20. Mai 2019

Quer-Panorama

Fotografisches.
   Moderne Kameras und Smartphones können Panoramabilder machen. Man schwenkt die Kamera, und klick-klick-klick werden mehrere Bilder gemacht und zu einem Panorama zusammengebaut. Normalerweise schwenkt man die Kamera so, waagerecht, wie man sie meist auch hält.
   Aus der Betriebsanleitung:

Soweit der Normalfall. Da bekommen Sie bei meiner Kamera Bilder von maximal 1080 Pixeln in der Höhe.
Bei Quer-Panoramen, für die Sie die Kamera nach der entsprechenden (bei mir permanenten) Panorarichtungsumstellung hochkant halten und querherüber schwenken, bekommen Sie aber maximal 1440 Pixel! (Die Maximalbreite des Panoramas bleibt bei 8000 Pixeln.)
   Hier ein Beispiel.
Der Rhein bei Bonn im maximalen Weitwinkel der Kamera
Der Rhein bei Bonn – automatisches Quer-Panorama
Quer-Panoramen zeigen sich zunächst hochkant, weil die Kamera ja so gehalten wurde. Sie müssen in der Kamera oder am PC gedreht werden – heutzutage ein Klacks.
   Sie wirken natürlicher als normale Panoramen, weil sie trotz einem weiten Aufnahmewinkel nicht so schlauchartig ausfallen.
   Noch ein paar fotografische Tipps:
• Übertreiben Sie nicht mit dem Schwenk. Es ergeben sich sonst unnatürliche Kurven – wie hier oben am Dach links oder hier unten beim rautenförmigen Rhein.
Der Rhein bei Hatzenport – von links Nord bis rechts Süd. Der Uferweg hat einen deutlichen Knick im Bild.
 • Eventuell müssen Sie noch geraderichten, damit zum Beipiel der Rhein im obigen Bild nicht von Norden (links) nach Süden (rechts) zu fleißen scheint …
Bonn. Gegenlichtblick vom
Markt in die Sterngasse
Die Karlskirche in Volders,
Inntal(autobahn)
• Sehr schön werden Überkopfbilder, etwa in Kirchen vom Altar über die Deckenbemalung bis nach hinten zur Orgel. Die Bilder haben dann freilich zwei untere Enden – die Altar- oder die Orgelseite. Mein Bruder hat sich so eine Faltkarte für Weihnachten gemacht.
• Passen Sie auf, dass keine Leute durchs Bild wandern, wie hier links. Sie erscheinen dann bestenfalls stückweise. Im Bild können Sie anhand der Störlichter links die Zahl der Teilbilder abschätzen, zirka 17.

Permalink hierher http://j.mp/2WSLtbB
 = https://blogabissl.blogspot.com/2019/05/quer-panorama.html

19. Mai 2019

URL extrahieren aus Google-Suche

Google-Suchergebnisse anklicken kann a jeder. Aber weitergeben?
   Kopiert man sich Suchergebisse von Google, so sind die doppelt »verunleserlicht«. Erstens enthalten sie allerlei Details für Google, die dann höchstens SEO-Leute interessieren. Zweitens sind sie Sonderzeichen sicherheitshalber prozentkodiert, schon aus dem horror vacui des Netzes.
   Hier ein Beispiel eines Google-Suchergebnisses:
Die spitzen <Klammern> können Sie gleich vergessen.
Nach erstens ? und danach & folgen Parameter. Was ursprünglich gesucht wurde, zeigt Google nicht mehr an, um den SEO-Leuten keine Hinweise zu geben. Uns kommt es uns nur auf den Parameter url an, nicht auf z.B. cad vorher oder usg hinterher.
   Um die Prozentkodierung wegzubekommen, gibt es zahlreiche mehr oder weniger gute Onlinetools, etwa
Dieser dencoder macht aus den obigen Salat etwas weniger hochprozentig
Hinter ted sehen Sie da immer noch zei %20 – bekanntlich Leerzeichen. 
   Um den String (die Buchstabenfolge, Buchstabenkette) ganz prozentfrei zu machen, müssen Sie die Dekodierung mehrfach (iterativ) vornehmen.
Jetzt ist die Zeichenkette ganz prozentfrei, aber immer noch kryptisch, voller Schlüssel. 
   Also habe ich keine Mühe gescheut und Ihnen eine Online-Site gefunden, die gleich sauber nur die Web-Adresse (URL-Kode) extrahiert:


Damit bekommen Sie eine ordentliche Webadresse, hier im Beispiel

also ftp://downloads.provinz.bz.it/depu_upl/Relazione%20tecnica_ted%20-%20299282-20170816-110209.pdf 

ftp ist sowas Ähnliches wie http, ftp nimmt Ihr Browser auch. Die Adresse ist jetzt klickbar (gerade wegen der verbliebenen Prozentzeichen) und führt in dem Fall zu einem öffentlich herunterladbaren Dokument der Provinz Bozen.

Noch ein Tipp: Kurzadresse! Lange Zeichenketten zerhackt E-Mail oft in meherer Zeilen, besonders in Antworten mit Referenzen, und dann gehen sie nicht mehr. Dagegen helfen Kurzadressen, etwa von bit.li. (Das Stichwort Kurzadresse kennt die deutsche Wikipedia nicht, die nennt das fachsimpelnd Kurz-URL-Dienst. Dabei hat’s Kurzadressen schon bei Telegrammen gegeben, was die deutsche Wikipedia nur als Drahtwort kennt.) – Ich hab’ mir sogar von Bit.Li den Kurzadressengenerator als Zusatz in den Browser geladen. Jedenfalls wird dann die Beispieladresse zu 

https://bit.ly/2LSO7gD

Wenn Sie diese kurze Adresse (identisch mit https://j.mp/2LSO7gD) weitergeben, so wird die garantiert nicht zerstückelt. Nur leider lesen alle Mailsysteme Ihre Post und deklarieren meistens Kurzadressen zu gefährlicher Spam; Ihre Mail kommt dann gar nicht an. Verstecken Sie die Kurzadresse vor dieser übergriffigen »künstlichen Intelligenz« und schreiben Sie menschlich lesbar zum Beispiel »https://j und dann PunktMP/2LSO7gD«. 
   Nur Whatsapp mag Kurzadressen, löst sie sogar etwas auf. Vorbildlich.


Permalink hierher: http://j.mp/2WUX1eG
 = https://blogabissl.blogspot.com/2019/05/urlextrahieren-aus-google-suche.html


Links für SEOs
https://moz.com/blog/decoding-googles-referral-string-or-how-i-survived-secure-search
https://meyerweb.com/eric/tools/dencoder 

Die langen Links sind als Bilder eingefügt, weil sie sonst den Blog-Kode stören.

16. Mai 2019

Versuche der Aktivitätenverfolgung blockiert


»Versuche der Aktivitätenverfolgung blockiert«, das zeigt einem hier der Firefox mit einem Wappen im der URL-Adresszeile. Lässt man den Mauszeiger über dem Wappen, so erscheint diese anonyme Erklärung in gelben Feld, wie hier zu sehen.
   Leider haben sich alle Programme angewöhnt zwischenzurufen, ohne einen wissen zu lassen, wer sie sind.
   Das Warn-Wappen stammt von Kaspersky, wie hier nachzulesen. Typische Gschaftlhuberei eines inzwischen eher unnötigen Programms, das schwer und teuer ist: »Papa, ich tu doch was!«
   Wieso Kaspersky meint, ich, der Joern.De, tät’ da »Aktivitäten« (Mehrzahl von Aktivität, Anm. des Gschaftlhubers) verfolgen, ist mir schleierhaft. Meine Site stammt aus dem vorigen Jahrtausend (1996), die Seite TCM.htm ist mit dem Editor handkodiert in HTML. Ich könnte mir höchstens denken, dass eine möglicherweise eingeblendete Reklame da was »verfolgt«, bin aber zu faul, die Anzeigemöglichkeit wieder herauszunehmen, die ich da einmal versuchsweise einkodiert hatte.
   Künstliche Intelligenz soll’s Maul halten!
   Demnächst erfinde ich einen Hammer, der vor jedem Schlag ausruft: »Warnung. Es könnte ein Finger getroffen werden! Bitte bestätigen Sie durch Eintauchen des Hammers in ein Netz, dass Sie die Daumenschutzhinweise im Internet gelesen haben«.

Permalink hierher http://j.mp/2WJPZsN
   = https://blogabissl.blogspot.com/2019/05/versuche-der-aktivitatenverfolgung.html

Ähnlich die Ansage »Diese Seite nicht für Mobilgeräte optimiert« oder übergriffige Spamfilter
  

Angeberin »künstliche Intelligenz«

In der Wikipedia kommt künstliche Intelligenz wenigstens noch bescheiden kleingeschrieben vor, also das Künstliche daran, hier »künstliche«, als Eigenschaftswort. Aber schon die Bundesregierung gibt an mit großgeschriebener »Künstlicher Intelligenz« an, etwa hier.  Unsere Bundeskanzlerin spricht sogar ganz groß davon: »Deutschland und Europa müssen in Zukunft führender Standort für Künstliche Intelligenz sein«, sagte sie schon am 13. November 2018 in ihrem Interview mit T-Online. Das haben wir jetzt davon!
   Schlimmer als die verbale Protzerei ist die faktische Überheblichkeit, das Besserwissen, nachgerade arrogant – in den Anwendungen, die längst schon laufen. Für mich ist ja schon ein Excel-Rechenblatt ein Stück künstlicher Intelligenz oder Googles Suche durch Indizierung.
  Bleiben wir bei Google und kommen wir zur konkreten Kritik.
• Unverschlüsselte Internet-Adressen (http statt https) werden populistisch als »unsicher« gekennzeichnet, als seien’s baufällige Ruinen,
• Uralte Web-Seiten ohne vorgegebenes Layout – das man macht heutzutage, um Platz für Google-Werbung zu lassen! – werden als »nicht für Mobilgeräte optimiert« gekennzeichnet, Beipiel

Deine Seite ist nicht für Mobilgeräte optimiert.

Ein absoluter Unsinn. Man sehe sich diese Seite einmal mit dem Handy an.
• Auf fast jeder Website wird erst einmal vor Cookies gewarnt. Es gibt dagegen mehr oder wenige Browser-Zusätze. Aber das Ganze ist doch Quatsch. Jeder »drückt’s weg«, weil er am Seiteninhalt interessiert ist. Bei Chrome siehe oben das Dreipunkt-Menü, dann Einstellungen, ganz unten Erweitert, »Datenschutz und Sicherheit«, wieder fast ganz unten Inhaltseinstellungen, .
Klicken Sie auf Cookies, dort »Alle Cookies und Websitedaten anzeigen« (oder direkt zu chrome://settings/siteData). Scrollt man sich hinunter zu Google, so zeigt allein Google.De (bei mir) ihrer 13 und eine Kanal-ID, die alle wieder mehrere Inhalte haben, und so weiter. Zu meiner alsten Homepage Joern.De zeigt er nichts (fälschlicherweise übrigens). Kümmert keinen.
• Wechsel zu einer anderen künstlichen Intelligenz, zu Google-Mail. Was da für Mails abgelehnt werden mit fadenscheinigen Vermutungen, geht auf keine Kuhhaut, und bringt massiv Ärger und Mehrarbeit. Gerade Spam drückt man doch mit freiem Auge leicht weg oder ignoriert’s einfach. Meine E-Mail-Adresse ist bekannt wie der sprichwörtliche bunte Hund, lang seit dem vorigen Jahrhundert, und ich lasse Mist einfach links liegen, selbst wenn kein kunstvoller Spamfilter ausweiden tät’, eben z.B. ein personalisierter »Nothilfe-Aufruf! Jemen: entsetzliche Katastrophe für Kinder« von »GMX hilft UNICEF [mailings@mailings.gmx.net]« – Wer kann schon wissen, dass ich (hartherzig) Unicef und andere Nichtregierungsorganisationen für hauptsächlich an der Vergrößerung ihres Umsatzes interessierte Organisationen halte, nicht an der Lösung und Auflösung von Lagern. Das aber gehört hier nicht dazu.

Permalink hierher http://j.mp/2WSQYHz
 =  https://blogabissl.blogspot.com/2019/05/angeberin-kunstliche-intelligenz.html

13. Mai 2019

Blackberry word/character replacement/substitution

You can make your own shortcuts. Step by step:
   Settings (Einstellungen, Systemeinstellungen)
   Language and Entries (Sprache und Eingabe)
      Keyboard, Spell Check, Suggestions 
      (Tastatur, Rechtschreibprü., Vorschläge)
   Key-in Help and Corrections (Eingabehilfe und Korrektur)
   Wortersetzung (Word Replacement)
Please note that it’s a word replacement, and not just a character replacemnt, that you are about to set up. A word is always something separated, by a punctuation mark, a space, or else. This is why you must have blanks before and after your “shortkeys”. Just character sequences within words will not be processed, sorry. That’s the priviledge of the word guessing software; they were in the box long before you came. If you write Jo€rn, Blackberry’s parser will not “bite”, if you write J o€ , separated, it will.
   The following is taken from my German blog, and changed into English. Therefore I may not get all English commands right.  
• Word Replacements for Umlauts
    OK, you get a choice of umlauts when you hold on to a key like o a little longer than usual: O, ò, ó, ô, õ, ö, œ or ø. The selection you will then have to do by finger. For frequent use of umlauts that’s too much to do.
   So I suggest to custom make a replacement from o just to ö, without having to leave the keys.
   That’s how, in a German Blackberry Q 10:



The first A€ (when entered as a word, i.e. blank, A, €, another blank) will give you an Ä. Then the a€ gives ä and so on. 
   The strange %b and %B control the blanks:
%b means move back one character, typically the one that you left blank, so as to tell the system that you’ll enter a word.
%B means that the blank after the umlaut will be taken out. So don’t forget the one blank before the closing ".  
   Here are my suggestions for writing in German:
   " a€ " to "ä", enter %ba%B
   " A€ " to "Ä", enter %bA%B
   " o€ " to "ö", enter %bö%B
   " O€ " to "Ö", enter %bÖ%B 
   " u€ " to "ü", enter %bü%B
   " U€ " to "Ü", enter %bÜ%B
   " u€ " to "ü", enter %bü%B
(  " s€ " to "ß", enter %bß%B – if you find a ß at all … . And forget the brand new capital ẞ, made only for the German id cards where names are spelt all in capitals.)
   " S€ " to "Š", enter %bŠ%B,  S with háček as in Škoda.

Personally I like “french” apostrophes; they are ok here too. You might get yoursef the correct „German“ or “English” quotation marks. Or get the correct, slanted apostophe (’), instead auf the (") second and or ' minute sign. A tenth of a percent (%) might be another candidate (‰). – If you want them on the PC keyboard, read my suggestion on blogabissl.blogspot.com/2013/09/tastaturtreiber-andern-ab-windows-vista.html .

Permalink to here: http://j.mp/2WNYiDZ
   = https://blogabissl.blogspot.com/2019/05/blackberry-wordcharacter.html

Follows excerpts from my old German Blog as mentioned:

Jetzt noch meine geschätzten »französischen« Anführungszeichen, zu merken als aa, Anführungszeichen auf, und az, Anführungszeichen zu. Wer mag, kann unter sich unter " sig " auch noch extra eine Signatur einrichten; normalerweise wird die aber gleich automatisch gemacht, siehe oben.

   " Aa€ " zu "»" über »%B (d.h. die Leerstelle davor ausnahmsweise belassen) 
   " aa€ " zu "»" wie oben, auf alle Fälle 
   " az€ " zu  "«" über %b«%B

Bitte ordentlich testen – ich vertippe mich immer beim Einrichten dieser Kürzel oder vergesse welche. Aufpassen auch auf »Immer diese Großschreibung verwenden«.

Hier z.B. der Befehl durch Tippen von leer, a, Euro, leer ein glattes ä zu bekommen:
»Wenn der im zweiten Feld eingegebene Text
dem Text im ersten Feld entspricht, wird der
Text im ersten Feld automatisch durch den 
Text im zweiten Feld ersetzt.«
– Verstehen Sie das? 

Der – etwas längere – Gedankenstrich und der Streckstrich

   Den »Halbgeviertstrich« (am. em dash, weil wie ein m lang) gibt’s nicht im Blackberry. Hier wurde ich fündig. Aber Achtung: Im Nur-Text-Modus verschluckt mein Q10 Sonderzeichen wie diese! 
   Man schickt sich eine HTML-Mail (nicht »nur Text«!) mit einem Gedankenstrich zwischen Buchstaben, z.B. AA–BB, liest das im Blackberry, und kopiert sich das in die Wortersetzung für zwei aufeinanderfolgende Bindestriche --. 
   Hier sieht man übrigens auch, wie auf Smartphones Copy-Paste geht: Man drückt länger auf eine zu kopierende Stelle, und wenn man den Finger löslässt, und man Glück hat, so ist ein Bereich, ein Wortteil oder mehr blau markiert zwischen Bommeln. Die kann man dann noch etwas verschieben, vor allem (natürlich unsichtbar) über das Zwei-Blätter-Symbol in die Zwischenablage kopieren. Am Ziel Einfügen tut man’s wieder mit längerem Halten der Stelle und Loslassen. Mit <× löscht man einen Buchstaben vor dem Cursor. Hat man zugleich alt gedrückt, so verschindet der Buchstabe nach dem Cursor. Wie üblich.
    " -- " wird zu "–" – Die Leerstellen lässt man drin, kein %b, außer man schreibt vornehmes Englisch.

   " --- " zu "—" über %b—%B
Drei Bindestriche kann man so zum Streckstrich machen. (Wie das schick auf einer PC-Tastatur geht, siehe meine Sondertastatur.)
   Ich hab’ mir noch zugefügt

   " ' " zu "’" mit %b’%B" für den gekrümmten Apostroph und
   " +€ " zu "†" mit %b†%B 

Weitere Zeichen, markiert durch ein nachfolgenes €-Zeichen, mag man sich nach Bedarf dazubauen.


• Jetzt zu Whatsapp
 
Eingabehilfe und Korrektur
  

Wortersetzung für Umlaute
   Umlaute und Sonderzeichen bekommt man bei Smartphones bekanntlich durch langes Drücken auf die Basistaste, also auf u, a, o oder s (fürs ß). Aus dem Pop-up wählt man das Gefällige. Das geht ganz gut. Trotzdem ein weiterer Weg ohne Verlassen der Tastatur.

Ich hatte vor bald 15 Jahren viel mit dem Blackberry gespielt und vorgeschlagen, Eingabe von z.B. " oe " (leer, o, e, leer) in "ö" zu wandeln, was viele übernommen haben. Es beruht auf »Wortersetzung«. Und weil Wortersetzung keine Buchstabenersetzung ist, geht das nach wie vor nur, wenn das »Wort« vorne mit einer Leerstelle beginnt und hinten mit einer abschließt. Ich schlage jetzt ein ähnliches Verfahren vor, das mit einem Zeichen weniger auskommt. Der Trick dabei ist, dass direkt vor dem Euro-Zeichen normalerweise kein Buchstabe vorkommt. ( 
%b sagt: ein Buchstabe zurück, und löscht das vordere Leerzeichen, das ma ja hatte eingeben müssen, um die Zeichenfolge zum »Wort« werden zu lassen. %B heißt: Das Leerzeichen hinten wegmachen. Das Prozentzeichen bekommt man über die Taste sym. die Umlaute, wie gesagt, nach längerem Drücken auf a usw., zunächst Kleinbuchstaben, dann bei noch längerem Drücken die großen.)
    Unter Systemeinstellungen, Sprache und Eingabe, Eingabehilfe und Korrektur, Wortersetzung

   " a€ " zu "ä", dazu eingeben %ba%B
   " A€ " zu "Ä", dazu eingeben %bA%B
   " o€ " zu "Ö" über %bö%B
   " O€ " zu "Ö" über %bÖ%B 
   " u€ " zu "ü" mit %bü%B
   " U€ " zu "Ü" mit %bÜ%B
   " u€ " zu "ü" mit %bü%B
   " s€ " zu "ß" mit %bß%B (Das neue große ẞ, eh ein Krampf, hat Blackberry nicht.)
   " S€ " zu "Š", also S mit Hatschek wie in Škoda.

Jetzt noch meine geschätzten »französischen« Anführungszeichen, zu merken als aa, Anführungszeichen auf, und az, Anführungszeichen zu. Wer mag, kann unter sich unter " sig " auch noch extra eine Signatur einrichten; normalerweise wird die aber gleich automatisch gemacht, siehe oben.

   " Aa€ " zu "»" über »%B (d.h. die Leerstelle davor ausnahmsweise belassen) 
   " aa€ " zu "»" wie oben, auf alle Fälle 
   " az€ " zu  "«" über %b«%B

Bitte ordentlich testen – ich vertippe mich immer beim Einrichten dieser Kürzel oder vergesse welche. Aufpassen auch auf »Immer diese Großschreibung verwenden«.

Hier z.B. der Befehl durch Tippen von leer, a, Euro, leer ein glattes ä zu bekommen:
»Wenn der im zweiten Feld eingegebene Text
dem Text im ersten Feld entspricht, wird der
Text im ersten Feld automatisch durch den 
Text im zweiten Feld ersetzt.«
– Verstehen Sie das? 

Der – etwas längere – Gedankenstrich und der Streckstrich

   Den »Halbgeviertstrich« (am. em dash, weil wie ein m lang) gibt’s nicht im Blackberry. Hier wurde ich fündig. Aber Achtung: Im Nur-Text-Modus verschluckt mein Q10 Sonderzeichen wie diese! 
   Man schickt sich eine HTML-Mail (nicht »nur Text«!) mit einem Gedankenstrich zwischen Buchstaben, z.B. AA–BB, liest das im Blackberry, und kopiert sich das in die Wortersetzung für zwei aufeinanderfolgende Bindestriche --. 
   Hier sieht man übrigens auch, wie auf Smartphones Copy-Paste geht: Man drückt länger auf eine zu kopierende Stelle, und wenn man den Finger löslässt, und man Glück hat, so ist ein Bereich, ein Wortteil oder mehr blau markiert zwischen Bommeln. Die kann man dann noch etwas verschieben, vor allem (natürlich unsichtbar) über das Zwei-Blätter-Symbol in die Zwischenablage kopieren. Am Ziel Einfügen tut man’s wieder mit längerem Halten der Stelle und Loslassen. Mit <× löscht man einen Buchstaben vor dem Cursor. Hat man zugleich alt gedrückt, so verschindet der Buchstabe nach dem Cursor. Wie üblich.
    " -- " wird zu "–" – Die Leerstellen lässt man drin, kein %b, außer man schreibt vornehmes Englisch.

   " --- " zu "—" über %b—%B
Drei Bindestriche kann man so zum Streckstrich machen. (Wie das schick auf einer PC-Tastatur geht, siehe meine Sondertastatur.)
   Ich hab’ mir noch zugefügt

   " ' " zu "’" mit %b’%B" für den gekrümmten Apostroph und
   " +€ " zu "†" mit %b†%B 

Weitere Zeichen, markiert durch ein nachfolgenes €-Zeichen, mag man sich nach Bedarf dazubauen.


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6. Mai 2019

Europawahl-Sprüche

Frau Dr. Barley ist seit dem 14. März 2018
Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz.
Nichts gegen die SPD. Die Argumente für »Europa« sind überall so sinnenthaltsam:
   SPD: »Kommt zusammen für Europa!« –  Wer? Wo? Wann? Vor allem: wozu?
   SPD: »Europa ist die Antwort« – Auf was? Was war denn die Frage bitte? EuropaistdieAntwort, mit oder ohne Hashtag (#, vormals Raute, Lattenzaun).
   SPD: »Nur wenn Sie Martin Schulz und die SPD wählen, kann ein Deutscher Präsident der EU-Kommission werden.« – Endlich was Klares, kein Fake News, just Old News: Der Spruch stammt aus dem Jahr 2014, siehe Stern. Da waren nationale Interessen (»ein Deutscher«) noch erlaubt und nicht als -istisch verrufen. Noch heute sind die Kandidaten nur national wählbar, was sich vielleicht bis zur nächsten Wahl ändern wird.
   Die Grünen: »Kommt, wir bauen das neue Europa!«, »Freiheit, Gleichheit, Schwesterlichkeit!«, »Eine mutige Gesellschaft lässt sich keine Angst machen!« und andere wie: »Europa. Die beste Idee, die Europa je hatte«, taubenumflattert.
   FDP: »Für ein besseres Europa – mit Leidenschaft und Argumenten«, rechts im Bild. Doch was soll da besser werden? Substanz fehlt, und da hilft uns keine Leidenschaft: Impotenz. Egal, selbst die FDP gibt zu: »Lebe wie du willst!« – Da kann ich leidenschaftlicher Kommakorrektor nur notieren: »Schreibe, wie du magst!« – ob zurecht so oder nicht zu Recht.
   Die Linke: »Europa nur solidarisch«. Aha. Wir wissen zwar nicht, wo wir hinwollen, dafür aber alle.
   Die Piraten: »EU 19«.
   »Die ›Partei‹ präsentiert: Sonneborn Semsrott – für Europa reicht’s«, 45-Minuten-Video. Am 7. Mai schon knapp 1500 Kommentare, u.a. von Wrzlbrmpf. Reicht also wohl bis nach Bayern.
   CDU: »Friede ist nicht selbstverständlich.«, und direkt für den Kandidaten Manfred Weber: »The power of WE«. Of West-Europa? Manfred am Kopf stehend, so wird sein Manfred-M zum W? Dazu sagt Joachim Frank im Deutschlandfunk: »Was will Europa? Was soll Europa? Und was wollen die Europäer? Vier Wochen vor der nächsten Wahl zum Europäischen Parlament scheint niemand das auf befriedigende Weise sagen zu können. Es gibt nicht das ›Wir-Gefühl‹, das die Union mit ihrem seltsamen Slogan ›The Power of WE‹ beschwört«.
   AfD: »Am 26.5. Max Muster wählen! Aus Liebe zu Deutschland«.
   Hier rechts im SPD-Bild noch eine klare Aussage: »Die EU macht es möglich, in jedem EU-Staat zu leben und zu arbeiten«. – Als ob das nicht schon früher möglich gewesen wäre. Bevor man sich wo niederließ, musste man allerdings ein Visum beantragen. Wenn einen dort dann keiner wollte, und man kein Visum bekam, ging’s nicht. Für mich ist genau das das Hauptproblem der EU: Dass jeder ungefragt überallhin umziehen kann. Und dass die EU ihre Bürger nie gefragt hat, ob sie diese Freiheit nicht nur haben möchten, sondern auch zugestehen.
   Den von mir im Bild korrigierten Rechtschreibfehler dürfen Sie bitte im Original suchen gehen. Hier darf jeder falsch schreiben. Das wär’ auch so ein Spruch.

http://www.europarl.europa.eu/germany/de/europa-und-europawahlen/europawahl-2019

Link hierher: http://j.mp/2DRUs5E
 = https://blogabissl.blogspot.com/2019/05/europawahl-spruche.html

Siehe auch
• »Deutschland, deine Grenze«
  https://blogabissl.blogspot.com/2018/06/deutschland-deine-grenze.html
• »Ich bin ein Schengener«
  http://blogabissl.blogspot.com/2016/06/ich-bin-ein-schengener.html
• »Herr Sonneborn geht nach Brüssel« – http://j.mp/2WKVrvR = https://www.literaturcafe.de/martin-sonneborn-in-bruessel-die-optimale-vorbereitung-zur-europawahl/?pk_campaign=feed&pk_kwd=martin-sonneborn-in-bruessel-die-optimale-vorbereitung-zur-europawahl – Gut zu lesen, harmvoller Horror.
http://blogabissl.blogspot.com/2015/09/migration.html 
• Wahlen nach dem Krieg in Sarnthein, aus der Wochenschau:
   https://www.filmothek.bundesarchiv.de/video/583585?q=Sarntal <https://www.filmothek.bundesarchiv.de/video/583585?q=Sarntal etwa ab Minute 3.08
i europee, gli italiani se ne fregano (o quasi) | Sondaggio oggi elezioni europee 2019
Elezioni europee, gli italiani se ne fregano (o quasi). Più di 6 italiani su 10 non conoscono i candidati nella propria circoscrizione. E c’è un numero altissimo di potenziali astensionisti.


Potrebbe interessarti: http://www.today.it/politica/elezioni/europee-2019/sondaggio-oggi-voto-italiani.html
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Die deutsch-europäischen Wahlzettel sind durch das Auflisten der einzelnen Kandidaten ellenlang. In Österreich kommen die Listen separat auf einem vierseitigen, kleingedruckten Beiblatt. So wählt man sparsam und übersichtlich auf nur einer Seite, hier rechts.
   Die Argumente scheinen mir ähnlich »zusammen« zu fallen. Im Bild links SPÖ-Kandidaten mit gemeinsdamer Handhaltung. Schon Qualtinger sang nach dem g’sungenen Kauf eines Motorrads: »I hob zwoar ka Ohnung wo i hinfoahr, aber dafür bin i gschwinder duat.«
In Südtirol, bekanntlich Italien, ist die Geschichte komplizierter. Gender gilt da schon mit.
   Die Landesverwaltung erklärt: »Wie wählen wir?«
»Auf dem Wahlzettel wird die bevorzugte Liste angekreuzt. Es können drei Vorzugsstimmen vergeben werden, davon muss eine jeweils dem anderen Geschlecht zugewiesen werden, ansonsten wird die dritte Vorzugsstimme annulliert. Neben dem angekreuzten Listenzeichen muss der Nachname, bei Namensgleichheit auch der Vorname, des Vorzugskandidaten geschrieben werden.
   Bürger aus dem EU-Ausland können in der Wohnsitzgemeinde wählen, wenn sie in die Wahlliste der jeweiligen Gemeinde eingetragen sind. Die Eintragung erfolgt über das Wahlamt der Gemeinden. Italienische Staatsbürger, die im Ausland leben, können in der Gemeinde in Italien wählen, in deren Wahlliste sie eingetragen sind.
    Zu den Wahlen in Südtirol
Nach Artikel 12 des italienischen Wahlgesetzes zu den Europawahlen können sich Minderheitsparteien einer national antretenden Partei anschließen. Gemäß Artikel 22 ist einer Minderheitspartei ein Sitz garantiert, wenn ihr Kandidat mindestens 50.000 Stimmen erhält. Für Minderheitenparteien darf nur eine Vorzugsstimme gegeben werden.«
   Wie immer ist Kritik möglich: »Die derzeitige Minderheitenregelung ist auf die SVP [Südtiroler Volkspartei mit einem EU-Sitz] maßgeschneidert und macht es anderen Parteien schwer, ins europäische Parlament einzuziehen.« 
Aus der Broschüre »Europa•Wahl 2019 Wichtige Informationen in Leichter Sprache.«
von »People First Südtirol«.

»Kleingedrucktes« – Besonderheiten, mitgeteilt vom »Europäischen Parlament«. Dort auch anschauliche Infografiken (die allerdings Großbritannien nicht berücksichtigen).
Fünf Wahlbezirke in Italien (Quelle)
   In den meisten Mitgliedstaaten bildet das nationale Hoheitsgebiet für die Europawahl einen einzigen Wahlbezirk; einige Mitgliedstaaten unterteilen ihr Hoheitsgebiet jedoch in mehrere Wahlbezirke. Zu diesen gehören BE, IE, IT, PL. 
   In einigen Mitgliedstaaten können die Wähler lediglich für eine Liste stimmen und haben keine Möglichkeit, die Reihenfolge der Kandidaten auf der Liste zu ändern (geschlossene Liste). In anderen Mitgliedstaaten hingegen können sie einem oder mehreren Kandidaten bevorzugt Stimmen geben (Wahl mit Vorzugsstimmen). Je nachdem wie frei die Wähler bei der Abgabe ihrer Vorzugsstimme sind, unterscheidet man zwischen halboffenen Listen, bei denen die Wähler die Reihung eines oder aller Kandidaten auf einer einzigen ausgewählten Liste ändern können, und offenen Listen, bei denen die Wähler für Kandidaten von unterschiedlichen Listen stimmen können. Manche Mitgliedstaaten verwenden keine Listen, sondern übertragbare Einzelstimmen. Bei diesem Verfahren verfügt der Wähler über eine Stimme, er kann jedoch die von ihm bevorzugte Reihenfolge der Kandidaten angeben und ihnen die entsprechenden Plätze zuordnen. Um gewählt zu werden, muss ein Kandidat eine Mindestzahl an Stimmen erhalten.
   Sperrklausel, Hürde, Schwelle, Mindestprozentsatz von Stimmen. Am 11. November 2015 nahm das Europäische Parlament eine Entschließung an, der ein legislativer Initiativbericht über die Reform des Wahlrechts der EU zugrunde lag. Unter den Änderungen war auch eine Maßnahme zu Schwellen.
Ausgehend von der Initiative des Parlaments legte der Rat einen geänderten Vorschlag für einen Beschluss vor, dem das Parlament am 4. Juli 2018 zustimmte. Nach der Zustimmung des Parlaments erließ der Rat am 13. Juli 2018 seinen Beschluss. Die neuen Bestimmungen sehen in bestimmten Fällen eine obligatorische Schwelle für die Vergabe von Sitzen vor. Diese Schwelle darf auf nationaler Ebene nicht mehr als 5 % der abgegebenen gültigen Stimmen betragen. Außerdem legen die Mitgliedstaaten, in denen eine Listenwahl stattfindet, für Wahlbezirke, in denen es mehr als 35 Sitze gibt, eine Mindestschwelle für die Sitzvergabe fest. Diese Schwelle darf nicht weniger als 2 % und nicht mehr als 5 % der abgegebenen gültigen Stimmen in dem betreffenden Wahlbezirk, einschließlich eines einen einzigen Wahlbezirk bildenden Mitgliedstaats betragen. In der Praxis betrifft diese Bestimmung nur die größten Mitgliedstaaten. Die Mitgliedstaaten müssen dieser Vorschrift spätestens bei der Wahl zum EP im Jahr 2024 nachkommen.
   Anmerkung: In Deutschland gibt es derzeit [2019] keine Sperrklausel, weil das deutsche Bundesverfassungsgericht 2014 entschied, dass die Sperrklausel von 3 % nicht verfassungsgerecht sei.
   Alter. Das Mindestalter für das aktive und das passive Wahlrecht bei der Europawahl ist im nationalen Recht festgelegt. Die Altersgrenze für das aktive Wahlrecht liegt in allen Mitgliedstaaten außer Österreich, wo das Wahlalter 16 Jahre beträgt, bei 18 Jahren. Beim Mindestalter für das passive Wahlrecht bei der Europawahl gibt es beträchtliche Unterschiede, bei einer Spanne von 18 bis 25 Jahren.
Alle zwei Monate ein neues Programm – Alles andere ist Zirkus!
Kein Europa-Plakat, schade

2. Mai 2019

Der Gartentisch steht schief – absichtlich

Klappbares Verlängerungsstück am Gartentischbein
Zwei nebeneinanderstehende Beine des Gartentisches stehen auf einem klappbaren Verlängerungsstück.
   Dann rinnt das Regenwasser vom schrägstehenden Tisch gut ab.
   Klappt man das Verlängerungsstück weg, so bekommt man den normalen, waagrechten Gartentisch.
   Mai genießen!

Link zu diesem Tipp: http://j.mp/2Wl0WRs
 = https://blogabissl.blogspot.com/2019/05/der-gartentisch-steht-schife-absichtlich.html

27. April 2019

Kein Strom im Zimmer. Keine Ursache? – gelöst!

In der Küche war der Strom ausgefallen – blöd, wegen der Kühlschränke und überhaupt. Sicherung war keine herausgesprungen, die Fehlstromsicherung auch nicht. Ich (alter Dipl.-Ing. der Nachrichtentechnik) bin einfach nicht draufgekommen, wo der Fehler liegt. Im Wohnzimmer daneben und überhaupt ging sonst eigentlich alles. Ja, später, in der Früh beim Duschen kam über den Durchlauferhitzer nur lauwarmes Wasser.
   Also: partieller Stromausfall ohne sichtbare Ursache.
Unser Hauselektriker hat’s dann (peinlich, peinlich) am nächsten Tag minutenschnell gefunden, mit seinem roten Prüfgerät. Auch ein paar andere Stromkreise im Sicherungskasten der Wohnung waren ohne Spannung, was wir aber nicht bemerkt oder bedacht hatten. Eine Phase fehlte! Wir also in den Keller zur Hauptsicherung. Zu sehen war nichts, das bunte Köpfchen, das bei einer durchgeschmolzenen Sicherung herausfallen soll, war dringeblieben.
Hauptsicherungen im Keller.
Runde »D-Sicherungen« (ab 1909), immer drei, eine je Phase,
rechts drei moderne Sicherungsautomaten (»Leistungsschutzschalter«)

Eine »geflogene« 35-A-Hauptsicherung (Schmelzsicherung),
mit abgesprungenem »farbigen Kennmelder«,
der sonst anzeigt, dass die Sicherung noch Strom leitet.
Der eigentliche dünne Sicherungsdraht ist von Sand umgeben, zur Kühlung oder damit er nicht durchhängt und -brennt, und da bleibt er dann hängen, trotz Spiralfeder zum Auswurf wenn gerissen. Das schöne Blättchen fällt oft nicht raus.
   35 Ampere sind bei unseren 230 Volt übrigens 35 A × 230 V = 8850 Watt, also ganz ordentlich viel.
Diese Sicherung ist noch intakt, höchstwahrscheinlich. Das Plättchen sitzt noch drin.
Gut zu sehen ist, dass unten der Durchmesser der 50-A-Sicherung dicker ist
als der von der 35-A-Sicherung oben. So passt eine 35-A-Sicherung in einen 50-A-Halter,
nicht aber umgekehrt eine 50-A-Sicherung in ein nur für 35 A ausgelegtes Gehäuse.
In Indien und England
noch gebräuchliche
Schmelzsicherungsersatzdrähte,
“fuse wires” für den Haus-
gebrauch in “rewireable fuses”,
angeblich normal Kupfer,
schnell Silber
Es empfiehlt sich nicht, Schmelzsicherungen durch Lamettastreifen oder eine entsprechend schmal zugeschnittene Alufolie zu ersetzen. Ich hab’ noch keine Berechnung gefunden, wie breit die denn je zehn Ampere sein müsste. Man darf auf https://www.mikrocontroller.net/topic/414042 weiterlesen. Die Gefahr ist vor allem, dass es ja einen Grund gehabt haben muss, dass die Sicherung herausflog. Wenn die Ursache nicht beseitigt ist, spielt die vielleicht dann selbst »Schmelzsicherung« und zündet dabei ’s Haus an. Ernsthaft siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Schmelzsicherung#Reparable_Sicherungen.
   Normale Kabelbrände verlaufen so: Die Verbindung zwischen zwei Leitungen, die widerstandslos verbunden sein sollen, etwa bei einem Verlängerungskabel, in einem Stecker, oben in der Wand in einem Leitungsverteiler, beim Lichtschalter, oder in einem oft geknickten, »müden« Kabel entsteht so langsam ein Übergangswiderstand. Fließt darüber zuviel Strom, von einem Heizlüfter »gezogen« zum Beispiel, so wird die dünne Stelle heiß, sie beginnt zu glühen, der Draht wird noch dünner, zundert. Ein selbst sich verstärkender Prozess, der mit einer Leitungstrennung – oder mit Feuer endet. Genug dazu.
   Die alten, runden Schmelzsicherungen haben ursprünglich eine runde Abdeckscheibe aus Glas, damit man sich auf keinen Fall elektrisieren kann, nicht einmal mit den spitzesten Fingern. Oft fehlen die kleinen, runden Scheiben. Das macht nichts aus für die Funktion.
So vorbildhaft: Alle drei Sicherungseinschrauber mit Schutzgläschen,
Sprengring-gehalten. Drin die Sicherungen mit farbig sichtbarem »Kennmelder«.
 


Und so ist’s weniger schön:
Nur die mittlere Sicherung hat noch ihr Gläschen. Alles auf
https://de.wikipedia.org/wiki/Schmelzsicherung#D-System_(DIAZED)
bestens beschrieben bis zur genormten Farbe der Plättchen.
Die eigentliche Ursache, warum die Sicherung »herausgeflogen« war, habe ich übrigens nie gefunden, nicht im Haushalt, vielleicht aber bei der Sicherung selbst: Schmelzsicherungen altern. Hier meint ein Z., dass Schmelzsicherungen altern, vielleicht auch nicht richtig festgeschraubt sind. Und hier wird hochwissenschaftlich erörtert, warum Sicherungen durch innere Tropfenbildung schrumpfen können. Das hilft alles nicht.

Links:

Moderner »Leistungsschutzschalter« vulgo Sicherungsautomat (seit 1924)
https://de.wikipedia.org/wiki/Leitungsschutzschalterhttps://de.wikipedia.org/wiki/Leitungsschutzschalter – Vorteil: schmilzt nicht, ist mit einem Griff wieder eingeschaltet. Oben: ein; unten: »herausgeflogen«, aus. Sieht man gleich.

Klassische Schmelzsicherung (seit 1909)
https://de.wikipedia.org/wiki/Schmelzsicherung#D-System_(DIAZED)
Diazed steht für »diametrisch abgestufter zweiteiliger Edison-Schmelzstöpsel«. Von Edison stammt die Schraubfassung.– Nachteil: Wenn die Sicherung »herausgeflogen«, geschmolzen ist, muss eine neue her. Vorteil: Noch klar als »Sicherung« benannt, bewährt und billig, »nimmt den Kurzschluss ernst«.

Link hierher: http://j.mp/2W92Ep6
= https://blogabissl.blogspot.com/2019/04/kein-strom-im-zimmer-keine-ursache.html

Für den Sicherungskasten in Ihrer Wohnung:
 ✂ drucken, ausschneiden und einkleben ✂ ✂ ✂ ✂ ✂ ✂ ✂ ✂ ✂ ✂ ✂ ✂ 
 
Bei unerklärlichem Teil-Stromausfall:
  Stationäre PCs herunterfahren und 
Hauptsicherungen im Keller prüfen.         http://j.mp/2W92Ep6

25. April 2019

Mauszeiger zittert

Bei mir war’s die drahtlose Maus, vor der der Cursor zitterte.
Ich hab’ dann nach verschiedenen Versuchen wie Rausschmeißen von einem Task nach dem anderen und zeitraubenden Neustarts (auch im abgesicherten Modus) meine Draht-Maus genommen. Die habe ich immer dran, falls die Drahtlosmaus einmal keinen Strom mehr hat (Akku). Mit der fest angeschlossenen Kabel-Maus hörte das Zittern des Cursors am Bildschirm sofort auf. Dann bin ich wieder zurück zur Drahtlosmaus. Und alles war ruhig, wie es sich gehört.
   Der Erfolg war so simpel, dass ich empfehle, das immer zuerst zu probieren.
Ein weiteres Symptom war – jetzt weiß ich’s – dass der Bildschirm nachts nicht ausging. Sogar wenn ich ihn mit meinen »hochgehobenen« (elevated*) Extraprogramm mit SchTasks (schedule tasks) zur guten Nacht ausschaltete, sprang er immer wieder an. Das ist jetzt auch weg, und die Kiste schläft traumlos.
   Warum der Cursor wirklich zittert, hab’ ich nicht herausgefunden. Eine gestörte Funkübertragung? Andere nannten Schmutz in der Maus oder auf dem Mauspad als einfache Ursache.

Meine Drahtlosmaus: Logitech MX Anywhere 2 – sonst eine sehr empfehlenswerte Maus, umschaltbar für drei Geräte, mit Bluetooth 4.0, USB-Akku. Perfekt und gut in der Hand.
Die Maus ist über einen Logitech-USB-Dongle angeschlossen, Abstand vielleicht ein Meter.

Meine Reserve-Drahtmaus: Hewlett-Packard M-SBQ133

Mein Betriebssystem: Windows 7 professional

Mit der CPU-Auslastung hat’s übrigens nichts zu tun. Ich habe Prime 95 ständig am Laufen (aber noch keine Primzahl gefunden …)

Saluti!

Permalink https://blogabissl.blogspot.com/2019/04/mauszeiger-zittert.html

*) https://www.winhelponline.com/blog/run-task-manager-administrator-default-w7-vista/

14. April 2019

Sprache ist ein Gefäß

Lieber Fritz,schreibt mir ein sprachgewandter alter Freund aus Köln,
 Sprache ist für mich die Audiofassung des Gedankens, erst dann issers. Sie teilt den Gedanken mit, zuallererst mir selbst. 
 Sprache, die sich nicht im Aussprechen klar macht, ist Gestammel. – Schöne Grüße an das Binnen-I oder das Gender-Sternchen. 
 Denken ist mühsam, und also auch das Sprechen. Bitte sehr, wem das zu sehr zusetzt, darfs lassen. 
   Und dann, so erzählt er weiter, sei er jüngst bei Schillers Räubern in Köln im Theater gewesen. Die beiden Hauptrollen hatte der Regisseur mit Frauen besetzt (vormals Karl und Franz Mohr), die Amalia dann mit einem Mann …*)  Denn, so war die Begründung, wo steht geschrieben, dass die großen Männerrollen immer nur von Männern gespielt werden müssen? Angewendet auf die Kunst wird uns der Mann mit Goldhelm demnächst dann wohl als BH-Trägerin angedient. Amalia, der arme Sock, stand zum Schluss des Räuber-Stückes völlig nackt auf der Bühne.
   Ich empfehle einen guten Rotwein und grüße herzlich aus Kölle. H.
   Soweit spontan einer, der sein Leben mit Sprache verdient hat, mit dem dahinter natürlich.

Sprache ist ein Gefäß – für flüssige Gedanken. Schießt man Löcher in die Sprache, in Form von zum Beispiel
***
dann bekommt das Gefäß vielleicht ein Loch; der Inhalt rinnt aus, in den Staub, versickert. Das fällt auf, dem einen wohlgefällig, den meisten allerdings störend. Jedenfalls ablenkend vom Inhalt, vom eigentlichen Getränk. Ist ja nicht alles Pudding, was man sagt …
   Wie gut der Wein drin schmeckt, wie braun der Kaffee ist, ob sich Crema bildet – laut der neunmalschlauen Wikipedia Kaffeebohnenöl, Proteine, Zuckerarten und Kohlenstoffdioxid – oder nur drin ist im Kaffee, das ist dem Kunstkenner Formsache, dem normalen Trinker jedoch schnurz. Nur einmal war das Trinkgefäß entscheidend, als nämlich im Becher mit dem Fecher – doch hören Sie selbst:


»Konnotationen« (wenn einer zufällig weiß, was das ist!) beziehen sich selten auf das verwendete Wort, sie sind vielleicht ein Spielzeug für den Autor, so wie Adjektive, mit denen der Autor hinterrücks eine Aussage meinungstrimmen kann. Doch spielen Sie mal das Spiel: Was verstehst du bei …? Da wird einem dann rasch klar, dass keineswegs alle dasselbe verstehen, noch weniger: sich dasselbe denken dabei. Und Konnotationen sind noch arbiträrer.
   Will ein Autor ein Wort nicht überladen mit Anspielungen, beladen mit politischer »Korrektheit«, Konnotation und Meinung in einem, so tut er besser, einfach den gängigsten Begriff zu wählen, selbst dort, wo keiner dran denkt. Einfache Sprache. »Das Ding besitzt einen Knopf … « klingt gut, und ist doch sprachlich ein Unding: Der Knopf kann zum Beispiel nicht vererbt werden, nicht einmal im Todesfalle. »Das Hemd hat einen Knopf«, so ist’s sauber, kürzer, und hält Hemd und Knopf zusammen.
   Warum sollen Frauen extra und immer wieder berücksichtigt werden, nicht in der Sache, sondern in der Sprache? Mit Verlaub: Frauen mögen anders pinkeln, anders ticken tun sie nicht. Freilich denkt jeder Mensch anders – auch mengenmäßig bis hinunter zu Null –, das aber ist nicht genderös, nicht sexy, geschlechtlich schon gar nicht differenziert. Was einer denkt ist individuell, ist kulturell bezogen, und hauptsächlich vom Alter abhängig. (Alte, ob nun echte oder »Senioren«, werden ja auch nicht in jedem amtlichen Pamphlet, in jeder sich anbiedernden Sonntagspredigt gesondert angeführt. So, wie man sintemalen auch nicht »Meine Damen und Herren und Fräuleins« gesagt hat, als es diese sympathische menschliche Spezies noch gegeben hat. Ich – als Alter – wünschte mir mal, dass christkatholische Lesungen nicht historisch falsch mit Schwestern und Brüder! anfingen, das hat damals keiner so geschrieben, sondern, wenn schon, mit Liebe Junge und Alte in der Gemeinde! Aber das ist ein anderes Thema: Junge kommen eh ganz selten dazu.)
   Ein kluger Kommentator hat mir jüngst die Augen geöffnet: Frauen und Männer immer extra zu nennen ist die eigentliche Diskriminierung! Gerade indem man sie für eine andere Spezies hält, gar noch eine unbedeutende dritte dazudenkt (um oder unter 0,1 ‰), trennt man sie ab.
   Ich werde jedenfalls weiterhin so schreiben, dass man’s lesen kann, auch vorlesen. Die Meinung dazu kann sich dann jeder selbst machen, das verlange ich von ihm.
   Es gibt sogar im Deutschen Begriffe, die sich ordentlich gehalten haben, wie der Schraubenzieher in Händen des Bürgers, der trotz Normung, Normierung, Normierenden oder Normierlingen kein -Dreher ist, oder die Bezeichnung Jude, die sich eben nicht immer wieder gewandelt hat in der Vermeinung, der Begriff habe sich abgegriffen, konnotationsverschoben wie Mohr oder Neger.
   Ich bin politisch inkorrekt – »das gönn’ ich mir!« – und dem ohnehin seltenen Leser. Denn seit so 2018 wird mehr geschrieben als gelesen.

… Wird vielleicht noch verfeinert …


Permalink hierher http://j.mp/2VKQHFI
   = https://blogabissl.blogspot.com/2019/04/sprache-ist-ein-gefa.html

*) Da stehts: https://www.schauspiel.koeln/spielplan/monatsuebersicht/die-raeuber:
Karl, sein Sohn Lola Klamroth, Franz, sein Sohn Sophia Burtscher, Amalia von Edelreich Jonas Grundner-Culemann, Inszenierung | Bühne Ersan Mondtag

Links:
• Ein Linguist in der NZZ zur Gendersprache:
https://www.nzz.ch/feuilleton/die-geschlechtergerechte-sprache-macht-linguistische-denkfehler-ld.1472991
• NZZ: »Lassen wir die Sprache menschlich sein«
https://www.nzz.ch/meinung/lassen-wir-die-sprache-menschlich-sein-ld.1433844