10. November 2019

Warum ich so schlecht schreibe

Ganz kurz: Weil ich so lang schreibe.

Nun lang: ’s liegt am »Übrigens«. Ich hatte mir schon einmal bloggend darüber Gedanken gemacht, sogar in meinem Pidgin-Englisch: https://blogabissl.blogspot.com/2019/05/how-do-i-write-bestseller.html. Wenn ich gute Texte lese, etwa im NZZ-Folio, dann schlägt mich wieder meine eingene Langatmigkeit. Da noch ein Komma oder eine Klammer, dort noch einen Hinweis, überall Links, »Herr Lehrer, ich weiß was!«. Der Leser ist aber kein Lehrer. Er will schnell sehen, was ihm der Autor sagt.
   Natürlich gibt’ Tricks amerikanischer Bestsellerautoren. Auch sie haben einen Hang zu Details. Die aber werden bloß glaubwürdigkeitshebend und spannungerhöhend eingesetzt. Sie enden meist kurz unter dem Gipfel, oder, um den Begriff “drill down” zu behühen, kurz bevor der Bohrer die Stromleitung erfasst.
   Wie kann man kurze, knackige, frische und überraschende Sätze machen, leichte und leicht lesbare, wenn man endlos reden will, vom Höckschen aufs Stöckchen. (Angeblich eigentlich vom Hölzchen aufs Stöckchen [Die schon damals schön moderne Bloggerin ist inzwischen weitergezogen in einen noch schöneren Blog: https://wortfeiler.com/]).
   Ich sollte aufgeben, liebe aber meine Tasten.

Permalink hierher http://j.mp/33AC7oe
 = https://blogabissl.blogspot.com/2019/11/warum-ich-so-schlecht-schreibe.html

9. November 2019

ORF-Film »Ein tiroler Bergbauer«

Meine Kommentare zur Lebensgeschichte Karl Koflers am Siebefahrhof und seiner Option 1943, und mehr finden Sie auf  
https://sarnerblog.blogspot.com/2019/11/orf-film-ein-tiroler-bergbauer.html

6. November 2019

Iphone-Bilder in .HEIC

High Efficiency Image Coding (or “container”) usually are pictures taken by Iphone. More from Wikipedia, here (deutsch hier).
   Open and convert them with 

Irfanview

 the see-all-formats-viewer.
   Irfanview by Bosnian Irfan Skiljan, even an old one of 2014, version 4.38 (currently 4.53), shows .HEIC files all right in my Windows 7, and stores them in JPG, if you like. File size remains the same. What happens to HEI containers with multiple pictures in them, I don’t know. Irfanview, created  was famous making favicons back in 2004.<2004 .="" font="" nbsp="">
   See HEIF pictures examples here.

Read about Irfan Skiljan from Jajce (Jaitze) here.
Ansichtskarte von Jajce aus dem Jahr 1909
Permalink to here http://j.mp/2Nopzeb
 =
https://blogabissl.blogspot.com/2019/11/iphone-bilder-in-heic.html

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5. November 2019

Die Spiegelung

Was Spiegelung? Im Kuriositätenkabinett ein Zerrspiegel: endlich schlank? Am Bergsee, in dem sich die Pragser Dolomiten spiegeln, wenig aufregend, bloß hoch, Hohe Gaisl und Dürrenstein, kennt keiner. Guckste mein Album, aus dem ist auch das Video:

Trivialer: »Spiegelung« von achtern, die nennt sich verschämt Koloskopie, »Herkunft: fachsprachliche Wortbildung aus Kolo- von griechisch κόλον (kólon) = Dickdarm und -skopie von griechisch σκοπιά (skopiá) = Warte, Wachtturm hier mit der Bedeutung ›optische Untersuchung‹«. Wie Mikroskopie halt, nur größer. Corlorskopie mit r klingt geläufiger, und das würde auch stimmen.

Zur Sache. Schadet nicht. Tut nicht weh, da die eigentliche Facharzthandlung im Halbschlaf betäubt vonstattengeht.
   Blöd nur, dass ich wiedereinmal meine Marcumar-Blutverdünnung aussetzen muß, was dem Stopp eines Frachtdampfers entspricht: Es dauert. Acht Tage vor der Untersuchung soll man mit dieser Art der Blutverdünnung aufhören, wohl weil Blut nicht so schnell dick oder auch wieder dünn wird. Vor der Untersuchung sollte man sich nochmal den Quick-Wert, spricht die Dick- oder Dünnflüssigkeit messen lassen und zu seiner Beruhigung dem Operateur vorlegen. Ich hatte das verabsäumt, nicht aber das »Absetzen«. Man kann die minder- oder unverdünnten Tage einfach »riskieren« oder stattdessen zweimal täglich »spritzen«, das tut hier aber wieder nichts zur eigentlichen Sache. 
   Die nötige Freiräumung des inneren Blickfeldes lässt Unangenehmes befüchten. Das macht man am Vortag und im Morgengrauen vor der Schlacht, äh: Untersuchung. Und da ist nichts dabei! Wirklich nicht! Tut nicht weh, kneift nicht, drückt und stinkt nicht, jedenfalls nicht bei mir. Ist nur eine feuchte Angelegenheit, Sturzbäche lösen sich, warme Wasserfälle. 
   Ich bleibe beim Allgemeinen. Was es braucht: 
• Ein ruhiges Umfeld, »seine Ruh’«. Die hab’ ich. Das Kind, das kein’s mehr ist, hängt nur in seinen Gedanken und am Smartphone. Sonst möglichst halt keine Leute, auch nicht aus der Familie. Lektüre, ideal sind ein paar NZZ-Feuiletons mit Geschichten wie »Ein Road-Trip ausserhalb der Zeit«, gesponsert von illustren Hôtels aus alten Zeiten.
• Nicht zu kalt in der Wohnung, denn leichte Kleidung ist angesagt.
• Genug Klopapier.
• Ersatzunterhose, eventuell mit Einlage
Links der unsägliche blaue
Plastiktrinkbecher und die
zwei Fläschchen Lösung
   Das zweimalige Ausräumen – am Vortag und im Morgengrauen – ist einfacher als einen Kaffeeautomaten entkalken. Mein Mittel nannte sich “eziclen”, verballhornt von easy clean, leicht geputzt, zwei Plastikflachen mit Natrium-, etwas Magnesium- und Kaliumsulfat, halt 
   Glaubersalz, ein sal mirabilis: »Das Natriumsulfat-Decahydrat (Glaubersalz) wirkt exzessiv abführend aufgrund einer kompetitiven Beeinflussung des Elektrolytehaushaltes«, rühmt die Wikipedia. Je Flascherl Lösung (Auslösung wär’ richtiger) sind’s jeweils 176 Milliliter, ein Trinkglas voll, das man eins zu eins zu einem Viertelliter glasklarer Brühe verdünnt, die entsetzlich schmeckt, nach schlimmsten Karlsbad. Deshalb kredenzt man sich die im hässlichsten Gefäß, das je Souvenierbierkrügen Konkurrenz gemacht hat und mit der Lösungen-Packung mitgeliefert wird, blassblaues Plastik in Form eines geschrumpften Kühlwassernachfüllbehälters unter der Motorhaube. Gekröpft. Man schmeckt laugige Mineralien, eher verkorkst-süß, aber ohne »Abgang« in der Verköstigung. Sonst schon.
   Nur gut, dass die Spüllauge bald weg ist, schluckweise getrunken. 
   Dann kommt erlösend kühles Wasser oder sonstwas Normales. Weil ich Leitungwasser mag, Bonner stilles Nichtmineralwasser aus der Infrastruktur, empfinde ich es süß und »decorum« (Wenn Sie einst noch solcherart zitatbelehrt wurden). Wie schnell man das alles trinkt, erst den Viertelliter Lösung, dann den Liter Standardwasser, ist egal. In zwei Stunden sollte es halt weg sein. Auch innerlich läuft das so. 
   In der Praxis wird einem gleich eine Gästetoilette angeboten, brauchte ich gar nicht, und natürlich wieder ein käufliches Extra angeboten, für fünf Euro Sauerstoff. Angeblich flatuliert man dann weniger danach, weil der Darm mit Sauerstoff aufgebläht wird und nicht mit Luft. Ich finde das lächerlich, also die Extrakosten. Und sowas muss gesetzlich geregelt werden …

Link hierher kurz http://j.mp/2rhKZ49
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https://blogabissl.blogspot.com/2019/11/die-spiegelung.html

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