6. März 2021

Arbeit gibt Würde

März 2021. Corona. »Lockdowns« seit einem Jahr. Ein Ende nicht in Sicht. Die Folgen: vermutlich einschneidend, für manche mehr, für andere weniger; die ganze Welt wird wie Afrika, wo man nicht weiß, was sicher ist, wer sicher, den Augenblick leben muss. Eine Menschheitskatastrophe, heute, hier.
   Diskutiert wird  aktuell über die Stimmung der Bevölkerung, über die örtliche Gefahr im Land, nicht aber die Persönlichkeitsrechte, die Grundrechte. Am ehesten über die Kinder.
   Ich lebe im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen, das doppelt so viele Einwohner hat als das heimatlich Österreich. Beide sind für mich Länder, aber keine »Nationenen«. Aus dem Internet, Corona:

Quelle: https://news.google.com/covid19/map?hl=de&mid=%2Fm%2F09ksp&gl=DE&ceid=DE%3Ade 6.3.2021 abends. – Einwohnerzahl: 17.947.221 (31. Dezember 2019)

»Die Würde des Menschen ist unantastbar« – Der Staat nimmt sich heraus sie anzutasten, wohlmeinend für das Leben aller, zwangssolidarend. Arbeit bringt Würde. Arbeit wird beklatscht, bei Pflegern, doch viel Arbeit wird verboten, der Geschäften, den Wirten, vorgeblich wegen Infektionsnachverfolgbarkeit und Krankenhausbettenkapazitäten. Dabei wird 1. gar nicht richtig nachverfolgt und 2. sind hier die Krankenhäuser nicht voll. Ein statistischer »Inzidenzwert« wird zum alleinigen Indikator (Kritik hier).
   Doch so langsam erkennt die Regierung ihre sinkende Popularität, einen Stimmungswandel im Glauben an den allseligmachenden jeweiligen Staat. Als ob es nur um Stimmung ginge, um Wählerwünsche.
   Dass es ohne Produktion in weiten Bereichen der Wirtschaft nicht lange gut geht, dass Zwangsuntätigkeit nicht bloß Menschen- sondern vor allem Warenkreisläufe austrocknet, faul macht und verdirbt, dass Schulden das Geld kaputt machen müssen, und man Klopapier nur einmal benützen kann, das bedenkt keiner.

Ein Gastwirt, sein Leben lang fleißig, erfolgreich, investierend, »geht jetzt stempeln«, wie man früher  sagte. Er ist zwangs-arbeitslos. Der Mann ist tief gekränkt, innerlich, was er aber nicht vor sich herträgt, weil er sich schämt. Das hat ihm »sein« Staat angetan, Leute mit festen Gehältern und guten Pensionen. Wenn die einen Fehler machen, werden sie höhstens »in den vorzeitigen Ruhestand versetzt«. Erhobenen Hauptes erzählen sie uns wie in den jeweils nächsten Wochen alles besser wird, von Jahreszeit zu Jahreszeit. Beim ersten Lockdown am 13. März 2020 wollte man zu Ostern (2020) wieder aufmachen; heuer wird das eher nicht wiederholt.
   Lockdown – das ist deutsch übersetzt eine Hinunter-Sperrung, Dichtmachen, ist Enteignung und Berufsverbot. Da kümmert man sich parlamentär um Gendergerechtigkeit, Lieferketten, Datenschutz, brint eine zwang- und zahnlose »App«. Wir Alten bekommen von der Bundesdruckerei Masken-Bezugsscheine zugeschickt. Sonst habe ich persönlich noch nichts gehört von den Behörden. Konkurrenz und Privatwirtschaft darf nichts tun, die Apotheken nur Masken herausgeben gegen eine Eigenbeteiligung des Bezugsberechtigten von zwei Euro. Jetzt sollen sie impfen, doch keiner weiß wie das gehen soll, wer was bezahlt, und wann und wem. Hilflosigkeit.

Genug selbst geklagt.
   Eben las ich einen Gastkommentar in der NZZ: »Deutschland verschiebt die Freiheit auf unbestimmt« von Susanne Gaschke, die für die Welt schreibt. Dort eine Merkel-Karikatur und jede Menge weiterer Meinungszitate wie »Noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik ist das Leben der Menschen ausserhalb von Gefängnissen so strikt reguliert worden wie in der Corona-Zeit«, von Heribert Prantl in der «Welt» und von »fortdauernder Grundrechtseinschränkungen – betroffen sind unter anderem die Freiheit der Berufsausübung, die Unverletzlichkeit der Wohnung, die Versammlungsfreiheit, der Schulbesuch und persönliche Kontakte in der Familie.«
   Am Wochenende schrieb Chefredaktor Felix Serrao aus Berlin im Wochenendleitartikel: »Das Versagen der Corona-Verwalter: Deutschland erstickt an seiner Bürokratie. Der Versuch, alles bis ins Kleinste mit Vorschriften zu regeln, lähmt das Land schon seit langem. In der Pandemie zeigt sich nun auch die zerstörerische Kraft der deutschen Regulierungswut.« https://www.nzz.ch/meinung/der-andere-blick/deutschland-erstickt-an-seiner-buerokratie-ld.1605048 

Permalink hierher http://j.mp/fj3bqcsVy                                                                      für B.
 = https://blogabissl.blogspot.com/2021/03/arbeit-gibt-wurde.html

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2. März 2021

LED-Lampe auseinandergenommen, disassembled

Auf der Suche nach einer möglichst kleinen, möglichst hellen und trotzdem warmweißen Lampe für das Wohn- und Arbeitszimmer fand ich neben eher altmodischen Halogenlampen moderne LED-Lampen.
   Eine Leuchte ist der ganze Apparat mit Lampenschirm, eine Lampe das Innere, das leuchtet. Die begriffliche Trennung zwischen Lampe und Leuchte ist allerdings nicht immer konsequent; so ist eine Taschenlampe eigentlich eine Leuchte. LED steht für Light Emitting Diode, Leuchtdiode. Dioden, erfunden 1874, gibt es seit den Dreißigerjahren, zum Demodulieren von Mittel- und Langwellenradio. Eine Diode lässt den Strom nur in einer Richtung durch, braucht also Gleichstrom, Plus (+) und Minus (-). Dioden sind normalerweise nicht dimmbar. (Halogenlampen sind dimmbar, werden aber sehr heiß und verbrauchen viel Strom). Ich fand LEDs – sehr sparsam im Stromverbrauch! – für 12 Volt und für 230 Volt. Im Haushalt brauchen die 12-V-Lampen einen Transformator (»Trafo«) 230 V auf 12 V, immer Wechselstrom. Ich suchte Lampen mit Stiftsockel, weil die Fassung so war. 

Die stärkste LED für 12 V war ein »Onever 12V GY6.35 72-LED-Birnen-Licht-7W SMD2835 Silicon Warm White entspricht 60W Halogenlampe für Home Shop Office Beleuchtung (1 piece), Energieklasse A++«, hier, für fünf Euro (Anfang 2021). Sie zieht angeblich sieben Watt und leuchtet wie eine alte 60-Watt-Halogenlampe so hell, dabei »warmweiß« mit 350 bis 380 Lumen.
   Diese Lampe war uns zu schwach.

Die stärkste LED für 230 V – also Netzspannung ohne Transformator – ist »BQHY GY6.35 6W 90-265V G6.35 LED Bi-Pin Silikonhülle, äquivalentes 75W Halogen, Abstrahlwinkel 360 Grad, Warmweiß 3000 K. Nicht Dimmbar (2er Pack)«, hier.
   Diese Lampe war uns hell genug! Ich musste nur den Transformator umgehen und die volle Netzspannung einsetzen (Vorsicht!). 

Eine 230-V-LED hatte nach einer Woche ihr Leuchten eingestellt, das Modell von Ymm (»Ymm Neueste G6.35 GY6.35 LED 6W Birne Leuchtmittel. Hohe Helligkeit Äquivalent zu 75 Watt Halogenlampe, 95V-240V Warm Weiß 3000K (2-Packs), Energieklasse A+«.
   Da war die Spule abgerissen oder schlecht angelötet gewesen. Die habe ich dann auseinandergenommen. Bilder finden Sie in einem Bilderalbum auf http://j.mp/fj304bTud = https://photos.app.goo.gl/jcpfeHXuTfL8rqiJ6

ACL/ACN MB6S ist der »Brückengleichrichter1-phasig 600V, 500mA SOIC, 4-Pin«. AC steht für Wechselstrom (Alternate Current) und L für line, N für neutral. Mehr hier.

Die Fassung ist eine (Bipin-)Stiftfassung. Man muss auf Vertikal-Stabilität achten, damit die Leuchten nicht herunterrutschen. Wenn der Glasschirm zu schwer ist; eventuell sichern. Hier eine Fassung, angeblich mit Schraubbefestigung , oder hier. Man braucht eine Aufsteckkappe dazu, etwa hier, und einen Schraubring.
   Mehr zu den Lampensockeln auf https://de.wikipedia.org/wiki/Lampensockel#Stiftsockel_f%C3%BCr_Halogenlampen_%28Bipin%29 .  

Notfalls kann man eine passende zweipolige Lusterklemme nehmen – oder zum Testen sogar ein C7-Euro-Anschlusskabel wie links im Bild.

Eine typische (dimmbare) Halogenlampe (»Halogen-Stecklampe 35W 630 Lumen (eher nur 520) 12V dimmbar warm weiß 2900 Kelvin Fassung GY6,35 «) sehen Sie hier oder hier.

Technische Details zur geöffneten Lampe im Bilderalbum

JW1792 ist der LED-Treiber, JW steht für die Firma JoulWatt, die das Patent hat, ein Metall-Oxid-Halbleiter-Feldeffekttransistor (MOSFET), siehe z.B. auch SOP-8 LED Drivers RoHS. Mit Überlast- und Übertemperaturschutz.

Link hierher zu diesem Blogeintrag http://j.mp/fj3bSXK8D
 = https://blogabissl.blogspot.com/2021/03/led-lampe-auseinandergenommen.html

Link zu den Bildern http://j.mp/fj304bTud
 = https://photos.app.goo.gl/jcpfeHXuTfL8rqiJ6 .

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15. Februar 2021

Wissen und Wissenschaft

1  Ansaugen des brennbaren Gemisches
2  Verdichten und Zünden
3  Arbeiten, »Exposion«, Ausdehnung
4  Rauch Ausstoßen
Gifs aus der Wikipedia
 

 

 

 

 

Links: Das ist, wie jeder aus der Fahrschule weiß, das Modell eines Viertaktmotors.
   »Der Österreicher Christian Reithmann hatte am 26. Oktober 1860 mehrere Patente auf einen Viertaktmotor erhalten«, ein Uhrmacher, schreibt die Wikipedia, aus der auch das Diagramm ist.

Und rechts? Hier dreht sich ein moderner Elektromotor, ebenfalls in der Wikipedia.
   Dieser »Synchronmotor« läuft mit Drehstrom, wie er aus der Steckdose kommt. Doch schon die Erklärung ist nur etwas für Fachleute: »Ein Synchronmotor ist eine Einphasen- oder Drehstrom-Synchronmaschine im Motorbetrieb, bei der ein konstant magnetisierter Läufer (Rotor) synchron von einem bewegten magnetischen Drehfeld im Stator mitgenommen wird.« – Verstehen Sie das? Ich weiß, die Wikipedia ist gerne hochgestochen. Hier versucht sie versucht nicht einmal, das blaue Fähnchen im Bild zu erklären. Also was sieht man da? Als Laie: nichts! Ich auch nicht, bin allerdings nur »Nachrichtentechniker«(1).

Reales

Gas aus Benzin, Auspuffgase eines Verbrennungsmotors, die kann man wenigstens noch sehen, sogar riechen, »schmecken«. Da ist Substanz. Aber elektromagnetische Felder? Die sieht man nicht, und spüren tut man sie erst recht nicht, jedenfalls nicht normalerweise.
   Wir haben keinen Kompass im Kopf. Für elektromagnetische »Wellen« oder »Strahlen« haben wir kein Sinnesorgan. Diese Strahlen (gleich Wellen) schäumen nicht wie Wellen im Meer, sie wämen nicht wie Sonnenstrahlen – außer vielleicht in der Mikrowelle. Weshalb jetzt die halbe Menschheit Angst vor Handymasten hat.
   Dennoch: Knallendes Gas unter der Motorhaube und drehende Motoren im Staubsauger sind unbestritten, sind Wirklichkeit, Realität. Sie be-»wirken« was (oder laufen im Leerlauf). Das sieht man. Und notfalls zeigt sich die menschliche Macht der Abstraktion, des Denkens, der Theoriebildung, höherer Mathematik vielleicht am Physiklehrer.
   Für den Elektrotechniker sind elektromagnetische Felder genauso real wie Auspuffgase. Die Ausbreitung von Wellen in metallischen Hohlleitern – mathematisch fürchterlich kompliziert – lässt sich punktgenau berechnen. Man kann sie vorhersagen und messen. Im Automotor dagegen wirbelt Gas in den Zylindern herum, im Einzelnen unberechenbar wie ein Tiefdruckgebiet über Norddeutschland. Egal. Technik, Naturwissenschaft sind Fakten. 

Irreales

Auftritt des homo sapiens, des Menschen. Er will lernen, über die Natur hinaus. Weil das Denken soviel Freude macht, hat die Wissenschaft angefangen, freilaufend weiter und weiter und weiter zu denken, zu imaginieren, zu forschen, zu spintisieren – gelegentlich sogar einfach nur zu glauben, wie an die Himmelfahrt Mariæ. Ich finde das gut und schön, ich mache da voll mit, sonst hätte ich das hier nicht geschrieben.
   Platon hat sich, lange vor Christi Geburt, ein »Höhlengleichnis« ausgedacht. Es ist einfacher zu verstehen als der Elektromotor. Und doch ist es nur ein Gedankenexperiment. Es hat Wirkungen gehabt auf weitere Gedanken, auf Philosophie und Wissenschaft. Es wird gelehrt im Gymnasium. Das Höhlengleichnis ist eine phantastische Geschichte – aber es ist »nur« eine Vorstellung, ein Gleichnis, einen Gedanken, die Geschichte existent nicht in der Wirklichkeit, ist nicht real, und nicht denkbar ohne den Denkenden. Es ist Gedankenspiel, Philosophie.

Wissenschaft ist Denkerei – bloß oder meistens, heute

Denken macht uns soviel Spass. Unser Gehirn ist (relativ) so groß, dass Wissenschaft sich verselbständigt hat. Also gibt es »Naturwissenschaften« und »Geisteswissenschaften«, dazu neuerdings noch »Sozialwissenschaften« – im Wust der Gedanken bleibt diese Unterscheidung meist unberücksichtigt.
   Man promoviert egal in welcher Wissenschaft durch eine »besonders vertiefte wissenschaftliche Arbeit« mit »einer selbstständig verfassten wissenschaftlichen Arbeit« (wieder laut Wikipedia). Ich will das nicht kleinreden: Aber das ist »einfach« nur noch mehr Denken, mehr von etwas, was real oder irreal sein kann, kausal oder empirisch, mit viel Literatur; Wissenschaft für Wissenschaft, ist Selbstbeschäftigung wie diese Gedanken hier. 

Technik ist Wirklichkeit

Ich stelle mir dagegen vor, naturwissenschaftlich, man müsste zum Promovieren, zum Vorwärtsbewegen der Welt (nicht bloß zum Weiterdenken) ein Patent bekommen, etwas noch nicht Dagewesenes erfinden, einen wirklichen Schritt tun nach vorne, oder von mir aus auch seitwärts.
   Das geht mir so, seit hier »Technologie« die althergebrachte »Technik« ersetzt hat, die ohne »Logie«, seit Grenzen verschwimmen zwischen Wirklichkeit und Gedankenwelt. Seit es einen »Nobelpreis« für Wirtschaftswissenschaften gibt, siehe hier. Geisteswissenschaften sind Meinungswissenschaften, Irrealwissenschaften. 

Beispiele Wirtschaftswissenschaften, Psychologie

Ich schätze zum Beispiel Liberalismus, Friedrich Hayek . Doch wenn ich noch so sehr seiner Lehre anhänge, Fakten sind das nicht.
   Schon als Internatsschüler war mir aufgefallen, dass man menschliche Verhaltensweisen kausal plausibilisieren konnte (z.B. Kränkung führt zu Trauer), allerdings auch genau gegenteilig (Kränkung bringt ein »jetzt erst recht!«). Nichts kann wahr sein, wenn auch das Gegenteil stimmt …

Übetriebene »Wissenschaftlichkeit« führt zu Leerlauf 

Sturm der Entrüstung! Ich gestatte mir schnell einen Szenenwechsel.
   In seinem Bestseller »Kollaps« macht sich Jared Diamond Gedanken, warum in der langen Geschichte der Menschheit – so in den letzten zehntausend Jahren – manche Gesellschaften überlebten, andere nicht. Am Ende sind es da immer die Einstellungen, die Gewohnheiten, Glaubensgrundsätze und Gedankengebilde, die Gesellschaften prosperieren lassen oder eben untergehen. Zwei Beispiele aus seinem Buch:
   1. Die Osterinsel entvölkerte sich, nachdem verschiedene Stämme mit immer größeren Monumenten um die Gunst der Götter wetteiferten, und dazu alle Bäume auf der Insel aufbrauchten. Moderner gesagt (Quelle): »Es ist heftig umstritten, wo die Wurzeln für diesen Kulturverfall zu suchen sind. Die Mehrzahl der Forscher geht jedoch heute davon aus, dass die Probleme von den Insulanern selbst verursacht wurden. Populär ist die von Jared Diamond publizierte These des Raubbaus an den natürlichen Ressourcen, der zur Störung des ökologischen Gleichgewichtes auf der isolierten Insel geführt hat.«

Die Osterinsel heute. 360°-Panorama aus der Wikipedia

   2. Seit Menschengedenken leben Eskimos (Inuit) auf Grönland. Norweger aber verhungerten dort nach 450 Jahren Besiedlung, unter anderem, weil sie nicht fischen wollten. Sie verhungerten, so Diamond, »in Anwesenheit reichlicher, ungenutzter Nahrungsressourcen«.

Am Ende kann Spinnerei fatal sein

Was will ich damit sagen? Je mehr wir um Worte streiten, Gedanken tabuisieren, Unwichtiges (wie Cookies) thematisieren, real Wirkungsloses zu Dünnbrettern auswälzen, Luftschlösser illustrieren, uns verlassen auf andere, auf Beamten und ihre Staaten, auf völlig indirekte Demokratien, auf Meinungen von »Influencern«, Untätiger, kurz auf andere und nicht auf den eigenen Verstand und den eigenen Willen, desto wissenschaftlicher, desto schöner, desto politisch korrekter werden wir – dem Ende entgegengehen. Denken muss scharf sein. Reagieren rasch. Verantwortung Folgen haben.

Aktuelle Beispiele:
· Das Bevölkerungswachstum (besonders in Afrika) wird nicht thematisiert.
 (siehe https://blogabissl.blogspot.com/2018/07/nzz-artikel.html#MasseMensch)
· Dem »Klimawandel« soll durch eine CO2-Steuer auf Benzin entgegengewirkt werden.
· Geoengineering wird tabuisiert
· Europa will »gentechnikfrei« bleiben; herkömmliche Züchtungen sind aber erlaubt.
   Übrigens: Covid-Impfstoffe sind nicht »gentechnikrei« …
· Wir erbauen uns an »Solidarität«, statt rechtzeitig Impfstoff zu kaufen und einzusetzen.
· Den Staat lassen wir alleine machen, konkurrenzlos, obwohl wir in einer Marktwirtschaft leben.
· Gegen Meinungen wird demonstriert statt argumentiert (»Kampf gegen rechts«).

• NZZ-Artikel »Philosophieren heisst über die Grenzen des Denkens hinausgelangen: was Platon mit der modernen Physik verbindet« von Julia Hänni: https://www.nzz.ch/feuilleton/jens-halfwassen-was-platon-mit-der-modernen-physik-verbindet-ld.1600683. Die Zeichnung von Markus Maurer (1996) stammt aus dem Artikel.

• »Sind die Schlauen zu mächtig?« fragt Martin Beglinger in der NZZ und kommt auf das Buch zu sprechen “The Road to Somewhere” von David Goodhart, deutsch »Kopf, Hand, Herz. Das neue Ringen um Status«, Penguin Random House, München 2021. 400 Seiten, zwanzig Euro. Dabei erklärt Beglinger den Trend normaler Bürger – die somewhere brav vor sich hin arbeiten – zu heimlichem oder offenem Radikalismus, ja zum Aufstand gegen hippe Anywheres. Sogar von einen kuriosen Versuch im Schweizer Nationalrat 2015, »die Zahl der Studienplätze in der Geistes- und Sozialwissenschaften zu halbieren«, berichtet er. Ein handfester Artikel: https://www.nzz.ch/gesellschaft/sind-die-schlauen-zu-maechtig-ld.1603614  .

Lesen Sie dazu auch von Toni Stadler »Der Pyrrhussieg des Meinens über das Wissen« in der NZZ:
https://www.nzz.ch/meinung/der-pyrrhussieg-des-meinens-ueber-das-wissen-ld.1601018 . Er zitiert Kant: »Meinen ist ein mit Bewußtsein sowohl subjektiv, als objektiv unzureichendes Fürwahrhalten.«

Permalink hierher http://j.mp/fj3b3xUyq
 =
https://blogabissl.blogspot.com/2021/02/wissen-un-wissenschaft.html 

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Fußnote 1.
   Ich versuche den elektrischen Synchronmotor einmal zu erklären. Dazu muss man wissen, dass aus den heutigen Haushalts-Stromnetzen Wechselstrom kommt, Strom, dessen Spannung fünfzigmal in der Sekunde gleichmäßig von Plus nach Minus die Richtung wechselt, der Strom also hin- und hergeht. In ganz Europa von Norwegen bis in die Türkei haben wir sogar immer gleich drei solcher Wechselströme im Haus, die 360°/3 = 120° hintereinanderherlaufen (»Drehstrom«), siehe https://blogabissl.blogspot.com/2018/02/stromausgleich-im-netz.html. In den drei grau gezeichneten Spulen des Motorschemas oben laufen die drei Maxima also reihrum hintereinander her, hier gegen den Uhrzeigersinn. Der Innenteil des Motors versucht dann wie eine Kompassnadel ihnen nachzulaufen, immerzu. Ein Hase-und-Igel-Spiel mit drei Igeln. (Bei nur zweien könnte die Sach’ nach hinten losgehen.)
   https://de.wikipedia.org/wiki/Synchronmaschine#Geschichte : »1887 entwickelten Friedrich August Haselwander und der US-Amerikaner Charles Schenk Bradley [beide Elektrotechniker] unabhängig voneinander den dreiphasigen Synchrongenerator.«


 
  




14. Februar 2021

Impfstoff-Lotterie

Eine gute Idee hatte Martin Flashar, Professor für klassische Archäologie an der Universität Freiburg im Breisgau. Im NZZ-Artikel »Wer wann geimpft wird? Das Los soll entscheiden: Warum Zufallsverfahren demokratisch sind. Und weshalb sie manchmal der einzige Weg sind, Gerechtigkeit zu schaffen« erzählt er uns aus dem alten Athen, wie vorteilhaft Losverfahren sein können, zumindest nachdem andere offensichtliche Kriterien ausgeschöpft sind.

Bemerkenswert:
• »Ein ausgeklügeltes System politischer Vertretung, in dem kleinere Stadtquartiere bis hin zu dörflichen Einheiten (griech. Demos: Volks- oder Siedlungsgemeinschaft), verteilt über das Gesamtgebiet Athens und Attikas, in zehn grossen Abteilungen zusammengefasst waren (den sogenannten Phylen), sorgte dafür, dass vormalige adlige Seilschaften durchbrochen wurden.« – Sprich: Demokratien dürfen nicht zu groß sein. Eine »Solidargemeinschft« von achtzig Millionen wie Deutschland – der man zudem außer bei Fußball Nationalismus verboten hat – kann’s nicht sein: solidarisch.
• »Verschiedene Gruppen und Funktionen der demokratischen Organe wurden nicht ins Amt gewählt, sondern durch das Los bestimmt. Unter ihnen auch die Archonten, die obersten Staatsbeamten überhaupt.«
• »Das unanfechtbare Mittel des Losentscheids half auch, gegen Käuflichkeit und Korruption einzuschreiten.«
• »Die Dogen in Venedig wurden per Los bestimmt.«
• Zum Wort »Losung«: Laut Duden nur entweder Kot von Wild oder vom Hund, oder eine Parole, ein Leitwort – nicht aber eine Verlosung, Auslosung. Nun denn.

Sehr gut auch der NZZ-Artikel über Jens Halfwassen:
https://www.nzz.ch/feuilleton/jens-halfwassen-was-platon-mit-der-modernen-physik-verbindet-ld.1600683 
Zitat: »Die begriffliche Unterscheidung schreibt sich in der Geschichte der Philosophie fort als Differenz zwischen «ratio» und «intellectus», dem diskursiven Denken und der intellektuellen Anschauung oder auch Verstand und Vernunft.«

—————— · ——————

NZZ-Artikel (ev. Zahlschranke):
 https://www.nzz.ch/feuilleton/impfen-wuerde-man-am-besten-das-los-entscheiden-lassen-ld.1600687

Losung im Duden:
 https://www.duden.de/suchen/dudenonline/losung 

Details zur deutschen Lotto-Ziehungsmaschine:
 https://www.lotto.de/lotto-6aus49/ueber/ausstattung

Wikipedia zu Kleroterion, der »Zufallsmaschine«, »Ziehungsgerät«, »Ziehungsmaschine«:
 https://de.wikipedia.org/wiki/Kleroterion (Losmaschine)

Permalink hierher: http://j.mp/fj3s68ZBp
  = https://blogabissl.blogspot.com/2021/02/impfstoff-lotterie.html

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12. Februar 2021

Dynamic Link Not Found – Google’s new surprise

You’d like to see pictures – but all you see is this:

The reason is an incorrect link (to your photos in this case). Normally, when you try to access a URL and it’s not there or you misspelled the link, you get an error 404:

The given page could not be found.

This was so since ages. For reasons unknown to me, Google uses “Firebase Dynamic Links” to address photo albums. So either you get to see the pictures right away – or you wind up with Firebase.
   Let’s look at the details. In this case the link to this picture album is
https://photos.app.goo.gl/TW4QiJu8Zc6gDyXp8 correctly. For reasons of privacy I want to open this album only to non-artificial intelligences, real people who note that
https://photos.app.goo.gl/TW4QiJuXXX8Zc6gDyXp8 can’t be right.
   Remove the XXX and you’ll see pictures of a rainy day along the Rhine with a friend. I just don’t think I look good in shorts … So I hide the album. Sorry.

With smartphones the result is even worse:

Opps – a problem has occured. Please try again. OK

Firebase does not give a clue. And there is no way to recuperate. You might keep your finger on the link to then copy it to the clipboard (Zwischenablage). But still, you won’t be able to edit it on a smartphone, unless I put those Xes to the very end …

Permalink to here http://j.mp/fj2N3WGGB
 = https://blogabissl.blogspot.com/2021/02/dynamic-link-not-found-googles-new.html


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10. Februar 2021

Das Vokabelheft – Kafka, Corona und der Untergang des Abendlandes

Dass der Staat macht, was er für richtig hält, daran habe ich mich ein Leben lang gewöhnt.
   Jetzt, im Februar 2021, sind die Geschäfte seit Monaten geschlossen; einige nicht, nach jeweils bestem hoheitlichem »Dünken«. Man darf eine Person aus einem anderen Haushalt treffen, aber immer nur höchstens eine, selbst, wenn’s Mann und Mann sind. Geredet wird über alles und jedes, und die reden, die haben meist Festgehalt, Rente oder Pension (wie ich) und sind Politiker, die das bleiben wollen.
Aber was soll ich schon schimpfen? Das ginge ins Unendliche, brächte nichts.
   Zur Story. Frisch zurück aus dem Krankenhaus wegen schwerem Nasenbluten[1] wollte ich endlich regelmäßig meinen Blutdruck notieren. Wir leben in der Innenstadt, da bin ich es gewohnt, zu holen, was wir so brauchen. In diesem Fall sollte es ein Vokabelheft sein. (Die haben wir in den Zeiten vor Google-Translate zum Lernen fremder Wörter verwendet. In der Mitte hatten sie eine vorgedruckte Trennlinie, rötlich vielleicht, oder man hat als Akademiker das Heft einmal mittig gefalzt. Und lernen heißt, etwas zu wissen, was man früher nicht wusste.) Kurzum, ich war auf der Suche nach so einem Vokabelheft. Die gibt’s normalerweise im Schreibwarenladen.
Doch einen richtigen Schreibwarenladen hat die Bonner »City« schon länger nicht mehr[2]. Im »systemrelevanten Supermarkt« für Lebensmittel (Rewe am Friedensplatz; ich gehe fast täglich dort Milch einkaufen), da gibt’s am Rand des Shopping-Labyrinths eine kurze Regallänge mit Schulbedarf, also auch Schulhefte.
   Doch trotz geschlossener Schulen sind die Regale eher leer. Vor allem: Vokabelhefte gibt’s gar nicht. Dito nebenan in der Drogerie (DM). Wozu auch? Man tippt mit zwei Fingern ins Handy oder am Laptop. Für Notizen hat’s eine App. Helfen tut notfalls Mr. Siri. Und einen Stift braucht man höchstens für den Einkaufszettel – ein Zettel, kein Heft. Ich habe mir schon Bleistiftstummel für die Hosentasche gesägt, mit schönen neumodischen Gummikappen zum Schutz und zum Radieren[3]. …

Kafka schrieb 1915 in Quarthefte, Größe meist 24,6×19,9–20,2 cm
Quelle https://lustauflesen.de/kafka-process-handschrift/

 

 

 

 

 

 

Wird das Abendland untergehen, wenn niemand mehr Vokabeln lernt? Wenn einem ein Chip im Ohr die Wörter flüstert und gleich die Übersetzung dazu? Wenn dann wirklich gar niemand mehr weiß, was ein Quartheft ist, heimatlich ein Quartheftl? Ich dachte beim Vokabelheft daran, aber wusste die genaue Größe nicht mehr, fand nur die Bezeichnung schön antiquiert, wie vielleicht MMXXI. Die Wikipedia eiert beim Quartheft herum, hochtheoretisch und hochgestochen[4], wie oft: »Der Artikel „Quartheft“ existiert in der deutschsprachigen Wikipedia nicht«. Dabei hat Kafka Quarthefte benutzt[5], und über Lumumba gibt’s eins[6]. Google findet noch knapp zwanzigtausend! In Deutschland sind Quarthefte »Format S.2«, 240×195 mm groß. Das ist größer als A4 (297×210) – definitiv zu groß für Vokabeln. Ich hatte mich getäuscht und bitte um Vergebung für den Umweg.

Latein-Auxilium, Preis auf Anfrage.
Venite, discite, gaudete!
Anschlag in der Bonngasse zur Corona-Zeit.            
Foto Jörn

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Doch weiter. Auf meinem Weg zum Brötchenholen, am ordinär-»tankstellenbeflaggten« Geburtshaus Beethovens vorbei, sah ich einen Anschlag. Da wollte wer in dieser vermaledeiten Corona-Sperrzeit (genannt Lock-Down, als hätt’s was Lockendes) Lateinnachhilfestunden geben. Super! Auch Klavier? Duper! Damit war mein Glaube an die Kultur wieder um 3 dB gestiegen, aufs Doppelte.

Nun suchte ich doch wieder ein Vokabelheft in dieser virtuellen Wüste verrinnender Gedanken.
   Juhu! Es gibt sie, diese blauen akkulosen Einmal-Festspeicher, stromlos (selbst gedankenlos) beschreibbar, ein Taschen-Plug-in! Bei Rossmann, bittesehr:
   »Nummer 51, A6-Schulheft«[7], oben im Bild, weiß liniiert. Hintendrauf ermutigende Zukunftszusprüche, nicht für Vokabeln, sondern Recycling for future und dazu den Bauen Engel, der das Vokabellernen segnet wie einst ein Rosenkranz ums Handgelenk.
   Das niedliche Eichkätzchen blieb unerwähnt, das hat sowieso Wikipedia-Einträge[8].

Möge ein Engel meinen Blutdruck niedrig halten, auch nachts. Damit ich nicht wieder mit blutender Nase ins Krankenhaus muss. Gerade hat mein Blutdruckmesser seinen letzten künstlichen Atemzug vollbracht. Err cuff (error cuffiæ, Manschettenfehler) als Partespruch[9]. Seine Schlauchverzweiger innen sind materialermüdet und das Gerät endgültig dahin. Aber that’s another story[10].
                                   — für Martin —

Anhang:

• DIN-Formate https://www.din-formate.de/berechnung-format-reihe-din-a0-a1-a2-a3-a4-a5-a6-a7-a8-a9-a10-groesse-papier-laenge-masse-in-mm-qm.html

  Permalink http://j.mp/fj2Z40tGq
 =
https://blogabissl.blogspot.com/2021/02/das-vokabelheft-kafka-corona-und-der.html

• Ein Vokabelheft ist DIN A6, Seitengröße
105 × 148 mm, Postkartengröße, zu groß für die meisten Hemdtaschen, aber gerade richtig für männliche Rocktaschen (in »Sakkos«).

• George Orwell (source http://j.mp/fj2LFnNY4 ) …


[1] Ich nehm’ mal den Dativ. Berichtet wird von einer persistierenden Epistaxis als floride Blutung.
[2]
Carthaus (»seit 1852«) war das letzte Schreibwarengeschäft. https://www.carthaus.de/verlag__trashed-2/chronik/
[3]
https://blogabissl.blogspot.com/2020/10/bleistiftspitzen.html
[4]
https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:Suche?search=quartheft
[5]
· https://taz.de/Diese-Tagebuecher-legen-Feuer-dran/!1147707/ »zweifelllos bin ich jetzt im Geistigen der Mittelpunkt von Prag« – Meist als »Oxforder Quarthefte« bezeichnet, spätere, ab 5: »Oktavhefte«.
· Kafkas »Process« in Quartheften: https://www.deutschlandfunk.de/franz-kafka-das-schreiben-ist-der-prozess.691.de.html?dram:article_id=267836
· https://lustauflesen.de/kafka-process-handschrift/ mit weiteren Hinweisen. Danke für die Größe!

[6]
Aimé Césaire, Im Kongo: Ein Stück über Patrice Lumumba https://books.google.de/books/about/Im_Kongo.html?id=CE4_AAAAIAAJ&redir_esc=y
[7]
Im Original natürlich wieder einmal ohne Bindestrich …
 https://www.rossmann.de/de/haushalt/buerobedarf-und-schreibwaren/papier/hefte/c/olcat4_5563516
[8]
https://de.wikipedia.org/wiki/Cat_Content . Die Google-Bildersuche identifizierte das Eichkatzl richtig als Sciurus vulgaris, Eurasisches Eichhörnchen, https://de.wikipedia.org/wiki/Eurasisches_Eichh%C3%B6rnchen .
[9]
https://de.wikipedia.org/wiki/Parte  

[10]
https://blogabissl.blogspot.com/2021/02/err-cuf.html

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8. Februar 2021

Err CUF

Err CUF = Error Cuffiæ = error at the cuff =
hier Fehler der Blutdruck-Manschette

At Start your blood pressure tester pumps air into the cuff.
Later it releases it and listens.

If not enough pressure can be built up, an “error cuff” is signalled.

Unplug the tube. Close with finger. If error persists, something inside is not air tight anymore. Your device probably is unrepairably gone! Throw it away in the right sort of garbage.

In my case the inner tube plugs had become brittle beyond use. 

As a precaution never plug out the tube unnecessarily.
Enjoy some pictures:






boso-medicus control
BOSCH + SOHN G;BH U.Co.KG CE 0124
D-72417 JUNGINGEN Germany
DC 6V 4×1,5V Mignon LR6 – AC Adapter 410-7-150
(below batteries:) SN 772069919 2004
Link to this blog entry http://j.mp/fj2LwGAEJ
 =
https://blogabissl.blogspot.com/2021/02/err-cuf.html

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PS. As you can see, the unit was over 16 years old. So it certainly was not planned obsolescense. The producer will follow up on this particular weak point.

23. Januar 2021

my first website

Thanks to Archive.Org = the Wayback Machine I can offer you my very fist website Joern.De at https://web.archive.org/web/19961222114837/http://www.joern.de/ from December 22, 1996:

                                  … and so on …

Two months earlier Berlin.De had opened, with this site https://netzpolitik.org/2019/die-wirre-geschichte-einer-hauptstadt-website/ .

Since then screens have widened, so my text became relatively smaller and the lines longer and longer. No frames were possible then, I added them later in form of a top frame with a bit of navigation, wich I copy onto each page. Even today no content managment system is used. Pages are static. No ads.
   I still can edit the HTML source code if something needs correction or a small addition. Here the original first lines:

Once this new century I added a cover page, a digital preface, so viewers don’t think they are in the last century – where many hadn’t beeen born yet.
   So if you call upon Joern.De nowadays, or Joern.com or Jorn.De or even Jörn.De (yes, with umlaut), you get a hand-made preface page with just minimum information, especially my automatically calculated age. Insofar my page is dynamic now. Let’s hope it stays that way a little time longer.

Link to this blog post http://j.mp/fj3iEy5ne
= https://blogabissl.blogspot.com/2021/01/my-first-website.html
 
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17. Januar 2021

»Signal« am Computer verwenden

 1. Von https://signal.org/de/download/ der entsprechenden Software und am Computer installieren.

    Zur Zeit auf Windows eine signal-desktop-win-1.39.5.exe 118.915 KB

2. Am Handy Signal aufrufen. Ganz links oben den »eigenen« Namenskreis anklicken,

3. Einstellungen, Gekoppelte Geräte (selbst, wenn man erst koppeln will!).

Usw. Das Synchronisieren der Kontakte dauert etwas.

Neue Korrespondenzpartner unbedingt in die Kontakte im Handy eintragen.

BesucherzaehlerLink hierher http://j.mp/fj35MN0Xc 
= https://blogabissl.blogspot.com/2021/01/signal-am-computer-verwenden.html

20 Jahre Wikipedia – Die wird eher schlechter …

Die Wikpedia wird in aller Welt gefeiert. Ihre Verdienste sind unbestritten. Ich erlaube mir, ein wenig Kritik zu üben:
• Die Wikipedia folgt seit ein paar Jahren dem Zeitgeist und will sich kritisch, ja nachgerade emotional zeigen. Gern wird gemäkelt, der oder die könnte ja Dreck am Stecken haben, da könnte was Böses dahinterstecken, und wer in der Nazi-Zeit gelebt hat und nicht Widerstand geleistet hat, ist eh suspekt.
   Wahrheit findet sich nur mit Verstehen (Empathie), nicht bloß in Belegen.
Denken, Plausibilisieren ist out. Alles muss wo schon wo geschrieben worden sein.
   Beispiel: Ich wollte mal einen Eintrag über Womanizer machen, weil ich echt keine Ahnung hatte, was mir da in der Fernsehwerbung angepriesen wurde und bei Google fast elf Millionen mal gefunden wird. Ist eine interessante technische Erfindung aus Deutschland, patentiert, wird aber selten in seriösen Quellen vorgestellt. Deshalb wurde der Eintrag abgelehnt. Mein zarter Ersatzeintrag auf der amerikanischen Begriffserklärungsseite zu Womanizer: “An electropneumatic gadget for autostimulation” wurde eine Zeitlang wohl übersehen und dann getilgt.
   Als Techniker halte ich eigeners Denken und Plausibilisieren für eine durchaus erwägenswerte Herangehensweise an die Welt. Dass 2+2 vier ist, müsste man Wikipedia erst durch Quellen belegen.
• Wikipedia, besonder die deutsche, wird besserwisserisch bis zur Unverständlichkeit. Schnelle, einfache Erklärungen, wie sie etwa ein Schüler sucht, gibt es selten. Beispielo: Was ist ein Dreieck? »Ein Dreieck (veraltet auch Triangel, lateinisch: triangulum) ist ein Polygon und eine geometrische Figur. Es handelt sich innerhalb der euklidischen Geometrie um die einfachste Figur in der Ebene, die von geraden Linien begrenzt wird. Seine Begrenzungslinien bezeichnet man als Seiten.« – Nur gut, dass ein Bild dabei ist.
• Mit Biografien aus dem Dritten Reich (bei Wikipedia immer in Anführungszeichen, wie einst DDR in der Bundesrepublik bis ein paar Jahre vor der Wiedervereinigung, als ob »das« was brächte) ist die Wikipedia besonders verdächtigend und pointiert. So erfahren wir Erhart Kästners siebenstellige NSDAP-Mitgliedsnummer, wozu? Dass der Münchner kriegsversehrte Dichter Georg Britting 1936 zu einem Treffen der »Dichter des Krieges« nach Berlin fuhr und dort ein Telegramm an Hitler geschickt haben soll, geht in Wirklichkeit nur auf die »Sondernummer« vom 7. 10. 1936 des »Nachrichtendienstes der Amtleitung der NS-Kulturgemeinde und des Amtes für Kunstpflege beim Beauftragten des Führers für die gesamte geistige und weltanschauliche Erziehung der N.S.D.A.P.« zurück, ist aber recht unwahrscheinlich. Wir erfahren es in der Wikipedia süffisant als »fortdauernd ambivalent«, freilich aus der Zunge eines Dritten und nicht von der Wikipedia. Das ist schlicht übler Nachruf.
   Nicht was wer über was gesagt hat ist richtig, sondern direkte, selbst verantwortete Aussage, bis auf besseres Wissen. »Der hat gesagt« ist Hörensagen und verschiebt die Verantwortung auf andere.
• Schnell wird von den Wikipedia-Insidern »revertiert«, d. h. gelöscht, ohne Begründung. Nur gut, dass man die Diskussionen lesen kann, oft noch lange Zeit! 

Link hierher http://j.mp/fj2XO7jz9
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https://blogabissl.blogspot.com/2021/01/20-jahre-wikipedia-die-wird-eher.html
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