14. Juli 2019

Auch IMAP-Mail läuft über

Sintemalen, als man sich seine E-Mail vom Postfach holen musste wie echte papierene vom Postamt – da nutzte man »Pop« zum Holen und irgendein »SMTP« zum elektronischen Versenden. Das Problem, dass das postalische Fach überlief, ergab sich nicht, oder höchstens im Urlaub am Nanga Parbat, wenn man die Post lange Zeit nicht abholte oder jemand einem riesige Dateien geschickt hatte.

Heutzutage belässt man seine E-Mail beim »Provider«, bei Gmail oder T-Online oder GMX oder oder, oder auf einem Firmenserver, und betrachtet sie mit dem zugehörigen Web-Mailer oder eben mit Imap, sprich Ei-Mapp. Bei diesem Verfahren bleibt die Mail im Internet liegen, in der “cloud” also, soviel und von wievielen Stellen man sie auch »abruft«, das heißt eigentlich nur ansieht. Löscht man eine Mail, so ist sie freilich in allen Ansichten weg. Wunderbar, »synchronisiert«.
, ysynchro
   Aber was weiter?
   Die E-Mail bleibt natürlich liegen. Kein E-Mail-Dienst würde sich getrauen, Ihre Mail irgendwann zu löschen. Das muss man schon selbst tun. Sonst läuft das Postfach über!
   Wieviele Mails Sie beim Mail-Ansehen jeweils zu sehen bekommen, hängt nicht von der Menge der gespeicherten Nachrichten ab, sondern vom Abfragegerät. Auf einem Smartphone sind weniger sichtbar, am PC vielleicht mehr. Sie können scrollen, dann werden Ihnen weitere (ältere) Mails nachgeladen, bis zum vielleicht uralten Anfang.
   Hier als Beispiel die Meldung von T-Online, dass die Inbox fast voll ist:

Schauen Sie also gelegentlich nach, wie voll Ihr (Imap-)Postfach ist. Bei T-Online zum Beispiel geht das so: Sie gehen nach dem Login 1. ins »E-Mail-Center« und dort 2. in die »Einstellungen (Zahnrad).
   Unter dem Punkt »Speicher« finden Sie 3. die Auslastung des Postfachs:

Weiter im Originaltext: »Brauchen Sie darüber hinaus Speicherplatz, empfehlen wir Ihnen, Mail M zu buchen. Damit erhalten Sie 15 GB Speicher für Ihre E-Mails« – für z.Zt. € 3 im Monat.
   Outlook, Thunderbird oder sonst ein Mailabfrageprogramm kann Ihnen zwar sagen, wieviel Mail Sie haben, nicht aber, was Ihr Provider als Limit gesetzt hat; besser also gleich beim Proder anfragen.
   Die Maximalgröße eines kostenlosen privaten E-Mail-Postfachs liegt so bei einem bis fünf Gigabyte, siehe unten oder zum Beispiel bei 1-und-1. Das reicht meist erstaunlich lange, sodass man auf »voll« oft erst aufmerksam wird, wenn einem ein Freund eine SMS schickt, das Postfach sei voll. E-Mail gehen ja keine mehr durch …
   Was tun dann?
a) Einen Teil der Mails unwiderruflich löschen. Macht Mühe und trifft zuweilen die falschen.
b) Speicherplatz aufstocken. Das kostet meist etwas Geld, bei T-Online z. B. von 1 GByte Gratisplatz auf 15 GByte knapp 3 Euro im Monat, siehe hier, immerhin € 36 im Jahr.
c) Mails auslesen und privat speichern, etwa mit dem
 c1) kostenlosen Programm “Mailstore Home” hier oder
 c2) mit Handybackup (40 $, daher auch das Bild ganz oben), mit dem man auch wahlweise extern speichern kann.
 c3) sonstwie …

   Hier noch rasch Maximalgrößen einiger kostenloser Mailboxen:

T-Online
1 GByte
GMX
1 GByte
AOL, Compuserve
1000 bezw. 5000 Mails
Gmail (Googlemail)
15 GByte
Hotmail (Microsoft)
5 GByte
   (am 1.7.2019, unverbindlich)

Ich nutze meine Mailboxen hinter Fritz@Joern.De oder .com von Alters her über Pop-Abrufe, und nur Gmail über Imap als blitzschnell durchsuchbares Archiv. Da habe ich jetzt 127.646 Mails seit dem 16. April 2004 in der Inbox, zumeist auch ausgehende Mails, dank meinem alten Blind-BCC-Verfahren. Für den extra Speicher zahle ich auch.
  (1000 MByte = 1 GByte, also benutze ich damit bereits 24 GByte von 32 …)
Mein Problem mit Gmail und anderen: Sie schicken gute und wichtige Mails voreilig in den Spamordner. Ich muss also immer wieder dort nachschauen, ob fälschlicherweise ein Mail aussortiert wurde …und sogar im Ordner »abgelehnte Mails« finde ich zuweilen Valides! Besserwisserische »künstliche« Intelligenz.

Link hierher: http://j.mp/2XTZ9mE
 = https://blogabissl.blogspot.com/2019/07/auch-imap-mail-lauft-uber.html

Versuchsweise ein Zähler:
Besucherzaehler

10. Juli 2019

TomTom GO Basic – Tipps

Meinen alten, rundlichen Tomtom Go 500 hatte ich »geschrottet«, weil mir Tomtoms Telefonsupport über E-Mail geraten hatte, das ganze Gerät zurückzusetzen, zu »resetten«. Oh hätte ich das doch sein lassen: “Never touch a running system!”. Der Speicher des Go 500 ist für die heutigen Karten zu klein, nichts geht mehr upzudaten, da soll man’s sein lassen … Ich verlor alle meine »Orte«.
   Der taufrische GO Basic ist leichter, schlanker und eleganter, und vor allem ganz auf Smartphones statt PCs ausgerichtet. Kleiner Nachteil: Ich bilde mir ein, der Basic ist kontrastärmer im Bild. Und was ich mir nicht einbilde: Die Saugnapfbefestigung ist eleganter, funktioniert aber nicht auf der Windschutzscheibe. Warum, wieso? Der Kropf ist zu kurz, schon eine normale Windschutzscheibe ist zu schräg, senkrecht hingepappt kriegt man den Tomtom da nie!
   Übrigens lässt sich der Halter so oder anders herum in das Gerät einschnappen, also 180° gedreht. Hilft aber auch nichts an der Scheibe. Ich habe einen stinknormalen Škoda Octavia aus dem Jahr 2000.
Der Tomtom kommt mit zwei Zigarettenanzünderzuleitungen. Die richtige und wichtige ist im Handbuch nicht beschrieben. Sie hat in der Stromzuleitung eine UKW-Antenne drin – was man am etwas breiteren Flachkabel erkennt, links unten im Bild die parallelen Linien –, sodass der Tomtom »RDS/TMC« empfangen kann.   
   Das ist der »Rundfunkdatensystem mit dem ›Traffic Message Channel‹«. So bekommt man über UKW-Sender gratis Staumeldungen. Die Wikipedia erklärt das hier deutsch. Die Stauinformationen werden über einen Träger auf 57 kHz gesendet, wie und wieso weiß die englische Wikipedia und vergleicht’s mit dem ebenfalls unhörbaren 19-kHz-Stereo-Pilotton. Wer sich also teure Online-Mobilfunkdaten zum Verkehrsgeschehen über das Smartphone sparen will, benutzt tunlichst diese Antenne!
   Zurück zur Befestigung. Ich hab’ mir eine runde Adapterplatte von Hama »für Saughalter 70 mm Ø selbstklebend« für knapp sieben Euro kommen lassen und sie an eine bereits einigermaßen flache Stelle am Armaturenbrett gepappt. (Man kann sich auch eine andere Saugvorrichtung mit einem längeren Hals kaufen oder sich vielleicht eine Antirutschmatte zuschneiden. Direkt am schön welligen Überzug hält der für glatte Oberflächen gedachte Saugnapf aber nicht. Zur Not kann man sich zwei steife Drähte von den oberen zu den unteren Lüftungsschlitzen ziehen, die den Saugkopf dann eine Zeitlang wacklig zu stabilisieren versuchen. Alles Murks.)
Auf jeden Fall ist das Navigationsgerät so optimal platziert: Es nimmt nicht die Sicht durch die Scheibe, ist auch vom Beifahrer erreichbar, und schön im Blickfeld:
Die Analoguhr unten ist übrigens nur am dünnen Armband hineingesteckt über eine ungenutzte Stelle im Armaturenbrett.
   Besonders die tatsächlich gefahrene Geschwindigkeit hat man am Tomtom gut im Auge!
Mehr ein andermal …

Link hierher http://j.mp/2JrSKLm
= https://blogabissl.blogspot.com/2019/07/tomtom-gobasic-tipps.html


————————————————————————————

Volle Anleitung Tomtom Basic auf https://bit.ly/2LAzSv4
 = https://images-eu.ssl-images-amazon.com/images/I/D1WWMLOQ58S.pdf


Wenn Sie den Tomtom unbedingt  an die Windschutzscheibe kleben wollen, besorgen Sie sich vielleicht einen längeren Befestigungsarm, hier links, z.B. für € 12 von “Wicked Chili”. Viel Glück mit dem »neuen Hüftgelenk« …


Festlegen eines Ortes, wenn die Adresse nicht genau bekannt ist, man aber weiß, wo’s ist:

»Vergrößern Sie die Kartenansicht des Ortes, den Sie auswählen möchten. Halten Sie den Ort gedrückt, um ihn auszuwählen, und wählen Sie dann das Symbol für die Heimat- oder Arbeitsadresse – oder  
   bearbeiten Sie den Namen des Ortes, sodass Sie ihn einfach wiedererkennen können.
Wählen Sie Fertig, um Ihren Ort in der Liste „Meine Orte“ zu speichern.


      Formate:
   Dezimalwerte z.B.: 51,51000 -0,13454
   Grad: N 51°30′31″ W 0°08′34″
   GPS-Standardk.: N 51 30.525 W 0 08.569


Sprachsteuerung starten, indem man „Hallo TomTom“ sagt.
 
Updaten nur über W-Lan
   Lassen Sie die PC-Verbindung sein! Ich hatte den Basic am Rechner dran – um auf jeden Fall Strom zu haben beim Update – und zugleich Tomtom MyDrive Connect gestartet. Da stürzte mein Rechner (Windows 7) ab, hing in einer Schleife mit hörbarer Arbeit an der Festplatte, Bildschirme dunkel. Ich habe dann den Strom abgeschaltet (Knopf am Computer) und neu gestartet, was ging – halt lang und fast ewig brauchte. Mein Rechner ist noch nie abgestürzt – ob das wirklich etwas mit dem neuen Tomtom zu tun hatte, kann ich natürlich nicht sicher sagen.
   Tethering und eigenen Hotspot nennt Tomtom übrigens PAN, Personal Area Network,
https://bit.ly/2LAzSv4#page=17 . »Weitere Hilfe erhalten Sie unter tomtom.com/connect

Freisprechen geht eher nicht mit alten Handys, nur mit Smartphones. 
   »Tippen Sie auf ›Sie möchten die App nicht verwenden? Folgen Sie den nachfolgenden Anweisungen.‹« – Dieser Menüpunkt ist leider nicht vorhanden …
   Ich bin nach wie vor mit meinem eleganten Jabra-»Drive«-Freisprecher für € 30 (!) super zufrieden! 

Schlüssel anlernen für Škoda Octavia hab’ ich nicht hingekriegt. War aber auch nur so ein Versuch. 

 

7. Juli 2019

2. Juli 2019

Demokratie und die EU im ganz Besonderen

»Und ich bin, gegen meine eigentliche Überzeugung, dann auch brav zur EU-Wahl marschiert. Und jetzt schaue ich mit großem Interesse zu, wie sehr meine Stimme geschätzt wird. Bin sprachlos!!!«, das mailt mir eine fröhliche Freundin. Samt den drei Rufzeichen …
Ein rotes Parteibuch.
Rot wird gern genommen.
   Ja,
      Frauin,
   was hast du dir denn vorgestellt? Die Wahl ist das Symbol der Demokratie. Das Wichtigste bist du an der Urne. Und dann ist sie schon wieder vorbei, die Demokratie.
   Auch bei uns wählst du nicht die Kanzlerin, das macht, wenn du passend gewählt hast, »dein« Abgeordneter. Meistens kennst du den gar nicht, und er erst recht nicht dich. Sie oder er ist nicht dir verantwortlich, sondern nur seinem Gewissen. Das heute seltene Wort Gewissen bedeutet hier: »Gewiss« – stimmt ab wie ihre Partei, sonst wird kein EU-ler wieder aufgestellt, listenplaziert. Von so einer parteilichen Doppel- oder Einfachspitze, die du ebenfalls volldemokratisch nicht wählst. Kompliziert? Du wählst eine Farbe, weniger eine Person, die an den Bäumen hängt.
   Anderswo, fern von dir, wählen exklusive, oft ältere Parteigenossen ihre Vorsitzende. Nur wenn dein Abgeordneter – denn der vertritt eine ganze Stadt oder halt einen Wahlbezirk – wenn der oder die (neu: oder das) genau dieser Partei angehört, die du angekreuzt hast, dann wählt er … und du, wenn du die Partei abonniert hast, per Parteibuch, die besagte Spitze, die dann … – Ich kriege leider die Wahlstränge nicht recht zusammen, aber demokratisch ist das super-, fast hyperdemokratsich, des sei dir gewiss. Das garantiert der Staat.
   Und mit Politik hat das alles nichts zu tun. Das ist Demokratie. Politik wird in wochenlangen »Koalitionsverhandlungen« hinter verschlossenen Türen gemacht und dann jahrelang abgespult, außer es passiert was, und dann ist das alternativlos. 
   Zurück zur EU. Da hatten sich scheint’s die tragenden, Finanzen-tragenden Länder schon auf Frans Timmermanns geeinigt, noch bevor du ihn demokratisch frei hattest wählen dürfen, frisch froh fröhlich fei. Das mit den »Spitzenkandidaten« hat sich ein Wahlkampf-PRler ausgedacht, und das hat dich vermutlich auch erfolgreich zur Urne gebracht. Spitzenkandidatengesichter haben sich bewährt, bei Medien, Meinungen und Motivation –, sie haben danach ausgedient. 
   Eine andere Nachricht wäre für Alleebäume zu umwickelnd gewesen, also nur »Katarina Barley«. Sie war mit 8+6=14 Zeichen das Maximum, und Manfred Weber (7+5=12) führte. Die tatsächlichen Präsidenten werden dann von deinem (und vielleicht von dir gewählten) Abgeordneten gewäht –  wenn sie von wem vorgeschlagen werden. Ja von wem denn: von den Staatspräsidenten, nicht von dir und oder deiner Abgeordneten. (Siehe auch http://j.mp/2DRUs5E.) Das war immer schon alles so demokratisch und hat sich bewährt.
   Und so wird’s eine Stichwahl, ja eine Zielwahl für Ursula von der Leyen. Die ist gar nicht im Europaparlament. Angela Merkel enthielt sich der Stimme der Wegweisung, schon um Frau von der Leyen nicht fühlen zu lassen, dass sie sauer ist, statt in Südamerika in der Bundesstadt Bonn zu landen. Und Frau Barley ist sauer, wo man sich doch an keine Fehler in ihrem Familienmisterium erinnert, und sie sich doch so oft hat plakatieren lassen wie keine.

Link hierher http://j.mp/2Xl87Zy
 =
https://blogabissl.blogspot.com/2019/07/demokratie-und-die-eu-im-ganz-besonderen.html

27. Juni 2019

Elevated Wording

This is about words, denominations. To make Americans aware of some of their pomposity – the hot air that hits the reader like this year’s weather, called climate change
   Americans – well educated English writing persons – tend to use latin derived expressions instead of simple, clear words, usually stemming from Germanic origin. Sorry, I’m no native English writer, so pardon and or excuse my style.
   Let’s look at examples.

Technik – Technology

In original German the word Technik prevailed until ca. 1980. Technologie meant a large scale chemical process, typically in making steel with a lot of heat. The word Technologie was extremely rare. Germany lead the world with its Technik, not Technologie.
   In the meantime Germany not only lost technical leadership, but even lost the short and clear word Technik. It’s always and only Technologie now, imported from English.

wissenschaftlich – scientific

Every collection of data, every research into causes – even into a single event – is scientific today. Soon in-car navigation systems will offer scientific research, when they ask you to turn left or right.
   Which brings me to:

KI – AI

Artifical Intelligence (AI), Künstliche Intelligenz (KI), that’s not yet another way of spying, not 007’s Aston Martin. It’s just an automatic intelligence, if intelligence were not a much too high level word for it.
   I call every new toilet cover with a brake AI. (The professional German name is with Absenkautomatik, automatic lowering.)
   The most annoying piece of AI today is Google’s (or rather Gmail’s) way of reading all your mails, and deciding with AI – arrogant intelligence – what’s spam and what’s genuine mail.
   Now to some specific aberrations in expressions:

Health Diplomacy – Gesundheitsdiplomatie – Gesundheitspolitik
Politik – Politics
 
I suspect that politics, a plurale tantum, i.e. only available in the plural, in many, evokes just negative connotations in English. The Geman Politik isn’t yet used down to a derogative. Diplomacy, not used so often, neither in disputes nor as a word, still sounds like a decorated room full of diplomats diplomating, or a black chauffeur driven armoured Mercedes in Peking.
   Health is Gesundheit, of course. Americans know the word from Germans sneezing and others calling out Gesundheit! Now the World Health Organization, the WHO, translates Health Diplomacy – a term I cannot judge – into Gesundheitsdiplomatie, see http://www.euro.who.int/de/publications/abstracts/health-diplomacy-european-perspectives-2017. The right German expression would be Gesundheitspolitik, “Health Politics”, used by some good translators.

Equity – Gerechtigkeit

Most Europeans will have to guess: what’s equity? My first association was “something with horses” or with mathematical equations. Apparently equity means equal treatment, justice to all, same level or something like that. It seems to be very general, but positively connotated. Gender equity – would that sound right? Or do women want to rather be treated, at least counted, separately?
   If equity is a must, I’d choose Gerechigkeit in German. Sounds good.

Global

Everything is “global” nowadays, from the weather to sneakers (orig. Turnschuhe).
   Globally speaking last week it snowed in Colorado, while we suffered heat in central Europe. I call this crazy, not global.
Colorado summer storm brings 2 feet of snow
https://www.cbsnews.com/video/colorado-gets-almost-2-feet-of-snow-on-the-first-day-of-summer/

Link to this post http://j.mp/2LkoJOV
= https://blogabissl.blogspot.com/2019/06/elevated-wording.html