3. März 2024

Sprünge und Fußnoten in Blog-Posts



Wechsel von Normal- (»Editor-«) und HTML-Ansicht bei Blogger
Schreibt man Blog-Posts (sprich Pohsts), also Blog-Einträge, so hat man alternativ Zugriff auf den erzeugten Quellcode im klassischen HTML-Format. (Ich benutze die HTML-Einstellung, wenn ich einen Aufrufzähler von Andy Hoppe einbaue.) In HTML baut man interne Links manuell ein. Geht einfach, keine Scheu!

Die HTML-Markierungen unterscheiden sich vom (und im) HTML-Fließtext durch Sequenzen in Kleiner- < und Größer-Klammern >. Hier handelt es sich um anklickbare Verweise, Links etwa aus einem Inhaltsverzeichnis oder eben Fußnoten, die typischerweise dann am Ende stehen. 

1. Zunächst muss die Stelle, zu der im Link gezeigt wird, entsprechend gekennzeichnet weden, damit man am rechten Ort landet. Label, Markierung, Einspruchstelle setzen, das »Wohin« also. Beispiel vor der nach dem Sprung zu zeigenden Textstelle <a name="Fußnote">. Ich merke mir das mit a wie Achtung. Der Name oder das Zeichen des Einsprungpunktes ist frei wählbar und wird im Text nicht angezeigt, im Link schon.
   Hinter dieser technischen Markierung kann ein sichtlich lesbarer Name folgen, muss aber nicht. Wichtig ist das Beenden der Name-Folge mit </a>. Der HTML-Name sollte natürlich einmalig sein im Dokument. In diesem bunten Beispiel ist der erste Stern die »technische« Markierung, der zweite Stern ist zum Zeigen und wird sichtbar:


2. Nun noch der (oder die) Verweise zum Label, im Beispiel zum Ort der Fußnote:
<a href=#Fußnote>.
Dabei ist # sozusagen der Befehl zu springen.
   In meinem »bunten« Beispiel ist der Name des Labels einfach *:

                                                               

Bitte keinesfalls das den Befehl abschließende </a> vergessen!
   Wollen Sie von weiter außen hereinspringen, so muss der ganze Link zur Zielseite vor dem seiteninternen Einsprungpunkt, gekennzeichnet durch das #, stehen, Beispiel etwa https://blogabissl.blogspot.com/2021/11/gendern-usw.html#* .

Das Ganze bunte Beispiel können Sie sich auf https://blogabissl.blogspot.com/2021/11/gendern-usw.html ansehen, bei der Fußnote zum Bild des Handkusses.

Link hierher zum Weitergeben:
   https://blogabissl.blogspot.com/2024/03/sprunge-und-funoten-in-blog-posts.html 

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26. Februar 2024

Sprache ist kein Schmuckblatttelegramm

Zeppelin
Wieder wider das Gendern.
Wir verhunzen gerade unsere deutsche Sprache. 

Für Gendern wird sogar in der Kirche gelogen, etwa bei den Lesungen. In der Bibel war die damals übliche Anrede etwa so: Paulus, berufen zum Apostel Christi Jesu durch den Willen Gottes, und der Bruder Sosthenes an die Gemeinde Gottes in Korinth, an die Geheiligten in Christus Jesus, die berufenen Heiligen samt allen, die den Namen unsres Herrn Jesus Christus anrufen an jedem Ort, bei ihnen und bei uns: Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus! … (Quelle Lutherbibel 2017). Im Gottesdienst gelesen wird dann aber wohl: Aus dem Brief des Apostels Paulus an die Korinther. Liebe Schwestern und Brüder … . Diese Schwestern und Brüder kommen in der ganzen Bibel nicht vor, nirgends; wir klittern uns den Text und schieben die Schwestern und Brüder von links in den Text hinein, als sei die Bibel ein Kindermärchen wie Jim Knopf und müsse angeglichen werden, damit das Wort Gottes zeitgemäß höfich erscheint.

Sprache dient der Verständigung zwischen Sprecher und Hörer. Nicht zwischen Sprecherin oder Sprecher und Hörerin oder Hörer, schon gar nicht zwischen Sprech:erin und Hörer:in oder Sprech*erin und Hörer*in und so weiter. Sprache ist nicht dazu da, einem oder einer Genannten den Bauch zu pinseln, denn meist hört der Genannte eh nicht zu. Das deutsche Auswärtige Amt nennt jetzt Kiew amtlich um in Kyjiw. Alle offiziellen Stellen müssen es ab sofort so schreiben. Ob man das jetzt auch anders ausspricht? Wie Roma anders klingt als Rom? Wir sollten der Ukraine endlich die gewünschten und sehr nötigen Taurus-Raketen liefern, nicht ein am Papier ukrainisiertes Kiew, für das sie sich nichts kaufen können. Für mich ist das eher Hohn und Spott als hilfreich.

Warum man jetzt statt Flüchtlingen Geflohene sagen soll? Ich weiß schon, weil man Engerlinge nicht mag, und ein Hörer von Flüchtligen die dann auch nicht mögen könnte. Unsere Politik bekämpft die Sprache, von oben nach unten, statt ordentliche Politik zu machen. »Gestern ist bei uns ein Sinti und Roma ins Kellerfenster eingestiegen« – oder »ein Sinti oder Roma«? –, und dann ist das netter, als wenn’s ein Zigeunerbub war?

Siehe auch mein ausführliches https://blogabissl.blogspot.com/2021/11/gendern-usw.html

Besucherzaehler 

Link hierher:
   https://blogabissl.blogspot.com/2024/02/sprache-ist-kein-schmuckblatttelegramm.html

  

PS. Falls du nicht weißt, was ein Schmuckblattelegramm war, siehe hier https://de.wiktionary.org/wiki/Schmuckblatt-Telegramm und vielleicht auch unter https://de.wikipedia.org/wiki/Telegramm . Mein Beitrag zum Thema Telegramm ist die Indolonie von 1870: http://www.joern.de/Indolinie.htm .

23. Februar 2024

Oder in der Sprache

Die Wikipedia erklärt es eigentlich ganz gut, siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Konjunktion_(Wortart)#oder .
   Von den zwei Oder-Arten, dem exklusiven Oder und dem inklusiven Oder, meint die Sprache meist das exklusive:
• »Von Süden kann man rechts- oder linksrheinisch nach Bonn fahren« ist klar nur ein Entweder-Oder.
• » … fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke« ist zwecks Vermeidung des generischen Maskulins (»Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker«) Murks. Meine Glosse dazu auf https://blogabissl.blogspot.com/2024/01/und-fragen-sie-ihre-arztin-oder.html . Ordentlich sollte es voll gegendert vielleicht heißen » … fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt oder ihre Apothekerin oder ihren Apotheker«.
   Der Trick mit der Apotheke macht’s kürzer. Allerdings erwartet man bei einer Folge von Kommas oder schon bei nur einem – hier nach der Ärztin – eine Reihung: Bei »Vater, Mutter und Kind« sieht man alle dreie. Bei »Vater, Mutter oder Kind« nur eins kommen. Das am Ende stehende und oder oder bestimmt also, ob man entweder zur Ärztin oder zum Arzt gehen soll, oder vielleicht zu beiden gehen kann.

Nun ist Sprache nicht Mathematik, schon gar nicht formale Logik. Vieles ergibt sich aus den Umständen, den Worten drumherum. Lassen wir’s so, aber hören wir mit dem Gendern auf. Wie sollen etwa Ausländer das verstehen? Studenten und Studierende, einfach dasselbe, Flüchtlinge und Geflohene auch, Bäuer*innen auch männlich? Studenten z.B. sind häufig keine Studierenden. Sie können auch gerade fleißig Kellnern oder aufhören und dann Politiker werden. Man kann eine Sprache auch von Amts wegen kaputt machen, wenn man sonst nichts vorhat.

Genug. Link hierher: https://blogabissl.blogspot.com/2024/02/oder-in-der-sprache.htm 

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6. Februar 2024

Sprachgedanken zu Sepp Malls »Ein Hund kam in die Küche«

Mit Verlaub. Da bin ich pingelig. Ich mag es gern, wenn die Sprache zu Zeit und Ort passt. Außerdem kritisiere ich gern, eigentlich immer. Und in diesem Blog weiß ich, dass ihn nicht viele lesen. Bitte also nicht ärgern.

Vorab: Ich ging 1947 in Bozen auf die deutsche Volksschule, lernte an den Tunells der Sarner Straße bis 24 zählen (heute orthographisch Tunnels, aber realiter schon weg), und lebte dann bis zum Abitur in 13b Oberbayern, im Chiemgau im Internat. So spreche ich bis heute.

Sepp Malls Roman fing ich an zu lesen, ohne den Inhalt zu kennen. Die Sprache ist 1a, der Rhythmus stimmt, die Sätze fließen, man kann sich’s richtig vorstellen – kein Wunder, dass das ein Bestseller wurde. Meinen Glückwunsch!

Nur.

Die Namens- und Wortwahl stößt mir auf. Die ist halt zwei Generationen weiter, moderner, glatter als ich’s mag.
   Zum Beispiel greife ich einfach Seite 37 heraus, von der 2. Auflage. 
• Steinchen. Mir kommt vor, dass die Verkleinerungsform mit -chen eher selten ist. -derl sagt man auch nicht in den Bergen. Ein kleiner Stein, der passt.
• Schädel, genau. Da hätte Kopf gereicht.
• Kathrina. Wenn, dann Katharina, Kathl.
• Hanno, der arme Kleine, der »Zurückgebliebene«. Wer bitte hieß damals Hanno oder Enno, Heiko, ostfriesisch in meiner Assoziation. Der Name Hanno wird im Roman erklärt; trotzdem. Der Erzähler heißt Ludi
• Quietschen von den Gleisen vom Innsbrucker Hbf. Gleisen? Die gibt’s nur fahrplanmäßig als Gleis 2, binario due, usw. Die Schienen nennt man Geleise, mit noch einem E mehr.
• Mariendorf. Das klingt mir nun ganz böhmisch. Nicht in Südtirol. Da gibt’s Unsere Liebe Frau im Walde und eine Menge Maria sowiesos. Überhaupt

stinkt mir der ganze stinkende Hirsch (Seite 17 …). Ist der glaubwürdig? In einer Zeit, wo Fleisch rar war? Kein Wilderer lässt so einen Hirsch liegen. Überhaupt hätte es mich interessiert, was an der Geschichte wahr ist, was ausgedacht. Nur so, aus Interesse.

Für das Reich optiert haben damals hauptsächlich Männer aus der Mittelschicht, die sich einen Hof versprachen. Welchen Beruf hatte der Vater?
   Unser eigener Pächter ist mit seinen vielen – ich meine zehn – Kindern 1943 vom Sarntal nach Nordtirol gelockt worden, und hat tatsächlich einen Hof bekommen, sehr zum Neid der Alteingesessenen. Es gab südtiroler Bauern, die bis ins Warthegau geschickt wurden. Das österreichische Fernsehen hat einen Bericht über unseren Abwanderer gemacht. Mehr darüber hier.

Zu dieser Zeit gehört das kleine Buch »Unvergessen« von Franz Thaler, siehe  https://www.raetia.com/de/geschichte-und-politik/511-unvergessen.html . Sehr authentisch.

Ein Detail noch: In der faschistischen Zeit durften Gräber nicht deutsch beschriftet werden. 

Damit bin ich schon am Ende …

Bahnhof Innsbruck, 2020. Blick nordwärts. Foto Jörn


 Link hierher
 https://blogabissl.blogspot.com/2024/02/sprachgedanken-zu-sepp-malls-ein-hund.html

  Einige Rezensionen von »Ein Hund kam in die Küche«
https://salto.bz/de/article/17102023/sepp-mall-ein-hund-kam-die-kueche
• FAZ https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezension-des-romans-ein-hund-kam-in-die-kueche-von-sepp-mall-19152861.html
• Perlentaucher im Rückgriff auf die FAZ-Rezension https://www.perlentaucher.de/buch/sepp-mall/ein-hund-kam-in-die-kueche.html
• Amazon https://www.amazon.de/Ein-Hund-kam-die-K%C3%BCche/dp/3701182868

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18. Januar 2024

… und fragen Sie Ihre Ärztin oder …

»Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie
die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin,
Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.«
Der Spruch ist relativ neu. Zeitgemäß wird gegendert, weil wir Deutschinnen und Deutsche ja sonst keine Sorgen haben. Zum Glück vermeidet der Spruch die vom amtlichen Rat für die deutsche Rechtschreibung abgelehnte Sternchenschreibweise: Die Ärzt*in kommt im Ratspruch nicht vor. Danke, Bundestag!

Allerdings frage ich mich, der ich Alter sowohl bei Ärztinnen und auch männlichen Ärzten in Behandlung bin – mein Hausarzt ist eine Ärztin, meine Fachärzte sind Ärzte – wen ich jetzt eigentlich genau fragen soll? Die Hausärztin? Einen Facharzt?
   Ich stehe am Scheideweg: Bildhaft geht’s mir rechts zur Ärztin, links zum Arzt. An wen soll ich mich wenden?
   Oder in meiner Apotheke? So etwas habe ich nicht. Als Apotheker freilich bräuchte ich erst gar nicht zu fragen, da kennte ich beruflich die »Risiken und Nebenwirkungen«.

Link hierher zum Weitergeben:
   https://blogabissl.blogspot.com/2024/01/und-fragen-sie-ihre-arztin-oder.html

Genaueres auf https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/fragen-sie-ihre-arztin-ihren-arzt-oder-in-ihrer-apotheke-im-warntext-fur-medikamente-wird-nun-gegendert-10969246.html 

Und zum Gendern – eine unendliche Geschichte – lasse ich mich hauptsächlich hier aus: https://blogabissl.blogspot.com/2021/11/gendern-usw.html

 
Besucherzaehler

15. Januar 2024

Elektronisches Thermometer zeigt Lo

Ein ganz ein kleines elektronisches Thermometer habe ich mir von Pearl kommen lassen, preiswert wie immer dort: das Produkt NX-8467-675, https://www.pearl.de/a-NX8467-3044.shtml , Maße: 49 × 74 × 14 mm, Gewicht: 40 g.

Das sind die technischen Daten aus der Bedienungsanleitung, siehe https://www.manualslib.de/manual/499302/Pearl-Nx-8467.html 

Fällt Ihnen was auf? – Innen sollte es nicht frieren, also nicht 0° C haben oder weniger. Sie wissen das. (Die Ampel vielleicht weniger. Egal. Hier geht’s um Technik.) Wenn das Thermometer, also das von Pearl, als Temperatur Lo anzeigt, dann haben Sie’s höchstwahrscheinlich draußen vor dem Fenster stehen, und es friert. Das Ding denkt dann in seiner einfältigen künstlichen Intelligenz, die Temperatur sei, dort wo es gerade steht, also innen, unter Null. Lo bedeutet da low, niedrig, als »Innentemperatur«. Es handelt sich NICHT um einen Spannungsabfall der Knopfzelle. Und das alles steht nicht in der Anleitung, ist aber klar.
   Zur Demonstration habe ich das Thermometer ins Gefrierfach gelegt, -13,1° um 9 Uhr 44, siehe oben.


Der Link zu diesem Blogeintrag (»Post«, sprich amerikanisch Poast):
   https://blogabissl.blogspot.com/2024/01/elektronisches-thermometer-zeigt-lo.html Besucherzaehler

1. Januar 2024

Die Schuld der Vereinten Nationen – UN as culprit

To keep refugees and their offspring in overcrowded camps (bright red) since some eighty years is a crime for itself, I think. We pay for it (Germany gave 91 million Euro in 2020), so we are to blame as well … See https://www.unrwa.org/sites/default/files/2017-2023_top_20_rank_total_0.pdf 

Das ist der Gazastreifen laut Wikipedia, danke. Bitte beachten Sie die tiefroten Gebiete, die »Flüchtlingslager«. Dazu berichtet die Wikipedia:

1,2 Millionen Menschen leben in Flüchtlingslagern, diese gehören nach Angaben der Vereinten Nationen zu den am dichtest besiedelten der Welt.
   Zwei Drittel bis drei Viertel der Bevölkerung sind Flüchtlinge, die vor dem Palästinakrieg (1947–1949) vor allem in Jaffa und Umgebung lebten, und deren Nachkommen.[71][72] Davon leben etwa 492.000 in den acht von der UNRWA verwalteten Lagern.[73] Damit leben 22,42 % aller von der UNRWA registrierten palästinensischen Flüchtlinge im Gazastreifen. Die Bevölkerungsdichte dieser Lager gehört zu den höchsten der Welt; so leben in dem Lager Al Chati (Beach) bei der Stadt Gaza 80.688 Menschen auf einer Fläche von 0,7 Quadratkilometern (zum Vergleich: Kowloon (Hongkong) 43.033 (2006); Mumbai 31.214; Paris 21.067 (2014); Gaza-Stadt 14.658; Tokio 13.650; Genf 12.828; New York 10.532; München 4.668;…
  
Deutschland beteiligte sich 2020 mit 91 Millionen Euro, die vor allem zur Ernährungssicherheit eingesetzt werden sollten.
   Die Hervorhebungen sind von mir. – Und soviel hier zu Gaza vor dem 7. Oktober 2023.

Und nun stellen Sie sich bitte vor, wir hätten eine UNRWA in Deutschland, ein immerwährendes »temporäres Hilfswerk«, vielleicht in der Gegend um Fürth in Bayern. Dort säßen Sudetendeutsche und Nachkommen – wie ich, der ich in Brünn geboren und damit genaugenommen ein Deutschmährer war. (Nur gut, dass normale deutsche und österreichische Beamten Brünn für ein Kaff irgendwo bei Berchtesgaden halten, sodass ich in Ausweisen nicht in Klammer Tschechien – das spreche ich wie Wien aus – dahintergesetzt bekomme. Als ich 1941 dort geboren wurde, lag Brünn im »Protektorat Böhmen und Mähren«. Die Stadt hat davor und danach oft ihre staatliche Zugehörigkeit gewechselt.
    Laut Wikipedia wurden nach dem Krieg über drei Millionen Sudetendeutsche vertrieben (800.000 + 2.256.000 = 3.056.000).
   Zurück zu meiner phantastischen Vorstellung. Diese drei Millionen Deutsche mit ihren Nachkommen, also vielleicht zwanzig Millionen oder mehr, säßen bei Fürth in UNRWA-Lagern. Die deutsche UNRWA würde die Lager verwalten, versorgen und die Insassen ihrem Hass auf ihre Vertreibung, ihre Staatenlosigkeit überlassen, ihren Rückkehrträumen und einem eigenen Staat im nahen (nicht Nahen) Osten.

Link hierher
 https://blogabissl.blogspot.com/2024/01/die-schuld-der-vereinten-nationen-un-as.html 

Zur UNRWA die Bundeszentrale für Politische Bildung (in vom Deutschen Rat für Sprache abgelehnter Doppelpunktschreibung): https://www.bpb.de/themen/migration-integration/kurzdossiers/341497/unrwa-das-un-hilfswerk-fuer-palaestina-fluechtlinge-im-nahen-osten/

Besucherzaehler 

Vor dem 7. Oktober 2023 seien laut Vereinten Nationen täglich fünfhundert Lastwagen mit Hilfsgütern aus Israel in den Gaza-Streifen gekommen (https://www.tagesschau.de/ausland/asien/gaza-humanitaere-hilfe-100.html)

In einem Bericht des wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages von 2006 lese ich, dass Israel schon 1971 und 2004 Flüchtlingsunterkünfte im Gazastreifen bombardiert hat (https://www.bundestag.de/resource/blob/414984/bef21cb0f676b0da01ac9df51d09c652/WD-2-174-06-pdf-data.pdf#page=12 , Hervorhebungen von mir, Fußnoten 20 bis 26 am Ende), Zitat:

5.2. Gazastreifen
   Der Gazastreifen nimmt unter den fünf Einsatzgebieten („areas of operation“) der
UNRWA eine Sonderposition ein, da mehr als Dreiviertel der Gesamtbevölkerung aus
Flüchtlingen
bestehen. Mehr als die Hälfte der Flüchtlinge leben in den acht Lagern.
Die meisten der Flüchtlinge kamen 1948 (ca. 200. 000 Menschen). Sie stammen ur-
sprünglich aus der Gegend um Jaffa und Bersheva (Negev-Wüste). Auf 360 Quadratki-
lometern leben heute 1,4 Millionen Menschen [das Siebenfache], davon sind 993.818 anerkannte
UNRWA-Flüchtlinge. Die Flüchtlingslager im Gazastreifen weisen eine der höchsten
Bevölkerungsdichten der Welt auf. So leben z.B. im Beach Camp 79.853 Menschen auf
nur einem Quadratkilometer. Die hohe Bevölkerungsdichte macht sich besonders in den
Schulen bemerkbar, die unter starkem Platzmangel leiden. [Fußnote] 21 [s.u.] Die UN-Hilfsorganisation qualifiziert 83.613 Flüchtlinge im Gazastreifen als Härtefälle (Stand 2006).
Sie kooperiert eng mit der palästinensischen Autonomiebehörde.22
   Das größte Lager im Gazastreifen ist das Jabalia Camp nördlich von Gaza City. Es wur-
de nach 1948 für ursprünglich 35.000 Flüchtlinge aus dem Süden Palästinas errichtet.
Heute leben auf dem 1,4 Quadratkilometer großem Areal 106.621 Menschen (Stand
2006). In dem Camp mangelt es an einer ausreichenden Infrastruktur. Der Raummangel
ist so groß, dass manche Gassen schmaler als einen Meter breit sind.
In dem Camp be-
gann im Dezember 1987 die erste Intifada
. Die UNRWA qualifiziert 16.914 der Camp-
bewohner als Härtefälle (Stand 2005).23
   Die fortwährenden Spannungen zwischen der israelischen und der palästinensischen
Bevölkerung erreichten einen neuen Höhepunkt, als die israelische Armee im Mai 2004
zahlreicher Wohngebäude in Rafah, nahe der ägyptischen Grenze, zerstörte
. Bereit 1971 hatte die israelische Armee nach Angaben von Human Rights Watch rund 2000
Häuser in den im Gazastreifen gelegenen Flüchtlingslagern zertrümmert. Rund 6000
Menschen verloren damals ihr Zuhause. Viele der 2004 betroffenen Familien wiesen
nach Angaben der Menschenrechtsorganisation keine Verbindungen zu den gewaltsa-
men Attacken auf Israel auf, die die Zerstörungswelle auslösten.
24
   Ein Brennpunkt im Gazastreifen ist gegenwärtig der von mehreren tausend Palästinen-
sern, darunter 100 Flüchtlingsfamilien, bewohnte Ort Shouka in der Nähe des Gaza-
Airports. Ende Juli 2006 übernahm die israelische Armee (IDF) den Flughafen. Nach
UNRWA-Angaben flohen mehr als 2000 Menschen in die in Rafah gelegenen
UNWRA-Gebäude, zumeist Schulen. Der Direktor der UNRWA-Operationen im Gaza-
streifen, John Ging, bezeichnete den Preis, den die israelische Militäroffensive für die
Palästinenser hat, als hoch und die Zerstörung der Lebensgrundlagen als massiv. Die
israelische Armee leugnet nach UNRWA-Angaben die Vertreibung von Zivilisten.25
Ein weiterer UN-Bericht geht auf die Traumatisierung von Kindern durch die Kriegs-
handlungen ein. Nach Angaben von Naema Al-Madhoun, einer Schuldirektorin in dem
bei Gaza City gelegenen Beach Camp, sei die Notwendigkeit der psychologischen Be-
treuung der Kinder in jüngster Zeit erheblich gewachsen. Viele litten unter Angstzu-
ständen und Schlafstörungen.26
   Fußnoten:
20 http://www.un.org/unrwa/refugees/jordan.html (Vgl. Zur Härtefalldefinition vgl. Anhang 5).
21 http://www.un.org/unrwa/refugees/gaza/html (Vgl. Anhang).
22 http://www.un.org/unrwa/refugees/gaza/html
23 http://www.un.org/unrwa/refugees/gaza/jabalia.html
24 http://www.hrw.org/reports/2004/rafah1004/5.htm
25 http://www.un.org/unrwa/news/articles/irin_7sep06.html
26 http:/www.un.org/unwra/refugees/stories/PalChildDay.html
   Zitat Ende