19. Oktober 2021

Sehen Sie’s? Nach Regen. Wer in die unteren, rechten, blauen Clogs steigt, kriegt nasse Fersen. Die oberen, die grauen, sind hinten (unten) trocken geblieben.

Wie das?

Die haben in der Ferse ein Loch. Drin sitzt ein stabiler Strohhalm, damit’s das Loch nicht zusammendrückt. Da rinnt der Regen ab. – Das Loch kann man mit einem heißen Nagel, dicken Draht oder Stift machen, eventuell über einer Kerze heißgemacht. Ich hatte einen Fleischspieß aus der Küchenschublade zweckentfremdet. Und der Einsatz war ein stabiles Stück Schuhspanner aus einer Schuhschachtel. Egal.

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Meine erste App ist analog

Ich war ja gewohnt, mir einfache Programme für den Computer rasch selbst zu schreiben, in den guten alten Zeiten ohne Windows, ohne »Apps«, dafür mit »Basic«, mit dem man alles machen konnte.

Aktuell sehnte ich mich nach einer Iphone-App, die mich erinnert, dass ich den Tona abgeschalten habe, wenn ich es – dieses vergessnd – wieder benütze. 

Da sehen Sie’s schon, das stummgeschaltete Iphone. Der hier gut sichtbare Schiebeschalter im linken Rand ist nach unten geschoben, Rot ist zu sehen, was »stumm« bedeutet. (Das rot-weiß-rote Bandl ist zum Anhängen und oder Aus-der-Tasche-Ziehen des Handys, österreichisch.)

Und meine durchaus nicht digitale, sondern voll analoge App sehen Sie auch: Da ist ein blaues Schießgummi, eine Gummiflitsche (seltener -fletsche) über den Bildschirm gespannt. Sie erinnert mich optomechanisch visuell daran, dass der Ton aus ist, wenn ich das Iphone das nächste Mal benutze. Ich schalte dann den mechanischen Ton-aus-Schalter wieder nach oben, das Rot geht weg, und das Iphone klingelt wieder, pingt, »alarmt« usw. nach dessen innerem Drang. (Übrigens haben moderne Geräte nie einen Wecker, sonden immer nur einen Alarm. Die Amerikaner kennen nichts anderes als alarm, früher alarum : zu den Waffen. Und jetzt ist das Wort auch exklusiv zu uns gekommen!)  Das Schießgummi schiebe ich wieder nach links in die Faltung der Iphone-Hülle, und gut ist’s.

Eine digitale App habe ich nicht gefunden, lasse mich aber gerne belehren. Wenn mir jemand beibringen kann, wie ich mir sonne App selbst »schreibe«, noch besser!

Damit wünsche ich ungestörte Ruhe, und verbeibe mit dem
Link zu dieser digitalen Analog-App: https://bit.ly/fj3m2f7dL

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16. Oktober 2021

Gott im Bergischen Land

Ein Reisebericht mit zwei Gottesbeweisen, wenn Sie so wollen

»In Norddeutschland« war ich (Süddeutscher) unterwegs, die A1 hinunter, von Münster aus mit Ziel Köln und dann Bonn. Der Tag war lang gewesen. Tochter Carla hatte ein Studentenzimmer gesucht,  da und dort in Münster, und jetzt war ich am späten Nachmittag alleine unterwegs zurück nachhause nach Bonn.
   Vor Dortmund fing es an jämmerlich zu gießen, was man neuerdings als Starkregen kennt, und ich wollte dort noch zum Grab meiner kleinen Tochter. Am riesigen Hauptfriedhof ist es schwer zu finden. Am besten kommt man von Ostern heran. Dort kenne ich aber keine Parkplätze. Also stelle ich mich immer irgendwo an eine nahe Kreuzung oder auf den ungenutzten breiten Gehsteig und laufe von dort. In der Hoffnung, dass kein böser Geist mich abschleppt, abstraft, oder gar bestiehlt.
   Jahrelang war ich nicht mehr am Grab gewesen. Für meine (neue, zweite) Familie ist’s kein Ziel, für mich schon. Seit es die Cebit in Hannover nicht mehr gibt, komme ich nicht mehr alle Jahre vorbei. Mit Carla in Münster mag das nun anders werden.
   Zuerst leitete mich mein Navi in die Irre, weil ich als Ziel das Grab selbst eingegeben hatte, 51,51661;7,54636, nicht draußen einen Autoabstellplatz. So landete ich irgendwo in Brackel, und dunkel war’s auch schon, fast ganz. Dazu dieser Dauerregen. Und meine einsame Trauer. Ich bin dann zurückgegurkt, fuhr weiter westlich nach Gedächtnis in die »Leni-Rommel-Straße«, öd und leer. »Mein« großes Blumengeschäft dort war dem Erdboden gleich gemacht worden. Die Zeiten, sie ändern sich. Meinen im »ruhenden Verkehr« nichtsnutzen grünen Behindertenausweis klemmte ich noch an die Frontscheibe, mitleiderheischend, eigentlich ganz sinnlos. Dann ging ich hinein in den Friedhof, am Seiteneingang bei den Abfallhäufen, schirmbewehrt, von Pfütze zu Pfütze balancierend, unter den Trauerweiden. Das Grab fand ich wie immer auf Anhieb. Es war zusammen mit einem zweiten einsam geworden in seinem Planquadrat 181. Der riesige grüne Busch, der den grünmarmornen Grabstein versteckt, ist noch da; und wie immer ist das Grab beraubt: Wo einst Blumen und eine kleine weiße Rose standen – nur mehr Löcher im Bodendecker. 


Das ist und war alles. Gut, dass der Regen beim Auftauchen aus meinen Gedanken nachgelassen hatte. Das Auto stand noch brav da. Ich konnte das Navi auf »Heimat« stellen, und bald war ich wieder auf der A1.
   Das Bergische Land – siehe Wikipedia – heißt so nach dem historischen Territorium Herzogtum Berg, und keineswegs der Hügel halber. Nach meiner Erfahrung regnet es dort immer, es sind immer Baustellen und enge Täler zu durchqueuren, und dazu wechseln die erlaubten Höchstgeschwindigkeiten gefühlt alle zweihundert Meter. Eine Mist-Fahrerei. Und ich mit meiner Melancholie mitten drin, den Scheibenwischer mal schneller und mal ruhiger stellend.
   Für Carla hatten wir kein Zimmer gefunden in Münster. (Sie später alleine schon.) Mist! Die allgemeine Misere pfiff von allen Dächern: Weltuntergang, davor Klimawandel, viel zu viele Menschen, falsche Verteilung, ratlose Politiker, alle im Streit – Gott weiß wo gerade demonstrierend. Ich neige zu Verallgemeinerungen, zu immer übergeordneteren Erklärungen, zu großen Theorien, Pessimismus.
   Die katholische Kirche – zu der ich als Laie gehöre – vertieft ihre Skandale, eine altverzopfte Moral propagierend, Sex nur bei aktivem Kinderwunsch, genaugenommen, und die Frauen immer fromm außen vor, sie dürfen den Rosenkranz beten. Jesus ist lieb.
   Nach jeder Predigt stellen sich die ganzen Gläubinnen und Glaubenden hin und lügen dem Heiligen Geist die Hucke voll:

Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde, / und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, / empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, / gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, / hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, / aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; / von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten. / Ich glaube an den Heiligen Geist, / die heilige katholische Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, / Vergebung der Sünden, / Auferstehung der Toten / und das ewige Leben. / Amen. 

Also ich habe damit Schwierigkeiten, mal mehr, mal weniger. Felsenfest wie Hier stehe ich und kann nicht anders ist das nicht, mit den drei Tagen Hölle, dem Aufzug in den Himmel, und – leider – oft auch schon gleich vornan dem Glauben an Gott als solchem. Dafür zeigt er sich hier zu wenig bezw. gar nicht, neuerdings, guckt weg post-Holocaust.
   Mit höllischem Herzen fuhr ich also westwärts über die Wupper.  Und dann:




Dann ging mir ein Licht auf, zur Abwechslung im Westen, und das hat mich so gefreut, dass wieder alles richtig wurde: Der Gott, der Geist, der Heilige, und der Verkehr liefen, wie von einer eleganten Geisterhand geleitet, geführt, Richtung Köln, und ich dachte: Wie toll das fließt! Muss man nur sehen. Staunen wie über die Dusche in der Früh, über jeden Fluss, nur ohne Wirbel, laminar von Auto zu Auto, Licht zu Lichtern. Fast spürte ich ein Wiegen, hin und her, wie vielleicht beim Rodeln damals vor der Erderwärmung. Tanzen. Jedenfalls gleitend, wirklich schnell, übermenschlich schnell, auf dass wir alle bald heimkommen. Ein Wunder, menschengemacht – das aber war der Lichterschlange keineswegs anzusehen, den roten Würmern vor mir. Es hat mich schier herausgehoben aus den Brückenbaustellen, aus den Tälern, hinan. Und nichteinmal geblitzt wurde ich.


Bevor ich nun aber weiterschwärme. Für Gott habe ich »im Lichte des Verstandes« noch eine gehobenere Erklärung.

Das links sind zwei urzeitliche Schaumzikaden (froghopper, Aphrophoridæ), versteinert in ihrer Vereinigung seit 165 Millionen Jahren, 000 000! Wer kann sich das vorstellen? Wo wir uns doch nichteinmal das Leben vor fünfzig Jahren vorstellen können, oder die kalten Jahre im und nach dem Krieg, vor dem »menschengemachten Klimawandel«. Diese Zikaden sind ausgestorben. »Vor mehr als 3,5 Milliarden Jahren entwickelte sich das Leben auf der Erde, doch ›erst‹ vor sechs Millionen Jahren begann ganz allmählich die Entwicklung des Menschen«, berichtet Planet Wissen.
   Das passierte alles durch zufällige Versuche und Erfahrung, durch das Überleben der Fittesten (Spencer nach Darwin 1838). Richtig. Doch glaubhaft? Glauben kann ich das nicht, schon weil ich mir keine Millionen vorstellen kann. Kann sich ein Sandkorn das Meer vorstellen? Ohne göttliche Fügung kann ich mir diese »Evolution« nicht denken. Sechs Beine, symmetrisch, und alles Weitere, das kommt doch nicht so durch Zufall! Ich baue mir da eine lenkende Kraft ein, eben den – wie auch immer gearteten – Gott, den Schöpfer. Vielleicht können Sie folgen.

Noch etwas zu diesem Samstag im Auto. Ich wollt’s eigentlich nicht erzählen. »Münster und Osnabrück«, das ist ein historischer Ausdruck. Auch für mich. Aus einem Vorort von Osnabrück stammt meine erste Frau. Ich hatte in ihrem Elternhaus schöne (und auch wenige böse) Tage erlebt; so lange schon her, dass ich nur mehr an die schönen denke und an meine spaßigen Erfindungen dort.
   Haus und Grundstück werden verkauft sein, dachte ich, ein Wohn- oder Büroklotz wird dort stehen, eine Anlage, nachdem gewiss alle Früheren schon gestorben sind. Aus Neugier fuhr ich trotzdem hin, sechzig Kilometer von Münster.
   Und ich fand das Haus, sich noch immer geheimnisvoll im Buchenwald duckend; und sogar die alte, älteste Schwester und Junge nebst ganz Jungen wohnen drin. Sie war verreist, die Jungen da und sprachen mich – total überrascht – mit Namen an. Ein Klingeln, das mir viel Glück gebracht hat. Auch das schwang wohl in meiner Seele mit, rasend später durchs nächtlich-bergische Land. Mittenmang den Monotheisten mit ihren hintereinander fließenden Lichtern, plastik-rot und halogen-weiß im Regenregenregen …

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Links zur Versteinerung

https://doi.org/10.1371/annotation/54a6126f-eed2-456e-ba80-5a1fd2d78e8e

https://www.nytimes.com/2013/11/07/science/earth/fossil-of-copulating-insects-identified-as-oldest-on-record.html

https://www.wissenschaft.de/astronomie-physik/sex-unter-urzeit-insekten/ 

Ist es nicht Traurigkeit, so ist es Tristess, mit ’nem hellem i.

7. Oktober 2021

Trockner rumpelt, laute Geräusche

So hörte sich das an – dabei war die Trommel vom Trockner absolut leer, die Wäsche heraus! Beim Drehen ein metallisches Störgeräusch, ein Purzeln von Metallteilen, habe ich gemeint. Den Trockner hätte ich dazu gar nicht aufzumachen brauchen, man hörte es auch so beim Drehen der Trommel. Lief der Motor, war das Geräusch im ganzen Haus zu hören, so laut rumpelte es und pumpelte. Aber was?
   Ich ließ den lauten Trockner eine große Ladung Handtücher trocknen, noch nass vom Waschen. Danach waren sie wie gewohnt schrankfertig. Und der gepeinigte Trockner war immer noch nicht richtig kaputt. Immerhin etwas.

Ein herbeigerufener Techniker und ich vermuteten einen Lagerschaden, kam das Geräusch doch eher von hinten. Und dann tauchte er mit Handylampe und einer kleinen Flachzange – dazu dem ganzen Kopf – in die Trommel, wo er hinter den Löchern hinten beim langsamen Drehen etwas gesehen hatte. Eine Kordel war zerrissen und da hineingekommen – kein Metall! –, und die konnte er Stück für Stück herausziehen:

Danach war der Trockner »repariert«. Kann mir jemand erklären, warum es metallisch gerumpelt hat?

Innenansicht der (sauberen, leeren) Trommel im Trockner.
Hinten Luftlöcher zu einem Teil der Trommel, in den so »Fremdkörper« kommen können.

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Übrigens ist das der von  http://blogabissl.blogspot.com/2015/06/trockner-reparieren.html recht bekannte Trockner, vieltausendmal abgerufen …

Also: Nie Schnüre, Spagat, Kordeln, Bänder, kurz: aufwickelbares Zeug waschen oder trocknen! Dafür gibt es extra durchsichtige und durchlässige Beutel, sogenannte Wäschenetze, wie Fliegennetze. Sie verhindern auch, dass Socken in der Waschmaschine einzeln auf Nimmerwiedersehen zwischen Dichtungsgummi und Trommel verschwinden. Gucken Sie z.B. hier.

Ein »rotes Tuch« für Trockner: Kordeln!
 

Hier übrigens eine ähnliche Geschichte, allerdings mit kaputtgehender Trommel:
https://forum.teamhack.de/thread/48321-siemens-trockner-wt46w5m0-fremdk%C3%B6rper-in-trommel-entfernen/
Vorne, wo die [Trommel] an den 2 Laufrollen vorbei läuft, ist ein Stück abgebrochen. Das Blech reißt immer weiter ein.«)

Ein kleines Video hier: https://youtu.be/kVrEeyBK9DU . Der Mann popelt die störende Kordel seitlich heraus. Dazu muss er den Trockner ziemlich auseianderbauen. Also lieber erst einmal ohne auseianderzubauen versuchen! Und wenn einem der Kopf in der Trommel heiß wird …

PS. Trockner, wenn man ihn nicht benutzt, immer offen lassen! Alle Siebe und Filter raus. Ein Trockner liebt Trockenheit!

25. September 2021

Outlook holt die Post nicht mehr

Outlook fails to synchronize – after running perfectly before. Imap.

E-Mail-Holen heißt ja inzwischen »Synchronisieren«, weil bei Imap die Post beim Postcerver stehen bleibt, also bei Gmail, T-Online usw., extern halt – und damit gleichermaßen von anderen Geräten wie dem Smartphone auch angesehen werden kann. Der Posteingangskorb ist aber immer noch der »Posteingang«, die Inbox. Ich beziehe mich hier nur auf das Zugriffsverfahren Imap, nicht auf Pop.Ich arbeite nach wie vor mit Windows 7 und Outlook 2003. Das Problem tritt aber auch bei anderen Mailsystemen wie Thunderbird usw. auf.

Wenn Outlook nach einiger Zeit einfach nicht mehr synchronisiert, also keine neuen Mail mehr abruft, so mag das daran liegen, dass die lokale Inbox zu voll geworden ist. Monatelang war alles prima gegangen. Von einem Tag zum nächsten kommt einfach keine Mail mehr herein, obwohl sie auf anderen Geräten, etwa dem Smartphone, sich wie immer zeigt. 

Die einfachste Lösung ist, den Kontoabruf neu zu konfigurieren. Im neuen Konto – wohlgemerkt mit gleichen Abrufeinstellungen – klappt’s, weil sich das einen neuen Posteingangsordner zusammenstellt. Beim zweiten Mal ist mir das zu dumm geworden.

Ich habe den Posteingangsordner in meinem Rechner gesucht, über Outlook, Datei, Datendateiverwaltung


Als ich den Schieber nach rechts schob, sah ich die »Überschemmung«: Die Datei C:\Users\joern\AppData\Local\Microsoft\Outlook\Outlookimap.1und1.de (1)-00000007.pst war auf knapp zwei Gigabyte herangewachsen. Da also lag der Hund begraben. Diese Datei habe ich umbenannt – musste dazu natürlich Outlook zumachen. (Mutig war das übrigens nicht, weil bei Imap die Mails ja beim Provider stehen bleiben.) Eine pst-Datei ist übrigens eine “Personal Storage”-Datei von Outlook.

Ab da ging’s wieder. Bis zur nächsten Überfüllung … 



Der Windows-Explorer (aufgerufen über Outlook, Datei, Datendareienverwaltung, Ordner öffnen) zeigt unten meine alte, mit x umbenannte Outlookimap.1und1 … x.pst 1,9 GByte groß, oben aber die neue, ab jetzt dann gültige Outlookimap mit nur knapp 42 MByte. Vorn im Outlook sind das 3504 nach dem Neustart des Outlook frisch heruntergeladene Mails. Das reicht mir.

Ob es inzwischen Mailysysteme gibt, die diese Kur automatisch macht, weiß ich nicht. Wer will, kann auf Web-Mailer umsteigen. Oder sich nur Teile der Mails in den Rechner ziehen, vielleicht Absender und Betreff, um dann nur diese offline (also ohne Internetverbindung) lesen zu können.

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Permalink https://bit.ly/fj2XSeGJK
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21. September 2021

Tanken – vorher vergleichen!

21.9.21 von https://www.billig-tanken.de/
Mehr auf
https://www.teltarif.de/handy/benzinpreis-apps.html
Sprit ist sauteuer geworden – so glatt einmal ¼ mehr, ein Viertel! Angeblich rettet das das Klima, rettet aus der stets »menschengemachten Klimakatastrope«. Bis jetzt, muss ich sagen, haben wohl alle teuren technischen Zwänge der EU und anderer Besserwisser nichts gebracht: Es wird von Jahr zu Jahr heißer, außer es regnet. 

Wie auch immer. Der nimmersatte Staat kassiert erst einmal. 

Nur gut, dass man beim Tanken weniger ausgeben kann (sparen würde ich das nicht nennen). Der führende und älteste deutsche Informationsdienst für alles Telefonische, »Teltarif«, hat sich vor allem Smartphone-Apps dazu angeschaut, aber auch PC-Auskunfteien nicht vergessen. Man muss sich ja vor dem Tanken erkundigen, und mancher hat kein »mobiles« Internet (Internet ins Smartphone über Mobilfunk, ev. teuer); ich kenne sogar normal erscheinende Menschen ganz ohne Smartphone … Die oder das können dann am heimischen Computer gucken, in Ruhe vorher.

Der Artikel steht auf https://www.teltarif.de/handy/benzinpreis-apps.html .

Und dieser Blogeintrag auf https (zum Weitergeben)://bit.ly/fj2XClrP1
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https://blogabissl.blogspot.com/2021/09/tanken-vorher-vergleichen.html

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Wer übers Inntal gen Süden fährt oder von dort zurückkommt, dem empfehle ich meinen Tipp https://blogabissl.blogspot.com/2018/10/tanken-in-osterreich-praxistipp.html

Interessant auch https://www.suedtirol.de/reisefuehrer/b/benzin-und-dieselpreise-fuer-suedtirol-italien-und-oesterreich.html 

Und nun noch ein Hinweis für ältere Kraftfahrer: Benzinbons für Italien gibt’s leider nimmer.

Bild Uwe Aranas, Wikipedia

15. September 2021

WhatsApp on a Huawei nova

We had lost Whatsapp on my wifes’s Huawei nova (CAN-L11 EMU 5.0.3. Android 7.0), due to an aborted update of whatsapp.

I searched the web how to reinstall whatsapp. Everybody suggested to get Huawei’s own app store, named AppGallery, look for (green) whatsapp there, and install it. It turned out that in the AppGallery there were a lot of helper programs (= apps) for the whatsapp messenger, and it was easy to install one of them and end up far away from whatsapp itself. So do not use Huawei’s “AppGallery” to get the WhatsApp Messenger (in this case).

A friendly man in the Bonn Telecom shop knew the solution.
This older model of a Huawei smart phone has a Google “Play Store”, the standard repository for Apps for Android, that is used by Huawei as well.
He even found a Play Store on my Huawei nova smartphone, took whatsapp from there, and installed it (with a bit of patience). He had to enter the mobile phone number of the Huawei – the user identification with whatsapp –, and the old contacts and conversations came down from whatsapp’s backup cloud storage. Thank you, Telekom, thank you Mr. A.

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Screenshots after the successful reinstallation of Whatsapp on the Huawei.

The left page has the green Whatsapp at right and the arrows of Google Playstore one line below.

The right page includes the – for installing whatsapp – unnecessary Huawei AppGallery in dark red under the music notes.

q.e.d. – Proof.

7. September 2021

Der Weiß-Ferdl

Pardon. Für mich ist’s der Weiß-Ferdl oder Weißferdl, ein Wort. Geschrieben hat er sich Weiß Ferdl, der Ferdinand Weisheitinger aus München. Hansl, mein Schulfreund, hat ihn noch erlebt nach dem Krieg, wie den Karl Valentin auch (sprich Falentin, Preiss!). Beneidenswert.
   Jedenfalls hab’ ich ihn, also den Hansl, jüngst besucht in Oberbayern in seinem Elternhaus. Es ist zum Ferienhaus geworden für Freunde und Fremde, und Hans ist eher selten da.
Ein graublaues Bücherl lag herum, »Die fröhliche Nase von Weiſz Ferdl«, am 23. 12. 1927 hat es sich eine »Frühauf« (?) wohl gekauft zum Fest. Alles noch Fraktur freilich, gedruckt gut lesbar. Nur die Handschriften in deutscher Schreibschrift vom Illustrator Alois Schlederer sind schwer zu entziffern.
   Das Buch ist eine Sammlung von kurzen Couplets, hinkebeinigen Gedichten, und hauptsächlich kurzen Witzen, mal ganz guten, oft auch nicht so. Macht nichts. Mir waren sie entspannende Triviallektüre für die Nacht – und ein kleines Fenster in die Zeit der Zwanzigerjahre. Die Kriegszeit mag man sich noch vorstellen – vermutlich meist falsch –, die Zeit davor eher garnicht. Ärmlich muss es zugegangen sein, recht bescheiden. Wohnungsnot, Arbeitslosigkeit, Horden unterschiedlicher politischer Prägung in den Straßen.
   Herrlich vorneweg Schlederes Handzeichnung vom »Kenigreich Boarn«:



   Die Bezeichnungen in Antiqua. Links im fernen Westen, hinter der »boarischen Grenze«, leben die »Blitzschwaben« (»Der Blitzschwab hieß angeblich so, weil er sich die Redensart: ›Hotz Blitz!‹ angewöhnt hatte«). Unten ist der »Bodensee« mit »Lindau«. Im hohen Norden jenseits der Donau (dem Weißwurstäquator) beginnt »Das Ausland Preißn und andere wuid (wilde) Völker«. Im Süden sind »Die Alpen und das Tirolerlandl«. Doppelt unterstrichen sind die »Holedau« (sic!) als »das Hopfenland« und natürlich »Minka«, München als Hopfensenke. Als Berge ragen heraus »Die Zugspitze« und der »Watzmaa« am »Kenigsee«, dazu »das Karwendelgebirge«.

Ganz im Vorübergehen kommen beim Weißferdl in »Fest wie eine Eiche.« (Seite 128ff) vor: Kommunisten (»Geht an Wirt ’s Bier aus, telephoniert er an d’Brauerei, schickts ma a Bier eina, geht der Brauerei ’s Bier aus, telephoniert’s am Bauern: Wir brauchen a Hopfa!« usw., ganz ohne Cash), »Hakenkreuzler« (»Wer ist denn schuld an allem Elend? – Niemand als das internationale Börsenkapital!«), dazu ein »Partikularist« (»So weit ham ma’s bracht, daß dö Preiß’n bestimmen, was bei uns ’s Bier kosten darf, dafür schick’ ma eahna Butter und Schmalz nauf.«, und schließlich ein Berliner (»Alle Mann an Bord, Bayern, Schwaben, Hessen, Baden, Sachsen und wir Preußen an der Spitze – quasseln Se nich, davor sinn wir da – und nu jeht's wieder uffwärts!«).
   Das Buch bevölkern vor allem schlichte, gelegentlich hinterfotzige Bayern bis zum kleinen Franzl, der »auf dem Markl drob’n g’standen« blieb,  das er vorgab, einem Herrn auf der Straße suchen zu helfen (»Es ging nit.« Seite 157). Ganz natürlich kommen auch Juden vor, heute ein Tabu, weil jegliche Zuordnung von Gruppeneigenschaften verboten ist, selbst gutgemeinte, humoristische. Es könnte sich ja einer dran stoßen.
   In »Er weiß sich zu helfen.« (Seite 173) erklärt Moritz seinem Vater seine miserablen Schulnoten so: »Tate, ich kann nix dafür, meine Lehrer sind alle Antisemiten! Der Vater glaubt das, er läßt sich taufen und den Moritz. Der Moritz heißt nun Gottlieb, wird in einer anderen Schule eingeschrieben, und wie das Jahr rum ist, ist er wieder der Letzte in der Klasse«. »›Wie kommt das?‹ – ›Die Juden drängen sich so vor!‹«. (Die Pointen sind meist  g e s p e r r t  gedruckt, eine heute unübliche Auszeichnung, auffällig aber schwer zu lesen und suchmaschinenstörend. Inzwischen setzt man da kursiv.)
   Auch Christkatholisches wird profan gerupft. In »Das Fest der Auferstehung.« (Seite 158) soll Michl Ostern erkennen. Auf den Hinweis des Lehrers, das Wort ginge mit O an, »geht ein freudiges Aufleuchten über Michels Gesicht und stolz ruft er: ›’s Oktoberfest!‹«.




      »Der fromme Wähler.« in Niederbayern (Seite 74) entscheidet sich bei der Wahl zwischen Marx und Hindenburg, dem Generalfeldmarschall mit Marschallstab, für Hindenburg, »den mit da Kerz’n«.
   Die frisch verwitwete Hengwieserin (»Die arme Seel.« Seite 75f) lässt ihren verstorbenen Mann nach fünf extra bestellten Seelenmessen weiter »über dem reinigenden Fegfeuer« darben: »Hochwürden, a so laß’ mas, er hat a so allewei’ kalte Füaß g’habt!«   

 

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28. Juli 2021

Ein «Folio» der NZZ über China

Das NZZ-Folie vom September 2020 hab’ ich lang liegen lassen. Als im doppelten Sinn alter Folio-Leser war mir das »alte« Design ans Herz gewachsen. Konzis. Meine große Tochter hat mir sogar eins nur für mich nachgemacht!

Rasch ein Tutorial zum optischem Eindruck eines Druckwerkes.
• Klassisch. Je ruhiger, desto besser. Der Inhalt soll gelesen werden, ohne Störungen wie g e s p e r r t e Wörter, Hervorhebungen und Kinkerlitz:chen. Kann sich jeder selbst anstreichen, was ihm wichtig erscheint. Fußnoten am Ende. Erster Eindruck: Bleiwüste.
Modern. Eher poppig. Derdiedas Leser liest sowieso erst die Bildunterschriften (enden inzwischen ohne Punkt). Erster Eindruck: »Ja, was is dös?«

Die Folios waren und sind immer irre gut geschrieben. Da kann man deutsch schreiben lernen, gerade, weil’s Schweizer sind. Highlights spannender Schreibe, »innert« statt »innerhalb«, was übrigens knackiger und klarer ist: Was soll das Halb in innerhalb? Und die Bilder sind auch gut, schauen Sie mal auf https://www.picuki.com/tag/nzzfolio. Hier eins aus dem erwähnten Heft zitiert, David Hurn, Nachmittagsschläfchen, Wales 1987.

Endlich habe ich das neue Folio-Design halbwegs akzeptiert.

Zur Sache in diesem (ersten neudesignten) Heft, China
   Aufgemacht wird mit einer persönlichen Liebesgeschichte. Dann wird’s weiter spezifisch bis ernst.
Wir machen vor China die Augen zu, alle, nur des Kommerzes halber und der Bequemlichkeit. Wusstet ihr, dass China Nahrungsmittel importieren muss, aus Afrika? Der Chinaexperte Ralph Weber im Folio: »Die chinesische Führung interniert ein bis zwei Millionen Menschen, trennt eine halbe Million Kinder von ihren Eltern. … Neuerdings erreichen uns Belege zur Zwangssterilisierung von uigurischen Frauen, zur kommerzeillen Verwendung ihrer Haare …«. Zusammengefasst: »Im Moment sehe ich vor allem Ignoranz, Kalkül oder ein Versuch, die Probleme wegzuerklären. … Ein Wegwischen der Problematik«. Ein Duckmäusern auch dieses allgemeine Nichtanerkennen von Taiwan, einem Land mit 24 Millionen Einwohnern. Wird sich alles böse rächen.
   2. Das Interview mit zwei alten Schweizern, Kielholz und Blocher. Sie sagen’s sogar, der Mist mit der Personenfreizügigkeit in der EU, der die Engländer vertrieb und uns die Bettler aus Rumänien spendiert. Einfach klar. Ideal für uns Alte, die wir dergleichen denken und’s lieber nicht sagen, weil ja alle – selbst Fußballfans – jetzt getrimmte Europäer (korrekt: EUler) sind, kompromisslos Europäer. Wir Alte sind lieber still dazu, jedenfalls ich.

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PS. Minuten, nachdem ich diesen Eintrag gepostet hatte, kam schon (?) von einem Michael aus Shenzhen, China, eine englische Mail “Blogabissl,Nice day, I would really appreciate ,to discuss any advice and suggestions. Earnestly!” Das kann natürlich ein Zufall gewesen sein. Der Betreff war: “Blogabissl,Mould making/ Die-casting/ Precision stamping / Machining parts/CNC Precision Parts Manufacturing”.

25. Juli 2021

Iphone fehlerhaft – wie der Rest der Elektronikwelt – Whatsapp ohne Kamerazugriff

Also ich hab’ ein hübsches kleines Iphone SE mit dem Betriebssystem iOS 13.7. Eine rote Eins erinnert mich unentwegt daran, dass ich das Betriebssystem auffrischen sollte. Das geht aber trotz langem Laden und Warten nicht, um’s Verrecken nicht, zornig gesagt.

Hier: »Die Einstellung „In Aufnahmen speichern“ kann nicht aktiviert werden, da Whatsapp keinen Zugriff auf deine Fotos und Videos hat. Um Zugriff zu gewähren, tippe auf Einstellungen und schalte Fotos ein.« Gutes Deutsch, Technik mangelhaft. Whatsapp konnte auf garnichts zugreifen, nicht auf die Kamera, auf’s Mikrofon nicht, nichteinmal auf Apples eigenes Icloud. Dort wo eine Liste sehnsüchtiger Apps erscheinen sollte, die irgendwo zuzugreifen wünschten, standen keine einzigen Apps an. Beleidigt? In Quarantäne?
   Der entscheidende Tipp kam von einer »Butterfliege«: Ipone ausschalten (oben, macht man so gut wie nie) und wieder einschalten.

Danke, Schmetterling(in).

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