15. Februar 2020

How to enter a Google Photo Album sidewise

1. You can directly address a specific photo or video in a Google photo album.
   With the link anybody can then see this one picture, but not the rest of the album.
 1.1 As owner of the album: select a picture from the album, first screenshot here at right.
    1.2 In the picture select the share icon, the first one on top, the fork as seen in the screenshot below at left.
 1.3 At the bottom of the appearing menu - see screenshot with white background at right – select “produce link”.





 1.4 Google works a moment and will then show you a link.
   You copy this link and mail it to your friend, who can now go look for the picture, but just this one.

You are welcome to try:
https://photos.app.goo.gl/U9XyEqRXCAV8YN2z8 .
   If you make a short link like j.mp/fj2HpSKJR by bit.ly, fine, but don’t try to openly mail this short link by e-mail, like with Gmail.
   Gmail reads all your mail, its overcareful and rather lazy artificial intelligence will think that this short link contains dynamite, and will not send it! Whatsapp is friendlier: It opens the shortlink, and when the internet does not blow up, it might even show you a bit of the picture as a preview.

2. If you want to let your friend address a certain album picture directly and  then see also the rest of the album – perhaps you made a couple of pictures of your friend – you have to go the hard way:
 2.1 When you as owner have this picture in front of you, the URL above will have lead you to this very picture. Copy the URL. The link is very long, like: https://photos.google.com/album/AF1QipOkY6kFRlcQSrK9xbtlsVVZkfWOJZlOhba0RyV1/photo/AF1QipNZ8DVErUvA8Q5Eus8bqTqMFXBmCuO8GnwdqG8P  – for heaven’s sake!
   If you use this link you can do what you want (and Google thought you might want to do) with your album. A stranger however was able to enter the album at this very picture and see all the album. – Not any more, I’m afraid, but try, like in private mode of your browser.

3. What to do?
   Send two addresses to your friend,
first the picture’s link, as a teaser, the the album’s:

https://photos.app.goo.gl/U9XyEqRXCAV8YN2z8 (Foto)

https://photos.app.goo.gl/br2eRsPp4esU8Gu37 (Album)

 As these links were specifically poduced by Google for anybodys access.

PS. There’s a disturbing Google  Help discussion at https://support.google.com/photos/thread/9590592?hl=en with disapperaing links “after a while”.

4. How to send your friend a link to multiple pictures in an album
   In your album (if you are the owner?) you’ll see (in the album overview) at the upper left corner of each picture a check mark (Haken) like this:
If you want to show the picture(s)s to your friend check the check mark(s) of the picture(s) you want to select. On the album overview they’ll shrink like this, with a whitish frame. The check mark turns blue:
At the end you’ll see some of your album pictures with frames, like this:

OK. Now you select “share” in the albums menu and you’ll get an address of a “New Shared Album” and the notice that “only the owner may add prictures”,
Here’s the link: https://photos.app.goo.gl/1wBAQwobPEU9Ts24A . Ironically this one didn’t work at first. So I repeated the process and got https://photos.app.goo.gl/MZKQ2SZ6Ef6gxUF38 .
  This link works, please try it. In your list of albums you won’t see this “sub” album. Google software is grade D+ to me, w/o care of the user. Sorry. If you can see the pictures as non-google-human, I don’t know, and Google assumes that everybody is and stays with them anyway, even faraway foreigners.
   If you want to show the new mini album in your overview, you must go to into the tree dot menu in the new small “album”, select “show as album” (»In Alben anzeigen«), give it a tilte, and there it is, baptized und visible in the list: “Bonn Carnival (part) 2013”. – Or not in my case or not yet – apparently Google is busy looking at the pictures, and can’t be bothered to work.


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Permalink to this post j.mp/fj2HrpsL9
 = https://blogabissl.blogspot.com/2020/02/how-to-enter-google-photo-album-sidewise.html

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12. Februar 2020

Fang nie an aufzuhören, höre nie auf anzufangen.

Gut und schön, aber eine Quelle, ein Original bei Cicero gibt es nicht. Das stammt so nicht von Cicero.
   Nach einiger Suche habe ich die Recherche eines, einiger besserer Lateiner gefunden. Ich erlaube mir daraus zu zitieren. Da zitiert Fritz Lošek in Cursor vom April 2018 in »Kabarett und Classics«, Seite 24, seinerseits aus dem Buch von Michael Fritz Mittermeier „Die Welt für Anfänger“ (und da ist da: https://www.schule.at/fileadmin/DAM/Gegenstandsportale/Latein/Dateien/Cursor14_HP.pdf#page=25 ):

Dieses Zitat wird zwar oft in der Literatur und im Netz als ciceronianisch angeführt, aber ausschließlich in Übersetzung oder in verschiedenen, oft unrichtigen lateinischen „Rückübersetzungen“. 

   Eine konkrete Zuschreibung an Cicero ist nicht nachzuvollziehen, eine sentenzartige Gegenüberstellung von „anfangen – aufhören“ findet sich nur in „de officiis“ 1, 135: ut incipiendi ratio fuerit, ita sit desinendi modus – „wie es einen Anlass zum Beginnen gab, so soll es ein Maß zum Aufhören geben“ (freundlicher Hinweis von Hermann Niedermayr, Innsbruck). Zwei weitere Stellen aus Cicero („de oratore“ 3, 183 und „pro Rabirio“ III) haben mit dem Zitat außer der Thematik „aufhören und anfangen“ nichts Gemeinsames (freundlicher Hinweis von Renate Glas, Klagenfurt).

Ein Österreicherwitz schließt sich an, den dort zu finden überlasse ich Ihnen. 

Permalink hierher j.mp/fj38pHIQE

 = https://blogabissl.blogspot.com/2020/02/fang-nie-aufzuhoren-hore-nie-auf.html
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8. Februar 2020

Die Thüringer Krise

Allerdings ist das Prinzip der CDU, wonach keine politische Entscheidung von den Stimmen der AfD abhängig sein darf, unsinnig – es wird den Realitätstest in Zukunft nicht bestehen. Dieses Prinzip blockiert die CDU und führt letztlich dazu, dass sie weiter nach links driftet.
  Aus j.mp/fj2HjRxnv = https://www.nzz.ch/meinung/cdu-der-kuenftige-chef-muss-buergerlichen-waehlern-wieder-eine-heimat-geben-ld.1539589
   Und http://bit.ly/fj3bwmq62 = https://www.nzz.ch/international/deutschland/tabubruch-ein-skandal-das-ist-demokratie-ld.1538784
   Eine seltene klassische Simme. Ich bin also doch nicht allein, wenn ich schrieb:

Ich verstehe es nicht. Als sei ich Alter aufgewacht und anderswo aufgewacht, in einer anderen Welt. Ja nicht einmal erwacht. Ich mein’, mir träumt.
   Zugegeben, ich bin nicht konform, denke vor mich hin, für mich hauptsächlich, immer und oft »gefühlt« alleine.
   Sicher weiß ich, dass ich kein AfD-Anhänger bin  – aber auch nicht links stehe. Ich sehe mich in der Mitte, liberal (was für micht nicht FTPisch heißt).
   Ich habe Sympathien. Ich binde sie nicht jedem gleich auf die Nasee. So schätze ich die lang schon vergangenen Prager Juden, gestatte mir als alter Österreicher nach wie vor »großdeutsch« zu sein. Ich gebe mich (eher unerlaubt) als Südtiroler aus, spreche deutsch mit bayrischem Akzent und englisch mit italienischem, was alles allerdings keine politische Orientierung ist …
   Denn Demokratie hab’ ich, wie die meisten, in der Schule gelernt, noch in den Fünfzigerjahren, und als Student beim Leben im ummauerten Berlin.

Die AfD ist eine zugelassene deutsche Partei, umstritten. Für mich ist sie eher ein Symptom, als eine politische Kraft. Sie kann Hass auf sich ziehen, ja, aber politische Partei-Taten sind mir nicht bekannt. Allerdings forsche ich da auch nicht nach.
   Wieso ein Symptom?
   Weil mir die AfD – immer: für mich Laien – Staatsverdrossenheit aufzeigt. Die Meinungen, die die AfD gelegentlich herausschreit (laut Medien), lassen mich wie eine Blitzlichtaufnahme im Dunkeln etwas sehen, dem ich dann bei Tageslicht – dem Licht des Verstandes – nachgehen möchte. Ein Irrlicht? Die Leute sagen A und tun dann B, wobei B oft bequemer ist, vom Rauchen aufgeben bis zur Ruhe bewahren oder den Tod nicht fürchten. Nicht notwendigerweise ist B böser.
   Selbst in meiner Familie heißt es zur AfD: »diese Nazis«. Meine übliche Frage dann: »Wieso?« Daraufhin halten mich die Leute auch für einen Nazi und reden nicht mehr mit mir. Dabei bin ich nur ein sturer, sehr deutscher Intellektueller.
   Ich komme mir vor wie in den Zeiten der beiden deutschen Staaten BRD und der DDR (Österreich wird immer vergessen!). »Drüben« in der DDR (offiziell noch lange SBZ oder „DDR“) wohnten in den dort festgehaltenen »Arbeitern und Bauern« zwei Seelen, eine linientreue offen auf Anfrage und eine eigene, persönliche ganz heimlich.
   Die Leute dachten anders, als sich das die Politiker wünschten. Big Brother regelt dir deine Meinung, das genügt. Selbst denken darfst du nicht. Nach der Wende hat sich dieser Trend fortgesetzt, nur ohne Politiker. Denken ist altmodisch geworden – find’ ich. Wir lesen uns Meinungen an.
   Wenn ich so in Bonn und privat mit den Leuten rede, so höre ich nur Ablehnung des gegenwärtigen Staates. Erstens der schieren Staatsmenge. Dann der Korruption, nicht einzeln, sondern generell. Grad’ gestern hat mir ein erfolgreicher Unternehmer erzählt, wie der Prüfer vom Finanzamt Vorgaben für Nachversteuerungsbeträge bekommt, widrigenfalls man ihn in eine Gegend mit geringerem Steuerpotential (die »Pampa«) versetzt. Wie sich die Kosten für ein blechrohrbefestigtes Loch im Gehsteig  vor seinem Geschäft für den Sonnenschirm in den letzten paar Jahren vervielfältigt hat.
   Zurück. Frage ich nach einer Definition von »Rechter«, »Ultrarechter«, »Nazi« oder harmloser nach »Flüchtling«, »Türke«, so wird mir das nicht und nirgends klar gesagt, bloß als Begriff verwendet. Sowas widerspricht meinem ingenieurhaften Denken: Da sollte man erst wissen, worüber man spricht, bevor man drüber redet.

Zu Thüringen. Das ist ein Bundesland mit über zwei Millionen Einwohnern und eigenem Parlament. Dieses Parlament wird dort gewählt, Die Volksvertreter bilden dann eine Regierung.
   Aus den Medien erfahre ich, dass diese Erfurter Regierung in Berlin bestimmt werden soll. Ja, haben wir hier eine Bundesrepublik ohne Anführungszeichen oder gibt’s wieder Gauleiter und Reichswalter?
Die Bank deutscher Länder
1.3.1948—1.8.1957
   Dann sollten wir diese ganze leidige Länderautonomie als politischen Wasserkopf aufgeben. Oder Deutschland in autonome Staaten zerteilen, in einen »Bund deutscher Länder« verwandeln, wie ursprünglich angedacht. Allein NRW hat doppelt soviele Einwohner (18 Mio.) als Österreich (9 Mio.).
   Oder neu durchdenken. Was darf ein Land, ein Bundesland? Was für Leute möchten wir in unserer Gesellschaft? Wie definieren wir uns als »Deutsche«? Wären kleinere Solidargemeinschaften nicht besser, wo dann nicht achtzig Millionen dem Erfurter Parlament dreinreden? Sind Minderheitsregierungen nicht sogar besser als »große Koalitionen«, die den geplanten Lauf der Politik in monatelangen Abstimmungen hinter geschlossenen Türen vertraglich regeln, wie ein Orchester vor dem Auftritt unter einem populären Dirigenten übt? Übrigens: »Populistisch« ist auch nicht definiert, wird nur verurteilt, und zum Schimpfwort in einer für demokratisch sich haltenden Gesellschaft geworden.
Wie gesagt, ich versteh’s nicht. Ich blicke auf eine hitzewabernde Meinungswelt voller nimmersatter Gefühle. Sieht dündig und trüb aus.
   11.2.2020 Nach der großen ARD-Abendsendung gestern wurde mir klar: Selbst ein Landespolitiker wird ausschließlich nach seiner Gesinnung beurteilt, ausgedrückt und gedruckt in seinem Parteibuch oder – in diesem Fall – durch eine Stimme übertragen. Dabei geht es im Land um (aktuell, hier) die von einer Kultusministerkonferenz abhängige Ferienordnung oder die Länge des Gymnasiums. Hier erst neun Jahre, dann acht, dann wieder neun, unter Beschäftigung unzähliger »kompetenter« Beamten zwecks Lehrplan. Lesestoff https://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/gute-kita-gesetz-so-wollen-die-laender-die-5-5-milliarden-euro-nutzen-a-1279806.html und https://www.sueddeutsche.de/politik/gute-kita-gesetz-1.4253384
   Als Polemiker könnte ich noch mehr über dieses »Brandmauern« schreiben, einer Diskriminierung, Spaltung der Gesellschaft, die selbst einzelne Stimmen für einen Kandidaten für ansteckend hält. 

Permlink hierher j.mp/fj377RkhB
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 = https://blogabissl.blogspot.com/2020/02/die-thuringer-krise.html

Dazu passen gut

zur Sache
 https://www.nzz.ch/international/wahl-thomas-kemmerichs-in-thueringen-empoerung-und-ns-vergleiche-ld.1538773

Kommentar dazu
 https://www.nzz.ch/international/deutschland/tabubruch-ein-skandal-das-ist-demokratie-ld.1538784

Global gesehen
 https://www.nzz.ch/feuilleton/geschlecht-sexuelle-orientierung-ethnie-der-neue-kulturkampf-ld.1539066?mktcid=smch&mktcval=twpost_2020-02-08 
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Eine Stimme zum selben Thema, von Frank Fremerey, hier:
»Zu Thüringen
   Wir lehnen menschenverachtende Verhaltensweisen ab. Um selber unsere Menschlichkeit zu bewahren, s ollten wir auch im Ärgsten stets noch den Menschen sehen können. Sonst befördern wir die Spaltung der Gesellschaft, die wir eigentlich überwinden wollen.

   ›Die Würde des Menschen ist unantastbar.‹
Kleben wir ein Etikett auf den anderen wie ›Faschist‹, besteht die Gefahr, dass wir sein Menschsein nicht mehr sehen. Der Mitmensch wird zum Feindbild. Am Ende verraten wir so unsere eigenen Grundsätze.
   Es ist schwer. Wer das Volk verhetzt, der soll für sein Verhalten bestraft werden seine Menschenwürde ist jedoch zu achten, sonst färbt sein Verhalten unser Verhalten.
   Als Gandhi gefragt wurde, warum er nicht gegen Hitler kämpft, sagte er, dass der Geist des Besiegten auf den Sieger übergeht. Was ich erträume ist, dass die Krieger aller Seiten ihre Waffen sinken lassen, weil ihnen ihr eigenes Handeln sinnlos vorkommt und sie im ›Feind‹ sich selber erkennen.
   ommnia vincit amor.«

1. Die Gandhi-Geschichte findet sich in Eve Curie: Madame Curie, Berlin 1966. Lothar von Balluseck hat in »Erläuterungen für Deutsche«, Bonn-Bad Godesberg 1972,  S. 6 auf Eve Curies Versuch hingewiesen, Gandhi für den Kampf gegen Hitler zu gewinnen. Gandhi aber lehnte dies ab mit der Begründung, der Geist des Besiegten gehe in den Sieger ein.
2. Spiegel vom 8.9.2019: »Gerichtsbeschluss: Björn Höcke darf als ›Faschist‹ bezeichnet werden« und Gerichtsbeschluss dazu. In der Wikipedia glänzt Björn Höcke mit zurzeit 234 Fußnoten.
3. Anderswo in »Europa« ist man weniger zimperlich. Die italienische Wikipedia nennt diese 17 Parteien und Bewegungen »post-faschistisch (Partiti e movimenti considerati post-fascisti nell'Italia repubblicana [Parteien und Bewegungen die im republikanischen Italien für post-faschistisch gehalten werden]. In ordine di comparsa nel panorama politico [Sortiert nach dem Erscheinen im »politischen Panorama«]):
Ich greife einmal die «Forza Nuova» heraus: «Forza Nuova (FN) è un partito politico italiano nazionalista di estrema destra e neofascista, fondato nel 1997 da Roberto Fiore e Massimo Morsello». In der deutschen Wikipedia liest sich das ohne Faschismus so:
»Forza Nuova (FN, deutsch ‚Neue Kraft‘) ist eine rechtsextreme politische Partei in Italien«. Website. Null Abgeordnete im Senat oder in Brüssel.
   Etwas erfolgreicher war die Casa Pound – rechts ihr rassistisches Wahlplakat 2018 in Südtirol »Südtirol reinigen«. »Bei den Parlamentswahlen in Italien 2018 erreichte CasaPound 0,95 % der Stimmen, bei der Landtagswahl in Südtirol 2018 0,9 %.« (Wikipedia). Die Partei hat sich am 25. Juni 2019 als Partei aufgelöst, will aber als Bewegung weiter aktiv bleiben.

Ich meine: Ein gesittetes Umgehen miteinander ist immer gut und christlich. Auf den Einfluss einer bestimmten Meinung hat das aber wenig Wirkung. Wenn die AfD starke Stimmenanteile bekommt, sollte man sich mit ihr beschäftigen und sie nicht einfach tabuisieren. Das heißt, s.o., ihre Fragen und Lösungsvorschläge – so sie welche anbietet – aufgreifen und diskutieren.
   Und übrigens: Gandhi hat zwei Briefe an Hitler geschrieben, eine knappen vor dem Krieg, einen langen im Krieg. Dass der Geist des Besiegten auf den Sieger übergeht – ist nicht belegt, nicht als Aussage, als Tatsache schon gar nicht – vielleicht aber auch nicht so wichtig.

4. Februar 2020

The Weisswurst Experience

… a tutorial dedicated to Pat and all American friends, knowers and banauses.

First: A “Weißwurst” is a thick and mellow white sausage—as the word says: weiß = white, and Wurst = sausage. Used as adjective wurst it’s no matter; note the decapitalzation. Weißwurst is spelled with ß, yet another type of s, that Germans have on the keyboard far away in the upper right corner beyond the zero. Use a β beta sign in case of urgent need, or transliterate to ss as the Swiss do.
   OK, here’s how you savour it.
Foto Jörn
Here’s what you need
• Fresh Weißwürst from your visiting friend from Munich, Bavaria.
   Do not try to import thm by plane to the US though, they will be customly confiscated and probably not even eaten. A pre-Trump procedure.
   Don’t buy too many. They are quite satisfying, corrupt quickly, and will be eaten by your cosmopolitic neighbour at the last minute of life (of the Wurst, naturally!).
   Two pais per person are too much, unless back from a ski ride..
• The correct mustard, in this case sweet mustard, so as not to overpower the smooth and balanced meaty taste. This is not Knackwurst, Wiener or Frankfurter (the same, seen from resectively the other province), or other.
   What looks like a mug o’ tea on the tray is a pot of Bavarian mustard, really.
• Some bread, preferably a Brezel (pretzel). I roasted microwave breadsticks from the “Frigidaire”, as we used to say when refrigerators had no motor and ran on icesticks, and were no Frigidaires but Kühlschränke, cooling Schranks. If you get an honest pretzel w/o lye, even better. Remember: Weißwürst are not a salty-sour experience, are good ’n sweet and warmly filling. See the encyclopedial list https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_sausages .
• Probably a beer. Again not the popular Pils type, bitter, originally from Bohemia (Pilsen) like Kafka, with more alcohol than taste, but ideally a Helles, a light and bright beer, that excels by volume and not by brute taste. Here in Bonn I drink semilocal Kölsch, a blond type beer as well. American beer will do, it has no taste either. Stict vegetarians enjoy warm tap water.

How to cook the Würst
   Don’t! Rest them for a while – and serve them – in hot water. So they won’t suffer or burst premorterly.

How to eat Weißwürst
   Now that’ the culture question! In olden times the meat was so soft, so mellow and so watery, that you grabbed a sausage by hand and bit into the other end, politely “squose” out the meat, sucking, more and more, until finished satisfied. As you formerly did with asparagus.
   Not any more.
Foto Jörn
A fork will hold the product in place

Foto Jörn
The knive comes to action und slits the Wurst all along the side. Take any position on the perimeter, but go ahead. Slit the inner meat apart in zwo halfmoon shaped sides. Don’t cut the thing all apart into two pieces.

Foto Jörn
Carefully loosen the meat of one side, using your knive, still laterally with the flat side.

Foto Jörn
Separate. You are now ready to eat your Weißwurst, the first half of the first single sausage of the first pair of sausages. But do not fear: Weißwürst (that’s the plural, Wurst to Würst) come in endless chains. It’s the human that cuts them.

Foto Jörn
And don’t forget the mustard.

Permalink to this “Schmankerl
 = https://blogabissl.blogspot.com/2020/02/the-weisswurst-excercise.html

BesucherzaehlerIncidentally: You can eat the skin. It just isn’t as tasty as the content. Usually the skin is natural and comes from Afghanistan or Egypt.

1. Februar 2020

Als Hitler das rosa Kaninchen stahl

Gestern Nacht haben wir zwei uns – ganz allein im großen Kinosaal – »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« angesehen. Schön war’s, spannend war’s, gut gespielt, vor allem von Frau Mama Kerr (historische Figur) = Dorothea Kemper (Name im Film) = Carla Juri (Schauspielerin) und der Tochter Kerr = Anna Kemper = Riva Krymalowski .
   Kerrs Geburtsname war Kemper, siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Alfred_Kerr .
   Wikipedia beschreibt den Film wieder gut und umfassend:
https://de.wikipedia.org/wiki/Als_Hitler_das_rosa_Kaninchen_stahl_(2019) , allerdings in der Beurteilung mit gewohnter Tendenz zum Zeitgeist – letztlich Geschmacksache und in fortschreitender Zukunft leicht zu ändern.

Ich fand den Film eine Spur kitschig, fand den Kerr-Darsteller, im Film Max Kemper genannt, »Jungschauspieler« Marinus Hohmann aus Bad Aibling etwas sehr deutsch, ohne den klugen Charme und die Verbindlichkeit, mit der ich persönlich Juden verbinde. Too much Trenker, aber bitte.
   Die Musik wird als zu intensiv kritisiert; und ich kritisiere den mangelhaften Ton des fahrenden Zuges in der Ausreiseszene, dieses klare Tack-Tack, Tock-Tock, Tack-Tack, Tock-Tock …, ausgelöst von den zweiachsigen Drehgestellen, nahe hintereinander zwischen den Waggons und weit auseinander unter dem Wagen, wenn sie die damals noch nicht verschweißten Schienenstöße querten.
   Die Aufzählung der Qualen des nackten »Onkels« aus dem Zoo im Hundeszwinger als Käfig empfand ich als zu drastisch, unpassend für ein Flüchtlingsdrama, unpassend für Kinder. Doch jeder andere Seitenblick auf Holocaust oder Flucht wäre ebenso unpassend gewesen, denn eine typische Situation für Flucht gibt es nicht. Das zurückgelassene ausgestopfte Kaninchen hätte genügt. Die grausig-demütigende Stelle gehört für mich raus.

Im Gegensatz zur in der Wikipedia zitierten Filmbewerungsstelle meine ich nicht, »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl sei ein insbesondere auf die Filmerfahrungen eines jüngeren Publikums zugeschnittener Film, der nicht nur die NS-Zeit und den Holocaust thematisiert, sondern vor allem auch Flucht, Vertreibung und Heimatlosigkeit: ›Themen, die heute mehr denn je zu zentralen Themen unsere Gesellschaft geworden sind. Und damit eben Themen, die auch filmisch weder zu früh, noch oft genug behandelt werden sollten.‹« (Hervorhebungen von mir.) Erstens ist nach meiner Erfahrung für uns heute vielleicht Zuwanderung aus Sicht der Einheimischen ein zentrales Themen, keineswegs aber aus Sicht der Auswanderer. So wie Ossis immer die heutigen meint, nie die DDR.  
   Als Einschub eine andere Flucht, ausgelöst weder von Judenhass noch von ungenehmen Veröffentlichungen. Ich zitiere aus den Erinnerungen meines Großvaters:
   Vom Nordosten, aus dem Raum Mährisch Ostrau, und aus Südosten, von der niederösterreichischen Grenze, näherten sich die Russen. General Schörner, Befehlshaber der deutschen Truppen in Böhmen und Mähren, hatte einen Verbindungsoffizier zum Verband Mährischer Industrieller, dessen Präsident ich war, abgestellt. Dieser Major hatte uns erklärt, daß er Befehl seines General habe, keine führenden Industriellen in die Hände der Sowjets fallen zu lassen. (Warum nur Industrielle? Warum nur »führende«?...) Jedenfalls konnten wir alle mit einer gewissen Ruhe dem Kommenden entgegen sehen.
   Am 17. April 1945, abends etwa einhalb zehn Uhr, ging das Telefon in meiner Wohnung, [Brünn,] Schreibwaldstraße 156. »Es ist so weit! Wir alle treffen uns in Iglau, in der (arisierten) Fabrik vormals Löw in Helenental. Aber Achtung, die normale Verbindung Wienerstraße-Iglauerstraße über Zentralfriedhof darf nicht gewählt werden, es sind dort ein paar russische Panzer durchgebrochen.« So fuhren wir drei, meine Frau, mein Chauffeur Otto Jelinek und ich im vorbereiteten kleinen Tatra-Wagen, Eigentum von [Tochter] Mariandl [meiner Mutter], ausgerüstet mit zwei kleinen Koffern und zwei vollgepackten Rucksäcken in tiefer Nacht gegen Iglau. Immer wird mir in Erinnerung bleiben, wie ich mein Schlafzimmer verließ – mit einem Blick auf das zum Schlafen vorbereitete Bett, vor ihm die Hausschuhe, daneben der Kleiderschrank, aus dem ich noch irgend einen Mantel oder Rock genommen hatte. »Das alles wirst du nie mehr wiedersehen!«
 
Zurück zum Film. Er hat für mich einen eindeutigen Schwerpunkt, den Antisemitismus, dieses »Weil wir Juden sind«. Das macht ihn nicht weniger gut. Nur die Vorstellung, dass er auf Jugendliche »vor allem« für Vertreibung steht, ist naiv; im Gegenteil, der gedankliche Weg zu den heutigen Vertreibungen, etwa in Syrien oder Afrika, zu den »Heimatvertriebenen« einst, der ist – besonders für primär auf den Holocaust fokussierte Jugendliche – abseitig.
   Viele Künstler verließen damals das NS-Regime, ohne Juden zu sein, viele DDR-Bürger flohen den Arbeiter- und Bauernstaat, als die Mauer noch nicht stand, ich habe das erlebt.

Ich vermute, dass das Prädikat Besonders wertvoll für den Film Als Hitler das rosa Kaninchen stahl vor allem eine dankbare Verbeugung vor den zahlreichen öffentlichen Sponsoren war:

Zitat Wikipedia: »Das Medienboard Berlin-Brandenburg förderte den Film mit 650 000 Euro. Vom BKM erhielt er eine Produktionsförderung in Höhe von 500.000, vom FilmFernsehFonds Bayern in Höhe von 500.000 Euro und von der Filmförderungsanstalt ebenso in Höhe von 500.000. Die Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg gewährte eine Produktionsförderung von 400.000 Euro.« Summe 2½ Millionen Euro.
   Bekanntlich meine ich, dass man aus der Vergangenheit nichts lernt. Vielleicht Strategie für Schlachten. Der Holocaust wird sich kaum wiederholen. Wir begehen (erfinden, fliegen, fernsteuern) unsere eigenen Verbrechen, die mir auf der Seele liegen.

BesucherzaehlerLink zu diesem Blog-Eintrag j.mp/fj2Ucr9nc
 = https://blogabissl.blogspot.com/2020/02/als-hitler-das-rosa-kaninchen-stahl.html

PS. ––––––––––––––––––––––––––––––––– 
Zu den neuen Kriegsverbrechen, aktuell herausgegriffen, Minen. Inzwischen ist die halbe Sahara vermint.
   und:

Der Holocaust ist immer etwas anderes. Ein Blick in die Tiefe des Holocaust und vor allem der Problematik der Erinnerung gibt der NZZ-Artikel von Natan Sznaider vom 30.1.2020, der mit einem düsteren Gedicht von Primo Levi beginnt:

Ihr, die ihr abends beim Heimkehren 
Warme Speise findet und vertraute Gesichter:
Denket, ob dies ein Mann sei, 
Der schuftet im Schlamm, 
Der Frieden nicht kennt, 
Der kämpft um ein halbes Brot, 
Der stirbt auf ein Ja oder Nein. 
Denket, ob dies eine Frau sei, 
Die kein Haar mehr hat und keinen Namen, 
Die zum Erinnern keine Kraft mehr hat, 
Leer die Augen und kalt ihr Schoß
Wie im Winter die Kröte. 
Denket, dass solches gewesen. 
Es sollen sein diese Worte in eurem Herzen. 
Ihr sollt über sie sinnen, wenn ihr sitzet 
In einem Hause, wenn ihr geht auf euren Wegen, 
Wenn ihr euch niederlegt und wenn ihr aufsteht; 
Ihr sollt sie einschärfen euern Kindern. 
Oder eure Wohnstatt soll zerbrechen, 
Krankheit soll euch niederringen, 
Eure Kinder sollen das Antlitz von euch wenden.

Von Primo Levi herausgekommen 1947, Übersetzung wohl von Levis’ Freund Heinz Riedt , angelehnt an 5. Mose (Deuteronomium) 6, 4 bis 9:

Dtn 6,4 Höre, Israel! Jahwe, unser Gott, Jahwe ist einzig.
Dtn 6,5 Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft.
Dtn 6,6 Diese Worte, auf die ich dich heute verpflichte, sollen auf deinem Herzen geschrieben stehen.
Dtn 6,7 Du sollst sie deinen Söhnen wiederholen. Du sollst von ihnen reden, wenn du zu Hause sitzt und wenn du auf der Straße gehst, wenn du dich schlafen legst und wenn du aufstehst.
Dtn 6,8 Du sollst sie als Zeichen um das Handgelenk binden. Sie sollen zum Schmuck auf deiner Stirn werden.
Dtn 6,9 Du sollst sie auf die Türpfosten deines Hauses und in deine Stadttore schreiben.
   Levi im Original:
«Considerate se questo è un uomo
Che lavora nel fango
Che non conosce pace
Che lotta per mezzo pane
Che muore per un sì o per un no.» 



   Zu Levi lesenswert die Wikipedia:
»1938 erließ die faschistische Regierung Italiens ein Rassengesetz, das es jüdischen Bürgern verbot, staatliche Schulen und Hochschulen zu besuchen. Dennoch schaffte es Levi 1941, sein Studium mit Auszeichnung zu beenden. Auf dem Abschlusszeugnis war jedoch der Vermerk ›von jüdischer Rasse‹ zu finden.«
   Wie etwa Curt Herzstark war Levi, Chemiker und gefasst als Partisan, ein privilegierter Fachmann, siehe auch http://www.joern.de/FAZHerzstarkk.pdf , und überlebte das KZ.
   Mehr zu Levis Gedicht hier. (Allerdings überlebte Primo Levi Auschwitz nicht bloß durch ein Wunder, sondern als Zwangsarbeiter für die I. G. Farben, wie die Wikipedia berichtet. »Am 22. Februar 1944 wurde Levi in einem Transport des Reichssicherheitshauptamtes (RSHA) nach Auschwitz deportiert. Von den 650 Frauen, Männern und Kindern dieses Zuges, die am 26. Februar 1944 in Auschwitz ankamen, wurden nach der Selektion 95 Männer und 29 Frauen als Häftlinge registriert und ins Lager eingewiesen.«.
   Selektion in Birkenau am 24.5.1945 (Auschwitz-Album), Bild Wikipedia, Ausschnitt

27. Januar 2020

Wäschetrockner lässt Wäsche nass

Es handelt sich wieder um meinen alten Bauknecht TK Plus 72A Di mit Wärmerückgewinnung, Güteklasse A trotz »Green Intelligence«, wie bei der Reparatur im Sommer 2015: https://blogabissl.blogspot.com/2015/06/trockner-reparieren.html . Eine Fortsetzung also.

   Ist aber egal, das Problem hat man mit allen derartigen Trocknern mit Wämerückgewinnung, Rekuperation, was ökologisch klingt aber nicht ist.
   Erstmal schlaumachen. Ein wenig Wikipedia, https://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%A4schetrockner#Kondensationstrockner , Hervorhebungen von mir:
Trockner. Kondensator (Kühler)
herausgenommen aus modernem Kondensationstrockner
Bild: Vermutlich russischer Autor, Wikipedia,
beschnitten

   Der unter der Trommel angeordnete Kondensator hat die Aufgabe, die Feuchtigkeit aus der Maschinenumluft zu entfernen. Dazu wird die warm-feuchte Luft abgekühlt. Ein mit dem Trommelmotor gekoppeltes Gebläse fördert kühle Umgebungsluft durch den Kondensator und kühlt durch metallische Wärmeleitung die durch Bleche räumlich getrennt strömende feuchtwarme Maschinenumluft. Dabei wird im Kondensator der Taupunkt unterschritten und die überschüssige Feuchtigkeit kondensiert als flüssiges Wasser, das sich zunächst in einer nachgeschalteten Wanne sammelt. Die abgekühlte Umwälzluft wird danach wieder angewärmt, der Kreislauf ist geschlossen. Die beim Durchströmen des Kondensators erwärmte Umgebungsluft wird in den Umgebungsraum abgeführt; sie kann wegen des geringeren Temperaturniveaus nicht zum Wiederaufheizen verwendet werden. Diese „luftgekühlten“ Trockner funktionieren umso besser, je kühler der Aufstellungsraum ist. […]
   Im Kondensator lagern sich feine Flusen ab, die die Effizienz einschränken. Ferner benötigen solche Geräte etwas mehr Energie als Ablufttrockner (~10 %); anders als bei diesem wird die Energie jedoch nicht ins Freie abgeleitet, sondern als Wärme an den Aufstellungsraum abgegeben. Dies ist bei Aufstellung in Wohnräumen im Winter ein Vorteil, da Heizenergie eingespart wird, im Sommer hingegen eher ein Nachteil.
   Kondensationstrockner sind von einem Ausgang (Wanddurchlass o. ä.) für den Abluftschlauch unabhängig. In der Anschaffung sind sie teurer als ein Ablufttrockner.
   
Soweit die Theorie. Ein »Kühlschrank« ist das also nicht, da ist keine zusätzliche Wärmepumpe mit separatem Kreislauf. An der glatten, metallisch gut wärmeleitenden Außenflächen des Kühlers bildet sich halt Tau wie am noch kühlen und ebenfalls gut wärmeleitenden Spiegel beim Duschen im kleinen Bad oder morgens in der Wiese. Damit ist die Feuchtigkeit bis auf weiteres als Wasser gebunden.
   Ob der geschlossene Luftkreislauf die höheren Kosten und den höheren Energieverbrauch wert sind, müssen Sie entscheiden. Es geht halt hier ohne Abluftschlauch nach draußen, . Wenn möglich trocknen Sie also »nach draußen« mit einem bei Anschaffung und Verbrauch billigeren Ablufttrockner.
   In der Praxis haben moderne Kondenstrockner einen guten Zugang zum Kondensator, und dieser lässt sich als Einheit herausnehmen und durchspülen, wie oben im Bild zu sehen.
Kondensator des »Protex plus« 8 kg A+++. Foto Jörn
Und nun ein Blick auf meinen »Bauknecht«. Dort ist der Konden(sat)or wie immer unten in der Maschine, aber nur schwer zugänglich:
Dreieckiger Flusenfilter und im Dunkel der eigentliche Kondensator. Foto Jörn
Hinter dem herausziehbaren dreieckigen Filter ist der Kondensor im Dunkel, meines Wissens nicht herausnehmbar. Und der sieht nach einiger Zeit versottet, schwarz verschimmelt und verdreckt aus:
Direkter Blitzlichtblick auf den nassen, dreckigen Kondensator im Bauch der Maschine. Foto Jörn
Hausmittel gegen schmierige Pilzsporen sind Backpuler in Wasser zu einer Paste angerührt, Essig, Badreiniger, angeblich »Bref Powerkalk«, usw.
   Ich sag’ dazu: Trocknen lassen! Also den Trockner zwischendurch offenlassen, auch unten, so weit als möglich. Öfter einmal putzen; den Staub mit dem Staubsauger absaugen. Alte Zahnbürste.
Geschlossener Trockenluftkreislauf bei geschlossenem Fenster. Kunstzeichnung Jörn
Bedenken Sie, dass der Schmutzbefall im geschlossenen Warmluftkreislauf liegt, also im Weg der Wäsche. Eingebrachtes doppelkohlensaures Sprühnatron (ich phantasiere) wirkt hernach in Ihrer Wäsche als Ätz- und Stinkicum. Also bitte nicht mit Benzin (dazu Feuergefahr!) oder scharfer Säure drangehen.   Die Wasserwanne ist bald auch ein dreckiger Sumpf von Flusen, Schimmel, Sporen. Wenn es geht (hier geht’s nicht) säubern, spülen. In den Schlauch fürs Abwasser pusten bis es unten blubbert, der darf nicht verstopft sein.

Link hierher zum Weitergeben http://bit.ly/fj3aNBDPy
 = https://blogabissl.blogspot.com/2020/01/waschetrockner-lasst-wasche-nass.html
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Link zum früheren Reparaturblog j.mp/fj2RPyEO0
 = https://blogabissl.blogspot.com/2015/06/trockner-reparieren.html

20. Januar 2020

Als Leonardo in Frankreich für Mailand Dämme baute

Der Titel ist ironisch. ’s ist ein weiter Weg von der Loire nach Mailand.
   Der Satz „Der mittlere, unterirdische Hauptkanal nimmt kein trübes Wasser auf, sondern Wasser, welches durch die Gräben außerhalb der Stadt fließt, mit vier Mühlen am Eingang und vier am Ausgang. Dies macht man, indem das Wasser oberhalb von Romoloutino staut.“ – Googeln Sie mal diesen Satz, genau so, wörtlich, also in Anführungszeichen.
   Ich kriege 153 Treffer (und die Warnung: »Alle Wörter ab "das" wurden ignoriert, da Suchanfragen auf 32 Begriffe beschränkt sind«). Wer da von wem abgeschrieben hat, weiß ich nicht, vermute aber fast alle von der Wikipedia, die als Quelle bloß angibt: »Anna Suh: Leonardo da Vinci. Skizzenbücher. Köln 2005.«
   Im Wikipedia-Eintrag zu Leonardo steht vor dem besagten, herausgehobenen Satz: »Die Pestepidemie der Jahre 1484 bis 1485 in Mailand veranlasste ihn wohl, dem Fürsten Pläne vorzulegen, nach welchen die Stadt unterteilt und nach verbesserten sanitären Prinzipien wiederaufgebaut werden sollte. In seinem Notizbuch notierte er: …«. Darauf folgt in der Wikipedia die Geschichte hier oben mit den Mühlen.
   Einem »Matthias« aus der Gegend von Rövershagen fiel auf, dass im letzten Satzteil des angeblichen Leonardo-Zitats ein »man« fehlen muss. Er hinterfragte das im Diskussionsteil.
   Also habe ich mal versucht, das Original zu finden. Nach viel Sucherei haben mich dann die drei Mühlen, die tre molini, ans Ziel gebracht.
Quelle: Auf j.mp/fj37b6Bir = https://books.google.de/books?id=kOYfDAAAQBAJ&pg=PA255&lpg=PA255&dq=Romorontino&source=bl&ots=-mlF5XwTbh&sig=ACfU3U26Y4RWbF6D6eVvaYY2ffMXlc_kfQ&hl=de&sa=X&ved=2ahUKEwjs0_nAgYvnAhUBGuwKHSM7DL8Q6AEwAHoECAUQAQ#v=onepage&q=Romolontino&f=false  "Romolontino" suchen, mit l
Fündig wurde ich im Kapitel 747 des “Notebooks of Leonardo Da Vinci”, Band 2, Seite 31, “Plans for canals and streets”, Nummer 747. Dort steht abgeschrieben: « … e questo si farà col rigorgare l’acqua di sopra a Romolontino», »das macht man [dann – da Zukunft] durch Aufstauen des Wassers oberhalb in Romolontino.« Dazu sagt die Quelle auf der Vorseite eindeutig: “The third text given under N. 747 refers to works executed by Leonardo in France”. Unten auch: “Romolontino is Romorantin, South of Orleans in France.”

Was heißt da übrigens rigorgare? Das gibt’s hier links zu sehen. Der Übersetzer ins Englische machte treffend “damming” daraus (nicht mit damning zu verwechseln!). Das muss der berühmte deutsche Jean Paul gewesen sein, Jean Paul Friedrich Richter, eigentlich Johann Paul Friedrich Richter, 1763 bis 1825.
   Und Romoloutino  mit u in der Wikipedia – ebenfalls nicht korrekt abgeschrieben – ist im Original Romolontino mit l: der französiche Ort Romorantin mit r. Erst der deutsche Übersetzer ins Englische, Pseudonym Jean Paul, Jean Paul Friedrich Richter, eigentlich Johann Paul Friedrich Richter, 1763 bis 1825, liegt richtig – und Romorantin in Frankreich, weit weg von der Mailänder Kanalisation.

Warum ich das hier blogge? Erst hab’ ich so den Diskussionsbeitrag in der Wikipedia kommentiert, dann wurde mir das dort zu dumm mit den Umständen, den Screenshot hochzuladen. Also hier.

Link hierher j.mp/fj2G2Ml6K
 =  https://blogabissl.blogspot.com/2020/01/als-leonardo-in-frankreich-fur-mailand.html

Hier (Leonardos?) geografische Skizze mit links dem Ort Romorantin und unten der Loire.
“By the ninth of the third” scheint die erwünschte Neigung zu sein, «il nono del terzo[decimo]» – da bin ich nicht weitergekommen. Friuli ist das Friaul.



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19. Januar 2020

Zölibat – Zwangs-Zölibat?

Mal nüchtern nachdenken. Wenn die Leute von Zölibat reden, dann meinen sie das (eigenlich »den«) Zwangs-Zölibat für katholische Priester. Wollemermal die zwei bitte unterscheiden und nachdenken!

Das Zölibat kann ich verstehen, und dass es für manche Gemeinschaften besser ist. Bei Mönchen zum Beispiel, die zusammenleben, sogar in Studentenheimen, wo man nicht eine ganze Familie nachziehen lassen kann. Aber da lebt man ja auch nicht lebenslang.
   Unabhängig zu sein, lässt eine höhere Konzentration auf den Job zu.
   Weiter etwa auf Schiffen, aber vielleicht nicht für Raumschiffe.
Jedenfalls kann man Zölibat je nach Situation bedenken.
   Auch bei der katholischen Kirche war das erst (bei Einführung, so 1022?)  keine moralische Frage, und ist es heute noch nicht. Unkeuschheit als anderweitige Ablenkung hat mit Zölibat nichts zu tun; ist ein separates Thema, für die Beichte. Freilich kann man Keuschheit als »Ehe mit Gott« oder als anderweitig völlige Hingabe auffassen, aber ich finde, beide Fragen gehören getrennt betrachtet: Keuschheit religiös, Zwangszölibat und Frauenordination praktisch, gesellschaftlich. Selbst die Wikipedia eiert da herum.

Nun aber zum »Zwangszölibat«, zur Tatsache, dass nur versprochermaßen lebenslang zölibatäre Priester zum Beispiel wandeln dürfen. Erstens ist das nicht überall so, und zweitens nicht plausibel. Die Protestanten halten das anders, und es geht auch. (Damit, dass beide unterschiedliche Auffassung zur gewandelten Hostie haben, hat das nichts zu tun.)

Das Zölibat – ebenso wie die Frauenordination – ist keine religiöse Frage, sondern eine Frage der Lebensführung und der Akzeptanz: Die Akzeptanz Gottes ist dabei unbekannt, die der Gesellschaft wohl gegeben. Ob Christus zölibatär gelebt hat, ist da auch nicht entscheidend, und wohl auch nicht nachgewiesen? Vor allem nicht, ob er nicht anders hätte leben können und dürfen. Als Gott? Anders als Johannes der Täufer lebte er ein paar Jahre lang mitten in der Gesellschaft, bevor man ihn umgebracht hat.

Wir sollten also ein Zölibat achten als persönliche Entscheidung, nicht aber vorschreiben für einen Beruf wie Priester oder Priesterin. Priester sein ist kein Himmelfahrtskommando, wo der eventuelle Ehepartner hinternach bald einmal sitzenbleibt. Im Gegenteil, je »normaler« ein Priester sein kann, desto näher mag er den heute Gläubigen sein.
 
Hier ein Artikel von vielen,
https://www.katholisch.de/artikel/22655-von-anfang-an-umstritten-die-geschichte-des-zoelibats

Link hierher j.mp/fj2udx8x1
 = https://blogabissl.blogspot.com/2020/01/zolibat-zwangs-zolibat.html 

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18. Januar 2020

HP LaserJet installation

I’ve spent hours – every time! – to install the software for Wi-Fi-based black and white “HP LaserJet” printers. I have two of them in different locations, so as to use the same cartridges. As operating system I (still) use Windows 7.
   Both posts are german:
HP-Drahtlosdrucker anschließen from 1.4.2019 with so far 52 views (as of 18.1.2020)
Mist HP LaserJet P1102w from 15.9.2017 with so far 207 views (as of 18.1.2020)
  (finally using the WPS button). »Mist« means “crap”; I was angry.

Todays experience:
   Symptoms:
· Wrong local IP address
· No driver, or no driver found
· Simply not printing
Cure:
• Get the installation software from, for example: j.mp/fj2RnCyNK =
https://support.hp.com/us-en/drivers/selfservice/hp-laserjet-pro-p1102-printer-series/4110394/model/4110306 
• Use the original installation software from the self extracting tool
name: HP LaserJet Pro P1100, P1560, P1600 Series Full Feature Software and Driver
version as of January 2020: v20180815, 157.1 MByte from December 9, 2019
   I used an older
hp_LJP1100_P1560_P1600_Full_Solution-v20120831-50157036_SMO.exe 147 MByte

Good luck! Once it runs the low cost black and white laser printer prints fast, prints a long time with the same cartridge, and may rest unattended for long periods, there is no ink that dries and stops jetting, forever – despite the misnomer laser-jet. This printer is engine driven, no jet.

• Tipp: Print a blank page to test – uses least paper!

Permalink to this post j.mp/fj377DUmE
  = https://blogabissl.blogspot.com/2020/01/hplaserjet-installation.html

PS. Don’t e-mail short links. The mail system might block the message. Use only long links in mail.
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14. Januar 2020

Micky-Maus- und Donald-Duck-Geschichten finden

Besonders schön das Klassik-Album 33, ca. 1992, damals für teure DM 6,80 / öS 49,– / SFr. 6,80, »Texte Dr. Monika Fuchs«, Schlussgeschichte Seite 39, mit dem

Kennzeichen WDC 90

im Titelbild. Heute so für 50 Cent. Gezeichnet von Carl Barks – zu erkennen an Donalds langem Hals.

1. Aus dem Copyright-Vermerk geht ein Datum hervor. Hier am Ende »© The Walt Disney Company … Druck und Verarbeitung: Fotolitho Lombarda, Milano 1992«. Langezeit wurden die Mickymäuse dort kreiert und gedruckt. Fotolito schreiben Italiener ohne h – Italienisch hat weltweit die modernste Schreibweise! Die Firma gibt’s noch immer.

2. Googele ich nach WDC 90 (mit kleinen Hilgen für Google wie Mickymaus oder Donad) komme ich z.B. zu http://www.barksbase.de/deutsch/bbload.htm?bbid=cwdc1&bbmain=http%3A//www.barksbase.de/deutsch/wdc90.htm&bbselect=bbcsel.htm und lese dort so ziemich alles über die Geschichte.

WDC 90/1 Donald Duck (Vergebliches Streben) 
CBL VII/3/669 · E: 1947-10-09 · V: 1948-03 · 10 S.
D: MM 47/58 [F1]; TGDD 23 [F2]; KA 33 [F1]; BL-WDC 12 [F1]; BCS 4 [F1]
Donald Duck; Tick, Trick und Track
    Adolar [-]; Casaba Cantalupa [Casaba Cantaloupa]; Kasimir/Kalle [Joe]; Karola Klagesam [Angina Arthritis]; Mañana N. de Patio [Manana N. de Patio]; Prunella Pustekuchen [Prunella Prunepuss]; Scheffelweis [J. Morganbilt Giltwhiskers]; - [Pott]
    Donald und die Neffen arbeiten als Telegrammboten bei der Intertel [Coastal Union]. Donald schickt die Neffen mit einem fingierten Telegramm zu Fräulein Prunella Pustekuchen [Prunella Prunepuss], Müllweg 286 [18688 Dreary Street], ganz am entgegengesetzten Ende der Stadt. Die Adresse gibt es zwar nicht, aber eine gewisse Karola Klagesam [Angina Arthritis] zeigt sich von dem Text des Telegramms so angetan, daß sie jedem der Neffen 10 Taler Trinkgeld gibt. Donald liefert derweil ein Telegramm bei Señorita Casaba Cantalupa [Casaba Cantaloupa] in der Westendstraße [Millionaire Row] ab, einer schwarzhaarigen Atombombe aus dem heißen Süden, bei der er vergebens auf Trinkgeld hofft. Sein nächster Kunde ist der Millionär Scheffelweis [J. Morganbilt Giltwhiskers], ebenfalls Westendstraße, wo er aggressiv auf Trinkgeld besteht. Doch Scheffelweis ist der Präsident der Intertel und hat gerade seine Magenkolik - und Donald wird gefeuert.
    CBL-Titel: »Wired«.

Interessant die E:, wohl Erstveröffentlichung 9.10.1947, und deutsch im Mickymaus Nummer 58 im selben Jahr, sozusagen »synchronisiert«.
   CBL ist die »Carl Barks Library«, mehr hier https://de.wikipedia.org/wiki/Barks_Library . Dort auch ein Link zur Barka Library bei Ehapa (inzwischen Egmonts): http://www.ecc.ehapa-shop.de/disney/carl-barks/barks-autorenreihe – Da geht’s aber nicht weiter; der Kommerz hat’s gekapert.

Richtig fündig wird man in Amerika: https://en.wikipedia.org/wiki/The_Complete_Carl_Barks_Disney_Library oder kürzer j.mp/fj2t6CE4z .
   Nach der Suche in den Inducks nach Wired (angeschlossen) und Carl Barks finde ich die Geschichte: https://inducks.org/story.php?c=W+WDC++90-02&search=Wired%20barks%20Donald finde ich endlich die Story.
   Tiefer drin auf https://inducks.org/issue.php?c=de%2FTGDD++23#d finde ich endlich mein »Vergebliches Streben« als »W WDC 90-02«, 10 Seiten je 4 Reihen.Ich komme zu einer Übrsicht wie hier ganz oben die deusche: https://inducks.org/story.php?c=W+WDC++90-02 .

Aber immer noch – kein Bild!
   Nach unverantwortlich langem Suchen,  "donald wdc 90-02 vergebliches streben" suchend und optisch unter den resultierenden Bildern, das gleich zweite auf https://www.lustiges-taschenbuch.de/ausgaben/nebenreihen/ltb-classic-edition/band-4 
Ein roter Verkaufsbalken überlagert die erste Seite – auch weitere werden nicht gezeigt, um den Heftabsatz zu fördern.
   Der Text ist zeitgemäß angepasst: Donalds Erklärung im dritten Bild, rechts, »Auf eigenen Schmuckformularen! Auf besonderen Wunsch wird der Text dem Empfänger auch vorgesungen. …«. Die Schmuckblätter sind weg, in Wirklichkeit und im Nachdruck, ca. seit 1984. 


 – Unsere Carl-Barks-Geschichte gibt’ seit dem 12.12.2019 übrigens frisch als »LTB Classic Edition Nr. 4« für zehn Euro, wie man erfährt, wenn man’ online kaufen will (in https://www.egmont-shop.de/lustiges-taschenbuch-classic-edition-nr-4-die-comics-von-carl-barks.html/?_ga=2.249061063.1735563643.1578992981-945338202.1578992981)



https://inducks.org/

Guter Einstieg auch zu anderen Comics: https://www.fandom.com/

https://inducks.org/story.php?c=W+WDC++90-02

Lost in the Andes https://inducks.org/s.php?c=W+OS++223-02

Permalink http://j.mp/30gXH0n
 = https://blogabissl.blogspot.com/2020/01/micky-maus-und-donald-duck-geschichten.html

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