21. März 2019

Heute doch Wikipedia lesen

21.3.2109 – Lesen trotz Block
Den Boykott, den die deutsche Wikipedia veranstaltet, begrüße ich ausdrücklich. Mich stören weniger Kleinigkeiten wie Uploadfilter (die auch bei der Wikipedia nerven!).
   Das immer länger währende, vererbbare Urheberrecht wirkt sich inzwischen wie eine veritable Bücherverbrennung aus. Das wäre auf zehn Jahre zu beschränken: Wer bis dann den Welterfolg, den Bestseller oder “Block Buster” nicht hatte, der sollte aufgeben – müssen.
   Veröffentlichtes muss Gemeinschaftliches werden!
   Wenn Sie Ihren (einen) Abgeordneten in Brüssel kontaktieren wollen, so bietet die in der Wikipedia verlinkte Liste einen guten Ansatz:

http://www.europarl.europa.eu/meps/de/home 

   Insbesonders
Deutsche Abgeordnete
http://www.europarl.europa.eu/meps/de/search/advanced?name=&groupCode=&countryCode=DE&bodyType=ALL

Österreichische Abgeordnete
http://www.europarl.europa.eu/meps/http://www.europarl.europa.eu/meps/de/search/advanced?name=&groupCode=&countryCode=AT&bodyType=ALL

Südtirol
Herbert Dorfmann, SVP
http://www.europarl.europa.eu/meps/de/96787/HERBERT_DORFMANN/home

Leider zeigt sie keine elektronischen Kontakte, nur die Straßenadresse, Telefon und Fax, keine E-Mail. Europas »Digitalisierung« endet wohl bei Fax … Ich meine, das ist generell so.

Ich vermute einmal (aus dem Beispiel vom Mitglied des Europäischen Parlaments Reimer Böge, info@reimer-boege.eu, dass auch andere Abgeordnete mit dem Schema:

Info@Vorname-Name.EU

erreichbar sind. Also bitte!

Nun aber, wie versprochen, zum schwarz abgedeckten Inhalt der Wikipedia-Einträge:
Solange der geschwärzte Originalinhalt noch nicht nach fünf Sekunden durch den Aufruf ersetzt worden ist: Dort rasch mit Ctrl+A (Strg+A) alles markieren und gleich mit Ctrl+C (Strg+C) in die Zwischenablage übernehmen. Dann zum Beispiel in Word eine leere (rein weiße) Seite öffnen und mit Ctrl+V (Strg+V) den Inhalt der Zwischenablage sichtbar machen. Oder das Thema in einer anderssprachigen Wikipedia aufsuchen, ist ohnehin oft aufschlussreicher.

   Zwischenablage
Ctrl+C = copy
Ctrl+V = vielleicht kommt’s auch wieder heraus …

Link hierher http://j.mp/2UKBAvy
   = https://blogabissl.blogspot.com/2019/03/heute-doch-wikipedia-lesen.html

Worum es heute genau geht. Die NZZ zum »Leistungsschutzrecht«.

Details zum lästigen Urheberrecht
 http://blogabissl.blogspot.com/2013/10/urheberrecht-ein-brett-vor-dem-kopf.html

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Hier, damit man mir’s glaubt, das Obige lesbar, ein Screenshot aus Word: 

»Literatur«

• Ruhr 24 »Wikipedia gesperrt – das ist der Grund« 

• Basler Zeitung »Warum Wikipedia heute gesperrt ist« 

• Tagesanzeiger »Warum Wikipedia heute gesperrt ist«

• Bild »Wikipedia ist heute gesperrt« – »gesperrt« in schreienden Großbuchstaben. (Eigentlich wäre  S p e r r e n  typografisch angeasster gewesen.)

19. März 2019

Radio Beromünster und alte G’schichten

Unlängst brachte die NZZ eine Radio-Reminiszenz. Da erinnert sich »der Schriftsteller Alain Claude Sulzer an frühe Erfahrungen mit dem Radio. Als Hörspiele das Publikum in ihren Bann zogen und das Land sich in Gotthelfs Berndeutsch wiedererkannte.«
   Das schöne alte 6×6-Foto eines »Siemens Club RK 92« aus den Siebzigerjahren »zitiere« ich mal hier rechts. (Es gab noch schönere …). So spielte es (danke Zsolt Tikász):

Da stand, wie sich’s gehörte, links drauf »Berom.« (sendete 1931–2008) bei 531 kHz, Mittelwelle (Foto Mathia Calabotti?, Graz)
»Die Schweiz« kannte Großvater wohl aus dem Krieg aus Brünn, ebenso wie »Schwarzenburg« (sendete 1939–1998) auf dem Neunundveirzigmeterband (6165 kHz, Signet der SRI: Luegit vo Bärg und Tal ...). In Südtirol haben wir das dann weiter gehört, zumal das prognostizierte Wetter für die schweizer Alpensüdseite einen Tag später in Südtirol vorbeikam.
   Am Hof hatte sich Großvater eigens auf der Talseite des Hauses in den Obstbäumen eine (wohl 49 Meter lange) Antenne spannen lassen. Die Zuleitung führte über einen einfachen Blitzschutz am Fenstersims – nie nötig – zum Radio in der oberen Stube, wo wir aßen und hörten.
   Täglich lauschten wir zweimal den Nachrichten, nach dem damals noch wichtigen Zeitzeichen in den drei schweizer Landessprachen: « Au troisième top, il sera exactement … » (nicht « stop »). Es gab das »Echo der Zeit«. Da berichtete meist »Heiner Gautschi aus New York«, der sich richtig mit y schrieb, unhörbar, Gautschy, mittags hoch- und abends schweizerdeutsch, oder umgekehrt. Die Familie musste schweigen dazu. So war das meist gegen Ende des Essens.
   Hier, auf Wikipedia zu finden, berichtet er über das Kennedy-Attentat.
   Hier Heiner Gautschy hochdeutsch, im damals noch nicht üblichen Fernsehen:

Schweizerdeutsch hört man ihn in einem Gespräch mit Max Frisch.
   Zu alldem gehört die Geschichte der New York Herald Tribune am Hof (mit dem Auto damals nicht erreichbar), die Mittags etwa zu gleicher Zeit, kurz vor eins, mit den Nachbarskindern als Kurieren ankam.
    Wie manches, das uns früher wichtig war, sind inzwischen Mittel- und Kurzwellensender verschwunden, das Bankgeheimnis, die Grenzen – die Großeltern …

Nachruf der NZZ auf Heiner Gautschy

Permalink hierher: http://j.mp/2UKEFvQ
   = https://blogabissl.blogspot.com/2019/03/radio-beromunster-und-alte-gschichten.html

17. März 2019

Fahrrad Pumpe Reparatur

Bycicle Pump Repair Reparieren Fahrradpunpe Velo Reifen Luft Druck Ventil usw.

1. Einfache Pumpe, Handpumpe


Eine gewöhnliche Fahrradpumpe. Oben ist in den Griff ein kurzer Schlauch eingesteckt, im Bild schon halb herausgezogen, der zum Pumpen in das andere Ende der Pumpe eingeschrubt werden muss. Erst dann kann man den Schraubverschluss, im Bild ganz rechts, auf das Fahrradreifenventil aufschrauben. Dabei sollte man aufpassen, dass man die ganze Pumpe dabei mitdreht, statt das Schläuchchen unten ein und oben auszuschrauben …


Ob die Pumpe funktioniert? Dazu hält man sie am unteren Ende zu und pumpt. Es muss sich deutllich Druck aufbauen. Der Pumpenkolben darf nicht einfach leer hinein und hinaus gehen.
Die Pumpe pumpt nicht? Wohl lange nicht benützt? Na, dann schrauben wir sie auseinander.



Bittesehr: Da ist vorn ein Kolben aus Gummi auf den Kolben geschraubt, aus Gummi, Weichplastik, Leder, was weiß ich. Der Kolben muss Luft ansaugen, wenn man ihn herauszieht, und dicht schließen, wenn man hinein pumpt. Dazu muss die Dichtung (der Kolben) etwas elastisch sein. Liegt die Pumpe lang unbenutzt herum, wird das Ding hart und tut’s nicht mehr.




Dann fettet man’s ein wenig ein. Professionell mit dickem Fett, »Staufferfett« mit drei f, notfalls geht auch Margarine …




2. Fußpumpe

So Fußpumpen – hier von schräg vorne unten gesehen – haben am Ende der Kolben- und Röhrchenkonstruktion einen Schlauch dran, dess Ende man dann auf das Ventil klemmen kann.
   Dieser Schlauch geht gerne ab oder schließt nicht mehr dicht an der Pumpe. Dann bleibt der Druck weg beim »Pumpen«.
   Zu erkennen ist das Leck durch pfeifend entweichende Luft.
   Sicherheitshalber zieht man den Schlauch ab, hält zu, und dann muss sich Druck aufbauen.
   Man schneidet ein Stück vom vielleicht ausgeleierten oder mit der Zeit unelastisch gewordenen Schlauch ab und steckt ihn frisch auf.

Am besten hat man sich eine Schlauchschelle gekauft und klemmt den Schlauch damit ordentlich fest, siehe Bild. Die Schlauchschelle ist ganz vorne zu sehen. (Als Laie hatte ich Schlauchklemme gesagt, für den Fachmann ist das aber etwas anderes. Schlauchschellen nennt man auch Schlauchbinder, in der Schweiz meist Briden oder Schlauchbriden.)
   Man mag auch einen Kabelbinder fest herumspannen.
   Zur Not tut’s universeller Gartendraht (Bindedraht, Blumendraht, Pflanzendraht), aber festgedreht, festgezwirbelt.
   Nachher vorn zuhalten und druckprüfen.

Link hierher http://j.mp/2UFIoKV
   = https://blogabissl.blogspot.com/2019/03/fahrrad-pumpe-reparatur.html

16. März 2019

Zeitläufte – mit zwei t


Quelle Wikipedia, reversiert von mir
Zeitläufte finde ich nicht im Online-Duden. Gegoogelt findet’s sich noch beim Spiegel’schen Zwiebelfisch. Da kommentiert schon vor zehn Jahren ein 
   Carl 07.02.2009, 10:56 24336. Hyperschwurbel:
   Zitat von Gunhild Simon »Thomas Mann gebraucht es in den Josephsromanen*). Mir ist die Textstelle nur vage präsent. Jedenfalls wären die Zeitläufte nicht austauschbar gegen Zeitläufe. In dem Zusammenhang muten sie eher wie etwas Übergeordnetes, Ewiges, Nicht-Menschengemachtes an. So ähnlich empfinde ich das auch; es schwingt das Schicksalhafte mit, dem der Mensch unterworfen ist.« Als Bild schwebt mir ein großes Wassermühlenschaufelrad vor, das im ewigen Kreislauf aus dem Strom des Laufs der Dinge schöpft, sammelt und kanalisiert. (Na ja, ich geb's zu, reichlich verschwurbelt, mein Bild, aber vielleicht ahnt man, was der Verfasser uns damit sagen will...)
   Doch genauer. Hier lese ich:
»Einen kleinen Stolperstein offenbart die Frage, ob es Zeitläufe oder Zeitläufte mit ›t‹ heißen müsse. Obwohl es so klingt, als habe Friedrich der Große seine ausgemusterten Soldaten als Schulmeister auf die Dorfjugend losgelassen, heißt der Ablauf der Zeit und der Jahre hochsprachlich nach wie vor Zeitläufte. Bei -läufte handelt es sich um den Plural der heute nicht mehr gebräuchlichen Substantivbildung der Lauft (Lauf). Kluges Etymologie und der Wahrig zum Beispiel kennen nur den Plural ›Zeitläufte‹ mit ›t‹, aber der Duden wäre nicht der Duden, wenn er nicht für jede Sprachschluderei in seinen Publikationen doch noch eine Verwendung fände. Er definiert den Begriff Zeitläufe für Wettkämpfe, bei denen die Teilnehmer einzeln starten und die Reihenfolge später nach der erzielten Zeit festgestellt wird.« 
*) Denn schon Abrahm soll gesagt haben: »Jahwe el olam«, »Jahwe ist der Gott aller Zeitläufte«, trotz den Namens Jahwe Unaussprechlichkeit bei den Juden (Quelle hier). Doch das übersetzt wohl nur der wortgewaltige Thomas Mann so. Und vielleicht auch nicht. Im Online-Roman finde ich keine ›Zeitläufte«.

Peter Schmachthagen zu den Zeitläuften

Mein Gefühl: tempora labuntur tacitisque senescimus annis... hier mehr

Die Zeitläufte im Wiktionary  
• Zeitläufte im digitalen Wöterbuch der deutschen Sprache 
• Bei der Wortbedeutung brav dabei 
• Nicht im »großen Wörterbuch der deutschen Sprache«. Dort soll der Wahrig verbaut sein
• Nicht im Pons  

Link hierher http://j.mp/2Uz3KJU
   = https://blogabissl.blogspot.com/2019/03/zeitlaufte-mit-zwei-t.html

14. März 2019

Sozialneid-Statistik

Quelle: Neue Zürcher Zeitung, 13.3.2019 (internationale Ausgabe)
Nachzulesen online auf http://j.mp/2UCsBg6 =

1. Frage: «Ich fände es gerecht, wenn die Steuern für Millionäre stark erhöht würden, auch wenn ich dadurch persönlich keinen Vorteil hätte» Ja – Nein
2. Frage: «Ich wäre dafür, die Gehälter von Managern, die sehr viel verdienen, drastisch zu kürzen und das Geld an die Angestellten der Unternehmen zu verteilen, auch wenn diese dadurch vielleicht nur ein paar Euro im Monat mehr bekämen» Ja – Nein
3. Frage: «Wenn ich höre, dass ein Millionär mal durch ein riskantes Geschäft viel Geld verloren hat, denke ich: das geschieht dem recht». Ja – Nein

Sündenbockfrage: 
   «Superreiche, die immer mehr Macht wollen, sind schuld an vielen Problemen auf der Welt, etwa an Finanzkrisen oder humanitären Krisen.» (Hervorhebungen durch mich.) Ja – Nein


Permalink hierher: http://j.mp/2UIlAdm
   =  https://blogabissl.blogspot.com/2019/03/quelle-neue-zurcher-zeitung-13.html

Dazu auch etwas Dagobert Duck: http://j.mp/2JouHKb =
    http://blogabissl.blogspot.com/2008/03/reichtum.html

12. März 2019

Wetterdirekt-Wetterstation ausgefallen

Auf gute Stromversorgung achten!
 
So sehen sie aus, die Wetterstationen, oder so ungefähr. Außer der tatsächlichen Innen- und Außentemperatur zeigen sie eine Prognose für die nächsten vier Tage in der Region, in der man ist.
   Dazu empfangen sie ein terrestrisches Signal mit diesen Daten, die angeblich über Satellit an die Sender kommen, von denen die einzelnen prophetischen  Haushaltsgeräte dann zehren. Also sind Wetterstationen von Wetterdirekt.com irgendwie satellitengesteuert – nur halt höchstens indirekt.
   Bei Wetterdirekt liest sich das so: »Die Prognosen der Wetterdirekt-Stationen berechnet das Meteorologenteam von WetterOnline aus globalen Wetterdaten. Mehrmals täglich wird die Entwicklung für 50 deutsche Wetter-Regionen per Satellitentechnik über ein nationales Funknetz kostenlos und vollautomatisch auf die Station gesendet, ausführlich und immer aktuell.« (Früher waren 60 Regionen angegeben.) So weit, so gut.
   Mein erster Bericht über die Technik erschien 2007, hier. Die angezeigte Zeit kommt allerdings nicht aus Mainflingen. Hier: »Die Uhrzeit wird mit den Wetterdaten empfangen. Ein direkter DCF-Zeitzeichen-Empfang ist nicht gegeben. Durch diese Art der Zeitübertragung kann die Uhr der Wetter-Datenstation bis zu 2 Minuten von der DCF-Zeit abweichen«. Antworten auf weitere Fragen hier. Und hier ist die Betriebsanleitung. Wichtig ist nur:

Die Station kann aufgrund des lokalen Funknetzes nur in Deutschland betrieben werden.

Meine Station gab jüngst den Geist auf, als ich die Batterien wechselte, zwei dicke »Baby«-Zellen (Größe C). Es kam nur immer die Laufschrift. Sonst tat und tat sich nichts. Ich wechselte den Standort, ich ließ die Batterien eine Zeitlang draußen, nichts half. Nach ein paar Tagen waren nur die Batterien leer, und ich hatte nichts davon gehabt, sechs Euro futsch.
   Aha: Bei der anfänglichen Suche nach dem zugehörigen Sender braucht die Station viel Strom. Wenn da die Spannung zu schwach ist, dann findet die Station ihren Sender nicht.
   Ich habe die Station dann mit einem billigen Netzgerät ordentlich versorgt, und sie ging wieder, wie zuvor mitten in der Wohnung. Erfahrungsgemäß – aber wie stets ohne Haftung – schadet kurzzeitig falsche Polung nicht, da passiert halt nur nichts. Doch die Spannung sollte nicht allzuhoch sein, nominal 3 V.

Laut Bedienungsanleitung sollte die Uhrzeit nach 30 Minuten angezeigt werden. Die übertragene Uhrzeit entspricht der Genauigkeit einer normalen Quarzuhr (maximale Abweichung +/- 2 Minuten). Nach 6 Stunden sollten erstmalig Wetterdaten empfangen werden.

Gestern lief das so ab:
UHRZEITEMPFANG
Nach fünf Minuten hatte er die Zeit, zeigte sie kurz, und schaltete dann auf
WARTEN AUF EMPFANG DER WETTERDATEN
Und das dauert dann … gestern bis heute früh!
   Danach noch beim zugehörigen Außentemperaturfühler kurz eine Batterie ausklinken, dann ihm wieder Strom geben, und alles sollte wieder laufen. – Tut’s aber nicht immer. Bedienungsanleitung: »Werden die Außenwerte nicht empfangen, erscheint „- -“ auf dem Display. … Bitte beachten Sie, dass während des Erstempfangs von Wetterdaten und Uhrzeit der Außensender vorübergehend nicht empfangen wird.… Beachten Sie, dass Sie für den Neustart immer die Batterien in Sender und Empfänger innerhalb von einer Minute einlegen müssen«. Wie soll das gehen, wenn der Prozess Stunden dauert? 
   Die Geschichte ist komplizierter. Aus den FAQs: »Bitte beachten Sie hierbei, dass ein vorübergehender Verlust des Außensenders nach der Inbetriebnahme normal ist. Zum Empfang von Wetterdaten, Datum und Uhrzeit wechselt der Empfänger der Station zu einer anderen [Empgangs-]Frequenz. Erst wenn diese Daten erfolgreich empfangen wurden, erscheint die Außentemperatur wieder auf dem Display. … Ein IT-Funkaußensender lässt sich nur innerhalb von 4 ½ Stunden nach seiner Inbetriebnahme einpflegen. Ein Batteriewechsel beim Basisgerät oder auch beim Sender sollte daher immer zusammen mit einer Neuinbetriebnahme beider Geräte durchgeführt werden.« –
   Bei mir zeigte sich nicht einmal OUT --, immer einfach nur die INnentemperatur.
 
Erfahrungsgemäß: 
   Erst Gerät einschalten (Strom geben), warten, bis es nach der Uhrzeit sucht, dann Außensender einschalten (Batterie heraus und wieder hinein), danach durch Drücken von DISPLAY gucken, ob eine »Außentemperatur« (OUT) angezeigt wird (kommt gleich nach IN).

Link hierher: http://j.mp/2Uy5GlZ
   = https://blogabissl.blogspot.com/2019/03/wetterdirekt-wetterstation.html

11. März 2019

Wenn katholische Bischöfe Frauen zu Priestern weihten?

Bonn, 10.3.2019 abends in St. Remigius. Kardinal Woelki,
der neue Bonner Stadtdechant Dr. Picken,
der bislang kommissarische Dechant Kemmerling.
Siehe http://j.mp/2Uweedc – Foto Jörn
Gestern Abend sprach der Kölner Kardinal Woelki nach der feierlichen Einführung von Dr. Picken als Bonner Stadtdechant noch lang mit Besuchern, unermüdlich, danke!
   Ich fragte ihn, was denn passieren würde, wenn er einmal eine Frau zum Priester weihen würde? Er meinte, dann wäre das wohl ungültig. Ob das schon einmal passiert sei, fragte ich nach. Daverwies seine Eminenz auf geheime Weihen in der kommunistischen Tschechoslowakei. Wir haben dieses informelle, freundliche Gespräch nicht weiter vertieft. Er zeigte sich gut informiert, und ich hatte die Anregung platziert.
Inzwischen weiß ich mehr über die tschechischen Priesterinnen, jedenfalls über die Brünnerin Ludmila Javorová, deren Leben in der englischen Wikipedia beschrieben ist, samt der Problematik ihrer Priesterweihe: “The Catechism of the Catholic Church states that an ordination ceremony performed on a woman would be invalid as well as illicit” – ungültig und unerlaubt. Schon Thomas von Aquin soll das so gesehen haben. Die Weihe erhielt sie von Bischof Felix Maria Davídek.
   Die Weihe war am 28. Dezember 1970. Insgesamt sollen etwa fünf Frauen ordiniert worden sein. Javorová ist die einzige, die nachher öffentlich bekannt wurde.


Links

http://www.wir-sind-kirche.at/artikel/entstehen-ziele-und-leben-der-verborgenen-kirche-der-tschechoslowakei
»Aus einer vertrauenswürdigen Quelle 103) [›die ich ohne ihre Zustimmung nicht zitieren darf‹] wissen wir, dass der Präfekt der Glaubenskongregation, Kardinal Joseph Ratzinger [der spätere Papst Benedikt], es 2002 abgelehnt hat, den Zweig der geheimen Kirche von Davídek gerade wegen der Weihe von Frauen zu Priesterinnen und verheirateter Männer zu Bischöfen zu rehabilitieren. Und so sind heute viele ›Treuen‹ ins Abseits geraten 104).«
   Die Priesterweihen sollten ein sicherstellen, dass unter allen Umständen selbst heimliche Riten möglich bleiben Und Frauen wurden ordiniert, weil sie weniger suspekt waren als Männer.
   Die Nachfolge Christi, Lehre, Sakramente sieht die Kirche wohl als Nachfolge der Jünger Jesu – alle männlich, gelöst von ihren Familien. (Wie keusch sie waren, ist vermutlich nicht überliefert.)
 
• Roman “Out of the Depths: The Story of Ludmila Javorova, Ordained Roman Catholic Priest

Hans Küng zeichnet 2011 Ludmila Javorová aus:
http://www.wir-sind-kirche.at/sites/default/files/pr11_feier_widm_ludmila_de.pdf

• Theologisches Plädoyer für die Frauenordination aus dem Jahr 2016:
https://www.feinschwarz.net/frauenordination-notwendendes-zeichen-der-zeit/

• Zur Rolle der Frau bei Aquin

• Der römisch-katholische Katechismus zur (Priester)weihe, Absatz 1577 ff
http://www.vatican.va/archive/DEU0035/_P53.HTM

»1577 „Die heilige Weihe empfängt gültig nur ein getaufter Mann [vir]" ( [link] CICcan1024). Jesus, der Herr, hat Männer [virigewählt, um das Kollegium der zwölf Apostel zu bilden [VglMk 3,14-19; Lk 6,12-16], und die Apostel taten das gleiche, als sie Mitarbeiter wählten [Vgl. 1 Tim 3,1-13; 2 Tim 1,6; Tit 1,5-9], die ihnen in ihrer Aufgabe nachfolgen sollten [VglKlemens vRomKor. 42,4; 44,3]. Das Bischofskollegium, mit dem die Priester im Priestertum vereint sind, vergegenwärtigt das Kollegium der Zwölf bis zur Wiederkehr Christi. Die Kirche weiß sich durch diese Wahl, die der Herr selbst getroffen hat, gebunden. Darum ist es nicht möglichFrauen zu weihen [VglMD 26-27; CDFErkl. „Inter insigniores"].«
»1579 Mit Ausnahme der ständigen Diakone werden alle geweihten Amtsträger der lateinischen Kirchenormalerweise aus den gläubigen Männern gewählt, die zölibatär leben und den Willen haben, den Zölibat ›um des Himmelreiches willen‹ (Mt 19,12) beizubehalten

Da hilft keine Berufung, Frauen dürfen nicht einmal Diakone werden! Siehe auch http://j.mp/2pJxfeh.
»Wer Anzeichen wahrzunehmen glaubt, dass Gott ihn zum geweihten Dienst beruftmuss seinen Wunsch demütig der Autorität der Kirche unterbreiten, der die Verantwortung und das Recht zukommtjemanden zum Empfang der Weihen zuzulassen

• Link hierher  
   = https://blogabissl.blogspot.com/2019/03/wenn-katholische-bischofe-frauen-zu.html