16. Januar 2022

Eine 32-prozentige Buchbesprechung »Bergland«


Ich bin nur bis Seite 63 gekommen, im ersten Roman von Jarka Kubsova: »Bergland«. Frau Kubsova »wurde 1977 in Tschechien geboren, seit 1987 lebt sie in Deutschland«. Da war sie zehn. Nach Studium und Volontariat folgen Arbeit für die Financial Times, den Stern und die Zeit, freie Arbeiten. Dann »lebte Jarka Kubsova sieben Monate lang auf einem Bergbauernhof in Südtirol« (Klappentext), dem Ortlerhof im Ultenal bei Familie Staffler (Danksagung), knapp 1500 Meter hoch. Alles sehr gerade und fleißig sich lesend. Hochachtung. Der Roman ist auch soweit spannend, und aus einer anderen Welt.

Mein Problem ist, dass ich zwar auch »in Tchechien« – für mich genauer in Mähren – geboren bin, aber schon als Zweijähriger nach Tirol und als Fünfjähriger nach Südtirol gekommen bin. Dann war ich neun Jahre in einem oberbayrischen Internat. Ich spreche also bayrisch, kann sarnerisch, und bin als Vielschreiber saukritisch bezüglich Sprache. Bücher lese ich nur mit Bleistift hinter dem Ohr. Ich finde überall Fehler. Neige zum Kritteln.

Der »rote Hahn« ist eine südtiroler Dachorganisation für »Urlaub am Bauernhof«: »Unter 1.600 Bauernhöfe [sic!] findet jeder seinen Traumhof, garantiert!« Kubsova, die die Namen der Beteiligten ändert, schreibt kritisch von einem »goldenen Huhn«. 

Seite 66. »Neulich hatte der alte Paul Tumpfer ihn mit dem Ellenbogen in die Seite gestoßen. ›Du, meine Frau meint, dass das Hemden sind, die man nicht mehr plätten muss … ‹«. Da war ich, wie man hier heroben im sprachbildenden Raum Köln sagt, »geplättet«, »platt«. Fernsehdeutsch hat sich längst über Südtirol gebreitet, ja über den ganzen alemannischen Raum. Mir aber stößt es auf. In Kubsowas Roman besonders, alle paar Seiten wieder. Die Sprache im Süden ist langsam, rauh, zuweilen altmodisch mit schweren Schritten gehend. Was nördlich des Weißwurstäquators klasse klingt, ist im Süden eine »preußische« Sprachsünde, für mich halt. 

Linguistisch erklären kann ich das nicht. Auf Wikipedia das inzwischen übliche Geschwurbel: »Insgesamt beharrt der niederdeutsche Norden sowohl im Bereich der Konsonanten als auch im Bereich der Vokale auf altem Sprachzustand. Der alemannische Südwesten vollzieht nur die lautlichen Veränderungen im Bereich der Vokale nicht; der bairische Südosten trägt zur deutschen Sprache die Diphthongierung bei, vollzieht aber die Monophthongierung nicht.« Lauter Bereiche.

Ich will sagen: Bei uns plättet man nicht, man bügelt. 

Frau Kutzowa hätte sich vielleicht einen Lektor aus der Gegend nehmen sollen. Sie bringt viele Dialektausdrücke schön richtig, sogar die Schreibweise von Namen, und dann wieder zucke ich zusammen (wie ein andermal, als ich den Film »Wer die Nachtigall stört« aus dem Jahr 1962 wieder ansah, siehe meinem Blog von 2018).

Ob »Bergland« – ich merke, dass mich selbst dieser Ausdruck stört, weiß aber nicht warum*) – nun gut und schön oder Kitsch und Krampf ist, historisch aufklärend (es kommt eine Menge italienische Zeit vor) oder romantisierend, das mögen Berufenere meinen. 

»Das Dunkle zog die Sonne an und weckte die schlafende Erde auf. Es war Zeit, den Acker zu bereiten« (Kapitelede Seite 46). Klingt doch schön. Ich aber mäkle wieder, als alter Depp: Was haben die denn dann am Acker »bereitet«?  

Ca. 1950. Pfügen am Oberen Lehen, aus Ackerbau . Rechts die »große Kastanie«.
Bild meiner sel. Großmutter

––––––––––––––––––––––––––––––––––––––

*) Doch. Bergland klingt mir künstlich wie »Naturland«, »Heumilch« (€ 1,90 der Liter + 6.95 Versand) oder »Weidemilch« und »Wiesenmilch« vom »Bioland-Bauern«. Auch Begriffe verbrauchen sich.

Link hierher: https://bit.ly/fj3qzDDoN
 
= https://blogabissl.blogspot.com/2022/01/eine-32-prozentige-buchbesprechung.html

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12. Januar 2022

PIN-Tan ist tot

Für eine Online-Banküberweisung brauchte man in den letzten fünfundviezig (45) Jahren nur ein Btx-Terminal oder einen PC für den Zugriff auf sein Bankkonto und ein Handy. Bevor es Handys gab, hatte man eine Tan-Liste. Tans sind Transaktionsnummern. Manche von uns haben sich daran gewöhnt, gerade weil es so einfach war und verständlich. Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Transaktionsnummer#Geschichte .

Seit es Smartphones gibt – die ein Vielfaches von Handys kosten und nicht jedermanns Sache sind – möchten alle Organisationen dort Apps ablegen, um visuell präsent zu sein und dort herumzugschafteln.

Nun haben die Banken es hinbekommen, das Pin-Tan-Verfahren für unsicher zu erklären, angeblich vom »Gesetzgeber« ultimativ so gewollt. Wer der Gesetzgeber ist, vor allem, wie man sich dort über den Unsinn beschwert, bleibt unerfindlich.
   Wir sind überhaupt von Gesetzgebern umgeben, die beispielweise anordnen, wieviel eine Krankenkasse für eine Plombe im Zahn zahlen darf, der Rest – etwa die Hälfte und über fünfzig Euro – zahlt der Zahnträger. Der Gesetzgeber ist demokratisch, soviel weiß man. Aber wer der ist, eher nicht. Genug geklagt.
   Warum Pin-Tan jetzt unsicher ist und es 45 Jahre lang nicht war, wissen die Götter.

Beim jetzt abgeschalteten Pin-Tan-Verfahren mussten Sie für jede Überweisung eine neue Bestätigungs-Tan im Handy als SMS lesen und händisch in den PC mit der Überweisung tippen. Zwei getrennte Wege, beide verschlüsselt: PC–Bank und Bank–Handy. Die SMS enthielt Angaben über den Betrag und als Reklame den immer auffällig großgeschriebenen Begriff SEPA. Die Tan war zuletzt sechsstellig. Sicher.

SMS mit der Tan vom Pin-Tan-Verfahren

Und wie geht’s mit dem neuen Verfahren? Ich habe unter exzellenter telefonischer Anleitung auf meinem Iphone 6 eine App namens Secure-Go-Plus installiert, wobei das Plus das Wichtigste daran ist, wie bei DAB+, sonst spielt’s nicht. X Megabyte und ein Passwort, das jetzt zur Abwechslung »Freigabekode« heißt und mindestens acht Stellen lang sein muss mit Groß- und Kleinbuchstaben und Ziffern. Smileys werden nicht genommen, oder?
   Die App können Sie für Ihr Konto, Ihre Kreditkarte und für andere Banken benutzen, mein’ ich.

Hier die Volksbank, Zitat:

  • Sie führen eine TAN-pflichtige Transaktion, zum Beispiel eine Überweisung im Online-Banking oder in der VR BankingApp, durch. [Die Banking-App ist was anderes als die Secure-Go-plus-App! fj]
  • Sie erhalten eine Push-Nachricht [push heißt stoßen, auf Ihr Handy drauf, ohne Ihren Abruf] auf Ihr Smartphone, dass ein Auftrag zur Freigabe vorliegt. (Hinweis: Sind mehrere Geräte für VR SecureGo plus registriert (maximal drei), erhalten Sie die Nachricht auf allen Geräten gleichzeitig.)
  • Bitte prüfen Sie die angezeigten Daten auf Richtigkeit und bestätigen Sie den Vorgang mit dem von Ihnen gewählten Freigabecode (ggf. biometrisches Merkmal [dem Fingerabdruckknopf]).
  • Die Transaktion im Online-Banking bzw. in der VR BankingApp [der anderen App] wird automatisch freigegeben, eine manuelle TAN-Eingabe ist nicht erforderlich.
    (Hinweis: Bei bereits bestehenden OnlineBanking-Anwendungen bzw. FinTS-Software ist ggf. eine manuelle Eingabe einer TAN erforderlich; VR SecureGo plus zeigt in diesem Fall statt der Direktfreigabe eine TAN an.)
  • Sie erhalten eine Bestätigung, dass die Transaktion ausgeführt wurde.
So schaut die App »SecureGo plus« bei der Volksbank aus.
Besucherzaehler

So. Link hierher zum weitersagen: https://bit.ly/fj3I2mV74
 = https://blogabissl.blogspot.com/2022/01/pin-tan-ist-tot.html
Diese »ungebrandete SecureGo plus geht genauso!
Für eine Marke sagen die Amerikaner brand, sprich bränd. Weil das Rindvieh früher mit einem eingebrannten Zeichen herumlaufen musste. Inzwischen ist branded einfach »einer Marke zugeordnet«.
 
PS. Eben lese ich die zugehörige Phishing-Mail:
»An: design@jorn.de«
»Betreff: Neuigkeiten im Onlinebanking«

Sehr geehrte Damen und Herren

Am 25.10.2021 sind in der Europäischen Union Änderungen an der „Payment Services Directive 2“ (PSD2) in Kraft getreten.
Mit Einführung der PSD2 ist die Volksbank verpfichtet, eine Zwei-Faktor Authentifizierung für den Login in das Online-Banking verpflichtend einzuführen.
Wir haben bereits, wie alle Finanzdienstleister in der Europäischen Union, die Aktualisierungen an den Sicherheitsbestimmungen der zweiten Zahlungsdienstleisterrichtlinie „Payment Services Directive 2“ (PSD2) umgesetzt.
Die höchste Sicherheit Ihres Volksbank Online-Bankings ist unser Anspruch. Durch einen geplante Überprüfung ist uns aufgefallen, dass Ihr Online-Banking noch nicht für die.
Nur durch vollständige Umsetzung aller Maßnahmen kann die Volksbank in Zukunft für noch mehr Sicherheit im digitalen Banking sorgen.
Um die geänderte PSD2 - der sogenannten "Payment Service Directive 2" der Fassung 2021 und die damit einhergehende noch sicherere Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) auch für ihr Volksbank Online-Banking zu aktivieren, ist eine zusätzliche Verifizierung Ihrer Daten und die Verifizierung durch einen Volksbank Service-Mitarbeiter zwingend erforderlich.
Beachten Sie, dass die Umstellung bis zum 31.Dezember 2021 notwendig ist, da wir ansonsten den Login zu Ihrem Volksbank Online-Banking sperren müssen.
Wir bitten Sie, die notwendigen Maßnahmen und den damit verbundenen Aufwand zu entschuldigen.

Weiter

Wir wünschen Ihnen Gesundheit und einen schönen Tag Volksbank-Raiffeisenbank Security Service


2021 Security Team der Volks und Raiffeisenbanken

 
 

Vielen Dank für Ihre Mitarbeit

Jetzt wieder ich: Phising entdecke ich durch scheinbares Antworten im Nur-Text-Format, wo dann die wahren Link-Destinationen in Klammern aufscheinen:

Von: Volksbank Raiffeisenbank [mailto:financeiro@autopecasbitencourt.com.br]
Gesendet: Donnerstag, 13. Januar 2022 12:59
An: design@jorn.de
Betreff: Neuigkeiten im Onlinebanking
Wichtigkeit: Hoch


       <https://i.imgur.com/aN2A58E.png>          
      Update im Finanzportal          
      Sehr geehrte Damen und Herren

Am 25.10.2021 sind in der Europäischen Union Änderungen an der „Payment Services Directive 2“ (PSD2) in Kraft getreten.
Mit Einführung der PSD2 ist die Volksbank verpfichtet, eine Zwei-Faktor Authentifizierung für den Login in das Online-Banking verpflichtend einzuführen.
Wir haben bereits, wie alle Finanzdienstleister in der Europäischen Union, die Aktualisierungen an den Sicherheitsbestimmungen der zweiten Zahlungsdienstleisterrichtlinie „Payment Services Directive 2“ (PSD2) umgesetzt.
Die höchste Sicherheit Ihres Volksbank Online-Bankings ist unser Anspruch. Durch einen geplante Überprüfung ist uns aufgefallen, dass Ihr Online-Banking noch nicht für die.
Nur durch vollständige Umsetzung aller Maßnahmen kann die Volksbank in Zukunft für noch mehr Sicherheit im digitalen Banking sorgen.
Um die geänderte PSD2 - der sogenannten "Payment Service Directive 2" der Fassung 2021 und die damit einhergehende noch sicherere Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) auch für ihr Volksbank Online-Banking zu aktivieren, ist eine zusätzliche Verifizierung Ihrer Daten und die Verifizierung durch einen Volksbank Service-Mitarbeiter zwingend erforderlich.
Beachten Sie, dass die Umstellung bis zum 31.Dezember 2021 notwendig ist, da wir ansonsten den Login zu Ihrem Volksbank Online-Banking sperren müssen.
Wir bitten Sie, die notwendigen Maßnahmen und den damit verbundenen Aufwand zu entschuldigen.

Weiter <https://www.google.com/url?un=8665204&fa=12595835&cz=37928598778&q=htTPs://c1r.at/6aQzdO8d&sa=D&usg=AFQjCNGsxewSJU-OgKIcZlVMzWZ8ojyJEw>

Wir wünschen Ihnen Gesundheit und einen schönen Tag Volksbank-Raiffeisenbank Security Service

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2021 Security Team der Volks und Raiffeisenbanken
     
      Vielen Dank für Ihre Mitarbeit

 

Hier sieht man an den Adressen, dass eine eventuelle Antwort nach .br = Brasilien geht, und nicht an meine Bank.
   Außerdem sollte eine Nachricht ohne persönliche, korrekte Ansprache jeden gleich stutzig machen! Richtig wäre: »Sehr geehrter Herr Jörn,« – obwohl mich die echte App einmal per du angesprochen hat, was sich heute noch nicht gehört.

Personalisierte Kurzlinks aus bit.ly

Kürzere Links, Kurzlinks, statt Rattenschwänzen von nichtssagenden Zeichen, sind einfach zu nutzen. In Mails brechen lange Links nicht am Zeilenende auseinander und werden so ungültig. Nur aussagen tun sie nichts. Man weiß also nicht, wo man am Ende mit einem Kurzlink landet. Deshalb warnen viele davor. Manche Mailsystme weigern sich sogar, Kurzlinks in Mails zu übetragen. Weil sie uns besser schützen wollen, als wir’s wollen. Meht unten*).

Als Kurzlinkproduzent benutze ich – aus einer Auswahl von vielen – bit.ly . Dort habe ich mich kostenlos angemeldet und mir ein Konto gemacht. Die Ergebnisse sind spaäter aufrufbar als bit.ly/ oder j.mp/ .
   Bei bit.ly lande ich auf einer Übersichtsseite, die mir Aufrufstatistiken zu meinen Kurzlinks gibt. (Weil diese Inhalte auch direkt über Langlinks aufgerufen werden können, ist mir die Statistik unwichtig.)
   Rechts oben gibt’s ein rotes Feld CREATE (Hier im Screenshot mit dem Cursor), das dann LINK oder CAMPAIGN zur Auswahl gibt.

Richtig ist CREATE LINK. 

Ich »entere« den LONG LINK, zum Beispiel https://photos.app.goo.gl/Ns1QVwHRdZVhZskp6 und bekomme über CREATE unten den Kurzlink:

j.mp/3njumPF . Achtung: Groß- und Kleinschreibung beachten! (Um die Links kurz zu halten, werden auch Kleinbuchstaben genutzt.) Was ich weniger schätze, ist der Hinweis “This link … cannot be edited.”.

Jetzt der Trick: Ich lade die Seite neu.

Es erscheint der Kurzlink ohne den Hinweis, er könne nicht angepasst werden. Im Gegenteil: Es heißt: CUSTOMIZE BACK-HALF, und das tue ich auch, indem ich einfach ein fj eineditiere, Noch einmal auf CREATE, und fertig ist der personalisierte Kurzlink bit.ly/fj3njumPF gleich – noch etwas kürzer – j.mp/fj3njumPF .

–––––––––––––––––––––––––––––––
*) Unten: Haben Sie Angst vor einem Kurzlink, als sei’s der Kopfsprung in ein unbekanntes Gewässer, so gibt es für Kurzlinks »Auflöser«, die einem erst einmal unverbindlich sagen, wo es da hin geht, wenn man so will. Als Beispiel benutze ich www.ExpandURL.Net.   

Ich gebe in https://www.expandurl.net einmal den Link zu einem Google-Fotoalbum ein:

Im von mir einkopierten Originallink oben (siehe Pfeil) sehen Sie zwar, dass es sich um Google dreht, aber keineswegs das Thema des Albums (wie früher etwa bei Picasa). Als Kurzlink wird Ihnen einer Von Google angeboten: http://goo.gl/m9bn . Fein!

Geben Sie in Expand Short Link aber meinen (durch ein fj leicht personalisierten) Kurzlink ein:

So verrät Ihnen Expand Short Link:



Den Namen des Zieles, also etwas aus der Überschrift aus dem Album (Lebkuchenhäuser) und das volle, lange, kryptische Ziel – das Sie sich mit dem Kurzlink sparen.Fazit: Diesen Kurzlink können Sie gefahrlos nutzen.
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Link zu diesem Blogeintrag: https://j.mp/fj3GnEwWU
 = https://blogabissl.blogspot.com/2022/01/personalisierte-kurzlinks-aus-bitly.html

2. Januar 2022

Against the Grain – a bestseller

€ 15 and more
“Against the Brain” is a 2017 bestseller by James C. Scott. I took the title literally as a German without strong English background . So I thought Scott writes against the corn planting culture in old Mesopotamia, grain being its result. And I said: A silly title, but a fascinating book. 

The German title is even less attractive: Die Mühlen der Zivilisation, The Mills of Civilization.

Even the subtitle is a riddle: A Deep History of the Earliest States, in German: Eine Tiefengeschichte der frühen Staaten. What’s a deep history? Eine Tiefengeschichte? Never heard of. Diving?

Now here’s the solution. The title is actually quite clever:

or French:
  
by Google

Goole – quoted here with screenshots – knows it with most languages: 

Against common sense. That’s the title that makes you curious. A translator’s nightmare, as sayings in most languages are literally different. The double meaning can’t be taken into another language.
   Against the grain is not about cereals, it’s the German intellectual’s (including my) principle of Hinterfragen, asking behind the obvious, doubting a common standard explanation. Starting a reply to a not-asked question with “But …”. But in my opinion that’s different … Great for never ending controversies. The global heat is not a result of CO2
but of too many people flocking the globe, say.

Because Scott favours an unconventional view, argues logically, like a clever detective, the book became a bestseller. I can highly recommend it. – It took me two months ro read it, with pauses, and I read it in English. I don’t advise that. As the vocabluary is not that of a daily paper, I had to look up quite some terms. Reading “over” them would not be fair to the subject.
   What are yeomen? Never read. Or switters. Even Google apparently does’nt know:

Let’s have a look at Merriam-Webster and ask for swidden: 

With a bit of luck you’ll find (at https://übersetzung.cc/englisch-deutsch/swidden):

Unfortunately nobody knows, what a Schwende is. Looking it up in Duden says (at https://www.duden.de/rechtschreibung/Schwende): durch Brandrodung urbar gemachtes Stück Land. 

Finally you can deduce that switteres are: Brandroder.

To enjoy reading the book fluently get the German version!

Heute sind in der Weite der irakischen Wüste nur noch Mauerreste zu sehen. Aber die Gründung der Stadt Uruk am Ende des 4. Jahrtausends v. Chr. bezeichnet den Anfang der Staatengründung in Mesopotamien. (Bild: Robert Harding / Imago) – Aus dem NZZ-Artikel https://www.nzz.ch/feuilleton/james-c-scott-erzaehlt-wie-die-ersten-stadtstaaten-entstanden-ld.1491744

PS. To translate sayings like “Against the Grain” a simulaneous translator – assuming he has enough time – would say: gegen den Strich (line) – oder wie die Amerikaner sagen: gegen das Korn (grain). If the speaker picks up the grain later on, the translator has prepared the audience for it, for the Korn.

BesucherzaehlerLink to this blog entry https://bit.ly/fj3pMYJQb
 = https://blogabissl.blogspot.com/2022/01/against-grain-bestseller.html