14. April 2019

Sprache ist ein Gefäß

Lieber Fritz,schreibt mir ein sprachgewandter alter Freund aus Köln,
 Sprache ist für mich die Audiofassung des Gedankens, erst dann issers. Sie teilt den Gedanken mit, zuallererst mir selbst. 
 Sprache, die sich nicht im Aussprechen klar macht, ist Gestammel. – Schöne Grüße an das Binnen-I oder das Gender-Sternchen. 
 Denken ist mühsam, und also auch das Sprechen. Bitte sehr, wem das zu sehr zusetzt, darfs lassen. 
   Und dann, so erzählt er weiter, sei er jüngst bei Schillers Räubern in Köln im Theater gewesen. Die beiden Hauptrollen hatte der Regisseur mit Frauen besetzt (vormals Karl und Franz Mohr), die Amalia dann mit einem Mann …*)  Denn, so war die Begründung, wo steht geschrieben, dass die großen Männerrollen immer nur von Männern gespielt werden müssen? Angewendet auf die Kunst wird uns der Mann mit Goldhelm demnächst dann wohl als BH-Trägerin angedient. Amalia, der arme Sock, stand zum Schluss des Räuber-Stückes völlig nackt auf der Bühne.
   Ich empfehle einen guten Rotwein und grüße herzlich aus Kölle. H.
   Soweit spontan einer, der sein Leben mit Sprache verdient hat, mit dem dahinter natürlich.

Sprache ist ein Gefäß – für flüssige Gedanken. Schießt man Löcher in die Sprache, in Form von zum Beispiel
***
dann bekommt das Gefäß vielleicht ein Loch; der Inhalt rinnt aus, in den Staub, versickert. Das fällt auf, dem einen wohlgefällig, den meisten allerdings störend. Jedenfalls ablenkend vom Inhalt, vom eigentlichen Getränk. Ist ja nicht alles Pudding, was man sagt …
   Wie gut der Wein drin schmeckt, wie braun der Kaffee ist, ob sich Crema bildet – laut der neunmalschlauen Wikipedia Kaffeebohnenöl, Proteine, Zuckerarten und Kohlenstoffdioxid – oder nur drin ist im Kaffee, das ist dem Kunstkenner Formsache, dem normalen Trinker jedoch schnurz. Nur einmal war das Trinkgefäß entscheidend, als nämlich im Becher mit dem Fecher – doch hören Sie selbst:


»Konnotationen« (wenn einer zufällig weiß, was das ist!) beziehen sich selten auf das verwendete Wort, sie sind vielleicht ein Spielzeug für den Autor, so wie Adjektive, mit denen der Autor hinterrücks eine Aussage meinungstrimmen kann. Doch spielen Sie mal das Spiel: Was verstehst du bei …? Da wird einem dann rasch klar, dass keineswegs alle dasselbe verstehen, noch weniger: sich dasselbe denken dabei. Und Konnotationen sind noch arbiträrer.
   Will ein Autor ein Wort nicht überladen mit Anspielungen, beladen mit politischer »Korrektheit«, Konnotation und Meinung in einem, so tut er besser, einfach den gängigsten Begriff zu wählen, selbst dort, wo keiner dran denkt. Einfache Sprache. »Das Ding besitzt einen Knopf … « klingt gut, und ist doch sprachlich ein Unding: Der Knopf kann zum Beispiel nicht vererbt werden, nicht einmal im Todesfalle. »Das Hemd hat einen Knopf«, so ist’s sauber, kürzer, und hält Hemd und Knopf zusammen.
   Warum sollen Frauen extra und immer wieder berücksichtigt werden, nicht in der Sache, sondern in der Sprache? Mit Verlaub: Frauen mögen anders pinkeln, anders ticken tun sie nicht. Freilich denkt jeder Mensch anders – auch mengenmäßig bis hinunter zu Null –, das aber ist nicht genderös, nicht sexy, geschlechtlich schon gar nicht differenziert. Was einer denkt ist individuell, ist kulturell bezogen, und hauptsächlich vom Alter abhängig. (Alte, ob nun echte oder »Senioren«, werden ja auch nicht in jedem amtlichen Pamphlet, in jeder sich anbiedernden Sonntagspredigt gesondert angeführt. So, wie man sintemalen auch nicht »Meine Damen und Herren und Fräuleins« gesagt hat, als es diese sympathische menschliche Spezies noch gegeben hat. Ich – als Alter – wünschte mir mal, dass christkatholische Lesungen nicht historisch falsch mit Schwestern und Brüder! anfingen, das hat damals keiner so geschrieben, sondern, wenn schon, mit Liebe Junge und Alte in der Gemeinde! Aber das ist ein anderes Thema: Junge kommen eh ganz selten dazu.)
   Ein kluger Kommentator hat mir jüngst die Augen geöffnet: Frauen und Männer immer extra zu nennen ist die eigentliche Diskriminierung! Gerade indem man sie für eine andere Spezies hält, gar noch eine unbedeutende dritte dazudenkt (um oder unter 0,1 ‰), trennt man sie ab.
   Ich werde jedenfalls weiterhin so schreiben, dass man’s lesen kann, auch vorlesen. Die Meinung dazu kann sich dann jeder selbst machen, das verlange ich von ihm.
   Es gibt sogar im Deutschen Begriffe, die sich ordentlich gehalten haben, wie der Schraubenzieher in Händen des Bürgers, der trotz Normung, Normierung, Normierenden oder Normierlingen kein -Dreher ist, oder die Bezeichnung Jude, die sich eben nicht immer wieder gewandelt hat in der Vermeinung, der Begriff habe sich abgegriffen, konnotationsverschoben wie Mohr oder Neger.
   Ich bin politisch inkorrekt – »das gönn’ ich mir!« – und dem ohnehin seltenen Leser. Denn seit so 2018 wird mehr geschrieben als gelesen.

… Wird vielleicht noch verfeinert …


Permalink hierher http://j.mp/2VKQHFI
   = https://blogabissl.blogspot.com/2019/04/sprache-ist-ein-gefa.html

*) Da stehts: https://www.schauspiel.koeln/spielplan/monatsuebersicht/die-raeuber:
Karl, sein Sohn Lola Klamroth, Franz, sein Sohn Sophia Burtscher, Amalia von Edelreich Jonas Grundner-Culemann, Inszenierung | Bühne Ersan Mondtag

Links:
• Ein Linguist in der NZZ zur Gendersprache:
https://www.nzz.ch/feuilleton/die-geschlechtergerechte-sprache-macht-linguistische-denkfehler-ld.1472991
• NZZ: »Lassen wir die Sprache menschlich sein«
https://www.nzz.ch/meinung/lassen-wir-die-sprache-menschlich-sein-ld.1433844 

3. April 2019

Format von E-Mail-Adressen

Komisch, sagt einem keiner.

@


1. In den Adressfeldern wie An:, Cc: oder Bcc: werden die Empfänger jeweils durch Komma (,) oder Semikolon (Strichpunkt ;) getrennt. Am Ende darf ein Trenner stehen, das stört nicht.

2. Groß- und Kleinschreibung ist bei E-Mail-Adressen egal. T-Online.De ist genausogut wie T-online.de oder t-online.dE. Man schreibe die Adressen am besten so, wie man sie sich gut merken kann. 

3. Die E-Mail-Adresse besteht rechts hinter dem @ aus der Web-Adresse des Postdienstes, etwa @T-Online.de oder @Gmail.com oder Ähnlichem.

4. Vorne, links, vor dem @ (sag’ Ät) steht die individuelle Adresse der oder des Gemeinten. Das können auch Pseudonyme sein, verfremdete Namen wie Paule120 oder Hugo12. Üblich ist Vorname Punkt Name. Ich bin Fritz.Joern@…, nur bei meinem eigenen Postfach bin ich Fritz@Joern.De, weil mein Joern ja schon hinten steht.

5. Erlaubt im Namen sind alle Buchstaben bis auf Umlaute (ÜÖÄ) und ß (oder ẞ, dem großen) , dazu Zeichen wie - (Bindestrich, Minus) oder _ (Unterstrich), der sich aber nicht empfiehlt, weil er als unterstrichener Link unerkannt bleibt, etwa So_Name@Joern.De – ob da ein _ zwischen e und J ist, das sieht man dann nicht. Muss aber so sein, sagt der Mail-Detektiv, denn Leerstellen dürfen nicht sein. Auch höhere Satzzeichen gehen nicht! Zahlen dürfen sein, in der E-Mail-Adresse.

6. Dem Mailprogramm, sei’s ein Webmailer online im Internet oder ein  am Rechner installiertes Mailprogramm wie Outlook oder Thunderbird, das sich dann auch offline zur Postbearbeitung nutzen lässt, kann man die einzelnen Namen so eingeben:
Peter.Zapfl@…
   Und sonst nichts. Das ist am einfachsten.
"Mein Freund Peter" Peter.Zapfl@…
   Da kommt dann oft 'Mein Freund Peter' heraus; auch gut. Durch die Gänsefüße weiß das Programm, dass zwischen denen ein bürgerlicher Name und keine E-Mail-Adresse steht.
Mein Freund Peter
 – schon problematisch, weil man sich dann darauf verlässt, dass sich das Programm an die richtige und wirkliche E-Mail-Adresse erinnert. Outlook zum Beispiel nimmt die Adressen aus frischer Erinnerung, und sei’s eine zuletzt vertippte. 
   Das heißt Autovervollständigen und führt gelegentlich zu falschen Adressen. Hier hab’ ich nur C eingegeben; wenn ich das mit der Return-Taste bestätige, ist die oberste Carla voll drin. Peinlich, wenn Carla dann Post für Caroline bekommt!
   Oder es erscheint um den Namen < >, der Rechner hält Mein Freund Peter für eine Adresse, und die Post kommt unzugestellt zurück.
   Klammern runde () oder eckige [] gehören um die eigentliche E-Mail-Adresse, wenn ein Name dabeisteht. Nicht geschwungene {} nehmen. Selbst
Mein Freund Peter <Peter.Zapfl@T-Online.De>
  geht, weil das Mailprogramm durch die eckigen Klammern ordentlich zwischen Namen und Adresse unterscheiden kann.
   Am besten nicht herumexperimentieren. Im Zweifel warte man ein paar Minuten oder länger, ob Ablehnungsmeldungen zurück kommen. Bei Webmailern diese nochmal aufrufen; auch im Spam-Ordner nachsehen. Und wenn dann dort steht, dass eine Mail nicht zugestellt werden konnte, überlegen, woran es gelegen haben mag – meist nur an einem Vertipper.

So, jetzt noch ein Trick für E-Mail-Verteiler.
   Zunächst schreibt man sich Namen und Adressen vielleicht in eine Tabelle, etwa so:
  
Peter
Zapfl
Peter.Zapfl@T-Online.De;
Petra
Zapfl
Petra.Zapfl@T-Online.De;
Josef
Sepp
Josef.Sepp@Gmail.com;
 
Der Trick sind die ; am Ende jeder E-Mail-Adresse. Ich hebe sie hier mal vor.

Peter
Zapfl
Peter.Zapfl@T-Online.De;
Petra
Zapfl
Petra.Zapfl@T-Online.De;
Josef
Sepp
Josef.Sepp@Gmail.com;

Wenn man jetzt in Word zum Beispiel den Mauszeiger oben auf die (über der) entsprechende(n) Spalte (hier die dritte senkrecht) stellt, so wird die ganze Spalte markiert:
Jetzt kann man sich diese Spalte in die Zwischenablage kopieren, etwa mit Strg+c für copy. Dann hat man die gesammelten Mailadressen in der Zwischenablage, etwa so:

Peter.Zapfl@T-Online.De;
Petra.Zapfl@T-Online.De;
Josef.Sepp@Gmail.com;


Kopiert man die Adressen aus der Zwischenablage direkt in das Adressfeld des Mailprogramms, so landen sie dort gleich richtig getrennt, und nicht als ein Endlosname. So:
oder alsbald so:
Ready to go!

Ohne die Strichpunkte (oder Kommas) am Ende hätte ich bekommen:
Hätte ich nun versucht, die drei Zeilen zusammenzubekommen, so wäre ich vielleicht bei
Peter.Zapfl@T-Online.DePetra.Zapfl@T-Online.DeJosef.Sepp@Gmail.com
gelandet, und so einen Endlosnamen bekommt selbst künstliche Intelligenz nicht auseinander. Mit Glück und einem netten Mailprogramm kann’s trotzdem nicht zusammenkleben. Sie können’s notfalls ja mal probieren.

Weitere Tipps in meinem alten E-Mail-Knigge, etwa hier: http://www.Joern.De/Knigge/EmailKnigge.pdf#page=40. Am besten, Sie kaufen sich einen!

Link hierher in diesen Blog: http://j.mp/2VgoJBx
   = https://blogabissl.blogspot.com/2019/04/format-von-e-mail-adressen.html

PS. Von den offiziellen Vorschriften für Mailserver (das sind Maschinen im Netz) lassen Sie sich bitte nicht verwirren. Da müsste viel mehr zulässig sein, etwa Umlaute oder eune Unterscheidung von Groß- und Kleinbuchstaben. Das wird aber nicht so gemacht. Am schlimmsten ist da die Wikipedia. In der englischen Version zählt sie 15 zuständige Standards (RFCs) auf:
  • RFC 821 – Simple Mail Transfer Protocol (Obsoleted by RFC 2821)
  • RFC 822 – Standard for the Format of ARPA Internet Text Messages (Obsoleted by RFC 2822) (Errata)
  • RFC 1035 – Domain names, Implementation and specification (Errata)
  • RFC 1123 – Requirements for Internet Hosts, Application and Support (Updated by RFC 2821, RFC 5321) (Errata)
  • RFC 2142 – Mailbox Names for Common Services, Roles and Functions (Errata)
  • RFC 2821 – Simple Mail Transfer Protocol (Obsoletes RFC 821, Updates RFC 1123, Obsoleted by RFC 5321) (Errata)
  • RFC 2822 – Internet Message Format (Obsoletes RFC 822, Obsoleted by RFC 5322) (Errata)
  • RFC 3696 – Application Techniques for Checking and Transformation of Names (Errata)
  • RFC 4291 – IP Version 6 Addressing Architecture (Updated by RFC 5952) (Errata)
  • RFC 5321 – Simple Mail Transfer Protocol (Obsoletes RFC 2821, Updates RFC 1123) (Errata)
  • RFC 5322 – Internet Message Format (Obsoletes RFC 2822, Updated by RFC 6854) (Errata)
  • RFC 5952 – A Recommendation for IPv6 Address Text Representation (Updates RFC 4291) (Errata)
  • RFC 6530 – Overview and Framework for Internationalized Email (Obsoletes RFC 4952, 5504, 5825)
  • RFC 6854 – Update to Internet Message Format to Allow Group Syntax in the "From:" and "Sender:" Header Fields (Updates RFC 5322)

1. April 2019

HP-Drahtlosdrucker anschließen

Die (früher jedenfalls) recht preiswerten Schwarzweißlaserdrucker von Hewlett-Packard
HP Laserjet P1102w 
lassen sich mit etwas Glück an ein W-Lan anschließen, sodass man sie beliebig wo hinstellen kann im Haushalt.
   Sie haben keine Anzeige (kein Display), sodass Einstellungen nur über einen angeschlossenen PC gemacht werden können.
   Die Drucker sind Klasse, schön schnell, und ideal als Hauptdrucker (»Standarddrucker«) neben einem (langsamen) Tintenstrahl-Farbdrucker, einem echten Jet.
   Links vorne in der Mitte ist der runde Ein-Aus-Schalter. Oben links sind zwei Schalter und zwei Lichter. Der Funkknopf schaltet WPS ein, mein’ ich+). Das grüne Licht zeigt den allgemeinen Zustand. Das blaue Licht zeigt die W-Lan-Verbindung.
  Zur Konfiguration für W-Lan-Betrieb
muss der Drucker unbedingt erst über ein mitgeliefertes USB-Kabel an den PC angeschlossen werden, weil die drahtlose Verbindung ja noch nicht besteht. Das schön lange Kabel hat einen älteren dachförmigen Stecker für hinten ins Gerät, oben, über dem Stromanschluss. Das andere Ende ist standard und passt in den PC oder Laptop.
   Aus der mitgelieferten Software, knapp 200 MByte (bei mir Ordner HPLaserJetP1100-P1560-P16), wählt man das 
• Programm HpSetup.exe. Damit, und nur damit geht’s los; mögliche Quelle siehe unten.
• »Weiteren Drucker hinzufügen«
• Auswählen »HP LaserJet Professional P1100w Series«, in meinem Fall:


• »Für Drucken über das Wireless-Netzwerk konfigurieren« (Oberstes)

· »Willkommen beim Programm für die Wireless-Konfiguration.  Dieses Programm führt Sie durch die Konfiguration Ihres Wireless-Druckers, damit Sie über das Wireless-Netzwerk auf diesem Drucker drucken können« – Weiter

· »Warten auf Ihre Wahl«. Bald erscheint »Wireless-Erkennungsmethode«

• »Erweitert. Wireless-Anmeldedaten manuell eingeben.« – Machen!
· »Suche nach Wireless-Endpunkten im Netzwerk …«
   Am Drucker zeigt sich weiter nichts. Das blaue Licht bleibt erstaunlicherweise aus.
• Es werden (in ein paar Sekunden) die am Ort des Druckers erreichbaren W-Lan-Netze angezeigt, samt ihrer Verschlüsselungsmethode. – Das richtige, eigene, auswählen!
   Bald einmal bekommt man bestätigt:


Vor »Testseite drucken« – hab’ ich’s Kabel abgezogen.– schon um zu zu sehen, ob der Druck tatsächlich kabellos passiert! Bis dahin hatte sich mit dem blauen Licht nichts getan, auch während der Netzwerksuche des Druckers nicht.
   Wenn Sie kein Papier verschwenden wollen und nur sehen, ob der Drucker anspricht, so drucken Sie statt der Testseite einfach eine ganz leere Seite zum Beispiel aus Word … 
   Das Gerät springt zum Testdruck (drahtlos) an, das blaue Licht geht an, die Testseite wird gedruckt.
Das blaue Licht bleibt nun konstant stehen.

Übrigens ist die W-Lan-Verknüpfung auch mit WPS möglich, mit Wireless Protected Setup:  
Dazu braucht man am Router (Access Point, Server, Fritz-Box, W-Lan-Sender, …) allerdings auch so ein WPS-Knöpfchen. Mein alter Router hat das nicht (mein kleiner mobiler Router, viel neuer, allerdings schon+).
   Was sich hier auch bewährt hat, war erst einmal zeitweise Abschalten der W-Lan-Sicherheit, und dann der einfachere Verbindungsversuch (hier empfohlen, ansonsten ging der dortige Vorschlag nicht.) 
   Ebenso als beruhigende Diagnose ein Druck aus dem über USB-Kabel angeschlossenen Drucker; das müsste immer gehen. An meinem zweiten solchen Drucker habe ich das USB-Kabel gleich heraushängen lassen, falls ich mit meinem Laptop einmal rasch etwas drucken muss und keine Nerven für Drahtlosfummelei habe … Dann nehme ich den Laptop zum Drucker, stecke an und drucke.
   Mein Drucker erschien in der DHCT-Tabelle als 
NPI2E1C8A192.168.1.11630:F7:72:2E:1C:8A
Der Drucker nennt sich hier also NPI2E1C8A und hat die interne Adresse (URL) 192.168.1.116 bekommen. 30:F7:72:2E:1C:8A ist die Mac-Adresse, die das Gerät eindeutig im Netz identifiziert. (Die kann man vielleicht hinten draufkleben. Im Typenschild hab’ ich sie nicht gesehen). Steuert man diese Adresse mit dem Browser an, so sieht man alsbald so etwas:
Das geht von allen an dasselbe W-Lan-Netz (im weiteren Sinn) angeschlossene Geräte. So kann man sehen, wie’s mit dem Toner aussieht, und ein wenig herumkonfigurieren kann man wohl auch. 
   Vor allem können alle im lokalen Netz eingebuchten Geräte drucken! (Eventuell sogar aus dem Internet, das hab’ ich aber nicht probiert.)

Die Software gibt’s vielleicht hier:
   https://support.hp.com/de-de/drivers/selfservice/hp-laserjet-pro-p1560-printer-series/4110402

Link hierherhttp://j.mp/2VcVHmy
   = https://blogabissl.blogspot.com/2019/04/hp-drahtlosdrucker-anschlieen.html

 +) Noch langwierigerer Lösungsversuch im Blog 
   http://blogabissl.blogspot.com/2017/09/mist-hplaserjet-p1102w.html

14.9.2017 – Ging nach Stunden vergeblicher Versuche dann mit WPS: WPS-Knopf am Router und hernach den WPS-Knopf (den oben am Drucker mit Funksymbol) drücken. Das blaue Licht hört auf, wild zu blinken, und geht in ein beruhigendes Dauerleuchten über. Juhu!

31. März 2019

Rätselhafte .DAT- oder .BIN-Dateien öffnen

Opening strage .DAT or .BIN files.

Some mail programs like old Outlook – mine is Outlook 3003 – still use RFC 2047 when sending files with certain filenames or perhaps in other cases as well. To be up to date RFC 2231 is the standard to adhere to.
   Anyway. Without further philosophizing why you got a .dat or .bin file, let’s try some detective work.
   Store the file somewhere on your computer. I use a folder named temp.
   Make a copy to play with.
   Open the copy with the editor or wordpad or a similar character-by-character program, and see what you get.
As you see, you see nothing. Even the indication of xml didn’t help.
But I knew that it must be some sort of text file.
   So I renamed it from .dat to .doc. Word opened it, but came up with a similar confusion as Wordpad before.
   Being the year 2019 I then assumed the more modern docx format, and renamed the unknown file to .docx. And bingo, my “Winword” (Word), having the right docx etc. converters*) since years, also those for open office files like with .ad* or .ot* (example .odt), opened the document all right, with all the original characteristics like the character type Calibri 15 points etc.
The origin of the idea:
   https://kb.superb.net/shared-hosting-legacy/email-shared-hosting-legacy/email-troubleshooting/why-are-my-email-attachments-renamed-to-dat-or-bin/

This blog entry: http://j.mp/2V8kEPV
   =  https://blogabissl.blogspot.com/2019/03/ratselhafte-dat-oder-bin-dateien-offnen.html

*) Look for “FileFormatConverters.exe”. My exe is from Microsoft and has 38.149 kB. 

Winmal.dat files siehe https://support.mozilla.org/de/kb/anhang-winmaildat

Dat-Dateien als Videos: Try playing with VLC media player, or convert them with one of the many online or offlince video converters like here

Anzeigen im Blogger-Blog

Von Alters her hatte ich ein Anzeigen-Konto bei Google und Co. Das Verfahren nennt sich Adsense, für Anzeigen im Sinn oder so. Los geht das bei www.Adsense.com, und wer sich sattlesen will darüber bei Wikipedia (etwas veraltet).
   Jetzt wollte ich das einmal in meinem kunterbunten Blog »Blogabissl« probieren. Man bekommt einen Obolus, wenn wer auf die Anzeige klickt; wieviel sieht man hoffentlich hinterher in der Abrechnung. Beträge unter fünfzig Euro werden erst einmal nicht ausbezahlt.
https://adblockplus.org/de/




Man schalte vor allen eigenen Werbeversuchen
einen eventuell laufenden Werbeblocker aus!




Um Werbeplätze in meinen Blog einzubauen ging ich vor nach
   https://support.google.com/blogger/answer/1269077?hl=de .
Ich kam erfolgreich bis zur Auswahl der Stelle im Blog, wo ich Werbung zulassen wollte (Blog, links im Menü »$ Einnahmen«, https://www.blogger.com/blogger.g?blogID=37…#adsensesummary):

Und nun dachte ich, meine Blogs würden dort Werbung zeigen.
   Doch noch nicht. Ich musste im Layout meines Blogs dort unten erst einmal ein “Gadget” einbauen, das Adsense aufweckt.
   Also statt auf Einnahmen links im Blogger-Menü auf Layout klicken.
   Ich habe dann konsequent unten bei
auf Gadget hinzufügen geklickt und in der Auswahl gleich ganz oben das richtige von Adsense gefunden:
Das sieht dann bei mir so aus:
Ich habe die schmale Version footer-2-1 gewählt, damit bei langen rechten Streifen nicht ein großes Loch zwischen vielleicht kurzem Blog-Text und der Anzeige klafft.  

Responsive Anzeigen passen sich in der Breite an (Quelle).
Bei Text und Bild wählt Google aus, was seines Erachtens passt.Wird empfohlen.
Layout speichern des neuen Layouts nicht vergessen! Das wird einem sogar, wenn’s klappt, bestätigt.

Übrigens lässt sich ganz unten das Gadget Attribution nicht löschen. Zum Löschen eines Gadgets geht man sonst auf Bearbeiten. Dort kann man dann unten Löschen wählen.
   Bei der ganzen Online-Anpassung muss man berücksichtigen, dass man es bloß mit einem Steuerungsprogramm zu tun hat (ich dem vom »Basisdesign ›Einfach‹«), und dass das dann im tieferen Inneren HTML-Kode verändert. Das klappt oft nicht gut, vor allem, wenn man an derselben Stelle eine Änderung nach der anderen macht. Das ist schon im Blogeintrag selbst so. Ich schalte dann immer auf HTML und sehe mir an, was der Automat wieder alles eingebaut hat … Mit häufigem Vorschauen schaffe ich dann meist eine mir genehme Darstellung …
   Die Werbung sieht man bereits in der Vorschau zur Kontrolle. Es ist nicht so, dass der Urheber des Blogs davon ausgeschlossen wäre.

Link zu diesem Blogeintrag: http://j.mp/2CKzPHG
   = https://blogabissl.blogspot.com/2019/03/anzeigen-im-blogger-blog.html

Nett auch Silbentrennung im Blog:
   http://blogabissl.blogspot.de/2018/05/silbentrennung-in-blogger.html

Jetzt müsste es klappen, sehen Sie selbst hier unten (tut’s aber noch nicht richtig, sorry). Vielleicht funktioniert die ganze Werbeeinblenderei erst mit etwas Verzögerung. Bitte also nicht wundern, wenn ein bestimmtes Layout nicht gleich werbetechnisch wie vorgegeben erscheint (mein’ ich). Ich bin noch dran.

26. März 2019

Outlook meldet »Dieser Vorgang …«


Tizians Sisyphus im Prado
Ich fahre bewährtes Outlook 2003 auf Windows 7, 64 Bit. Als Standarbrowser hatte ich Mozillas Firefox, bis mich der wegen häufiger Updates nervte.
   Hier die Popularität von Browsern: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Webbrowsern .
   Ich hab’ mir dann Googles Chrome genommen. Schön schnell! Gestört hat mich eine Klitzekleinigkeit: Die sonst übliche und tatsächlich meist überflüssige blaue oberste Leiste eines Programms hat Chrome nicht – um dem Betrachter das Maximum an Bildschirm zu gönnen. Leider habe ich in dieser Zeile seit eh und je das Datum eingelbendet, mit »TitleTime«. Und das geht bei Chrome nicht: Die alleroberste Leiste wird nervös, flackert sozusagen, und ich musste Titletime ausschalten.
Vorsicht vor Opera!
   Doch dann hab’ ich den fatalen Fehler gemacht, mir Opera installiert (und sogar einmal als Standardbrowser definiert). Danach hatte der sich überall eingenistet. Selbst eine Deinstallation half nicht, das Register (registry) steckte voll von Operas.
   Ich kehrte reumütig zum gewohnten Firefox zurück. Nur auf einmal …

… gingen die Links in Outlook-geöffneten E-Mails nicht mehr auf!

Hier ein Screenshot einer dieser Verweigerungen beim Klicken auf www.mein.sbb.it:
   »Microsoft Office Outlook. Dieser Vorgang wurde wegen Beschränkungen auf diesem Computer abgebrochen. Bitte wenden Sie sich an Ihren Systemadministrator. OK«
   Das wär’ dann wieder ich. So ist der Mensch auf sich selbst zurückgeworfen wie Sisyphus am Berg.
Ich hab’ alles versucht. Alle Browser bis auf Firefox deinstalliert, in der Registratur nach .htm und .html und andere gesucht und die Einträge jeweils auf htmlfile umgestellt. Das Problem wird vielfach beschrieben, hier etwa. Alle raten, alle probieren. Robert Sparnaaij aka Roady hat sogar ein Register-Editierprogramm gemacht, hier zu haben: http://www.msoutlook.info/question/242 und hier unten zu sehen.
   Weil’s einfach lästig ist. Man muss den Link kopieren und händisch in den Browser bringen.
   Übrigens hat die Tatsache, dass in Outlook vor dem Link blocked::http://usw. angezeigt wird, nichts zu sagen. Selbst wenn man die ganze Seite über Ansicht, In Internetzone anzeigen ohne den angeblichen Block anzeigt, hilft einem das nichts.  
   Zum Schluss hab’ ich den längst deinstallierten Microsoft Internet Explorer, den mit dem großen e, reinstalliert, von https://support.microsoft.com/de-de/help/17621/internet-explorer-downloads . Die Installationsdatei ist eine 65 MByte große EIE11_DE-DE_WOL_WIN764.exe . Trotzdem ist hernach das Programm nirgends zu sehen. (Während auf meinem kleinen Thinkpad X61S, dem ich das ganze Problem erspart hatte, auf C:\Program Files (x68)\Internet Explorer\explore.exe ein Internet Explorer ohne Addons zur Verfügung steht.)

Link hierher http://j.mp/2OoWBcM
   =  https://blogabissl.blogspot.com/2019/03/outlook-meldet-dieser-vorgang.html
 
Windows Registry Editor Version 5.00
   Für 64-Bit-Windows 7, installiert auf C:, sieht das Register-Editierprogramm von MSOutlook.info so aus:
[HKEY_CLASSES_ROOT\SOFTWARE\Classes\htmlfile\shell\open\command]
@="\"C:\\Program Files (x86)\\Internet Explorer\\iexplore.exe\" -nohome"
[HKEY_CLASSES_ROOT\SOFTWARE\Classes\htmlfile\shell\opennew\command]
@="\"C:\\Program Files (x86)\\Internet Explorer\\iexplore.exe\" %1"

[HKEY_CLASSES_ROOT\.htm]
@="htmlfile"
[HKEY_CLASSES_ROOT\.html]
@="htmlfile"
[HKEY_CLASSES_ROOT\.shtml]
@="htmlfile"

[HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Classes\htmlfile\shell\open\command]
@="\"C:\\Program Files (x86)\\Internet Explorer\\iexplore.exe\" -nohome"
[HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Classes\htmlfile\shell\opennew\command]
@="\"C:\\Program Files (x86)\\Internet Explorer\\iexplore.exe\" %1"

[HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Classes\.htm]
@="htmlfile"
[HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Classes\.html]
@="htmlfile"
[HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Classes\.shtml]
@="htmlfile"

[-HKEY_CURRENT_USER\SOFTWARE\Classes\htmlfile]
[-HKEY_CURRENT_USER\Software\Classes\.htm]
[-HKEY_CURRENT_USER\Software\Classes\.html]
[-HKEY_CURRENT_USER\Software\Classes\.shtml] 

Schattendruck bei Tintenstrahl-Druckern

So sieht das dann aus, wie links, stark vergrößert. Die Buchstaben werden unscharf, erscheinen doppelt gedruckt, zweimal. Ich nenn’s Spiegeldruck, mirror print, oder wie auch immer.
   Ganz rechts im rechten Bild: So soll’s aussehen, scharf und gut lesbar.
   Mir passierte das auf einem Tintenstrahldrucker (ink jet printer) Brother MFC 5490 CN, was aber nichts zu sagen hat. Tintenstrahler ist Tintenstrahler: Aus einem waagrecht mit Seilen hin- und hergeführten Druckkopf spritzt Tinte aufs Papier.
   Ich hab’ den Schattendruck wegbekommen, mit einer einfachen Umstellung auf Druck nur in einer Richtung. Bei Windows 7 sieht das so aus:

Start, Einstellungen, Drucker, dort den schattendruckenden auswählen. Er erscheint grau:


Anklicken und im Klappmenü »Druckereinstellungen« auswählen (nicht »Eigenschaften«):

Unten rechts steht »Erweitert«. Das bitte anklicken:
Bei den »Erweiterten Optionen« gibt’s dann als Vorletztes, unter den Druckermerkmalen …

 … Bidirektionales Drucken ausschalten!

Das half. Was nicht half: Den Scanner säubern. Den Drucker »reinigen«. Den Drucker vom Netz nehmen. Alle Patronen aus- und nach dem Einschalten wieder einstecken. »Kalibrieren« – da druckt er nur grau, und das scharf.
   Übrigens waren Farben nicht versetzt; man sieht das im Bild oben rechts.

Man sagt mir freundlicherweise, dass bloßes Umstellen auf Einerichtungsdruck die Lösung nicht ist.
   Man soll das Indexband (auch encode strip) putzen – wie (fast wie …) steht hier: https://support.brother.com/g/b/faqend.aspx?c=ch&lang=de&prod=mfcj220_all&faqid=faq00002944_000 und wird hier ausgiebig gezeigt: https://youtu.be/isploz0-pqg?t=100. Dann kann man auch wieder schnell(er) drucken und noch sauberer.
   Öffnet man den Doppeldeckel des MFC so weit, dass die Datenzuleitungen zu sehen sind, dann liegen in den Eingeweiden des Geräts beide Bänder quer herüber offen zutage, eher hinten im Gerät nahe am Scharnier. Es liegt kein Glas drüber, keine Abdeckung. Das kräftige, weiße Transportband ist gut zu sehen, davor verläuft das »Indexband«. Und das sieht man nicht, schon weil’s viel schmaler und durchsichtig ist, wie unsichtbare BH-Träger etwa. Die Indices, wohl kleine Stricherl drauf für den Kopf zum Mitzählen, auf dass er sich richtig positioniere, die hab’ ich nicht gesehen. Wie im Video empfohlen, hab’ ich den Indexstreifen dann mit feuchtem Klopapier geputzt, es ging ein wenig schwarze Tinte ab. Ob genau das der Fehler war? Vermutlich. Jedenfalls ging nachher wieder »bidirektionales Drucken«, Juhu! – Schlussfrage: Warum hatten die Farben keine Schatten, werden die nicht bidirektional gedruckt?
   Da bleiben Fragen offen. Jemand beklagt sich sogar darüber, dass PDF-Ausdrucke schwarze Schatten werfen, normale Word-Texte aber nicht. Ob Nur-Schwarzweißdruck-Einstellung hilft bleibt unbeantwortet. 
   Hier ein paar Druckproben, Brother MFC 5490 CN, nach Umstellung auf Druck in nur einer Richtung und auf beste Qualität, mit 300 dpi eingescannt und ausschittsvergrößert, aber ohne Verstärkung der Farbsättigung (mit Picasa, »Auf gut Glück!«).
   Nach dem Putzen sah’s bidirektional gedruckt auch nicht anders aus; rasend schneller ging’s auch nicht.
Ein Testdruck. Am Gerät »Tinte« drücken, Testdruck, Druckqualität, Start (Farbe)
- Die Schrift ist extrem blass und löchrig. 

Hier (etwas verkeinert) ein Stück normaler Text aus Word,
Times 12 Punkt, Fußnoten 10 Punkt, Links blau, gelbe Hervorhebungen
– Wiedergabe für mich einwandfrei

Das ist ein leicht vergrößerter Screenshot  aus
https://support.brother.com/g/b/faqend.aspx?c=de&lang=de&prod=hl6180dwt_us_eu&faqid=faq00000461_011
– für mich einwandfrei –


Link hierher http://j.mp/2V0MrSs
   = https://blogabissl.blogspot.com/2019/03/schattendruck-bei-tintenstrahl-druckern.html

Eine gute (englische) Beschreibung, wie ein Tintenstrahler druckt, bringt Dale Farrier. Dass der Spritzdruck nicht durch eine Pumpe passiert, sondern erst im allerletzten Augenblick, explosionsartig, wird hier gut beschrieben.

Zugabe:
Die obere Patrone wollte mein Brother nicht.
DRUCK UNMÖGLICH
Wenn der Drucker nach einem Patronenwechsel die neue Patrone nicht annimmt, und einem großbuchstabig erzählt:
ERKENNEN UNMÖGLICH,
dann nicht gleich die Tinte ins Korn werfen.
   Die Tintenpatrone wieder herausnehmen und gaaaanz langsam einschieben:
LANGSAM EINSETZEN.
Bei meinem Drucker wird der Tintenstand an einem Sichtfenster hinten an der Patrone erkannt, etwa auf halber Höhe. Im Bild zeigt die leere Patrone, die untere, dort wie in einem Sucher gar keine Tinte mehr an; die obere, volle, ist aber satt schwarz. Gefunden?
Patrone mit Schiebe-Deckelteil leicht
zusammengeschoben, sodass in der Mitte
das Tintentestfenster zu sehen ist.
Allerdings täuscht das: Die ganze Innenseite (im Bild rechts die linke Seite der unteren Tintenpatrone, sozusagen der »Deckelteil«) ist nur federnd angebaut; die Patrone liegt entspannt da, der Deckel ist »ausgefahren«. Das wahre Sichtfenster zeigt sich erst, wenn man die Patrone zusammendrückt oder den Deckelteil mit Tesafilm festklebt.
   Noch was: Wenn nach ein wenig Drucken trotz noch ziemlich voller Patrone der Druck immer schwächer und schwächer wird, immer blasser, bei einer Farbe (oder scharz), dann ist vielleicht noch der Schutzaufkleber auf der Tintenpatrone überm Luftloch oben. Abziehen nicht vergessen. (Wer sich noch dran erinnert, dass Kondensmilchdosen zwei Löcher gegenüber brauchten, versteht das.)
   Möglicherweise ist auch der Tintenstandserkennungssensor verdreckt. Dazu hier Ausführliches wie: »Beim zweiten Versuch benutzte ich eine Interdental-Zahnbürste zusammen mit Alkohol, und nun bekam ich auch die Kerbe sauber.«

Malla klingt nach Malle

Monsignore Ramón Malla Call
Neuerdings hört man im Radio viel von einem

Malla.

Wer issn das, hab’ ich mich gefragt. Oder was: Ein neuer Ausdruck für Malle, Mallorca?

Gewiss nicht: Es handelt sich scheints um die politisch korrekte Aussprache des amerikanischen Sonderermittlers Robert Mueller, hier die Wikipedia-Eintragung, die ihn auch ˈmʌlər ausspricht, was einem ja erst einmal erklärt werden muss, man folge dem ˈmʌlər-Link.

Ich meine persönlich, wir haben sie nicht mehr alle – jedenfalls nicht mehr die Umlaute. Ein jeder hier liest bei Mueller Müller, langjährig Eh-de-Vau-geschult.

Sprache dient der Verständigung, nicht dem Genannten. Ganz einfach.

Link hierher: http://j.mp/2UXut2S
    https://blogabissl.blogspot.com/2019/03/malla-klingt-nach-malle.html

Dazu die Glosse über die Kilomet-a vom 16.09.2008 »Meta«

Übrigens ist Malla ein Kaff in Südamerika sowie als auch ein Bischofs und mehr, Google und Wikipedia sei Dank.

Soviel gektittelt am politisch scheint’s Korrekten.

Und vielleicht zu Malle noch: https://www.mallorca-talks.com/mallorca-ist-nicht-malle/

25. März 2019

span. coche, dt. Kutsche – woher?


Mercedes-Kutsche von 1902                                               Foto Enslin, Wikipedia
Sprachliches
Coche ist im Spanischen ein Auto, sprich Kotsche. Ist das nicht ’ne Kutsche? Ei freilich! Die Lateiner hatten Karren, carretillas, das ist was anderes.
   Kutschen aber kommen aus Ungarn von einer Pferdepoststation auf dem halben Weg von Wien nach Budapest: Kocs. »Der Begriff Kutsche ist von ungarisch kocsi abgeleitet, was „aus Kocs“ bedeutet«.
   Koks zum Brennen hat damit nichts zu tun, das kommt sprachlich aus England.

22. März 2019

All the Light We Cannot See – words explained

by Anthony Doerr

words explained

key pound: the museum’s room where the keys for the doors to all rooms are stored. The work room of Marie-Lare’s father.

escucheons shields
· Escutcheon (heraldry)
, a shield or shield-shaped emblem, displaying a coat of arms
· Escutcheon (furniture)
, an item that surrounds a keyhole or lock cylinder on a door
Webster gives etymology “from Vulgar Latin *scution-, scutio, from Latin scutum shield”and pronounces it like s-cushion

snowmelt drums, melting pieces of ice or snow, round, drum formed, snowballs, patches of snow (Webster 5)
  nice: https://evaatlwcsfriendsandfamily.weebly.com/
  The German translator Werner Löcher-Lawrence just avoids the word: »Autos platschen über die Straße, Schmelzwasser rinnt durch die Gossen«.

• shorts hiked up to their hips, short trousers (without long legs) sharrply pulled up as high as possible. Doerr probably didn’t want to repeat “rolled up”.

heil Hitler – you’d spell Heil Hitler, with capital Heil (hail)

chide, to chide, to scold someone, “no-no, you shouldn’t do that” (Webster)

thugs with split knuckles – thug, pl. of thug, rowdy, brutal gangster (Webster).
split knuckles, brass knuckles, those metallic rings around fingers of a fist to hit in a bloody fist fight (Webster  4). Schlagring or lit. bloody fingers:

Just fake, don’t scare, no panic! Makeup … Video runs just 32"


runnels, pl. of runnel, little water flow on a street, rivulte, streamlet (Webster), Rinnsale

• lichen, Asphodelus albus, a herbaceous perennial plant sometimes called white lichen, white asphodel, a plant on normal ground in contrast to an:

• alga, pl.algæ, living in water.

• Diplodon charuanus is expained here: p. 45: ‘Diplodon charuanus‘ is a mollusc so obscure, it has yet to make it onto the internet.  Yes, these things still do exist!  The sole website from an auctioneer tells us it comes from Uruguay.  We do slightly better on ‘Diplodon delodontus‘.
Murex altispiraWikipedia

• twine (p 45), string (Webster), Austrian Spagat

murex, a tropical sea snail, you’d call it a shell with spikes like needles.
Altispira must come from altus, high, many, and spira, needles, as in spiral, really locks, “round needles”.

bantering with warders (p 55), joking with watchmen

• Congealed liver (p 59), hard, like frozen («gelato») liver. The German translator says the liver “got hard”, and that’s by 

• whack the side of their wireless (p 71), knock, blow, box, (Webster); and wireless is the british word for radio. The warders whack the device ib the hope that some bad contact might bring it back to life. But the radio is ok, the transmitting stations have ceased to send signals.

sew pearls into hems (p75), (Webster:) borders of clothing, usually turned around, like at the collar.

Philco 90, 1931 – Wikipedia
• twine (p 75) – see above p 45

• give the corporal a wide berth (p 81), (Webster), stay away from, keep a distance, avoid; German »sie machten einen Bogen um«, they arced around.

• Philco (p 81), Philadelphia Storage Battery Company, making fine radios

• magnetic tuning (p 82) means that the radio uses a coil to magnetically catch the radio waves, see Popular Science of Nov. 1925, where A is the primary magnetic coil exposed to the radio waves , B the secondary magnetic coil of the tuning circuit. Actual selection of the station – tuning – is done by changing the cicuit’s capacity C.
   In contrast: to use a long wire as antenna to catch the electromagnetic (!) waves would be electric tuning.

• superheterodyne (p 82) or just superhet, is a radio receiver using an intermediate frequency to process the signal.

• gadrooned moldings (p 82), carved (Webster) decorations, decorative strip

her smooth white calves show beneath the hem of her skirt (p83). A calf, singular, is the lower part of the foot, below the knee (not young cows!), also called shin (p126) the hem of as skirt is where the dress ends and the visible body begins. Sort of minijupe.

• cream was forbidden (p 83), certainly in the First World War, in the Second?

heron (p 85), a bird

• Heinrich Hertz’s Principles of Mechanics (p86). Now Heinrich Rudolf Hertz († 1894 in Bonn) was considered a “(half) jew” at that time. He himself had never seen himself as a Jew, and was like his converted father, a Protestant. The name Hertz, literally meaning heart, unfortunately is indicative. The Nazis wanted to rename the unit Hz (named 1933) from Hertz to Helmholtz, in vain.
   The english book is from 1899, readable online here, original »Prinzipien der Mechanik in neuem Zusammenhange dargestellt« 1894 here with a foreword of Helmholtz, where he worked, – a newer reprint here. More originals to read here. About Hertz see also here (german). Hertz wanted to explain mechanics without force, but with mass, along Maxwell’s new electromagnetic vawe theory. In 1884 Hertz is the first to induce an electromagnetic wave. He found out light to be radio waves. – (Geadelt wurde dieser Hertz nicht, Helmholtz schon.)

• “Yes, Frau?” (p 86). English authors and speakers will never learn that Germans never address a person with Herr oder Frau, formely even as Fräulein (miss), just as an Englishman would never say “Yes, woman”. You’d always add the name, »Frau Jörn«, or say “dear friend” or something like that.

• solenoid (p 68), an electrical coil

Vaucresson (p 87)

• field light (p 98), the German translator just says: lamp, I’d say: flashlight, probably sturdy and strong. Here you see “a proper tactical field light”. Field is both an agricultural area and a battlefield.

• estuary (p100) is where a river flows into the sea (Wikipedia, Webster).

• banister (p 101) or baluster or even a whole, long balustrade. Webster defines it  clearly: a handrail with its supporting posts. 

• coatrack (p 101) is not some mysterious co-attraction, but a coat-rack to hang your overcoats.

crockery (p 101) is tableware, all the dishes (china) and forks and spoons etc. (cutlery) you put on a table before serving. Here Marie-Laure means breakable dishes from …

• … the hutch (p 101) is American (Wikipedia), a cupboard (Webster).

• welter (p 101) is a turmoil (Webster), a big confusion, a chaos.

• thronged (p 107), full, full (Webster)

• sash windows (p 109) are windows with frames, Webster to sash: the framework in which panes of glass are set in a window or door. “Installing little windows” would have been fine, I think. But modern bestseller authors challenge the reader.

• seethe (p 109) (Webster), stand in stale water, I’d say

•The padlock is a brand-new single-latch Burguet (p 110). A padlock is a lock to externally hang into two rings, (Webster:) “a removable lock with a shackle that can be passed through a staple or link and then secured”. A latch is anything to fasten a door, see here. Single means, I guess, that the gate had only one lock, see here. See some old models here. The Burguet brand I couldn’t find, maybe for guitars, or castles (= germ. Schlösser, same as locks)
(D:»Das Vorhängeschloss ist ein neues, einfaches Burguet-Schloss.«)

• spigot (p 110), that’s where water comes out (Webster), a faucet.

• Essen, eighteen miles south of Zollverein (p 112). Essen (lit. eat) is the main city in the industrial Ruhr area, Zollverein a northern part of it, some few kilometers from the center. Zollverein literally means customs club, to confuse foreigners? University Essen (»Universität Gesamthochschule Essen«): »Der Name Zollverein lehnt sich an die von den deutschen Kleinstaaten auf zwischenstaatlicher Ebene gebildeten Zollvereinigungen an, deren Ziel es war, durch allgemeingültige Maße und Gewichte den Handel zwischen den Staaten zu erleichtern« – The name really stems from an agreement between small German states to use the same measures, easing trade.

Calipers – Photo Eugster, Wikipedia
• Calipers (p 113), in Britain always plural just like trousers, are these fine mechanic instruments to measure the thickness of a screw oder the diameter of a hole, see Wikipedia.

• protractor (p 114), a semicircle scale to measure angles (degrees), is found along with school childen’s pencils and pens, in Wikipedia here

• portcullis (p 118), a heary sliding door or gate (Wikipedia
Protractor – Photo Cephyris, Wikipedia

• steeple above rooftops (p 118), see Wikipedia, is a little decorative tower growing out of the roof, rather than standing on grond. Both towers and steeples may gave a spire on top (German Helm, helmet).

• Two dead bolts, one chain (p 120). Deadbolts are separate, “dead” locks, up or below the classic opening door handle and doorlock, see Wikipedia. A chain – if used cautiously – let you open the door just a bit before allowing someone in. Wikipedia show even a door chain.

to scoot (p 120) means to slide quickly, especially while seated (Webster). Like if a full glass topples.

• peaches in cans? (p 121) In the war? Madame Manec: “I make them every year.” Well, canning maybe was done in households into tin cans, as we know them today, but probably mostly into glasses. Wikipedia: “In 1809, Nicolas Appert, a French confectioner and brewer, observed that food cooked inside a jar did not spoil unless the seals leaked, and developed a method of sealing food in glass jars.” Weck jars were invented in 1895 here in Bonn. The German translator thinks so as well, and writes »Einmachglas«.

• wedges (p 121) – Well, Marie-Laure does not eat some hard wedges, wooden or metal boardlike pieces with a slim and a broader side to stop doors from closing or to splinter firewood, she enjoys slices (same form as wedges) of fruit. “Pieces” says the translator, “of sunshine”, boring. Sunny peaches.

grown-ups are mouthing (p 121), they “mouth”, speak (Webster “always mouthing platitudes”). Why Doerr uses this rare, possibly derogative word here, is beyond me. I pledge for simple words for simple facts. So better: I prefer simple words for simple facts: “Grown-ups speak more to each other.”

Volksempfänger DKE 38
w/o feedback amplification,
LW and MW on a cont. scale.
Design Walter Maria Kersting.


Volksempfänger (p 123) Model DKE38 (Deutscher Kleinempfänger 1938) was built from 1938 to 1944, as Edly until 1953. Körting in 1935 made a pre-amplifier for RM 90, making the Volksempfänger into a superhet. These must have been rare later, as listening to foreign station was strictly forbidden during the war. You could receive 200–600 Meter and 800–1200 Meter = 1500–500 kHz and 375–150 kHz, that’s MW and LW.

Deutschlandsender (p 123) 182 kHz LW from Königs Wusterhausen [sic!]

• Rise! Rise! All glory to the fatherland! (p 125) – even the German translator didn’t find the orignal …

bash her shins (p 126), have her feet hit something, see calves p83.

flaps the quilt (p 126), airs the bed covers, I’d say.

vermilion (p131) is a color: very red. I think red flags came with socialism, communism, unions, but not with Nazis who preferred white with swasticas.
Common Whelp
Buccinum undatum
Wikip.

whelk (p 134), marine snail, see picture

davenport (p 135) Webster: a small compact writing desk or a large upholstered sofa often convertible into a be. = Devonport








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• Explanations and thoughts up to page fifty. Then the anonymous reader quit …
https://notesfromtheether.wordpress.com/2016/10/
• Original English version at

• German version of the book at
https://kindergeschichten.files.wordpress.com/2017/07/alles-licht_-das-wir-nicht-sehen_-_doerr_-anthony-roman-_2014.pdf (Deutsch von Werner Löcher-Lawrence) 
https://www.randomhouse.de/leseprobe/Alles-Licht-das-wir-nicht-sehen/leseprobe_9783442749850.pdf 
• Spanish: La Luz Que No Puedes Ver https://readofcopy.com/lib/-la-luz-que-no-puedes-ver-spanish-edition.pdf?web=etl.dose.com (you must register).

https://mseffie.com/assignments/all_the_light/all_the_light.html 

Webster explains diacritic signs 

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