10. Juni 2019

Multikulti zu Pfingsten


Wer zugehört hat, bequem im Sitzen beim Pfingstsonntagsgottesdienst, wird sich über das Multikulti-Jerusalem vor zweitausend Jahren gewundert haben.
   Da lebten Parther, Meder und Elamiter, Bewohner von Mesopotamien, Judäa und Kappadokien, von Pontus und der Provinz Asien, von Phrygien und Pamphylien, von Ägypten und dem Gebiet Libyens nach Kyrene hin, sogar Römer, Juden und Proselyten, Kreter und Araber scheint's friedlich zuammen. 


Das Pfingstereignis
Apg 2,1 Als der Pfingsttag gekommen war, befanden sich alle am gleichen Ort.
Apg 2,2 Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daherfährt, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie waren.
Apg 2,3 Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder.
Apg 2,4 Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt und begannen, in fremden Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab.
Apg 2,5 In Jerusalem aber wohnten Juden, fromme Männer aus allen Völkern unter dem Himmel.
Apg 2,6 Als sich das Getöse erhob, strömte die Menge zusammen und war ganz bestürzt; denn jeder hörte sie in seiner Sprache reden.
Apg 2,7 Sie gerieten außer sich vor Staunen und sagten: Sind das nicht alles Galiläer, die hier reden?
Apg 2,8 Wieso kann sie jeder von uns in seiner Muttersprache hören:
Apg 2,9 Parther, Meder und Elamiter, Bewohner von Mesopotamien, Judäa und Kappadozien, von Pontus und der Provinz Asien,
Apg 2,10 von Phrygien und Pamphylien, von Ägypten und dem Gebiet Libyens nach Zyrene hin, auch die Römer, die sich hier aufhalten,
Apg 2,11 Juden und Proselyten, Kreter und Araber, wir hören sie in unseren Sprachen Gottes große Taten verkünden.
Apg 2,12 Alle gerieten außer sich und waren ratlos. Die einen sagten zueinander: Was hat das zu bedeuten?
Apg 2,13 Andere aber spotteten: Sie sind vom süßen Wein betrunken.
 (Quelle https://www.uibk.ac.at/theol/leseraum/bibel/apg2.html#1)

Dass sie sich auf einmal verstanden, ist für moderne Menschen dank Sprachausgabe und Google-Translate kein Wunder.
   Aber warum haben sich die nicht die Köpfe eingeschlagen? Warum nicht aus »Sozialer Gerechtigkeit« oder wegen dem Sprachenstreit oder mangelnder Pressefreiheit Aufstand gemacht? Warum hat die keiner bombardiert? Warum ist der Libanon nicht mehr die Schweiz des Nahen Ostens? Damaskus, die älteste Stadt der Welt …?
   Ich meine: Weil wir uns jüngst wie die Karnickel vermehrt haben, wir Menschen. Alles voll. Alles nervös, Stau, Streit, Gift (sogar Giftgas) gegeneinander. Dann ist das eine natürliche Reaktion. Dagegen sind Hennen in Legebatterien noch glücklich wie Mönche in Zellen.

Quelle https://folio.nzz.ch/2019/maerz/eine-steile-karriere
Siehe  https://blogabissl.blogspot.com/2018/07/nzz-artikel.html#MasseMensch 

Das ist eine Wachstumskurve! Und unumstritten von Menschen ausgelöst, von Menschen direkt beeinflussbar. Dagegen könnten doch unsere Schüler streiken, können wir was tun.
   Beim Klima ist das so eine Sache: zwar ist es dem Klima egal, ob und wieviel wir daran schuld waren und sind. Wichtig ist jetzt nur, ob wir effektiv was dagegen tun können. Was ich bezweifle. Außer wir streuen etwas Dreck in die Stratosphäre (Geoengineering nennt das einen »Partikelschleier«), und das traut sich niemand; die Vereinten Nationen wollen nicht einmal daran denken (steht im Artikel). Wollen wir die Erde wirklich kühler? Oder nur g’schafteln?

Link zu diesem Blogeintrag http://j.mp/2ZgNHSR
    https://blogabissl.blogspot.com/2019/06/multikulti-pfingsten.html

PS. Friede und Gerechtigkeit sollten nicht in einem Satz vorkommen!

11.6.19 Man weist mich auf einen politischen »Gegenartikel« hin, »die Überbevölkerungshysterie« von Michael Hüter, Salzburg. Der meint: »Die Kindersterblichkeit kann naturgemäß nicht unter 1 Prozent sinken, daher wird die Weltbevölkerung auch nicht mehr weiter steigen. Dazu müsste, vorausgesetzt die Kindersterblichkeit bliebe konstant niedrig, was auch nicht in Stein gemeißelt ist, weltweit die Anzahl der Kinder pro Frau auf zumindest 4 steigen. Das ist derzeit wahrlich utopisch. Im Gegenteil. Ab etwa 2050 wird die Anzahl der Weltbevölkerung erstmals seit über 200 Jahren stark sinken.« – Hüters Argumentation verstehe ich nicht. Auf andere modische Aussagen will ich nicht eingehen. So gibt es zahlreiche Aussagen über »Armut« (dessen jeweilige Definition fragwürdig ist), über den steigenden Gesamtreichtum der Welt nicht. Mit Schuldzuweisungen in die Vergangenheit und Prognosen halte ich mich zurück: Die Leute waren ja früher nicht böser und der Club of Rome auch nicht gescheiter … 
Die Kurve des weltweiten Nationalprodukts zeigt, wie die Bevölkerungszahl, stark nach oben, wobei das je nach Definition mehr oder weniger für »Reichtum« stehen mag. Dass die Welt immer »ärmer« wird, halte ich aber für Unsinn und irreführend.
   Es geht mir um den Frieden.

Ein paar theologische Gedanken eines Freundes füge ich zu:
   Vom dramaturgischen Verlauf der Pfingstgeschichte in Apg 2 war die Völkerverständigung und -versöhnung noch nicht durch das »Pfingstrauschen« gegeben. Zuerst hörten nur »Juden, fromme Männer aus allen Völkern« (2,5) zu. Da lief das Volk zusammen. Nun hörte es die »Jüngerinnen und Jünger«, allesamt Galiläer, über die großen Taten Gottes reden – in der Sprache der Zuhörenden! Ideal-Kommunikation.
   Danach folgte die Pfingstpredigt Petri (2,14-36) und gipfelte in der Frage: »Was sollen wir tun?« (2,37). Darauf gibt es dann die passende Antwort (2,38-47). 
   Angesichts dieses Textes der Apostelgeschichte sollte man schlussfolgern: Am Ende kann diese Art von Besinnung, Einheit und Verständigung nur der Heilige Geist schaffen, den der Sohn Gottes, Jesus Christus, schenkt (vgl. 2,33) – und der in die Umkehr zu Gott führt.

5. Juni 2019

Laurentius-Konzert

St.-Laurentius-Kirche Bonn Lessenich
Tausend Worte könnte ich schreiben. So schön war’s; draußen Frühling, in der kühlen Kirche kräftige Kinderstimmen, am Sonntagnachmittag den 2. Juni 2019.
   Die Bonner Joseph-Woelfl-Gesellschaft, die jeden ersten Sonntag im Monat (außer im Juli und August) um 16 Uhr ein Konzert anbietet, hatte ausnahmsweise in die Laurentius-Kirche gebeten. Da hatte der große  Kinder- und Jugendchor vom Theater Bonn (der Oper) Platz und Akustik. Die unermüdliche Ekaterina Telegina (Klewitz) leitete und dirigierte. Die Kirche war voll; so zweihundert Zuhörer erlebten die Vorträge.
   Von Moskau als erfahrene Musikerin und (Chor)dirigentin nach Bonn gekommen, leitet Frau Telgina seit 2007 Bonns Vorzeigechor, ja »Vorsingechor«, mit etwa hundertzwanzig Sängerinnen und Sängern.
   Entsprechend professionell und engagiert ging’s zur Sache, zunächst mit ernsten Liedern und Texten von Ilse Weber (1903 Witkowitz – 1944 Auschwitz) wie etwa »Ich wandre durch Theresienstadt«.  
   Am Klavier begleitete Antonis Selemidis das ganze Konzert, stellte die Elektronik später sogar auf Orgel um, oder spielte von der Orgel her?
   Es folgten Auszüge aus der in Theresienstadt über fünfzigmal aufgeführten Kinderoper Brundibár, Musik Hans Krása (1899 Prag –1944 Auschwitz). Die Oper wurde in den Neunzehnhundertsiebzigerjahre aus »einem Klavierauszugs in tschechischer und hebräischer Sprache« (Wikipedia) rekonstruiert. Ob es das ursprünglich deutsche Libretto von Adolf Hoffmeister (1902 Prag – 1973 bei Brünn) noch gibt, weiß ich nicht. Dieser schrieb: »Wir haben eigentlich die Oper als Brechtsches Lehrstück gefasst. Die Mutter ist krank, ihre zwei Kinder, Pepiček und Aninka, gehen Milch holen, aber sie haben kein Geld. Da sehen sie, dass die vorübergehenden Menschen dem Leierkastenmann Geld geben: So stellen sie sich an die Straßenecke und fangen an zu singen. Aber ihre Stimmen sind zu schwach. Da kommen die Tiere der Stadt und raten ihnen, einen Kinderchor zu formen, damit ihre Stimmen stärker wirken. Und die Tiere laden die Schulkinder ein, und die Kinder fangen an zu singen, und ihre Stimme ist stark genug, und der Leierkastenmann ist geschlagen. So, durch die Solidarität aller Kinder, haben sie den Leierkastenmann Brundibár besiegt, weil sie sich nicht unterkriegen ließen.«
Im zweiten Teil standen Lieder zur Natur im Programm, übrigens von der erfahrenen Moderatorin Elisabeth Einecke-Klövekorn charmant angesagt, der Vorsitzenden der Theatergemeinde Bonn.
   »Die launige Forelle« von Fraz Schlöggl konnte da singen, original à la Schubert, nachts nach Mozart-Art und tags wie Beethoven, schließlich frei nach Weber.
   Von Joseph Woelfl (1773 Salzburg – 1812 London) folgten »O Tell Me No More« und »der Wald«.
   Vier Lieder zu Schuberts Winterreise, Text Wilhelm Müller (Dessau 1794 – 1827) hatte die Dirigentin Ekaterina Telegina arrangiert.
   Danach hörten wir aus dem populär gewordenen »Kindern des Monsieur Mathieu« den «Cerf Volant», einen Flugdrachen, und die «Caresse Sur L'océan», wo ein Vogel hoch über den Wassern fliegt.
   Ein wahrer Höhepunkt war die von Amerikanern für die österreichische Nationalhymne gehaltene Richard-Rogers-Melodie »Edelweiss« aus »Sound of Music«. Ohne den Film kam das gar nicht schmalzig rüber, ein Ohrwurm halt. (Die alte österreische Hymne von Joseph Haydn »Gott erhalte Franz den Kaiser, unsern guten Kaiser Franz!« haben schon 1922 die Deutschen übernommen, lang vor dem »Anschluss« – bis angeblich auf eine Note
   Es folgte aus dem Disney-Film »Moana« von ♂ Lin-Manuel Miranda (2016. Bei uns heißt Moana Vaiana, um nicht mit Moana Pozzi verwechselt zu werden) »How Far I’ll Go«, 2016, noch ein schönes Meer- und Sehnsuchts-Lied (»Wieder zieht es mich zum Meer …«) – Damit kann man Deutsch lernen!
   Das Konzert schloss mit »A Million Dreams« aus dem Zirkus-Barnum-Film von 2017 »The Greatest Showman«. Zugabe wieder »How Far We’ll Go«.

Im der Bonner Oper gibt es am Donnerstag, 13. Juni um 17 Uhr, und am Freitag 14. Juni um 16 Uhr  noch Gelegenheit die Aufführung zu sehen, im Foyer!


Link hierher
http://j.mp/2ETYP0m =
https://blogabissl.blogspot.com/2019/06/laurentius-konzert.html

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Siehe auch
   http://blogabissl.blogspot.com/2014/02/verstehen-nicht-urteilen.html
   http://blogabissl.blogspot.de/2010/01/flucht-und-vertreibung-im-zusammenhang.html

Noch ein paar persönliche Gedanken. Und da muss man zurückblicken.
Sprachen in der Tschechoslowakei um 1930 (Wikipedia). Prag
Als ich nach dem Konzert ein wenig herumfragte, wo und wann denn Theresienstadt war, wusste das so genau keiner. Dabei kam es damals auf Leben und Tod darauf an, wann man genau wo war, welchen Pass man hatte, welche Großeltern …
Theresienstadt – nach Maria Theresia benannt – liegt südlich von Leitmeritz in Nordböhmen.
Kartenausschnitt aus Andrees Handatlas 1910, Karte »Böhmen, Mähren und Österreichisch-Schlesien«.
Die Gegend blieb 1938, als die sudetendeutschen Gebiete ans Deutsche Reich abgetreten werden mussten, bei der »Resttschechei«, die dann ein paar Monate später im März 1939 zum »Protektorat« wurde.
   Theresienstadt war von 1941 bis 1945 deutsches »Vorzeige«-Lager, als »Durchgangslager« beschönigt.
danach von 1945 bis 1948 tschechisches Internierungslager für zu vertreibende Deutsche, vor allem aus Prag. 
Durch Theresienstadt, Terezín, fließt die Eger – die »Eger« vom »Egerland« –, die dann gegenüber von Leitmeritz in die Elbe mündet, südlich, auf der anderen, linken Seite der Elbe. Ihr Wasser fließt weiter mit der Elbe an Aussig – bis vor kurzem Außig geschrieben – vorbei, durch Dresden und zuletzt durch Hamburg in die Nordsee.
   Nach dem Ersten Weltkrieg wurde das ganze Gebiet – hier wohl das vorwiegend deutsche Sudetenland am Nordwestrand der Tschechoslowakei und die ganze mehrheitlich tschechisch beziehungsweise slowakisch sprechende Tschechoslowakei – tschechoslowakisches Staatsgebiet.
  Die Einwohner mussten sich zu einer Volksgemeinschaft bekennen. Meine Großeltern – obwohl aus Innsbruck in Tirol beziehungsweise Witkowitz in Böhmen stammend, meldeten sich als Tschechen.
   Also: Die »Tschechei« (ganz ohne modernen negativen Klang)  umfasste – von kleinen Veränderungen an der schlesischen Grenze (von Friedrich II bezw. Maria Theresia) abgesehen – den heutigen Staat »Tschechische Republik«, genannt »Tschechien«, mit Prag als Hauptstadt. Die alte Gliederung in Böhmen (drei westliche und nördliche Viertel), Mähren (südöstliches Viertel mit der Hauptstadt Brünn) und Mährisch Schlesien (auch Sudetenschlesien, gebirgige Randzone gegen Schlesien mit der Hauptstadt Troppau) ist überholt. Die »Slowakei«, amtlich »Slowakische Republik« hat Pressburg (bei Wien) als Hauptstadt. Alles EU-Staaten.
  Die Karte des Protektorats mit Aufdruck Mapa Protektorátu Čhechy a Morava z roku [ab Jahr] 1941, links ein Ausschnitt, zeigt blau strichliert die damalige Reichs-Protektorats-Grenze ungefähr west-östlich geschlängelt, zwischen Leitmeritz (zum Deutschen Reich gehörend) und Theresienstadt (Protektorat Böhmen und Mähren) in der Elbe liegend.
   Danach gehörte Leitmeritz zu Deutschland und Theresienstadt zur Tschechei, siehe auch die Postkarte.
   Wikipedia teilt mit, daß Theresienstadt noch bis zur Mitte des 19. Jh. eine deutsche Bevölkerungsmehrheit hatte. Bis 1918 war die Sprachgrenze aber an die Elbe herangerückt und sechs Kilometer oberhalb von Leitmeritz sogar über die Elbe »gesprungen«. (Muss ich noch belegen!)

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Von der Aufführung habe ich ein paar laienhafte Videos gemacht. Sie stehen Google-abgeschirmt, öffentlich nicht findbar in einem extra Album. Wer sich berechtigt fühlt, die Videos anzusehen und den Datenschutz zu wahren, möge sich bei mir melden. Ich finde es jammerschade, dass der Datenschutz heute so viel verhindert, wofür sich keiner zu schämen brauchte. Fragen kann man nicht alle. Gesetze ersetzen Anstand. 

Links:
• Deutscher Propagandafilm »aus dem jüdischen Siedlungsgebiet« – ohne Erwähnung von Brundibár
• Brundibár-Aufführung in Theresienstadt, ungarisch kommentiert, englische Untertitel

Brundibár, aktuellerWikipedia-Eintrag
• Der Bayrische Rundfunk über Brundibár
Radio Prag über Brundibár
Deutsche in der Ersten Tschechoslowakischen Republik 
• Robert Luft, Zwischen Tschechen und Deutschen in Prag um 1900
• Der Bonner General-Anzeiger über die Oper Brundibár

Fehler und Anregungen bitte an Fritz@Joern.De

30. Mai 2019

How Do I Write a Bestseller?

Well, I don’t write bestseller(s). Certainly I  ever did. My few books are listed here, at http://joern.de/books.htm, and that’s it. But back to the question.
1. You must work very hard. Diligence! More than just due diligence. I didn’t even know the word. »Schleifen, schleifen, schleifen«, said my sort-time mentor Margret Mellert. Work like an addict, like a madman, or like Thomas Mann “every morning, early”, in his room.
2. You must be mad, or at least heavily depressed. Never will a lucky man, a woman in love, a pilot in air produce fine fiction, just by “singing in the rain”. This applies to your first bestseller, I guess.
3. Study “creative writing”. Don’t think you are a genius.
3. And here the real trick. Todays foremost style element: Drill Down. Pardon the technical expression. Involve the reader in the smallest of details, confuse her, or rather impress her with your finest knowledge of completely unnecessary details. Heshe will believe you, will adore the book. Fake news are simple. Believe only the complicated. Take things that nobody can check. They must appear true, real, realistic, authentic, wonderful – in their effect.
   Read a couple of bestsellers, and you’ll see. I offer an example.
“A new thing to write”, 1945. Foto Wikipedia
   In “All the Light we Cannot See” by Anthony Doerr, “a dazzling, epic work of fiction” playing in the early second world war, on page 286 you’ll read: “After several hours the commandant’s assistant calls him in and sets down his ballpoint and looks across his desk as tough Werner is one among a vast series …” etc. etc. The scene appears right before your reading eyes, virtual reality.
   Unfortunately I, personally I, saw my first ballpoint pen thrown into a cardboard box by a traveling jester in Bolzano in front of the train station, as a boy of six. To prove that the pen won’t ruin by falling on the floor, as pens with pens would, invariably. This pen still wrote after that use as a practical dart. Fortunatley I’m rather old: That was in 1947, when biros became available in post-war Italy. A German commander would never have had a ballpoint, I’m 96.5 % sure.
   Bad luck. No setback to the bestseller though.

Thomas Mann ref.:
https://www.welt.de/print/die_welt/wissen/article13806966/Kreative-arbeiten-am-Rand-des-Wahnsinns.html

Permalink to here http://j.mp/2EJyl1k
   = https://blogabissl.blogspot.com/2019/05/how-do-i-write-bestseller.html

20. Mai 2019

Quer-Panorama

Fotografisches.
   Moderne Kameras und Smartphones können Panoramabilder machen. Man schwenkt die Kamera, und klick-klick-klick werden mehrere Bilder gemacht und zu einem Panorama zusammengebaut. Normalerweise schwenkt man die Kamera so, waagerecht, wie man sie meist auch hält.
   Aus der Betriebsanleitung:

Soweit der Normalfall. Da bekommen Sie bei meiner Kamera Bilder von maximal 1080 Pixeln in der Höhe.
Bei Quer-Panoramen, für die Sie die Kamera nach der entsprechenden (bei mir permanenten) Panorarichtungsumstellung hochkant halten und querherüber schwenken, bekommen Sie aber maximal 1440 Pixel! (Die Maximalbreite des Panoramas bleibt bei 8000 Pixeln.)
   Hier ein Beispiel.
Der Rhein bei Bonn im maximalen Weitwinkel der Kamera
Der Rhein bei Bonn – automatisches Quer-Panorama
Quer-Panoramen zeigen sich zunächst hochkant, weil die Kamera ja so gehalten wurde. Sie müssen in der Kamera oder am PC gedreht werden – heutzutage ein Klacks.
   Sie wirken natürlicher als normale Panoramen, weil sie trotz einem weiten Aufnahmewinkel nicht so schlauchartig ausfallen.
   Noch ein paar fotografische Tipps:
• Übertreiben Sie nicht mit dem Schwenk. Es ergeben sich sonst unnatürliche Kurven – wie hier oben am Dach links oder hier unten beim rautenförmigen Rhein.
Der Rhein bei Hatzenport – von links Nord bis rechts Süd. Der Uferweg hat einen deutlichen Knick im Bild.
 • Eventuell müssen Sie noch geraderichten, damit zum Beipiel der Rhein im obigen Bild nicht von Norden (links) nach Süden (rechts) zu fleißen scheint …
Bonn. Gegenlichtblick vom
Markt in die Sterngasse
Die Karlskirche in Volders,
Inntal(autobahn)
• Sehr schön werden Überkopfbilder, etwa in Kirchen vom Altar über die Deckenbemalung bis nach hinten zur Orgel. Die Bilder haben dann freilich zwei untere Enden – die Altar- oder die Orgelseite. Mein Bruder hat sich so eine Faltkarte für Weihnachten gemacht.
• Passen Sie auf, dass keine Leute durchs Bild wandern, wie hier links. Sie erscheinen dann bestenfalls stückweise. Im Bild können Sie anhand der Störlichter links die Zahl der Teilbilder abschätzen, zirka 17.

Permalink hierher http://j.mp/2WSLtbB
 = https://blogabissl.blogspot.com/2019/05/quer-panorama.html

19. Mai 2019

URL extrahieren aus Google-Suche

Google-Suchergebnisse anklicken kann a jeder. Aber weitergeben?
   Kopiert man sich Suchergebisse von Google, so sind die doppelt »verunleserlicht«. Erstens enthalten sie allerlei Details für Google, die dann höchstens SEO-Leute interessieren. Zweitens sind sie Sonderzeichen sicherheitshalber prozentkodiert, schon aus dem horror vacui des Netzes.
   Hier ein Beispiel eines Google-Suchergebnisses:
Die spitzen <Klammern> können Sie gleich vergessen.
Nach erstens ? und danach & folgen Parameter. Was ursprünglich gesucht wurde, zeigt Google nicht mehr an, um den SEO-Leuten keine Hinweise zu geben. Uns kommt es uns nur auf den Parameter url an, nicht auf z.B. cad vorher oder usg hinterher.
   Um die Prozentkodierung wegzubekommen, gibt es zahlreiche mehr oder weniger gute Onlinetools, etwa
Dieser dencoder macht aus den obigen Salat etwas weniger hochprozentig
Hinter ted sehen Sie da immer noch zei %20 – bekanntlich Leerzeichen. 
   Um den String (die Buchstabenfolge, Buchstabenkette) ganz prozentfrei zu machen, müssen Sie die Dekodierung mehrfach (iterativ) vornehmen.
Jetzt ist die Zeichenkette ganz prozentfrei, aber immer noch kryptisch, voller Schlüssel. 
   Also habe ich keine Mühe gescheut und Ihnen eine Online-Site gefunden, die gleich sauber nur die Web-Adresse (URL-Kode) extrahiert:


Damit bekommen Sie eine ordentliche Webadresse, hier im Beispiel

also ftp://downloads.provinz.bz.it/depu_upl/Relazione%20tecnica_ted%20-%20299282-20170816-110209.pdf 

ftp ist sowas Ähnliches wie http, ftp nimmt Ihr Browser auch. Die Adresse ist jetzt klickbar (gerade wegen der verbliebenen Prozentzeichen) und führt in dem Fall zu einem öffentlich herunterladbaren Dokument der Provinz Bozen.

Noch ein Tipp: Kurzadresse! Lange Zeichenketten zerhackt E-Mail oft in meherer Zeilen, besonders in Antworten mit Referenzen, und dann gehen sie nicht mehr. Dagegen helfen Kurzadressen, etwa von bit.li. (Das Stichwort Kurzadresse kennt die deutsche Wikipedia nicht, die nennt das fachsimpelnd Kurz-URL-Dienst. Dabei hat’s Kurzadressen schon bei Telegrammen gegeben, was die deutsche Wikipedia nur als Drahtwort kennt.) – Ich hab’ mir sogar von Bit.Li den Kurzadressengenerator als Zusatz in den Browser geladen. Jedenfalls wird dann die Beispieladresse zu 

https://bit.ly/2LSO7gD

Wenn Sie diese kurze Adresse (identisch mit https://j.mp/2LSO7gD) weitergeben, so wird die garantiert nicht zerstückelt. Nur leider lesen alle Mailsysteme Ihre Post und deklarieren meistens Kurzadressen zu gefährlicher Spam; Ihre Mail kommt dann gar nicht an. Verstecken Sie die Kurzadresse vor dieser übergriffigen »künstlichen Intelligenz« und schreiben Sie menschlich lesbar zum Beispiel »https://j und dann PunktMP/2LSO7gD«. 
   Nur Whatsapp mag Kurzadressen, löst sie sogar etwas auf. Vorbildlich.


Permalink hierher: http://j.mp/2WUX1eG
 = https://blogabissl.blogspot.com/2019/05/urlextrahieren-aus-google-suche.html


Links für SEOs
https://moz.com/blog/decoding-googles-referral-string-or-how-i-survived-secure-search
https://meyerweb.com/eric/tools/dencoder 

Die langen Links sind als Bilder eingefügt, weil sie sonst den Blog-Kode stören.

16. Mai 2019

Versuche der Aktivitätenverfolgung blockiert


»Versuche der Aktivitätenverfolgung blockiert«, das zeigt einem hier der Firefox mit einem Wappen im der URL-Adresszeile. Lässt man den Mauszeiger über dem Wappen, so erscheint diese anonyme Erklärung in gelben Feld, wie hier zu sehen.
   Leider haben sich alle Programme angewöhnt zwischenzurufen, ohne einen wissen zu lassen, wer sie sind.
   Das Warn-Wappen stammt von Kaspersky, wie hier nachzulesen. Typische Gschaftlhuberei eines inzwischen eher unnötigen Programms, das schwer und teuer ist: »Papa, ich tu doch was!«
   Wieso Kaspersky meint, ich, der Joern.De, tät’ da »Aktivitäten« (Mehrzahl von Aktivität, Anm. des Gschaftlhubers) verfolgen, ist mir schleierhaft. Meine Site stammt aus dem vorigen Jahrtausend (1996), die Seite TCM.htm ist mit dem Editor handkodiert in HTML. Ich könnte mir höchstens denken, dass eine möglicherweise eingeblendete Reklame da was »verfolgt«, bin aber zu faul, die Anzeigemöglichkeit wieder herauszunehmen, die ich da einmal versuchsweise einkodiert hatte.
   Künstliche Intelligenz soll’s Maul halten!
   Demnächst erfinde ich einen Hammer, der vor jedem Schlag ausruft: »Warnung. Es könnte ein Finger getroffen werden! Bitte bestätigen Sie durch Eintauchen des Hammers in ein Netz, dass Sie die Daumenschutzhinweise im Internet gelesen haben«.

Permalink hierher http://j.mp/2WJPZsN
   = https://blogabissl.blogspot.com/2019/05/versuche-der-aktivitatenverfolgung.html

Ähnlich die Ansage »Diese Seite nicht für Mobilgeräte optimiert« oder übergriffige Spamfilter
  

Angeberin »künstliche Intelligenz«

In der Wikipedia kommt künstliche Intelligenz wenigstens noch bescheiden kleingeschrieben vor, also das Künstliche daran, hier »künstliche«, als Eigenschaftswort. Aber schon die Bundesregierung gibt an mit großgeschriebener »Künstlicher Intelligenz« an, etwa hier.  Unsere Bundeskanzlerin spricht sogar ganz groß davon: »Deutschland und Europa müssen in Zukunft führender Standort für Künstliche Intelligenz sein«, sagte sie schon am 13. November 2018 in ihrem Interview mit T-Online. Das haben wir jetzt davon!
   Schlimmer als die verbale Protzerei ist die faktische Überheblichkeit, das Besserwissen, nachgerade arrogant – in den Anwendungen, die längst schon laufen. Für mich ist ja schon ein Excel-Rechenblatt ein Stück künstlicher Intelligenz oder Googles Suche durch Indizierung.
  Bleiben wir bei Google und kommen wir zur konkreten Kritik.
• Unverschlüsselte Internet-Adressen (http statt https) werden populistisch als »unsicher« gekennzeichnet, als seien’s baufällige Ruinen,
• Uralte Web-Seiten ohne vorgegebenes Layout – das man macht heutzutage, um Platz für Google-Werbung zu lassen! – werden als »nicht für Mobilgeräte optimiert« gekennzeichnet, Beipiel

Deine Seite ist nicht für Mobilgeräte optimiert.

Ein absoluter Unsinn. Man sehe sich diese Seite einmal mit dem Handy an.
• Auf fast jeder Website wird erst einmal vor Cookies gewarnt. Es gibt dagegen mehr oder wenige Browser-Zusätze. Aber das Ganze ist doch Quatsch. Jeder »drückt’s weg«, weil er am Seiteninhalt interessiert ist. Bei Chrome siehe oben das Dreipunkt-Menü, dann Einstellungen, ganz unten Erweitert, »Datenschutz und Sicherheit«, wieder fast ganz unten Inhaltseinstellungen, .
Klicken Sie auf Cookies, dort »Alle Cookies und Websitedaten anzeigen« (oder direkt zu chrome://settings/siteData). Scrollt man sich hinunter zu Google, so zeigt allein Google.De (bei mir) ihrer 13 und eine Kanal-ID, die alle wieder mehrere Inhalte haben, und so weiter. Zu meiner alsten Homepage Joern.De zeigt er nichts (fälschlicherweise übrigens). Kümmert keinen.
• Wechsel zu einer anderen künstlichen Intelligenz, zu Google-Mail. Was da für Mails abgelehnt werden mit fadenscheinigen Vermutungen, geht auf keine Kuhhaut, und bringt massiv Ärger und Mehrarbeit. Gerade Spam drückt man doch mit freiem Auge leicht weg oder ignoriert’s einfach. Meine E-Mail-Adresse ist bekannt wie der sprichwörtliche bunte Hund, lang seit dem vorigen Jahrhundert, und ich lasse Mist einfach links liegen, selbst wenn kein kunstvoller Spamfilter ausweiden tät’, eben z.B. ein personalisierter »Nothilfe-Aufruf! Jemen: entsetzliche Katastrophe für Kinder« von »GMX hilft UNICEF [mailings@mailings.gmx.net]« – Wer kann schon wissen, dass ich (hartherzig) Unicef und andere Nichtregierungsorganisationen für hauptsächlich an der Vergrößerung ihres Umsatzes interessierte Organisationen halte, nicht an der Lösung und Auflösung von Lagern. Das aber gehört hier nicht dazu.

Permalink hierher http://j.mp/2WSQYHz
 =  https://blogabissl.blogspot.com/2019/05/angeberin-kunstliche-intelligenz.html

13. Mai 2019

Blackberry word/character replacement/substitution

You can make your own shortcuts. Step by step:
   Settings (Einstellungen, Systemeinstellungen)
   Language and Entries (Sprache und Eingabe)
      Keyboard, Spell Check, Suggestions 
      (Tastatur, Rechtschreibprü., Vorschläge)
   Key-in Help and Corrections (Eingabehilfe und Korrektur)
   Wortersetzung (Word Replacement)
Please note that it’s a word replacement, and not just a character replacemnt, that you are about to set up. A word is always something separated, by a punctuation mark, a space, or else. This is why you must have blanks before and after your “shortkeys”. Just character sequences within words will not be processed, sorry. That’s the priviledge of the word guessing software; they were in the box long before you came. If you write Jo€rn, Blackberry’s parser will not “bite”, if you write J o€ , separated, it will.
   The following is taken from my German blog, and changed into English. Therefore I may not get all English commands right.  
• Word Replacements for Umlauts
    OK, you get a choice of umlauts when you hold on to a key like o a little longer than usual: O, ò, ó, ô, õ, ö, œ or ø. The selection you will then have to do by finger. For frequent use of umlauts that’s too much to do.
   So I suggest to custom make a replacement from o just to ö, without having to leave the keys.
   That’s how, in a German Blackberry Q 10:



The first A€ (when entered as a word, i.e. blank, A, €, another blank) will give you an Ä. Then the a€ gives ä and so on. 
   The strange %b and %B control the blanks:
%b means move back one character, typically the one that you left blank, so as to tell the system that you’ll enter a word.
%B means that the blank after the umlaut will be taken out. So don’t forget the one blank before the closing ".  
   Here are my suggestions for writing in German:
   " a€ " to "ä", enter %ba%B
   " A€ " to "Ä", enter %bA%B
   " o€ " to "ö", enter %bö%B
   " O€ " to "Ö", enter %bÖ%B 
   " u€ " to "ü", enter %bü%B
   " U€ " to "Ü", enter %bÜ%B
   " u€ " to "ü", enter %bü%B
(  " s€ " to "ß", enter %bß%B – if you find a ß at all … . And forget the brand new capital ẞ, made only for the German id cards where names are spelt all in capitals.)
   " S€ " to "Š", enter %bŠ%B,  S with háček as in Škoda.

Personally I like “french” apostrophes; they are ok here too. You might get yoursef the correct „German“ or “English” quotation marks. Or get the correct, slanted apostophe (’), instead auf the (") second and or ' minute sign. A tenth of a percent (%) might be another candidate (‰). – If you want them on the PC keyboard, read my suggestion on blogabissl.blogspot.com/2013/09/tastaturtreiber-andern-ab-windows-vista.html .

Permalink to here: http://j.mp/2WNYiDZ
   = https://blogabissl.blogspot.com/2019/05/blackberry-wordcharacter.html

Follows excerpts from my old German Blog as mentioned:

Jetzt noch meine geschätzten »französischen« Anführungszeichen, zu merken als aa, Anführungszeichen auf, und az, Anführungszeichen zu. Wer mag, kann unter sich unter " sig " auch noch extra eine Signatur einrichten; normalerweise wird die aber gleich automatisch gemacht, siehe oben.

   " Aa€ " zu "»" über »%B (d.h. die Leerstelle davor ausnahmsweise belassen) 
   " aa€ " zu "»" wie oben, auf alle Fälle 
   " az€ " zu  "«" über %b«%B

Bitte ordentlich testen – ich vertippe mich immer beim Einrichten dieser Kürzel oder vergesse welche. Aufpassen auch auf »Immer diese Großschreibung verwenden«.

Hier z.B. der Befehl durch Tippen von leer, a, Euro, leer ein glattes ä zu bekommen:
»Wenn der im zweiten Feld eingegebene Text
dem Text im ersten Feld entspricht, wird der
Text im ersten Feld automatisch durch den 
Text im zweiten Feld ersetzt.«
– Verstehen Sie das? 

Der – etwas längere – Gedankenstrich und der Streckstrich

   Den »Halbgeviertstrich« (am. em dash, weil wie ein m lang) gibt’s nicht im Blackberry. Hier wurde ich fündig. Aber Achtung: Im Nur-Text-Modus verschluckt mein Q10 Sonderzeichen wie diese! 
   Man schickt sich eine HTML-Mail (nicht »nur Text«!) mit einem Gedankenstrich zwischen Buchstaben, z.B. AA–BB, liest das im Blackberry, und kopiert sich das in die Wortersetzung für zwei aufeinanderfolgende Bindestriche --. 
   Hier sieht man übrigens auch, wie auf Smartphones Copy-Paste geht: Man drückt länger auf eine zu kopierende Stelle, und wenn man den Finger löslässt, und man Glück hat, so ist ein Bereich, ein Wortteil oder mehr blau markiert zwischen Bommeln. Die kann man dann noch etwas verschieben, vor allem (natürlich unsichtbar) über das Zwei-Blätter-Symbol in die Zwischenablage kopieren. Am Ziel Einfügen tut man’s wieder mit längerem Halten der Stelle und Loslassen. Mit <× löscht man einen Buchstaben vor dem Cursor. Hat man zugleich alt gedrückt, so verschindet der Buchstabe nach dem Cursor. Wie üblich.
    " -- " wird zu "–" – Die Leerstellen lässt man drin, kein %b, außer man schreibt vornehmes Englisch.

   " --- " zu "—" über %b—%B
Drei Bindestriche kann man so zum Streckstrich machen. (Wie das schick auf einer PC-Tastatur geht, siehe meine Sondertastatur.)
   Ich hab’ mir noch zugefügt

   " ' " zu "’" mit %b’%B" für den gekrümmten Apostroph und
   " +€ " zu "†" mit %b†%B 

Weitere Zeichen, markiert durch ein nachfolgenes €-Zeichen, mag man sich nach Bedarf dazubauen.


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Eingabehilfe und Korrektur
  

Wortersetzung für Umlaute
   Umlaute und Sonderzeichen bekommt man bei Smartphones bekanntlich durch langes Drücken auf die Basistaste, also auf u, a, o oder s (fürs ß). Aus dem Pop-up wählt man das Gefällige. Das geht ganz gut. Trotzdem ein weiterer Weg ohne Verlassen der Tastatur.

Ich hatte vor bald 15 Jahren viel mit dem Blackberry gespielt und vorgeschlagen, Eingabe von z.B. " oe " (leer, o, e, leer) in "ö" zu wandeln, was viele übernommen haben. Es beruht auf »Wortersetzung«. Und weil Wortersetzung keine Buchstabenersetzung ist, geht das nach wie vor nur, wenn das »Wort« vorne mit einer Leerstelle beginnt und hinten mit einer abschließt. Ich schlage jetzt ein ähnliches Verfahren vor, das mit einem Zeichen weniger auskommt. Der Trick dabei ist, dass direkt vor dem Euro-Zeichen normalerweise kein Buchstabe vorkommt. ( 
%b sagt: ein Buchstabe zurück, und löscht das vordere Leerzeichen, das ma ja hatte eingeben müssen, um die Zeichenfolge zum »Wort« werden zu lassen. %B heißt: Das Leerzeichen hinten wegmachen. Das Prozentzeichen bekommt man über die Taste sym. die Umlaute, wie gesagt, nach längerem Drücken auf a usw., zunächst Kleinbuchstaben, dann bei noch längerem Drücken die großen.)
    Unter Systemeinstellungen, Sprache und Eingabe, Eingabehilfe und Korrektur, Wortersetzung

   " a€ " zu "ä", dazu eingeben %ba%B
   " A€ " zu "Ä", dazu eingeben %bA%B
   " o€ " zu "Ö" über %bö%B
   " O€ " zu "Ö" über %bÖ%B 
   " u€ " zu "ü" mit %bü%B
   " U€ " zu "Ü" mit %bÜ%B
   " u€ " zu "ü" mit %bü%B
   " s€ " zu "ß" mit %bß%B (Das neue große ẞ, eh ein Krampf, hat Blackberry nicht.)
   " S€ " zu "Š", also S mit Hatschek wie in Škoda.

Jetzt noch meine geschätzten »französischen« Anführungszeichen, zu merken als aa, Anführungszeichen auf, und az, Anführungszeichen zu. Wer mag, kann unter sich unter " sig " auch noch extra eine Signatur einrichten; normalerweise wird die aber gleich automatisch gemacht, siehe oben.

   " Aa€ " zu "»" über »%B (d.h. die Leerstelle davor ausnahmsweise belassen) 
   " aa€ " zu "»" wie oben, auf alle Fälle 
   " az€ " zu  "«" über %b«%B

Bitte ordentlich testen – ich vertippe mich immer beim Einrichten dieser Kürzel oder vergesse welche. Aufpassen auch auf »Immer diese Großschreibung verwenden«.

Hier z.B. der Befehl durch Tippen von leer, a, Euro, leer ein glattes ä zu bekommen:
»Wenn der im zweiten Feld eingegebene Text
dem Text im ersten Feld entspricht, wird der
Text im ersten Feld automatisch durch den 
Text im zweiten Feld ersetzt.«
– Verstehen Sie das? 

Der – etwas längere – Gedankenstrich und der Streckstrich

   Den »Halbgeviertstrich« (am. em dash, weil wie ein m lang) gibt’s nicht im Blackberry. Hier wurde ich fündig. Aber Achtung: Im Nur-Text-Modus verschluckt mein Q10 Sonderzeichen wie diese! 
   Man schickt sich eine HTML-Mail (nicht »nur Text«!) mit einem Gedankenstrich zwischen Buchstaben, z.B. AA–BB, liest das im Blackberry, und kopiert sich das in die Wortersetzung für zwei aufeinanderfolgende Bindestriche --. 
   Hier sieht man übrigens auch, wie auf Smartphones Copy-Paste geht: Man drückt länger auf eine zu kopierende Stelle, und wenn man den Finger löslässt, und man Glück hat, so ist ein Bereich, ein Wortteil oder mehr blau markiert zwischen Bommeln. Die kann man dann noch etwas verschieben, vor allem (natürlich unsichtbar) über das Zwei-Blätter-Symbol in die Zwischenablage kopieren. Am Ziel Einfügen tut man’s wieder mit längerem Halten der Stelle und Loslassen. Mit <× löscht man einen Buchstaben vor dem Cursor. Hat man zugleich alt gedrückt, so verschindet der Buchstabe nach dem Cursor. Wie üblich.
    " -- " wird zu "–" – Die Leerstellen lässt man drin, kein %b, außer man schreibt vornehmes Englisch.

   " --- " zu "—" über %b—%B
Drei Bindestriche kann man so zum Streckstrich machen. (Wie das schick auf einer PC-Tastatur geht, siehe meine Sondertastatur.)
   Ich hab’ mir noch zugefügt

   " ' " zu "’" mit %b’%B" für den gekrümmten Apostroph und
   " +€ " zu "†" mit %b†%B 

Weitere Zeichen, markiert durch ein nachfolgenes €-Zeichen, mag man sich nach Bedarf dazubauen.


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6. Mai 2019

Europawahl-Sprüche

Frau Dr. Barley ist seit dem 14. März 2018
Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz.
Nichts gegen die SPD. Die Argumente für »Europa« sind überall so sinnenthaltsam:
   SPD: »Kommt zusammen für Europa!« –  Wer? Wo? Wann? Vor allem: wozu?
   SPD: »Europa ist die Antwort« – Auf was? Was war denn die Frage bitte? EuropaistdieAntwort, mit oder ohne Hashtag (#, vormals Raute, Lattenzaun).
   SPD: »Nur wenn Sie Martin Schulz und die SPD wählen, kann ein Deutscher Präsident der EU-Kommission werden.« – Endlich was Klares, kein Fake News, just Old News: Der Spruch stammt aus dem Jahr 2014, siehe Stern. Da waren nationale Interessen (»ein Deutscher«) noch erlaubt und nicht als -istisch verrufen. Noch heute sind die Kandidaten nur national wählbar, was sich vielleicht bis zur nächsten Wahl ändern wird.
   Die Grünen: »Kommt, wir bauen das neue Europa!«, »Freiheit, Gleichheit, Schwesterlichkeit!«, »Eine mutige Gesellschaft lässt sich keine Angst machen!« und andere wie: »Europa. Die beste Idee, die Europa je hatte«, taubenumflattert.
   FDP: »Für ein besseres Europa – mit Leidenschaft und Argumenten«, rechts im Bild. Doch was soll da besser werden? Substanz fehlt, und da hilft uns keine Leidenschaft: Impotenz. Egal, selbst die FDP gibt zu: »Lebe wie du willst!« – Da kann ich leidenschaftlicher Kommakorrektor nur notieren: »Schreibe, wie du magst!« – ob zurecht so oder nicht zu Recht.
   Die Linke: »Europa nur solidarisch«. Aha. Wir wissen zwar nicht, wo wir hinwollen, dafür aber alle.
   Die Piraten: »EU 19«.
   »Die ›Partei‹ präsentiert: Sonneborn Semsrott – für Europa reicht’s«, 45-Minuten-Video. Am 7. Mai schon knapp 1500 Kommentare, u.a. von Wrzlbrmpf. Reicht also wohl bis nach Bayern.
   CDU: »Friede ist nicht selbstverständlich.«, und direkt für den Kandidaten Manfred Weber: »The power of WE«. Of West-Europa? Manfred am Kopf stehend, so wird sein Manfred-M zum W? Dazu sagt Joachim Frank im Deutschlandfunk: »Was will Europa? Was soll Europa? Und was wollen die Europäer? Vier Wochen vor der nächsten Wahl zum Europäischen Parlament scheint niemand das auf befriedigende Weise sagen zu können. Es gibt nicht das ›Wir-Gefühl‹, das die Union mit ihrem seltsamen Slogan ›The Power of WE‹ beschwört«.
   AfD: »Am 26.5. Max Muster wählen! Aus Liebe zu Deutschland«.
   Hier rechts im SPD-Bild noch eine klare Aussage: »Die EU macht es möglich, in jedem EU-Staat zu leben und zu arbeiten«. – Als ob das nicht schon früher möglich gewesen wäre. Bevor man sich wo niederließ, musste man allerdings ein Visum beantragen. Wenn einen dort dann keiner wollte, und man kein Visum bekam, ging’s nicht. Für mich ist genau das das Hauptproblem der EU: Dass jeder ungefragt überallhin umziehen kann. Und dass die EU ihre Bürger nie gefragt hat, ob sie diese Freiheit nicht nur haben möchten, sondern auch zugestehen.
   Den von mir im Bild korrigierten Rechtschreibfehler dürfen Sie bitte im Original suchen gehen. Hier darf jeder falsch schreiben. Das wär’ auch so ein Spruch.

http://www.europarl.europa.eu/germany/de/europa-und-europawahlen/europawahl-2019

Link hierher: http://j.mp/2DRUs5E
 = https://blogabissl.blogspot.com/2019/05/europawahl-spruche.html

»Heute ist die EU überkomplex. Allein das Parlament umfasst 751 Abgeordnete. Ihnen arbeiten 7500, also zehnmal so viele Mitarbeiter zu. Die EU-Kommission hat 28 Kommissare – für jedes Mitgliedsland einen. Die Regierungsbürokratie wuchert: 32 000 Mitarbeiter arbeiten den Kommissionschefs zu. 4300 Dolmetscher und 800 Übersetzer sind im Einsatz. Vorgelagert ist ihnen eine gigantische Armee von Lobbyisten: Experten schätzen, dass insgesamt 25 000 Interessenvertreter in Brüssel im Einsatz sind, offiziell registriert sind 11 200« (Quelle NZZ.
   Siehe auch
• »Deutschland, deine Grenze«
  https://blogabissl.blogspot.com/2018/06/deutschland-deine-grenze.html
• »Ich bin ein Schengener«
  http://blogabissl.blogspot.com/2016/06/ich-bin-ein-schengener.html
• »Herr Sonneborn geht nach Brüssel« – http://j.mp/2WKVrvR = https://www.literaturcafe.de/martin-sonneborn-in-bruessel-die-optimale-vorbereitung-zur-europawahl/?pk_campaign=feed&pk_kwd=martin-sonneborn-in-bruessel-die-optimale-vorbereitung-zur-europawahl – Gut zu lesen, harmvoller Horror.
http://blogabissl.blogspot.com/2015/09/migration.html 
• Wahlen nach dem Krieg in Sarnthein, aus der Wochenschau:
   https://www.filmothek.bundesarchiv.de/video/583585?q=Sarntal <https://www.filmothek.bundesarchiv.de/video/583585?q=Sarntal etwa ab Minute 3.08
i europee, gli italiani se ne fregano (o quasi) | Sondaggio oggi elezioni europee 2019
Elezioni europee, gli italiani se ne fregano (o quasi). Più di 6 italiani su 10 non conoscono i candidati nella propria circoscrizione. E c’è un numero altissimo di potenziali astensionisti.


Potrebbe interessarti: http://www.today.it/politica/elezioni/europee-2019/sondaggio-oggi-voto-italiani.html
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Die deutsch-europäischen Wahlzettel sind durch das Auflisten der einzelnen Kandidaten ellenlang. In Österreich kommen die Listen separat auf einem vierseitigen, kleingedruckten Beiblatt. So wählt man sparsam und übersichtlich auf nur einer Seite, hier rechts.
   Die Argumente scheinen mir ähnlich »zusammen« zu fallen. Im Bild links SPÖ-Kandidaten mit gemeinsdamer Handhaltung. Schon Qualtinger sang nach dem g’sungenen Kauf eines Motorrads: »I hob zwoar ka Ohnung wo i hinfoahr, aber dafür bin i gschwinder duat.«
In Südtirol, bekanntlich Italien, ist die Geschichte komplizierter. Gender gilt da schon mit.
   Die Landesverwaltung erklärt: »Wie wählen wir?«
»Auf dem Wahlzettel wird die bevorzugte Liste angekreuzt. Es können drei Vorzugsstimmen vergeben werden, davon muss eine jeweils dem anderen Geschlecht zugewiesen werden, ansonsten wird die dritte Vorzugsstimme annulliert. Neben dem angekreuzten Listenzeichen muss der Nachname, bei Namensgleichheit auch der Vorname, des Vorzugskandidaten geschrieben werden.
   Bürger aus dem EU-Ausland können in der Wohnsitzgemeinde wählen, wenn sie in die Wahlliste der jeweiligen Gemeinde eingetragen sind. Die Eintragung erfolgt über das Wahlamt der Gemeinden. Italienische Staatsbürger, die im Ausland leben, können in der Gemeinde in Italien wählen, in deren Wahlliste sie eingetragen sind.
    Zu den Wahlen in Südtirol
Nach Artikel 12 des italienischen Wahlgesetzes zu den Europawahlen können sich Minderheitsparteien einer national antretenden Partei anschließen. Gemäß Artikel 22 ist einer Minderheitspartei ein Sitz garantiert, wenn ihr Kandidat mindestens 50.000 Stimmen erhält. Für Minderheitenparteien darf nur eine Vorzugsstimme gegeben werden.«
   Wie immer ist Kritik möglich: »Die derzeitige Minderheitenregelung ist auf die SVP [Südtiroler Volkspartei mit einem EU-Sitz] maßgeschneidert und macht es anderen Parteien schwer, ins europäische Parlament einzuziehen.« 
Aus der Broschüre »Europa•Wahl 2019 Wichtige Informationen in Leichter Sprache.«
von »People First Südtirol«.

»Kleingedrucktes« – Besonderheiten, mitgeteilt vom »Europäischen Parlament«. Dort auch anschauliche Infografiken (die allerdings Großbritannien nicht berücksichtigen).
Fünf Wahlbezirke in Italien (Quelle)
   In den meisten Mitgliedstaaten bildet das nationale Hoheitsgebiet für die Europawahl einen einzigen Wahlbezirk; einige Mitgliedstaaten unterteilen ihr Hoheitsgebiet jedoch in mehrere Wahlbezirke. Zu diesen gehören BE, IE, IT, PL. 
   In einigen Mitgliedstaaten können die Wähler lediglich für eine Liste stimmen und haben keine Möglichkeit, die Reihenfolge der Kandidaten auf der Liste zu ändern (geschlossene Liste). In anderen Mitgliedstaaten hingegen können sie einem oder mehreren Kandidaten bevorzugt Stimmen geben (Wahl mit Vorzugsstimmen). Je nachdem wie frei die Wähler bei der Abgabe ihrer Vorzugsstimme sind, unterscheidet man zwischen halboffenen Listen, bei denen die Wähler die Reihung eines oder aller Kandidaten auf einer einzigen ausgewählten Liste ändern können, und offenen Listen, bei denen die Wähler für Kandidaten von unterschiedlichen Listen stimmen können. Manche Mitgliedstaaten verwenden keine Listen, sondern übertragbare Einzelstimmen. Bei diesem Verfahren verfügt der Wähler über eine Stimme, er kann jedoch die von ihm bevorzugte Reihenfolge der Kandidaten angeben und ihnen die entsprechenden Plätze zuordnen. Um gewählt zu werden, muss ein Kandidat eine Mindestzahl an Stimmen erhalten.
   Sperrklausel, Hürde, Schwelle, Mindestprozentsatz von Stimmen. Am 11. November 2015 nahm das Europäische Parlament eine Entschließung an, der ein legislativer Initiativbericht über die Reform des Wahlrechts der EU zugrunde lag. Unter den Änderungen war auch eine Maßnahme zu Schwellen.
Ausgehend von der Initiative des Parlaments legte der Rat einen geänderten Vorschlag für einen Beschluss vor, dem das Parlament am 4. Juli 2018 zustimmte. Nach der Zustimmung des Parlaments erließ der Rat am 13. Juli 2018 seinen Beschluss. Die neuen Bestimmungen sehen in bestimmten Fällen eine obligatorische Schwelle für die Vergabe von Sitzen vor. Diese Schwelle darf auf nationaler Ebene nicht mehr als 5 % der abgegebenen gültigen Stimmen betragen. Außerdem legen die Mitgliedstaaten, in denen eine Listenwahl stattfindet, für Wahlbezirke, in denen es mehr als 35 Sitze gibt, eine Mindestschwelle für die Sitzvergabe fest. Diese Schwelle darf nicht weniger als 2 % und nicht mehr als 5 % der abgegebenen gültigen Stimmen in dem betreffenden Wahlbezirk, einschließlich eines einen einzigen Wahlbezirk bildenden Mitgliedstaats betragen. In der Praxis betrifft diese Bestimmung nur die größten Mitgliedstaaten. Die Mitgliedstaaten müssen dieser Vorschrift spätestens bei der Wahl zum EP im Jahr 2024 nachkommen.
   Anmerkung: In Deutschland gibt es derzeit [2019] keine Sperrklausel, weil das deutsche Bundesverfassungsgericht 2014 entschied, dass die Sperrklausel von 3 % nicht verfassungsgerecht sei.
   Alter. Das Mindestalter für das aktive und das passive Wahlrecht bei der Europawahl ist im nationalen Recht festgelegt. Die Altersgrenze für das aktive Wahlrecht liegt in allen Mitgliedstaaten außer Österreich, wo das Wahlalter 16 Jahre beträgt, bei 18 Jahren. Beim Mindestalter für das passive Wahlrecht bei der Europawahl gibt es beträchtliche Unterschiede, bei einer Spanne von 18 bis 25 Jahren.
Alle zwei Monate ein neues Programm – Alles andere ist Zirkus!
Kein Europa-Plakat, schade