28. August 2015

Tables in Blogger

Tables in Blogger, made easy
   You know the HTML structure of tables?      Look at for example w3schools or remember this:
‹table› starts and ‹/table› ends a table. (In reality ‹ and › are full sized smaller and greater signs. I just can’t show them here in Blogger!)
‹tr›, table row, starts a new row, ‹/tr› ends the row.
‹td›, table data, stands at the lowest level and encloses the actual content, ended by ‹/td›. It gives you a new colum.
   Then there is ‹tbody› and ‹/tbody› for what reason ever.Tables work without it, to my experience. The browsers assume that.
(You might like to know the parameter ‹pre› and ‹/pre› to enclose pre-formatted enties, so you can spare all those ‹br›s or rather ‹/br›s (line break) as carriage return at the end of lines.)
  So here how you get a two column layout:

‹table›‹tr›‹td› to start with, then
‹/td›‹td
to switch to column two, the right hand column, and at the table’s
very end 
‹/td›‹/tr›‹/table. 
 (Copy and paste this from ‹table … /table› into your blog’s HTML view, replace the half quote signs with ordinary HTML greater and smaller than signs.)
  In Blogger switch between Compose (? Verfassen) and HTML when composing, and you’ll see.
   Or have a look at the simple table I’ve at http://blogabissl.blogspot.com/2015/08/gelegenheit-und-reue.html#Chi. Just mark the table where you like and have your browser show you the HTML code.

(If the number of lines is equal, it looks better.)
Tabellen mit Blogger, ganz einfach.
   Hier bissl HTML, siehe etwa Selfhtml
‹table› und ‹/table› umklammern eine Tabelle. (Aber bitte, die ‹- und ›-Zeichen hier sind normal große Kleiner- und Größerzeichen, auf der Tastatur neben dem Y! Blogger nimmt sie mir nur nicht lesbar an.)
‹tr›, table row, beginnt eine neue Zeile, ‹/tr› beendet sie.
‹td›, table data, umfängt eigentlichen Inhalt, und macht eine neue Spalte. Ende mit ‹/td›.
Dann gibt’s noch ‹tbody› and ‹/tbody› , warum auch immer. Geht auch ohne..

Schön ist der Parameter ‹pre› und ‹/pre›, um vorformatierten Text  einzubinden. Man spart sich alle ‹br›s (line breaks) oder ‹/br›s (line break).
  
 Nun also zu den zwei gewünschten Spalten:
‹table›‹tr›‹td› und los geht die Tabelle. Dann beim Spaltenwechsel
‹td›‹td›.
Jetzt folgt der Inhalt der rechten Spalte. 

Am Ende heißt’s in HTML wieder  
‹/td›‹/tr›‹/table. 
Im Blogger wechselt man beim Komponieren oben (Reiter) zwischen Verfassen und HTML, and dann sieht man’s schon.
   Hier ein einfaches Beispiel: http://blogabissl.blogspot.com/2015/08/gelegenheit-und-reue.html#Chi. Markieren Sie sich die für Sie interessanten Stellen und lassen Sie Ihren Browser den ausgewählten Quellcode (also HTML) zeigen.

Let me continue in English only.
   If you need a fancy table, like here, you might want to play with the widths.
Fist of all (or actually when you’ve added the colum sizes) tell the ‹table› entry the total width in pixels, like ‹table width="1180"›, then follow up with the “colgroup”. Each width stays for one column, like 430 pixels at left and 780 for the second, the right colum, in this example. German takes a lot more space … 
   So you must tell the browser this:

‹table style="width: 1180px;"› 
 ‹colgroup› 
  ‹col width="430"› 
  ‹col width="780"› 
 ‹/colgroup› 

And here’s my latest suggestion, complete to copy-paste and then change the ‹ › signs.
Forget sizing the table, size the colums in relative terms (%)

‹table› 
 ‹colgroup› 
   ‹col width="60%"› 
   ‹col width="40%"› 
 ‹/colgroup› 
 ‹tr›‹td› … content left column … 
 ‹/td›‹td› … content right column … 
 ‹/td›‹/tr› 
‹/table› 

Copy-paste, then correct the ‹ › signs. When switching from HTML to “compose” (»Verfassen«) you see the table and you can start to write into the colums. You may want to adjust the table contens and or the relative width to get a nice fit.
   If you want a third, middle column to better separate the two columns, just add it with more or less dummy content (color white to hide text).
   If you aren’t sure what you do and you don’t want to mess up a previous version, sand box in a fresh post, past it into your real post when you like it, and then delete the “fresh post”.
 
Permalink: http://blogabissl.blogspot.com/2015/08/tables-in-blogger.html 

Tables, Columns, zweispaltig, Spalten, rows,

23. August 2015

Gelegenheit und Reue

– oder eine Reise vom Canale Grande bis zu den alten Griechen, in Gedanken.
Punta della Dogana auf  Dorsoduro und il Redentore auf Giudecca, ganz hinten noch Lido (Fremdbild, ich fliege ja nicht so herum)

Beginn am Mittwoch, 29. Juli 2015, auf einem Vaporetto von der Riva dei Schiavoni zur Accademia (sprich Accade'mia), im Zickzack über den Canale Grande, bei strahlendem 2015er-Sommerwetter.
Die Punta delle Dogana (»Zollspitze«) und Santa Maria della Salute von der Vaporettostation San Zaccharia Jolanda
Aus https://picasaweb.google.com/Fritz.Joern/Venedig2015#6177985691610589218
Ganz klein sieht man links auf dem vordersten Türmchen des Gebäudes (1675 von Giuseppe Benoni renoviert) eine Figur. Kommt man dann näher vorbei, schaut sie aus wie eine Läuferin mit ’nem Skateboard in der Rechten.
Die Punta della Dogana
(heute ein modernes Museum
mit François-Pinault-Dauerausstellung)
als Triangulationspunkt. 
Zwei Sklaven (Atlasse) halten die vergoldete Bronzekugel.
Occasio darf darüber laufen
und sich nach dem Winde drehen.
©Jörn, mit Panasonic Lumix DMC-TZ61
Bernardo Falcones Occasio (s. Wikipedia hier)
Bei dieser Gelegenheit (»Okkasion«), oder später beim Bearbeiten der Bilder, habe ich mich gefragt: Wer war die sportliche Dame? Was tut sie da im Winde eilend? Ist das bloß ein alter Windsack?
   Die starke Geschichte soll natürlich den Ruhm Venedigs zeigen, auf der Punta della Dogana oder Punta della Salute (wegen der Kirche dort) oder Punta da Màr (Meer). Die Kugel ist aus Bronze, aber vergoldet wie das goldene Dachl in Innsbruck. Das Ensemble stammt von Bernardo Falconi.
   Also: Wikipedia aufgeschlagen, und schon rennt da das Mädl, mit Schopf zum Fassen, nackert, doch leider bloß barfuß. »Die Gelegenheit am Schopf fassen«, das mag hier wohl nur ein Blitz. Dabei hat sie, die Eilende, so viel zu erzählen. Hören wir uns zu Beginn unserer Philologenreise einmal an, was sie lateinisch zu sagen hat.
   Von dem spätantiken Dichter Decim(i)us Magnus Ausonius, aus Burdigala stammend (310 bis 393 oder 394), gibt es ein Epigramm aus acht Distichen (Hexameter mit Pentameter), das neben dem Frager diese Occasio selbst zu Wort kommen lässt, dann auch ihre stete Begleiterin, die Reue. Hier das Interview:

   In simulacrum Occasionis et Poenitentiae

«Cuius opus?» «Phidiae, qui signum Pallados [sic!], eius,
   quique Iovem fecit, tertia palma ego sum.
Sum dea quae rara et paucis Occasio nota».
   «Quid rotulae insistis?» «Stare loco nequeo.»
(Vers 5) «Quid talaria habes?» «Volucris sum; Mercurius quae
   fortunare solet, trado ego, cum volui.»
«Crine tegis faciem.» «Cognosci nolo.» «Sed heus tu
   occipiti calvo es.» «Ne tenear fugiens.»
«Quae tibi iuncta comes?» «Dicat tibi.» «Dic, rogo, quae sis.»
(10)  «Sum dea cui nomen nec Cicero ipse dedit;
sum dea quae facti non factique exigo poenas,
   nempe ut paeniteat: sic Metanoea vocor.»
«Tu modo dic, quid agat tecum.» «Quandoque volavi
   haec manet; hanc retinent quos ego praeterii.
(15) Tu quoque dum rogitas, dum percontando moraris,
   elapsam disces me tibi de manibus.»
   Nahe sind sich Gelegenheit und Reue

»Wessen Werk [bist du]?« – »Des Phidias, der die Statue der Pallas
   und den Jupiter geschaffen hat; ich bin sein drittes Meisterstück.
Ich bin eine Göttin, die selten [ist] und nur wenigen bekannt, die Gelegenheit.
   »Warum stehst du auf dem Rad?« – »Ich kann an einem Ort nicht stehen [bleiben].«
(Vers 5) »Warum hast du Flügelschuhe [an]?« – »Ich fliege immer; was Merkur
   austeilen mag als Glück, das übergebe ich, wann ich will.«
»Mit dem Haar verdeckst du das Gesicht.« – »Ich mag nicht erkannt werden.« – »Aber, ach, du
   bist ja kahl am Hinterkopf!« – »Damit ich, fliehend, nicht festgehalten werde.« –
»Welche Begleiterin ist [da] mit dir verbunden?« – »Soll sie’s dir sagen!« – »Sag’ also du mir, bitte, wer du bist!«
(10)   «Ich bin eine Göttin, der nicht einmal Cicero selbst einen Namen gegeben hat.
Ich bin die Göttin, die straft fürs Getane wie fürs Ungetane,
   auf dass es einem leid tut: Reue werd’ ich genannt.«
»Sage du, [Gelegenheit,] mir eben, was sie [, die Reue,] bei dir macht!« – »Immer wenn ich entflogen bin,
   bleibt diese da; die, an denen ich vorübergegangen bin, behalten sie [, die Reue,] zurück.
(15) Auch du wirst, während du immer wieder fragst und dich mit Erkundigen aufhältst,
   merken, dass ich dir aus den Händen geglitten bin.«

Das lateinische Original ist ein wenig mit Satzzeichen versetzt, »politisch« allerdings nicht korrigiert, sonst müsste es beziehungsweise sie gendergerecht »Occasia« heißen. Die deutsche Übersetzung verdanke ich einer Vorlage von Tochter Carlas engagiertem Klassenlehrer. Danke!
Das geflügelte Rad der Deutschen Reichsbahn,
Skulptur am DB-Gebäude in Dresden, Ammonstr. 8
Wikipedia

Sonst kann ich nur eine alte englische Übersetzung, ursprünglich aus dem Jahr 1907, von Hugh Gerard Evelyn-White, anbieten, von hier, ab Seite 174:
    For a Figure of Opportunity and Regret
»Whose work art thou?« »Pheidias’s: his who made Pallas’ statue, who made Jove’s: his third masterpiece am I. I am a goddess seldom found and known to few. Opportunity [is] my name.» «Why stand’st thou on a wheel?» «I cannot stand still.» «Why wearest thou winged sandals?» «I am ever flying. The gifts which Mercury scatters at random I bestow when I will.» «Thou coverest thy face with thy hair.» «I would not [like to] be recognised.» «But—what!—art thou bald at the back of thy head?» «That none may catch me as I flee.» «Who is she who bears thee company?» «Let her tell thee.» «Tell me, I beg, who thou art.» «I am a goddess to whom not even Cicero himself gave a name. I am a goddess who exacts penalties for what is done and what undone, to cause repentance. So I am called Metanoea1.» «Do thou2 now tell me what does she along with thee?» «When I have flown away she remains: she is retained by those I have passed by. Thou also whilst thou keepest asking, whilst thou tarriest with questioning wilt say that I have slipped away out of thy hands.»
——————
1 = μετάνοια, primarily change of disposition and purpose, then the emotion accompanying such change, and finally «regret», «remorse» generally.
Occasio und Poenitentia
Schule des Andrea Mantegna, um 1500,
einfarbiges Fresko (168×146 cm), ein Relief imitierend,
aus dem Palazzo Caviani im
Stadtmuseum Palazzo San Sebastiano, Mantua
2 The poet here turns again to Opportunity.
Wikisource weiß noch mehr zu diesem Epigramm, unter dem Stichwort Metanoia: »… in dem Epigramm 33 des Ausonius (323 P.), mit der überschrift in simulacrum Occasionis et Paenitentiae, wo sie sich v. [in Vers] 12 als Metanoea vorstellt. Dieses ist im Hauptteile eine Übersetzung von Poseidippos’ Gedicht auf Kairos [*] Anth. Pal. XVI 275 (s. o. Bd. X S. 1511); aber die Zusammenstellung der beiden Wesen (und vielleicht auch das Epigramm) ist älter als Ausonius. Das ergibt sich aus dem Relief von [der Insel] Torcello (Arch. Ztg. XXXIII Taf. 1 und S. 6. Myth. Lex. II 899. Baumeister II 772, s. o. Bd. X S. 1512), auf dem die Reue neben Kairos erscheint [+]. S. auch Förster Rh. Mus. XXXVIII 434. Neben M. erscheint auch Metameleia, im Schol. Pind. Pyth. 5, 35 als Tochter des Epimetheus, und bei Kebes 35, 4. Bei Philod. π. εὐσεβ. 35 Gomp. ist τὴν Μεταμέλειαν ἐν Ἄργει lesbar, was auf einen Kult zu weisen scheint; s. Usener Götternamen 366.« [Hervorhebungen und simple Anmerkungen von mir. fj]

Von Nicolò Machiavelli (1469 bis 1527) fand ich eine schöne, wohlklingende Übertragung ins Italienische, auf Seite 600 vom »Leben und Regierung des Papstes Leo des Zehnten«, Band 3, von Wilhelm Roscoe, Wien 1818, daneben die altenglische Übertragung dort.

Chi sei tu, che non par donna mortale,
   Di tanta grazia il ciel t’ adorna, et dota?
Perchè non posi? perchè a’piedi hai l’ale?
   Io son l’Occasione, a pochi nota.
   E la cagion che sempre mi travagli
   È, perch’ io tengo un piè sopra una rota,
Volar non è che al mio correr s’ agguagli,
   E però l’ ale a’ piedi mi mantengo.
   Acciò nel corso mio ciascuno abbagli.
Gli sparsi miei capei dinanzi io tengo;
   Con essi mi ricuopro il petto e’l volto
   Perch’ un non mi conosca quando vengo.
Dietro del capo ogni capel m’ è tolto,
   Oude in van s’affatica un, se gli avviene,
   Ch’ io l’abbia trapassato, o s’io mi volto.
Dimmi chi è colei che teco viene?
   È Penitenza; e però nota e intendi
   Chi non sa prender me costei ritiene.
E tu, mentre parlando il tempo spendi,
   Occupato da molti pensier vani,
   Già non t’ avvedi, lasso, e non compredi
Com’ io ti son fuggita dalle mani!
Hah! who art thou, of more than mortal birth,
   Whom heaven adorns with beauty’s brightest beam?
On wings of speed why spuru’st thou thus on earth?
   Known but to few, Occasion is my name.
No rest I  find; for underneath  my feet
   Th’ eternal circle rolls that speeds my way.
Not the swift eagle wind his course so fleet:
   And these my glittering pennons I display
That from the dazzling sight thine eyes may turn away.
In full luxuriance o’er my angel face
   Float my loose tresses free and unconfined,
That thro’ the veil my features few can trace;
   But not one hair adorns my head behind.
Once past, for ever gone; no mortal might
   Shall bid the ceaseless wheel return again.
But who is she, companion of thy flight?
   Repentance. If thou grasp me in vain
Then must thou in thy arms her loathsome form retain,
And now, whilst heedless of the truths I sing,
   Vain thoughts and fond desires thy time employ;
Ah, see’st thou not, on soft and silent wing,
   The form that smil’d so fair has glided by! 

Hier fehlen Nebenfiguten wie Phidias und Merkur, schön. Vor allem aber, dass einem die Reue nicht nur bei Unentschlossenheit bleibt (»Chi non sa prender me costei [die Reue] ritiene«, »if thou grasp at me
in vain«, also vergebens, sondern (oft) auch dann verfolgt, wenn man sie tatsächlich ergriffen hat (»facti non factique«).

Jetzt aber weiter zurück in der Zeit, zu den Griechen, zu Kairos. Berühmt war die Bronzestatue von Lysippos in Sikyos (37.982211, 22.724455), mehr hier (englisch).

Kairos-Relief aus dem 11. Jh. auf Torcello
Kairos–Relief auf der Insel Torcello in der Lagune von Venedig, Kathedrale Santa Maria Assunta, innen am Aufgang zur Kanzel. Kairos mit Flügelschuhen, Waage und scharfem Messer, ganz rechts die Reue.
   Hier eine sehr schöne, ausführliche Darstellung, die den gleich folgenden Dialog ebenfalls bringt. – Siehe Kairos-Relief in der Wikipedia:
Aus Wikipedia nach Cattaneo 1896
(Originalseite 335) 
“Parapet [Brüstung in der]
of the Cathedral of Torcello A.D. 1008”
    Man sieht: Flügelschuhe – weiter unten zu sehen – waren schon bei den Griechen hoch modisch. Perseus, Zeus’ Sohn, trug sie (besonders, wenn er sonst nichts anhatte), ebenso Götterbote Hermes, später als Merkur bekannt, der die seinen öfter einmal an Perseus verlieh. Vielleicht hatte Perseus die geflügelten Sportschuhe aber auch von geruchsempfindlichen Nymphen bekommen.
   Selbst heute gibt es luftige Flügelschuhe für Herren, etwa von Adidas als »Men ObyO J(eremy) S(mith) Wings 2.0 Cutout«.

*) Zu Kairos kennt die Wikipedia diesen viel älteren, ganz ähnlichen Dialog. Es heißt dort:
    Poseidippos von Pella (3. Jahrhundert v. Chr.) hat in seinen Epigrammen aus Olympia auch einen Dialog des Betrachters mit Kairos verfasst:

     „Wer bist du?
      Ich bin Kairos, der alles bezwingt!
      Warum läufst du auf Zehenspitzen?
      Ich, der Kairos, laufe unablässig.
      Warum hast du Flügel am Fuß?
     
Ich fliege wie der Wind.
      Warum trägst du in deiner Hand ein spitzes Messer?
      Um die Menschen daran zu erinnern, dass ich spitzer bin als ein Messer.
      Warum fällt dir eine Haarlocke in die Stirn?
      Damit mich ergreifen kann, wer mir begegnet.
      Warum bist du am Hinterkopf kahl?
      Wenn ich mit fliegendem Fuß erst einmal vorbeigeglitten bin,
      wird mich auch keiner von hinten erwischen
      so sehr er sich auch bemüht.
      Und wozu schuf Euch der Künstler?
      Euch Wanderern zur Belehrung.“ – Gründel 1996. Sp. 1131



Wer’s vertiefen mag, lese in »Ars et Verba: die Kunstbeschreibungen des Kallistratos« von Babina Bäbler u. a., 2006, ISBN 13: 978-3-598-73056-6, Kapitel 6 »Auf das Standbild des Kairos in Sikyon«, ab Seite 70.
  
Who and whence was the sculptor? From Sikyon.
And his name? Lysippos.
And who are you? Time who subdues all things.
Why do you stand on tip-toe? I am ever running.
And why you have a pair of wings on your feet? I fly with the wind.
And why do you hold a razor in your right hand? As a sign to men that I am sharper than any sharp edge.
And why does your hair hang over your face? For him who meets me to take me by the forelock.
And why, in Heaven’s name, is the back of your head bald? Because none whom I have once raced by on my winged feet will now, though he wishes it sore, take hold of me from behind.
Why did the artist fashion you? For your sake, stranger, and he set me up in the porch as a lesson.
(More at https://en.wikipedia.org/wiki/Caerus#Representations)


«Rem tibi quam scieris aptam dimittere noli: fronte capillata, post haec occasio calva», “Don’t let that what you consider good for you escape by; chance has hair over her forehead, but behind she’s bald”.

Oder noch mehr in »Text und Skulptur, berühmte Bildhauer und Bronzegießer in der Antike in Wort und Bild« von Sacha Kansteiner u. a, 2007, ISBN 978-3-11-019610-8, Seite 101. (Ich bringe das Gedicht einfach als Bild, denn Griechisch kann ich nicht.)

Adidas Obyo Wings
Wie anschaulich hat Poseidipp die stets flüchtige Gelegenheit doch ausgestattet! Wie einfühlsam, geradezu psychologisch hat dann Ausonius ihr, der inzwischen Weiblichen, die Reue zugesellt!
   Wer von uns bereute nicht, im Leben eine Gelegenheit versäumt oder – handkehrum – eine trügerische, falsche vielleicht zur Unzeit ausgenützt zu haben … 
   Damit sind wir am Ende unserer Reise von einem trigonometrischen Punkt, einer Punta in Venedig, zurück zu den Vorstellungen der alten Griechen vor über zweitausend Jahren, denen Kairos (Καιρός) nur ein flüchtiger Augenblick war.
Kairos, Abguss. Museo di Antichità Turin (leicht retuschiert fj)
Franceso Guardi, 1780er-Jahre, London, Nationalgalerie
PS. Noch eine challenge: Übersetzungsvorschläge für »in simulacrum«. Bitte als Kommentar eingeben! Das »Nahe sind sich … « hab’ ich mir ausgedacht.
:
Und da schreibt mir schon Prof. Bonk aus Regensburg:  »Simulacrum ist ein Kunstwort Lukrez’, das er gebrauchte, um seinen Römern die Wahrnehmungstheorie seines griechischen Meisters Epikur (der sprach von eidola) zu verklickern. Alle materiellen Dinge (und alles Reale ist materiell) senden simulacra (luftige Abbilder) von sich aus, in alle Richtungen. Gelangt ein solches ins Auge, so sehen wir das entsprechende Ding … «. Was für ein schöner, anregender Gedanke, jedem Schreiber zu empfehlen: Im Leser ein Bild entstehen zu lassen, das das Ding (hinreichend) erklärt.

Empfehlung:
http://www.nzz.ch/feuilleton/schoenheit-der-nacht-venedig-erwacht-zum-leben-ld.12260#kommentare

https://www.nzz.ch/gesellschaft/weshalb-auch-glueckliche-leute-affaeren-haben-ld.1320223 von Birgit Schmid. Zitat: »Mit einer Affäre holt man die Möglichkeiten nach, die man zugunsten einer einzigen Geschichte aufgab. So geht man oft mit jemandem fremd, den man nie heiraten würde. Dem Lastwagenfahrer mit den Tattoos. Der Barkeeperin. Es sind die ›ungelebten Leben‹, wie es der englische Psychoanalytiker Adam Phillips nennt, die uns umtreiben. Sie bestimmen unser Handeln auch in diesem Fall. Perel sagt es so: ›Ehebruch ist die Rache der unterlassenen Möglichkeiten‹.« 

Links: Metanoia and the Transformation of Opportunity

Link zu diesem Blogeintrag: http://j.mp/2KVurb6 =
Besucherzaehler   https://blogabissl.blogspot.com/2015/08/gelegenheit-und-reue.html
Siehe auch «tempo vale …» (Bologna)

Zum Schluss noch ein passendes Gedicht
von Sabine Gruber

Fondamenta agli incurabili

Das Salz frisst die Buchstaben
Aus der Wand, die tagsüber
Wärme speichert, für wen?

Hier gibt es nichts zu kaufen.
Die Punta ist zugebrettert
Wegen Restaurierung, als

Ließe sich das Meer besiegen.
Ungerührt balanciert die
Göttin des Glücks auf

Ihrer goldenen Kugel
Und reißt am Steuerruder.
Es ist windstill am Ufer

Selbst beim schönsten Ausblick
Bleibt der Fall mitgedacht,
Die Spitzenborte des Saumes,

Der die Welle schmückt.
Das Wasser der Verlorenen,
Das sie fortspülen wird im

Hellen Tageslicht oder in
Einer Nacht, in der sie auf
Ruhigen Schlaf hofften.


Mit freundlicher Genehmigung der Autorin.

Eine Fondamenta ist in Venedig der Gehsteig neben einem Kanal; mehr in der italienischen Wikipedia.
   Von der langen Fondamenta delle Zattere (der Flöße, hier und hier gut beschrieben) auf der Südseite des Viertels Dorsoduro beziehungsweise am Nordufer des Canal Grande sieht man gegenüber unter anderem am Ende der Insel Giudecca die Punta della Dogana.
   Im vormaligen Ospedale degli Incurabili (45°25′42.96″N 12°19′49.58″E) an den Zattere, dem »Spital der Unheilbaren«, hier links im Bild, ist heute die Akademie der schönen Künste untergebracht. Ganz vorne die Punta della Dogana sieht man von dort eher noch nicht  …
   Warum Sabine Gruber « agli », an die Unheilbaren schrieb? Es mag eine passende Widmung den an Venedig Verlorenen sein.
   (Schade, triviale Lösung, siehe eine weitere schöne Geschichte hier. Es gibt sogar eine kleine Brücke mit Namen agli incurabili, am Foto von Wolfgang Moroder markiert, über den Rio Piccolo del Legname. Wieder so ein Südtiroler! Mit irren Bildern wie dem …)
Oct. 2020. My good friend Bert Forbes sent me this “foggy” picture. He is a great photographer.
(Unfortunately Google has modified blogger in the cloud, to me for the worse – or for smartphones? So I have to edit this in HTML …)

17. August 2015

How to Stop Autoplay in Youtube

When a Youtube video ends, Youtube starts another in less than ten seconds.
(»Next video«, Nächstes Video):
That’s »autoplay«.
   If you do not want that:
Create a playlist, put the video into the playlist, and run the playlist. The URL looks like this:

https://www.youtube.com/watch?v=FRkcwXVE118&list=PLhQIa_1tdwEUMBuQQ7gjcfsGLqNtwmIXb

All in one line, naturally. You are welcome to try.
The »?v=…« is the specific video, the »&list=…« is the playlist, formally.

To create a playlist: Log in to Youtube

 Click the menu (the three thick lines on the upper left). Select »my channel« (Mein Kanal)
Now you can click »Video Manager«, and you’ve got the good old video manager, you are used to. It will show your uploaded videos, newest first, like this:

On the left in the menu you see »Playlists«.Select that, to see your playlists in chronological order:

Don’t mess with your established paylists, click on »new playlist« (upper right, »Neue Playlist«), and create one at your ease. The name does not matter. Into this playlist place the one video you’d like to show and then stop. Just one video. Mail your friends the link to run this playlist.
   Your video will play and then stop. Thank you, Youtube. And don’t you dare to change that!

Permalink: http://blogabissl.blogspot.com/2015/08/how-to-stop-autoplay-in-youtube.html


16. August 2015

History, Fiction, and Germany by Brent O. Peterson

What’s German? Who’s a German? What makes h. to be German? If you’d ask anyone on the street here, you would get an answer according to passport, to official nationality. Many will say: »Legally I could turn German, but I don’t, as I would loose my traditional nationality.« Even I myself only »became« German, when a clever state officer in Böblingen found out back in 1975, that I’m German by birth and therefore do not loose my Austrian nationality when »accepting« to be German.
The Proclamation of the German Empire on January 18, 1871 in Versailles. Painting by Anton von Werner,
third version, sole surviving the Word Wars.
   This however is the new, the current, official view of being German. There’s a classical view, a inner aspect, a feeling, academic, »nationalistic«, of what it means to be German. This »substancial« view has dominated the past two centuries. Today it’s gone, like logarithms to calculate triangles or typewriters to compose letters. Just like carbon paper, deep, persistent national feelings are gone forever, at least here. Nationalism may reappear temporarily with football (soccer), but, say, German Italians in Munic may still be torn between Bayern München and Juventus Torino, and switch according to opportunity. You are happy, hopefully, where you are – or else you might try to get there –, and you don’t think about, who you are. Especially as you change all along, while your passport stays the same, at least under normal conditions.
   We all sit in a partially occupied train compartment: The ones inside are a strong group of insiders, defending their space with newspapers and stuff lying around, the ones outside on the train’s corridor are aliens, until they too conquer a place inside the compartment. But: trains here don’t have compartments any more, they mostly are »Großraumwagen«, open space wagons …
   Anyway, I’m both Austrian and German. As Austrian I’m always full of hope – looking into the past (»Ein Österreicher blickt immer hoffnungsvoll – in die Vergangenheit.«) –, as German I’m angry at politics; or just as old man?
   Coming back to history.
   Brent Petersons’s book (»History, Fiction, and Germany, Writing the Nineteenth-Century Nation«, ISBN 0-8143-3200-5) of 2005 looks at an interesting aspect of German-ness: How did it come about? Germany was probably the last European »nation« to come together into a common state, to become national, nationalistic. Fascism, as extreme nationalism, had its worst excesses in Germany, though fascism kept alive in Spain until about 1980. The idea is still here, like in Italian fascist parties. You see, I’m not a historian, I just look.
   Peterson’s idea is that nations form virtually, like a myth, grow like a tree by natural facts, but they are trimmed as well (or mostly?) by influential interests and people. Nation building is a fictional and a historical process. He looks at fiction first.
   In the »Introduction: How Prussian Heroes Came to Dominate Germany’s National Narrative«, Peterson starts out with a big bang. Very clever, very effective. (Especially, as many people won’t read more than the initial chapters of a book anyway.)
Peterson points out a number of hefty alterations of the historic thruth in the picture – you can read it here, thanks to Google books. His book contains a black and white version of this famous painting, but of course I immediately activated my color printer. The picture, the scene is quite impressive, and that’s the idea.
   Peterson, instead of just scolding Werner, starts to ponder, to think. It’s fascianting how his view of history stays open for variations, for unconventional thoughts, for the forces in the back of reality, be they historical truths or fictional »buildings«, literary, artistic, political.
   As Austrian I at first missed the view to the German part that was Austria, but later on found this aspect well covered in his book too. My father was Prussian, born in Königsberg, I was born in Brünn, Moravia, both in modern reality long gone places. My mother’s family was definitely Austrian, grandfather having been born in Wilten, now part of Innsbruck, Tirol. All his life he had been a »Großdeutscher«, favoring a common state of Germany and Austria. »Hitler has stolen us the idea«, he once said. You can read my grandfather’s interesting memoirs (in German naturally) here. The father of my father had been a protestant preacher. His life’s book may be less interesting, even a bit boring today, but shows just the other side of Germaneness. And personally I favor places with multiple people, living together in peace, like South Tyrol. My key to this is described in an article of 1994.
   There are many more interesting aspects addressed by Peterson, like the German public interest in history in the 19th century, the love of stories, fiction, and not only of Grimm’s Märchen. I could add die Gartenlaube or Ganghofer, but I’ll do that some other time … – PS. Peterson writes about the Gartenlaube (pergola) a while later as well, page 72.
   I’m looking forward to the rest of the book. Will there be parallels to the feelings of the modern US nation?

See also my http://blogabissl.blogspot.de/2015/01/neil-macgregors-germany.html

Permalink to here: http://blogabissl.blogspot.com/2015/08/history-fiction-and-germany-by-brent-o.html

– Franz Kugler’s The History of Frederick the Great – see p 106 in Peterson’s book, can be found and seen at http://friedrich.uni-trier.de/de/kugler/228/ – Page 228 with Menzel’s illustration of Frederick with Voltaire in Sanssouci, as mentioned.

13. August 2015

Besser: Deutsch müsste man können.

Lesen Sie weiter»Besser Ruhenstroth Bauer« – Was soll das heißen? Wie, bitte, soll der heißen? Wer den Kandidaten kennt, mag im Vorteil sein. Wer nicht, der darf raten:
a) Es fehlt, wie so oft, der Bindestrich, und müsste heißen »Besser Ruhenstroth-Bauer«. Wobei »Besser« ein guter, deutscher Vorname ist, der zwar ebenso unbekannt ist wie Herr Ruhenstroth Bauer, aber bitte.
b) Herr Bauer bemüht sich um die »Verbesserung von Ruhenstroth«. Aber was ist das dann? Wieder so ein Projekt zur Infrastrukturförderung? Den Namen WCCB kannte ja auch ursprünglich niemand. Das ist »Bonner Dynamik«, mit Punkt dahinter. Stark.
   Ich weiß, es gehört sich nicht, mit Namen zu spielen, denn für seinen Namen kann keiner. Aber man muss es ja nicht öffentlich noch schlimmer machen.
   Die Laternepfahlplakate der SPD sind in der Breite noch knapper: Es fehlt die »Bonner Dynamik«. Was übrig bleibt ist nur: »Besser Ruhenstroth Bauer«. Im Resultat noch inhaltsloser.
   Dem ganzen unsinnigen wilden Plakatieren, letzlich auf Kosten der Steuerzahler, gehört ein Ende gemacht. Die Aussagen sind keine. Zudem sind öffentliche Stellen verpflichtet, sich der gängigen deutschen Rechtschreibung zu bedienen. Man könnte aus diesem Grund zumindest diesen unverständlichen Quatsch einstweilig wegverfügen.
  PS. Die Konkurrenz von der CDU sagt wenigstens klar, worum es geht, dürfte mit dem »Neuen« namentlich aber auch eher unglücklich sein: »Ashok-Alexander« – was ist das für ein Vorname? Willy Brandt, Pardon, hat sich ja auch anders genannt; ich will’s gar nicht aufwärmen. Warum sollen Politiker keine Künstlernamen haben? Hätte nicht »Alexander« gereicht, dazu ein knackiger Familienname, vielleicht nur »Sri«? Alex Sri? Dann wäre noch viel Platz geblieben. Mindestens für einen Punkt.

Link hierher: http://blogabissl.blogspot.com/2015/08/besser-deutsch-musste-man-konnen.html

12. August 2015

Im Schatten des Schwarzen Lochs

Röntgenbild von Sagittarius A* (Wikipedia)
Das ist was für Sternenfreunde.
   Das Schwarze Loch – großgeschrieben, wie all diese Löcher im Himmel – in der Mitte der Milchstraße soll über seinen Schatten besser erkundet werden. Bisher wusste ich nicht einmal, dass wir sowas mitten unter uns haben. Die Gefahr, bald einmal hineinzufallen, scheint gering, besonders für ein älteres Kaliber wie mich; ’s ist nicht einmal ein Aprilscherz, auf den man reinfallen kann.
   Das Loch gibt es; es wurde 1974 entdeckt und »nennt sich« Sagittarius A Stern, kurz Sgr A*. Steht alles in der Wikipedia.
   Jetzt soll herausgefunden werden, ob sich das unsichtbare Ding dreht, und wie seine »Akkretionsscheibe« liegt. (Accretio ist Zunehmen, Anwachsen.) Ob man die auch nicht sieht? Im Gegenteil, die Akkretionsscheiben Schwarzer Löcher können sogar besonders hell sein – steht hier.
   Genug. Ich kenne mich da wirklich nicht aus.
   Hier der Artikel:

http://www.nzz.ch/wissenschaft/astronomie/ein-zoom-aufs-schwarze-loch-der-milchstrasse-1.18593693

   Und hier der Permalink hierher: http://blogabissl.blogspot.com/2015/08/im-schatten-des-schwarzen-lochs.html

11. August 2015

Banken produzieren den Staaten Geld …

Angeblich eine gr. Staatsanleihe im Ersten Weltkrieg

… und die Staaten retten dann die Banken. So kommt es zur Schuldenspirale.
   Staatsobligation gelten unabhängig von ihrer Höhe als risikolos (auch griechische). Folglich müssen Banken und Investoren diese Papiere beim Kauf und beim Halten nicht mit Eigenkapital unterlegen. Ohne diesen Mechanismus hätten sich die öffentlichen Schulden nicht auf die heutigen Höhen entwickeln können.
   So einfach ist das.
Ich lese das in einem »Standpunkt« von Michael Ferber, »Trügerische Pfänder in der Finanzwirtschaft«, in der Neuen Zürcher Zeitung vom 11. August 2015, Seite 13 (int. Ausgabe, nat. am Vortag), der leider nicht öffentlich im Netz steht (Bei mir unter »Pfänder«).

Link hierher: http://blogabissl.blogspot.com/2015/08/banken-produzieren-den-staaten-geld.html

24. Juni 2015

Deutschland stellt sich dumm. Internet-Angst

Alexander Zick: Hänsel und Gretel (Wikip.)
Damals, als die Kinder statt über Hobbits (»Halblinge«) noch von Hänsel und Gretel lasen, hatten alle Angst vor dem Wald. Und vor Hexen. – Heute sind’s Hacker. Der tiefe Wald, in dem man sich verirrt, ist das Internet.
   Schon Schulkinder (mit »Informatik« als nach­mit­täg­li­ches Neben-Nebenfach) sind dagegen. »Das Internet ist eine riesige, undurchschaubare Macht«. »Ich versuche, dort möglichst wenig zu tun.« »Verstehen können das Internet nur Leute, die Informatik studiert haben, nur ganz wenige. Ich jedenfalls nicht.« »Das Internet weiß fast alles über mich, weiß, wo ich bin, kennt meine Gewohnheiten. Wenn ich vormittags mein Handy in der Schule abschalte, kennt es diese Gewohnheit, kann mich verfolgen, überall.«
   Wenn ich dann als alter Techniker sage: »Denk doch mal nach!«, so schlägt mir Desinteresse entgegen: »Das verstehe ich eh nicht, das verstehen nur Fachleute.« »Außerdem interessiert es mich nicht.« »Früher hatten die Leute ja auch kein Internet, ging doch auch.« Worauf ich polemisch antworte: »Früher gab’s auch keine Unterhosen!«, und an die armen Adam und Eva denke mit ihren Feigenblättern.
   Deutschland macht sich dumm. Bildet sich über alles eine Meinung, denkt aber über nichts nach, schon gar nicht, bevor es seine feste Meinung äußert. Vorurteile statt Verstehen. Angst aber steckt an. Nachdenken nicht. ’s heißt ja auch Nach-Denken, weil man’s meist erst nachher tut. »To think after«, das gibt’s im Englischen gar nicht. Unser Volk von »Dichtern und Denkern« lebt in Angst und Aberglauben, als hätte es eine Aufklärung nie gegeben. Irgendwann in den fortschrittlichen Zeiten nach 1968 stieg der denkende Deutsche auf die Bremse und ließ Meinungen und Lobbyisten überholen, die hinter ihm herdrängelten. Technik ist ja so undurchschaubar.
   Das stimmt sogar. Mechanik konnte man noch beobachten, wenn man den Deckel aufmachte. Seit es Strom gibt, bewegt ein Auslöser da einen Motor dort. Man muss schon dem Kabel nachgehen, um vielleicht zu verstehen, warum. Und gar Computer: Die tun, was sie wollen, oder irgendein Experte. Weiß ich, was meine App alles speichert und sammelt, überträgt, wem – mächtigen amerikanischen Konzernen im Hintergrund? Die wissen alles über mich. Und löschen lässt sich nichts in Internet …
   Konkret: Vor SMS oder E-Mail hat keiner Angst, höchstens eine kleine Minderheit. Vor Home­bank­ing schon eher. Fotos im Netz: »Das geht gar nicht!« Denn da kann jeder ’mit machen, was er will. Facebook – fürchterlich. Ich stelle da nichts rein, rein gar nichts.
   Und nun kleine, beispielhafte Anregungen:
• Das deutsche »Bundesamt für die Sicherheit in der Informationtechnik«, das BSI in Bonn, sollte sich mehr um die staatlichen Rechner im Bundestag kümmern, als medienwirksam alle Deutschen immer nur zu warnen.
• Der Informatikunterricht in den Schule müsste zeigen, wie man Phishing einfach erkennt und wo Nachrichten herkommen, wie man mit zehn Fingern tippt, und warum die Mobiltelefongesellschaft wissen muss, wo ein Handy »eingebucht« ist, u. z. nur sie.
• Im Ethikunterreicht sollte besprochen werden, warum anonyme Briefe inakzeptabel sind, und wie das mit »Nicknames« im Internet ist. Ist dort Anonymität akzeptabel, wenn ja, warum?
•  Vor allem sollte jeder entweder eine selbst verstandene Meinung haben und im Zweifelsfall sagen: »Das weiß ich nicht«. Technik lässt sich mit dem gesunden Menschenverstand sehr wohl durchschauen, jedefalls so weit, dass man Risiken und vor allem Chancen erkennen kann.
   »Atomkraft, nein danke!« – »Internet, nein danke!« – So, wie weltweit Atomkraft nicht verschwinden wird, weil wir hier (berechtigt oder nicht) davor Angst haben, wird auch das Internet nicht so bald abgeschaltet werden, trotz »German Angst«.

Links:
22. 6. 2015 FAZ: »Im Internet geht die Angst um.« (Eine unverständliche »Studie« von Hubert Spiegel)
21. 10. 2014 Huffington Post: »Die Angst der Deutschen vor dem Internet«

Link hierher: http://blogabissl.blogspot.com/2015/06/deutschland-stellt-sich-dumm-internet.html

1. Juni 2015

Trockner reparieren

Hier: Bauknecht TK Plus 72A Di mit Wärmerückgewinnung,
(Quelle Privileg 165 CD siehe hier.)

Trockner Bauknecht
TK Plus 72A Di.
Wäremtauscherfilterdeckel
unten abgenommen
Bauknecht-Trockner fixen, Wäschetrockner, Ventilator, Warmluftgebläse, Gebläsewalze, Umluftlaufrad, Ventilatorrad, Ventilatorlüfterrad, Gebläserad, Lüfterrad, Umluftrad, Kühlrad, Hamsterrad, Hamsterkäfig, usw. – lauter Stichwörter zum Thema.
   Modell Bauknecht TK Plus 72A Di mit Wärmerückgewinnung, das Feinste vom Feinen, knapp tausend Euro, hier ’s Typenschild.

Symptome: Macht Krach, trocknet nicht mehr richtig, fällt dann ganz aus. So passiert nach drei Jahren Betrieb – also ein Jahr nach Garatieende.

Das angekratzte Lüfterrad auf der rostigen
Motorachse. Original wäre Lüfterrad
Lüfterwalze Prozessluft Trockner Bauknecht
481010425277 ca. € 32
 
Im Internet herumgesucht, selbst geguckt, wirklich guten Reparaturdienst angerufen: Alle warnen vor Bauknecht (= Whirl­pool) und empfehlen Ersatz etwa durch AEG und ohne Wärmerückgewinnung.
   Auseinandergeschraubt. Die Motorachse war bereits deutlich angerostet, die Lager aus Filz angegammelt vom Wasser, das dort nicht hingehört. Das angekratze Lüfterrad rattelte lose in seinem Käfig (Plastikgehäuse)
   Weil aber das Lüfterrad ganz wackelig auf der Achse steckt, innen ein zu großes Loch hat, läuft es nicht rund. Wie schlecht sieht man hier und hier und hier. (Ich hab’ ein ganzes Foto­al­bum gemacht darüber, Stunden im Keller, im Garten und im Internet gearbeitet!). Erst nach mehrmaligen Versuchen hab’ ich’s rundlaufend hinbekommen. Seither ist wieder alles paletti.
   Zur Demontage braucht man einen Kreuzschraubenzieher und – als Besonderheit – einen Torx-Schaubenzieher, am besten ein Torx-Schrauben-Bit Tx 15, wie hier zu sehen. Der Rest ist Mut.
Ventilatorklemme
Bauknecht 481229088096 € 9,
bei mir unnötig
   Achtung: Einen Wärmerückgewinningstrockner soll man nicht hinlegen! Ich hab’s natürlich mehrmals gemacht, schon um unten an die Gehäuseschraube der linken Seitenwand zu kommen. Geschadet hat’s bei mir nicht. Übrigens ist diese ganze Geschichte hier ohne Haftung für Folgeschäden. Sie dürfen aber gern kommentieren, Danke sagen. 
   Dann gibt’ noch einen mysteriösen Klemmring für den Ventilator. Den hab’ ich aber nicht gebraucht, nie gesehen, weil ich den Ventilator mit ein paar passenden oder passend gemachten Unterlegscheiben hinten festgemacht habe, mit der ursprünglichen selbstsichernden Abschlussmutter.
   Einen Teileplan oder gar eine Reparaturanleitung fand ich nicht im Netz; »darf nicht kopiert werden«, sagte mir der sehr freundliche und zuvorkommende Ersatzteildienst »Ersatzteil-Vertriebs-Center GmbH« in Godesberg. Dass es keine Erklärung für das unpassende Ventilatorrad gibt, ist klar. Vielleicht wurde ursprünglich ein anderes, ordentlich sitzeneds Modell eingesetzt?

Bauknecht-Service 0711 88 88 9 00 (nicht mehr 01803-252325).
Ersatzteile über 0711 93533600 – man wird an den Dienst in seiner Region weitergeleitet.
   In Godesberg: 0228 421210, Bonn, Godesberger Allee 6—8, Eingang und Parken Wurzerstr.1, 8—18 Uhr

Der paralellogrammförmige Ersatzschaumstofffilter »Filter-Schaumstoff an Wärmetauscher-Schwammfilter« für unten läuft unter EAN 481010354757 (Asin B012XAO8Z2) und kostet ca. zehn Euro, z. B. hier bei Amazon oder hier. Es geht aber auch sonst ein schräg zugeschnittes, dünnes Stück Schaumstoff, Breite: 225 mm, Höhe: 107 mm, Stärke: 8 mm, Material: Schaumstoff.

Mein Fotoalbum dazu:
 https://photos.app.goo.gl/7zg4BBCqLLUqVkgY7 = j.mp/fj2UcOV0y


Link hierher j.mp/fj2RPyEO0
  = http://blogabissl.blogspot.com/2015/06/trockner-reparieren.html

Ein Kommentar landete beim Bild statt hier. Jott Ess Fotos meint da am 8.6.2016 um 18:20: »Hallo Fritz, wir besitzen den gleichen Trockner und haben soeben das gleiche Problem versucht zu bewältigen. Alles auseinander gebaut,festgezogen, zusammen gebaut und...nach 1 Minute Testlauf der ganze Mist wie vorher. Wie kann man nur so etwas konstruieren??? Jetzt ist guter Rat teuer,hoffentlich aber günstiger als eine neue Maschine... « – Dazu kann ich nur sagen: Ich hab’ auch zwei Runden gebraucht. Stunden. Hat man den Motor heraußen, sollte man erst den Ventilator wirklich schön rundlaufen haben – leicht mit der Hand drehen, und man sieht, ob er eiert. Fest sollte er dann auch sein. Dann erst einbauen und ein Stoßgebet gen Himmel. Ich hatte seither, unberufen, alles rund laufen.

Links zu Fotos empfehle ich mit gedrückter Umstelltaste zu nutzen. Nachdem im August 2016 Google alle bisherigen Picasa-Links abgeschaltet hat, musste ich neue einbauen. Google bedient sie mit einem Redirect, sodass es kein Zurück zur aufrufenden Seite mehr gibt. Siehe Seeing Picasa Web Albums after all (engl.). fj

Tipp »Wasserbehälter leeren« hier.

[meine private Datei Trocknerreparatur.doc]

Zum Vergrößern klicken.
Ein anderer Fall, November 2017:
Trocker hört nach zehn Minuten auf
Trockner läuft nur kurz. Wäschetrockner schaltet sich aus. Wäschetrockner trocknet nicht.

Das muss nicht am Feuchtigkeitssensor liegen, schon gar nicht an der Heizung. 
   Testen Sie zunächst, ob es am Feuchtigkeitssensor liegt. Sie erreichen das, indem sie den Trockner ausnahmsweise nicht bis zu einer bestimmten Trockenheit laufen lassen, etwa bis zu »Schranktrocken« oder »Bügeltrocken«, bei mir rechts im Bild, sondern nur eine festgelegte Zeit lang, bei mir links, etwa »40'« was für vierzig Minuten steht. Läuft der Trockner dann durch, und ist die Wäsche am Ende der Zeit trocken und warm, so klappt die Heizung. Sie haben Glück.
   Ich habe daraufhin den Trockner besonders gut von Flusen befreit – Druckluft wäre ideal, die habe ich aber nicht. Hinter dem unteren Filter, dem dreieckigen, fand ich links ein ziemlich verfilztes Drahtgitter. Auch das habe ich mit einer Spülbürste so gut wie möglich sauber gemacht. Unten sah ich den feuchten Rand eines eher schmutzigen Sumpfes; auch den hab’ ich versucht, sauber zu bekommen, hab’ sogar etwas Wasser nachgeschüttet und im Leerlauf abpumpen lassen. 
   Dann ging’s wieder, auch mit der Trockenheitssteuerung. Halten Sie mir den Daumen, dass es so bleibt! 
PS. Sept. 2019. Alles 1a. 
PPS. Jan. 2020. Meldet dauernd Störung (alle zwei rote Lichter), Wäsche bleibt nass. Also Fortsetzung in neuem Blog http://bit.ly/fj3aNBDPy
 = https://blogabissl.blogspot.com/2020/01/waschetrockner-lasst-wasche-nass.html

Siehe auch https://blogabissl.blogspot.com/2021/10/trockner-rumpelt.html

3. Mai 2015

Lizenzausgabe für den Bertelsmann-Lesering, ohne Jahr
Ein nettes, ein reizendes, sehr, sehr schönes kleines Buch, dieser Erich Kästnersche »kleine Grenzverkehr« – mit dem Bus über den »kleinen« Walserberg nach Salzburg, täglich nach Bad Reichenhall pendelnd.
   Heutzutage rauscht man über den »großen« Walserberg und hält dort höchstens für die »Vignette« an (’s »Pickerl«) oder zum Tanken im weniger teuren Österreich.

In den Fünfzigerjahren sind wir dort oft passiert, auch am kleinen Walserberg. Dann gab’s noch den selten verwendeten Übergang in Groß Gmain, den nahm ich, wenn ich mit dem Fahrrad auf Tour war, selten; und natürlich den Pass am Dürrnberg oberhalb von Hallein bezw. den Salzbergwerken, dem in Deutschland und dem in Österreich, tiefer unten unterirdisch verbunden.
   Ich such’ mal rasch die Koordinaten heraus: Dürrnberg 47.664820, 13.079166, Groß Gmain 47.724440, 12.904854, »kleiner« Walserberg Landstraße 47.771006, 12.942194, »großer« Walserberg Autobahn 47.768388, 12.943213.
   In den Fünfzigerjahren, als ich aufs Gymnasium ging, haben sich meine Eltern in Oberalm (47.697396, 13.106193) ein Haus gebaut, das ist bei Hallein, und das südlich von Salzburg. Ich war in meiner bundesdeutschen Schule, dem Landschulheim Marquartstein in Bayern geblieben. Alle vier Wochen durften wir »heimfahren«. Ich fuhr mit dem Zug, unter Dampf oder später mit dem Schienenbus erst nach Übersee (so heißt der kleine Ort am Chiemsee), dann nach Freilassing oder direkt bis nach Salzburg. Die Eisenbahnhauptstrecke zweigte damals in Freilassing nach Bad Reichenhall ab, Endstation für die Deutsche Bundesbahn.
Horst Buchholz (rechts) 1957 als »Hochtapler« Felix Krull*)
an der deutsch-französischen Grenze (Film Min. 18:35)
   Die Einfahrt nach Salzburg ist schön: Der Zug fährt über die Salzach und zeigt einem – wenn es nicht gerade in Strömen regnet – Stadt und Festung zur Begrüßung.
   Bei der Grenzkontrolle am Bahnhof musste ich mein schwarzes Köfferchen aufklappen (ich hab’s noch), wie ein paar Jahre später Horst Buchholz im Bild rechts. Wie dort fand die Kontrolle nicht im Zug statt; nur durchgehende Züge hatten dieses Vorrecht – das sie aber stets sehr lang an der Grenze festhielt. Deshalb musste ich bei meiner schnellsten Verbindung über zwei Grenzen nach Bozen siebenmal umsteigen!
   An den Wochenenden sind wir damals viel spazierengegangen und kamen dabei öfter »über die grüne Grenze«, etwa zwischen den Halleiner Barmsteinen. Dazu sollte man offiziell einen Schein für den »kleinen Grenzverkehr« haben; mit dem Reisepass war das Passieren der Grenze nur über kontrollierte Übergänge erlaubt. Also hatte mir meine Mutter auch so einen Passierschein besorgt, den nur grenznahe Einheimische bekamen.
   Zurück zu Kästner. Bis zum »Anschluss« war man in Teilen Österreichs noch links gefahren. Das beschreibt er im Eintrag »Salzburg, 22. August [1937], mittags« so: »Der einzige Unterschied ist der, dass in Deutschland die Autos rechts, in Österreich hingegen links fahren müssen«. Mehr Erinnerungen dazu hier.
   Grenzen musste man in den Fünfzigerjahren ernst nehmen – deutsch-österreichische nicht so ernst wie die mit dem Osten, aber immerhin. Einmal war ich mit meinem Stiefvater und seinem weißen Porsche aus München von der Baumaschinenausstellung »Bauma« zurück, wo er sich »Schalzecken« hatte andrehen lassen, kurze eiserne, zu einem Z gebogene Bänder, mit denen man angeblich Holzbalken provisorisch schnell und leicht verbinden konnte. Durch das Rückfenster sah der Zollbeamte diese Dinger. Sie mussten verzollt werden. Dazu wurde ihr vorgeblicher Wert in Goldmark umgerechnet, und davon dann der Zoll genommen. Als frecher Bub murmelte ich etwas von: »Die sind doch aus Eisen!«, was uns vom ohnehin genervten Zöllner eine scharfe Rüge einbrachte.
   Die Stimmung in Kästners Kurzgeschichte ist wie bei »Sound of Music«, nur trockener, weniger kitschig. Kästner kommt nicht bis zum Absingen der (von den meisten Amerikanern dafür gehaltenen) österreichischen Nationalhymne, Edelweiß (original, deutsch) – »that’s my homeland forever«. Edelweiß ist von Oscar Hammerstein (dessen deutsch-jüdische Abstammung nur in der englischen Wikipedia steht). Die alte österreichische »Kaiserhymne« hatte schon 1922 Deutschland übernommen, woraufhin sich Österreich immer wieder neue basteln musste, die keiner kennt. Die jüngste ist bereits gesetzlich »genderisiert«. Auf die gestörte Metrik pfeift sie.
   Kästner schreibt die Geschichte in seinem unnachahmlichen Stil. Man hört Kästner förmlich vorlesen, wie eines seiner Kinderbücher. Knappe Sätze wie in einem Film. Und doch immer wieder Schalk, den man erst beim Lesen sieht. Die Bilder, eher Vignetten, sind wie immer von Walter Trier.

Eine begeisterte Leserin schreibt mir:
   »Das Buch wurde zweimal verfilmt. Die erste Fassung [schwarzweiß] stammt aus dem Jahr 1943 mit Willy Fritsch und Herta Feiler, hab ich aber leider noch nie gesehen [Gibt’s hier, 78 Min.]
  Die zweite Verfilmung aus dem Jahr 1953 [›Salzburger Geschichten‹, Wikipedia] mit Paul Hubschmid und Marianne Koch (klingt besetzungstechnisch ja eher vielversprechend) hat jedoch nicht wirklich den Charme des Buches [Farbfilm]. – Für Dich als alten Salzburger aber mit wirklich schönen Ansichten der Stadt. Habe irgendwo die DVD, werde Dich gerne das nächste Mal damit ›beglücken‹ ... « – Danke!
   Interessant ist, dass das »Reich« doch nicht ganz auf den Bestsellerautor Kästner hatte verzcihten wollen, jedenfalls nicht für den Film: »Sein Schreibverbot wird Anfang der 1940er-Jahre für Aufträge der UFA aufgehoben, die Sondergenehmigung wird von Goebbels persönlich erteilt. Doch schon 1943 erhält Erich Kästner das endgültige Schreib- und Publikationsverbot, auch für das Ausland«, weiß das Literaturportal Bayern. Trotzdem: Im Film aus dem Jahr 1943 ist Kästner nicht genannt …

*) Schön auch der Felix-Krull-Fernsehfilm von 1981 mit der damals 23-jährigen, jüdelnden Despina Pajanou als Rosza: https://youtu.be/uObIkhFBYMo?t=11m55s.

Link hierher: http://blogabissl.blogspot.com/2015/05/lizenzausgabe-fur-den-bertelsmann.html