal anders

Quelle: http://geohilfe.de/humangeographie/bevoelkerungsgeographie/definitionen-bevolkerungsgeographie/alterspyramide-definition-grundformen/

Spalten wir die deutsche Bevölkerung für einmal nicht in Frauen und Männer, sondern in Junge und Alte. 
   Die gesamte Pyramide (eher ein Bauch) ohne die Unter-zehnjährigen sieht dann tabellarisch so aus:
95—99
0,0+0,2
0,2
90—94
0,3+0,6
0,9
85—89
0,6+1,1
1,7
80—84
1,6+2,2
3,9
75—79
2,2+2,7
4,9
70—74
2,3+2,5
4,8
65—69
2,7+2,9
5,6
60—64
3,4+3,5
6,9
55—59
4,1+4,0
8,1
50—54
4,4+4,3
8,7
45—49
3,5+3,4
6,9
49—44
2,0+2,9
5,8
35—39
3,2+3,1
6,3
30—34
3,3+3,2
6,5
25—29
3,0+2,9
5,9
20—24
2,7+2,6
5,3
15—19
2,4+2,3
4,7


87,1
Damit werden 87,1 Prozent der Gesamtbevölkerung erfasst. Der Rest ist unter 15.
   Wenn ich nun die Gesellschaft halbteile, wie das heute Gender-Mode geworden ist, so sollte ich zwei Hälften mit jeweils 87,1 / 2 = 43,55 Prozent der Bevölkerung bekommen. So genau geht das nicht, aber darauf kommt es nicht an.
   Trenne ich bei 55, so bekomme ich zuviele Junge: 
95—99
0,0+0,2
0,2
90—94
0,3+0,6
0,9
85—89
0,6+1,1
1,7
80—84
1,6+2,2
3,9
75—79
2,2+2,7
4,9
70—74
2,3+2,5
4,8
65—69
2,7+2,9
5,6
60—64
3,4+3,5
6,9
55—59
4,1+4,0
8,1


37,0

50—54
4,4+4,3
8,7
45—49
3,5+3,4
6,9
49—44
2,0+2,9
5,8
35—39
3,2+3,1
6,3
30—34
3,3+3,2
6,5
25—29
3,0+2,9
5,9
20—24
2,7+2,6
5,3
15—19
2,4+2,3
4,7


50,1
Trenne ich bei 50, dann habe ich etwas zuviele Alte:
45—49
3,5+3,4
6,9
49—44
2,0+2,9
5,8
35—39
3,2+3,1
6,3
30—34
3,3+3,2
6,5
25—29
3,0+2,9
5,9
20—24
2,7+2,6
5,3
15—19
2,4+2,3
4,7


41,4

95—99
0,0+0,2
0,2
90—94
0,3+0,6
0,9
85—89
0,6+1,1
1,7
80—84
1,6+2,2
3,9
75—79
2,2+2,7
4,9
70—74
2,3+2,5
4,8
65—69
2,7+2,9
5,6
60—64
3,4+3,5
6,9
55—59
4,1+4,0
8,1
50—54
4,4+4,3
8,7


45,7
Um die Gesellschaft ordentlich zu teilen, müsste ich die Grenze also zwischen 50 und 55 legen. Wir lassen diese Feinheit und geben der Jugend den Vorzug, geschenkt! Split bei 55.
   Demnach ist zu fordern, dass in allen Gremien, in Politik und Wirtschaft, stets mindestens gleichviel Alte ab 55 und Junge unter 55 sitzen. Ich meine, die Unterschiede zwischen alt und jung sind gravierender als die zwischen Mann und Frau. Außerdem gibt’s im Alter mehr Frauen als Männer, sodass sie bei meiner Gesellschaftspaltung ohnehin bevorzugt wären.
   Ironisch: Es muss doch mehr Möglichkeiten geben, die Gesellschaft zu entzweien, fachliche Kompetenzen (< Modewort!) mit einfachen, nachzählbaren biologischen Kriterien wie Geschlecht oder eben Alter zu ersetzen. So fallen Entscheidungen leichter, sind gerichtlich-gesetzlich besser in den Griff zu bekommen, sind offensichtlich gerechter und überhaupt auf den ersten Blick klar. Den oder die Richtige herauszusuchen, das können wir dann »künstliche Intelligenz« machen lassen, »digitalisiert«.

Permalink hierher: http://j.mp/2XVPcor
= https://blogabissl.blogspot.com/2019/07/alte-und-junge-gesellschaftsteilung.html

PS. Auf der Suche nach einem Symbol für die dann erfolgreich vier-geteilte Gesellschaft dachte ich an das  ⊕-Zeichen, ein Plus im Kreis wie für einen der Batteriepole, Unicode dezimal 8853, hexadezimal x2295, Windows Alt+2295. Gelandet bin ich erst bei Rechtsradikalen, genaugenommen beim in Deutschland nach § 86a des deutschen Strafgesetzbuches verbotenen Keltenkreuz. Das Zeichen brauche ich nicht, erst recht nicht das mit Haken (Unicode hexadezimal x5350, Windows Alt+5350). Allerdings finde ich es im wahren Wortsinn bezeichnend, wie wir Deutsche mit formalen Verboten versuchen, gedankliche Inhalte hintanzuhalten. Siehe etwa http://blogabissl.blogspot.com/2016/06/die-resolution.html

Besucherzaehler

14. Juli 2019

Auch IMAP-Mail läuft über

Sintemalen, als man sich seine E-Mail vom Postfach holen musste wie echte papierene vom Postamt – da nutzte man »Pop« zum Holen und irgendein »SMTP« zum elektronischen Versenden. Das Problem, dass das postalische Fach überlief, ergab sich nicht, oder höchstens im Urlaub am Nanga Parbat, wenn man die Post lange Zeit nicht abholte oder jemand einem riesige Dateien geschickt hatte.

Heutzutage belässt man seine E-Mail beim »Provider«, bei Gmail oder T-Online oder GMX oder oder, oder auf einem Firmenserver, und betrachtet sie mit dem zugehörigen Web-Mailer oder eben mit Imap, sprich Ei-Mapp. Bei diesem Verfahren bleibt die Mail im Internet liegen, in der “cloud” also, soviel und von wievielen Stellen man sie auch »abruft«, das heißt eigentlich nur ansieht. Löscht man eine Mail, so ist sie freilich in allen Ansichten weg. Wunderbar, »synchronisiert«.
, ysynchro
   Aber was weiter?
   Die E-Mail bleibt natürlich liegen. Kein E-Mail-Dienst würde sich getrauen, Ihre Mail irgendwann zu löschen. Das muss man schon selbst tun. Sonst läuft das Postfach über!
   Wieviele Mails Sie beim Mail-Ansehen jeweils zu sehen bekommen, hängt nicht von der Menge der gespeicherten Nachrichten ab, sondern vom Abfragegerät. Auf einem Smartphone sind weniger sichtbar, am PC vielleicht mehr. Sie können scrollen, dann werden Ihnen weitere (ältere) Mails nachgeladen, bis zum vielleicht uralten Anfang.
   Hier als Beispiel die Meldung von T-Online, dass die Inbox fast voll ist:

Schauen Sie also gelegentlich nach, wie voll Ihr (Imap-)Postfach ist. Bei T-Online zum Beispiel geht das so: Sie gehen nach dem Login 1. ins »E-Mail-Center« und dort 2. in die »Einstellungen (Zahnrad).
   Unter dem Punkt »Speicher« finden Sie 3. die Auslastung des Postfachs:

Weiter im Originaltext: »Brauchen Sie darüber hinaus Speicherplatz, empfehlen wir Ihnen, Mail M zu buchen. Damit erhalten Sie 15 GB Speicher für Ihre E-Mails« – für z.Zt. € 3 im Monat.
   Outlook, Thunderbird oder sonst ein Mailabfrageprogramm kann Ihnen zwar sagen, wieviel Mail Sie haben, nicht aber, was Ihr Provider als Limit gesetzt hat; besser also gleich beim Proder anfragen.
   Die Maximalgröße eines kostenlosen privaten E-Mail-Postfachs liegt so bei einem bis fünf Gigabyte, siehe unten oder zum Beispiel bei 1-und-1. Das reicht meist erstaunlich lange, sodass man auf »voll« oft erst aufmerksam wird, wenn einem ein Freund eine SMS schickt, das Postfach sei voll. E-Mail gehen ja keine mehr durch …
   Was tun dann?
a) Einen Teil der Mails unwiderruflich löschen. Macht Mühe und trifft zuweilen die falschen.
b) Speicherplatz aufstocken. Das kostet meist etwas Geld, bei T-Online z. B. von 1 GByte Gratisplatz auf 15 GByte knapp 3 Euro im Monat, siehe hier, immerhin € 36 im Jahr.
c) Mails auslesen und privat speichern, etwa mit dem
 c1) kostenlosen Programm “Mailstore Home” hier oder
 c2) mit Handybackup (40 $, daher auch das Bild ganz oben), mit dem man auch wahlweise extern speichern kann.
 c3) sonstwie …

   Hier noch rasch Maximalgrößen einiger kostenloser Mailboxen:

T-Online
1 GByte
GMX
1 GByte
AOL, Compuserve
1000 bezw. 5000 Mails
Gmail (Googlemail)
15 GByte
Hotmail (Microsoft)
5 GByte
   (am 1.7.2019, unverbindlich)

Ich nutze meine Mailboxen hinter Fritz@Joern.De oder .com von Alters her über Pop-Abrufe, und nur Gmail über Imap als blitzschnell durchsuchbares Archiv. Da habe ich jetzt 127.646 Mails seit dem 16. April 2004 in der Inbox, zumeist auch ausgehende Mails, dank meinem alten Blind-BCC-Verfahren. Für den extra Speicher zahle ich auch.
  (1000 MByte = 1 GByte, also benutze ich damit bereits 24 GByte von 32 …)
Mein Problem mit Gmail und anderen: Sie schicken gute und wichtige Mails voreilig in den Spamordner. Ich muss also immer wieder dort nachschauen, ob fälschlicherweise ein Mail aussortiert wurde …und sogar im Ordner »abgelehnte Mails« finde ich zuweilen Valides! Besserwisserische »künstliche« Intelligenz.

Link hierher: http://j.mp/2XTZ9mE
 = https://blogabissl.blogspot.com/2019/07/auch-imap-mail-lauft-uber.html

Versuchsweise ein Zähler:
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10. Juli 2019

TomTom GO Basic – Tipps

Meinen alten, rundlichen Tomtom Go 500 hatte ich »geschrottet«, weil mir Tomtoms Telefonsupport über E-Mail geraten hatte, das ganze Gerät zurückzusetzen, zu »resetten«. Oh hätte ich das doch sein lassen: “Never touch a running system!”. Der Speicher des Go 500 ist für die heutigen Karten zu klein, nichts geht mehr upzudaten, da soll man’s sein lassen … Ich verlor alle meine »Orte«.
   Der taufrische GO Basic ist leichter, schlanker und eleganter, und vor allem ganz auf Smartphones statt PCs ausgerichtet. Kleiner Nachteil: Ich bilde mir ein, der Basic ist kontrastärmer im Bild. Und was ich mir nicht einbilde: Die Saugnapfbefestigung ist eleganter, funktioniert aber nicht auf der Windschutzscheibe. Warum, wieso? Der Kropf ist zu kurz, schon eine normale Windschutzscheibe ist zu schräg, senkrecht hingepappt kriegt man den Tomtom da nie!
   Übrigens lässt sich der Halter so oder anders herum in das Gerät einschnappen, also 180° gedreht. Hilft aber auch nichts an der Scheibe. Ich habe einen stinknormalen Škoda Octavia aus dem Jahr 2000.
Der Tomtom kommt mit zwei Zigarettenanzünderzuleitungen. Die richtige und wichtige ist im Handbuch nicht beschrieben. Sie hat in der Stromzuleitung eine UKW-Antenne drin – was man am etwas breiteren Flachkabel erkennt, links unten im Bild die parallelen Linien –, sodass der Tomtom »RDS/TMC« empfangen kann.   
   Das ist der »Rundfunkdatensystem mit dem ›Traffic Message Channel‹«. So bekommt man über UKW-Sender gratis Staumeldungen. Die Wikipedia erklärt das hier deutsch. Die Stauinformationen werden über einen Träger auf 57 kHz gesendet, wie und wieso weiß die englische Wikipedia und vergleicht’s mit dem ebenfalls unhörbaren 19-kHz-Stereo-Pilotton. Wer sich also teure Online-Mobilfunkdaten zum Verkehrsgeschehen über das Smartphone sparen will, benutzt tunlichst diese Antenne!
   Zurück zur Befestigung. Ich hab’ mir eine runde Adapterplatte von Hama »für Saughalter 70 mm Ø selbstklebend« für knapp sieben Euro kommen lassen und sie an eine bereits einigermaßen flache Stelle am Armaturenbrett gepappt. (Man kann sich auch eine andere Saugvorrichtung mit einem längeren Hals kaufen oder sich vielleicht eine Antirutschmatte zuschneiden. Direkt am schön welligen Überzug hält der für glatte Oberflächen gedachte Saugnapf aber nicht. Zur Not kann man sich zwei steife Drähte von den oberen zu den unteren Lüftungsschlitzen ziehen, die den Saugkopf dann eine Zeitlang wacklig zu stabilisieren versuchen. Alles Murks.)
Auf jeden Fall ist das Navigationsgerät so optimal platziert: Es nimmt nicht die Sicht durch die Scheibe, ist auch vom Beifahrer erreichbar, und schön im Blickfeld:
Die Analoguhr unten ist übrigens nur am dünnen Armband hineingesteckt über eine ungenutzte Stelle im Armaturenbrett.
   Eine Alternative für sechs Euro ist die Befestigung an einem Lüftungsgitter. Dazu kauft man sich eine Handy-Klemmbefestigung
Navi- bezw. Smartphone-Klemme am linken Lüftungsgitter.
Von unten nach oben einklemmen.
Bei Rossmann als »Kfz-Smartphone-Halter 4305615685168« ca. € 6
Die Saugnapfklemme macht man ab. Dann klemmt man die Smartphoneklemme dort ein.
Das obere Ende passt sogar hinter den Tomtom.
Mit festgeklemmtem Tomtom Basic.
Lieber weiter links festmachen, damit die Warnblinke sichtbar bleibt!
So ist’s recht!
Besonders die tatsächlich gefahrene Geschwindigkeit hat man am Tomtom gut im Auge!
   Beim tatsächlichen Navigieren vertut sich die »künstliche Intelligenz« manchmal, zwischendurch, aber das hatte auch schon mein alter Tomtom Go 500. Erst gestern ließ er mich auf einer Fahrt von Bonn über die Bonner Südbrücke mit Ziel Kucksteinweg in Niederkassel nicht wie erwartet auf der Autobahn gegen Süden weiterfahren, sondern gleich nach der Brücke herunterfahren, einmal den Kreisverkehr umrunden, und sofort wieder auffahren. Auch im Bonner Norden, beim Abbiegen nach Köln, war er einmal eine Autobahnausfahrt zu früh dran. Am Ende kommt man dann aber so oder so perfekt zum Ziel! Also: Gelegentlich fährt er gern einen kleinen Umweg über Autobahnausfahrten …
   (Einsprungpunkt https://blogabissl.blogspot.com/2019/07/tomtom-gobasic-tipps.html#Bozen)
Wirklich blödsinning ist die Navigation etwa im zweisprachigen Südtirol. Dort hat jede Stadt, jede Straße, jede Zaunlatte fast zwei Namen: einen deutschen und einen Italienischen, oft noch einen Ladinischen. Viele italienischen Namen stammen noch aus der Zeit des Faschismus, wo Deutsch strikt verboten war, sogar auf Grabinschriften. Entsprechend umstritten sind die Bezeichnungen, was für den praktischen Gebrauch in Navigationssystemen aber keinen Unterschied machen dürfte.
   Leider haben die Navi-Karten deutsche Namen nur teilweise drin, was zu einem totalen Durcheinander führt. Auf meiner Fahrt aus dem Sarntal nach Bozen hatte ich zunächst ordentliche deutsche Ansagen, dann kam auf einmal als Straßenname eine »Frazione Stetto« ins Gespräch. Diese Fraktion, Steet, gibt es zwar, die Bezeichung ist aber nur dort Wohnenden ein Begriff. – Es wurde noch schlimmer: Die Hauptstaße nach Bozen, Staatsstraße (SS – Strada Statale) Nummer 508 mutierte im Navi zu einer englischen, fast unverständlichen “five-oh-eight”, was in einer deutschen oder auch italienischen Wegbeschreibung schon garnichts zu suchen hat. In Bozen dann wunderte ich mich über eine »via Offer«, in die ich einbiegen sollte. Offer? Wer war das? Natürlich: der von künstlicher Navigationsintelligenz sorgsam italienisch ausgesprochene »Hofer«, Andreas Hofer!  Oh Navi!
   Ich gebe zu, die Aussprache der Orte ist für Deutsche in Italien nicht ohne Schwierigkeiten, mehr dazu auf https://blogabissl.blogspot.com/2015/03/betonung-von-namen-dt-it.html. Da verzeiht man schon einmal ein Trient statt Ttrient (wenn’s nur nicht Trento wird …).
   Aber so dumm, wie sich Navis stellen, muss es denn auch nicht sein!
   Auf die Bitte, sich einmal darum zu kümmern, kam am 5. Oktober 2016 von Doris Graus, »Key Account Tourismusmarketing« in Bozen, die Antwort, man habe sich erkundigt: Es sei immer noch ein politisches Problem. »In Südtirol gilt offiziell die Zwei- bzw. Dreisprachigkeit, welche auch in der Toponomastik [Ortsnamensgebung] angeführt ist, jedoch laut Gesetz nur ›halbamtlich‹ ist. Um den Ortsnamenstreit zu beenden, wurde 2012 durch die Südtiroler Landesregierung und den Südtiroler Landtag ein neues Toponomastik-Gesetz verabschiedet. Dieses sollte deutsche und ladinische Namen legalisieren und einige wenige italienische Namen abschaffen. Die erhoffte Befriedung der politischen Lager wurde jedoch nicht erreicht. Das Gesetz erlangte bislang noch nicht Rechtskraft, weil es von der italienischen Regierung vor dem Verfassungsgerichtshof angefochten wurde. Somit sind die deutschen Ortsnamen noch nicht rechtsgültig. Google und andere Navigationssysteme übernehmen ihre Daten aus den offiziellen Angaben, welche leider noch alle in Italienisch sind.« – Für mich eine typische faule Ausrede! Denn viele deutsche Bezeichnungen kennen die Navis in Südtirol schon, aber halt nicht durchgehend.

   Zum Südtiroler Orstnamensstreit
• Die Welt, 18.10.2016
https://www.welt.de/kultur/article158832793/48-Faschistenversteher-gegen-deutsche-Namen.html
» … einzig historisch verbürgte Italianismen wie Merano oder Bolzano sollen weiter gelten.«
»Der ›Klockerkarkopf‹ etwa, den Tolomei in eindeutiger Absicht in ‹Vetta d’Italia› (Spitze Italiens) umtaufte …« – Ich meine, diese Namensgebung stammt noch von vor Ende des Ersten Weltkrieges, um dann in Saint Germain gefälschte Landkarten vorlegen zu können.

• Die Schützen am 1.5.2016
https://schuetzen.com/2016/05/01/die-faschistischen-ortsnamen-toponomastik/
· bis 1918 nur 29 italienische Ortsnamen nachweisbar
· »Am 10. Juli 1940 wurde mit einem Dekret Mussolinis den über 8.000 italienischen Orts- und Flurnamen amtliche Bedeutung zuerkannt (veröffentlicht in der Gazetta Ufficiale vom 26. Juli 1940). In dem 176 Seiten umfassenden Verzeichnis hatten Ettore Tolomei und seine Mitarbeiter zum Teil mit groben Fehlern in Rechtschreibung und Etymologie sowie auch mit falschen Vokabeln auf künstliche Art und ohne Berücksichtigung der geschichtlichen und volkskundlichen Werte die Südtiroler Orts- und Flurnamen ins Italienische umgewandelt. Die so erstellten Bezeichnungen wurden unter anderem auch in die Landkarten des italienischen militärgeographischen Institutes eingetragen, wo sie als offizielle Orts- und Flurnamen aufscheinen. Die historisch gewachsenen deutschen und ladinischen Namen haben keine Rechtsgültigkeit, sie sind nur stillschweigend geduldet.«
• »Unser Tirol« am 19.10.2016
https://www.unsertirol24.com/blog/deutsche-wollen-italienische-ortsnamen-bis-in-den-letzten-winkel-suedtirols/
»Das geltende zweite Autonomiestatut von 1972 sagt ganz klar, dass die italienische Sprache maßgeblich ist, nicht die deutsche, und dass nur die öffentlichen Verwaltungen, aber nicht jeder Bürger, angehalten sei, die deutsche Sprache und ›auch‹ allenfalls vorhandene deutsche Ortsnamen im Verkehr mit ›deutschsprachigen Bürgern‹ zu benutzen.«
• Eine detaillierte historische Zusammenfassung bis 2013
https://www.mein-italien.info/geschichte/italienisierung.htm 
   Ich meine (als langjähriges Mitglied der Gesellschaft für deutsche Sprache): Wie bei jedem Streit um Wörter verfehlen da politische Ansichten ihren Sinn. Wenn einer spricht, so trägt er kein Kulturgut auf der Zunge, er will sich einfach seinem Gesprächspartner verständlich machen. Sprache wird von den jeweils Sprechenden bestimmt. Sprache wandelt sich dauernd. Namen bestimmen nicht die Benannten, nicht Beamten und Gesetze, nicht Kommissionen, sondern die »Kommunizierenden«. Und in diesem Sinn ist das mit den Ortsnamen in Südtirol meines – sprachlichen, schreiberischen, südtirolerischen – Erachtens ganz in Ordnung. Mein zuständiger, zufällig italienischscher Oberförster spricht deutsch mit mir und nennt unseren Wald Siebenfahr-Wald. Mögen andere zu unserem Hof «Settecarri» sagen (beim Denkmalamt steht noch der Name Siebenpfarrer, Hans Matscher schrieb 1953 in den »Dolomiten« vom Siebenfarrer), was stört’s mich, der ich selbst von Alters her und wirklich ganz ohne Nebengedanken »Tschechei« sage, lieber aber von Mähren spreche, wo ich geboren bin.

Link hierher http://j.mp/2JrSKLm
= https://blogabissl.blogspot.com/2019/07/tomtom-gobasic-tipps.html


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Volle Anleitung Tomtom Basic auf https://bit.ly/2LAzSv4
 = https://images-eu.ssl-images-amazon.com/images/I/D1WWMLOQ58S.pdf


Wenn Sie den Tomtom unbedingt  an die Windschutzscheibe kleben wollen, besorgen Sie sich vielleicht einen längeren Befestigungsarm, hier links, z.B. für € 12 von “Wicked Chili”. Viel Glück mit dem »neuen Hüftgelenk« …


Festlegen eines Ortes, wenn die Adresse nicht genau bekannt ist, man aber weiß, wo’s ist:

»Vergrößern Sie die Kartenansicht des Ortes, den Sie auswählen möchten. Halten Sie den Ort gedrückt, um ihn auszuwählen, und wählen Sie dann das Symbol für die Heimat- oder Arbeitsadresse – oder  
   bearbeiten Sie den Namen des Ortes, sodass Sie ihn einfach wiedererkennen können.
Wählen Sie Fertig, um Ihren Ort in der Liste „Meine Orte“ zu speichern.


      Formate:
   Dezimalwerte z.B.: 51,51000 -0,13454
   Grad: N 51°30′31″ W 0°08′34″
   GPS-Standardk.: N 51 30.525 W 0 08.569


Sprachsteuerung starten, indem man „Hallo TomTom“ sagt.
 
Updaten nur über W-Lan
   Lassen Sie die PC-Verbindung sein! Ich hatte den Basic am Rechner dran – um auf jeden Fall Strom zu haben beim Update – und zugleich Tomtom MyDrive Connect gestartet. Da stürzte mein Rechner (Windows 7) ab, hing in einer Schleife mit hörbarem Endlosschaufeln an der Festplatte, Bildschirme dunkel. Ich habe dem PC dann den Strom abgeschaltet (Knopf am Computer) und ihn neu gestartet, was ging – halt lang und fast ewig brauchte. Mein Rechner ist noch nie abgestürzt – ob das wirklich etwas mit dem neuen Tomtom zu tun hatte, kann ich natürlich nicht sicher sagen.
   Updates des Tomtom laufen problemlos über W-Lan. Achten Sie nur darauf, den Update nur einzuleiten, wenn der Tomtom am Netzgerät hängt! Sonst wartet der solange, bis Sie ihn einstecken …
   Tethering und eigenen Hotspot nennt Tomtom übrigens PAN, Personal Area Network,
https://bit.ly/2LAzSv4#page=17 . »Weitere Hilfe erhalten Sie unter tomtom.com/connect

Freisprechen geht eher nicht mit alten Handys, wohl nur mit Smartphones. 
   »Tippen Sie auf ›Sie möchten die App nicht verwenden? Folgen Sie den nachfolgenden Anweisungen.‹« – Dieser Menüpunkt aus der Anweisung ist leider nicht vorhanden …
   Ich bin nach wie vor mit meinem eleganten Jabra-»Drive«-Freisprecher für € 30 (!) super zufrieden!