27. April 2026

KI hat schon übernommen

 

Künstlicher – Irrsinn

Hat die KI schon den Menschen übernommen? KI kann eine riesige Hilfe sein, ist aber nur selten kreativ. Texte sind meiner Erfahrung nach meist kitschig-anbiedernd, wie gewünscht, die Dame, der Herr, die Sternin. »KI-Antworten können Fehler enthalten« steht stets drunter, wie einst s.e.e.o. Doch übergriffig? Wer auch immer sich diesen Fehler erlaubte: In einem der teuersten Smartphones der Welt steckt der Wurm. Meines klingelt täglich um 6 Uhr 31. Penetrant, immer lauter, ohne Aus-Knopf. Selbst das Hebelchen zur Stummschaltung wirkt nicht. Ich bekomme schon Ehezwist, weil ich das Handy am Nachttisch habe, vom Blutdruck zu schweigen. Frage ich die KI, so wird mir nonchalant geantwortet, das sei ein altbekannter Fehler: »Wenn Ihr iPhone um 6:31 Uhr klingelt und sich nicht ausschalten lässt, handelt es sich höchstwahrscheinlich um einen Fehler in der Uhren-App oder ein eingefrorenes iOS-System«. Aha. Schon wer eine Klingel ohne Ausschaltknopf programmiert, gehört zwangsweise zurückversetzt in die Zeit mechanischer Wecker. Übrigens fahre ich stets die neueste Betriebssystemversion. Warum ist da der Fehler nicht längst weg? Die KI, stoisch in Parenthese: »Manche Bugs, wie in iOS 16.2, verursachen Wecker-Probleme«. Ich habe schon IOS 26.3.1. Und dann, sogar höflich: »Drücken Sie kurz auf Lauter, dann kurz auf Leiser. Halten Sie anschließend die Seitentaste (rechts) gedrückt, bis das Apple-Logo erscheint«. Das ist ein völliger Neustart. Und morgen klingelt’s trotzdem wieder, um 6:31 Uhr, am Sonntag.

Anderer Vorschlag: Ich möge bloß eine wohl nur teilgelöschte App (Health) nochmals installieren.  

Link hierher
   https://blogabissl.blogspot.com/2026/04/ki-hat-schon-ubernommen.html

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Kleines PS: Und heute früh klingelt daneben die kleine Wetterstation! Bei herrlichstem Maihimmel. Himmelherrgottsakra noch einmal, pardon, oh Gott! Und wieder weiß ich nicht, wie abstellen. Eine Wetterstation, die nur die Außentemperatur zeigen soll, möglicht auf ein volles Grad Celsius gerundet. Aber das gibt’s nur altmodisch analog, und man muss sich hinaus bemühen, erst mit Nagel und Hammer, oder gar Bohrer, Dübel und passender Holzschraube, dann nur mehr mit Lesebrille …

23. März 2026

‹Living in the Third Reich› by Patrick Labriola – a non-review

What happened to the Germans? They made Holocaust – and then what. There is a grand silence, business as usual, so noboby can understand, and rarely someone asks, what made them so bad, once upon a time? Well, even the word Holocaust was coined only in the eighties of the last century, i.e. much later. Other atrocities were frequent too, by simple, normal, christian people. Aside from the question, if the holocaust was unique – every single death and violence is unique, at least to the involved – how can we really understand each other? In stress? Remote killings? Can we see past history? By heart, not just by locations and dates. How can we imagine our fathers and mothers with their life experiences?
   Dr. Labriola’s book is not about family life as the picture with one of the interviewed suggests. It contains remembrances of singular, very personal events in the second world war and shortly after, many of them traumatic, short confessions, spoken into the microphone of an empathic american translator, who works and lives in Germany since years.
   You will be shocked by this book. Like normal US citicens today may be shocked by Trump, whom they brought to power, and have no way to stop him murdering seafarers he thinks might carry drugs. "Living in the Third Reich" does not report on standards of living, of recovery time post depression, of politics or of hunger years even after 1945 with deep winters in the ruins and food stamps for all. It’s not a book by an historian. The short personal storys hurt directly in the heart. They open wounds to see, not commented, uninterrupted, just translated literally to english. This might even be a gruel blueprint for today’s "great wars", seen from the human side.
   Most tales are very short. The horror comes peacemeal. This makes Labriola’s collection easy to pause reading, to ponder each case. But this book, this diligently assembled compendium should definitely not be missed by all who want to get a feeling of war and post-war, of the forever "homo homini lupus" (BC from Plautus in Asinaria, a comedy!).

264 Seiten knapp 25 € – kommt aus England – ISBN 978-1-0361-2462-5

More at https://www.lehmanns.de/shop/geisteswissenschaften/75972409-9781036124625-living-in-the-third-reich  

Link hierher:
   https://blogabissl.blogspot.com/2026/03/living-in-third-reich-by-patrick.html

Twin book:
   https://www.google.com/url?sa=t&source=web&rct=j&opi=89978449&url=https://www.amazon.de/Living-Third-Reich-Civilian-Accounts/dp/1036124622&ved=2ahUKEwjQ85G5uI6UAxXvR_EDHaXkM7cQFnoECB4QAQ&usg=AOvVaw0Ff7Sivlkak7H73tPXub1g


 



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17. Februar 2026

Der alte Mann und seine erste Liebe

Die Wichtigste ist hier die Berichterstatterin, seine jüngste Tochter. Die wollte es wissen, wie’s damals war beim Papa. In Urzeiten, wo man Uhren noch täglich aufziehen musste, wenn man überhaupt eine hatte. Und Nachrichten waren Briefe, handgeschrieben mit Füller oder »Rapido«, einem Röhrchenschreiber; oft seitenlang. Etwas schneller waren kleingefaltete, braune Depeschen (Telegramme) mit innen aufgeklebten weißen Textzeilen. Die aber waren teuer und also rar, genutzt meist nur bei Todesfällen.
   Hier also das intime Gespräch Anfang 2026 zwischen meiner Tochter und mir*):


Die Protagonisten. Bild Bernd Gasser

Das Buch, das erwähnt wird, finden Sie auf
https://www.dropbox.com/t/iOhFPb6QPb5rbU7K

Permalink hierher
   https://blogabissl.blogspot.com/2026/02/der-alte-mann-und-seine-erste-liebe.html

*) Technisch ist das ein jpg-Bild (Screenshot 9,95 kB) wie darunter
    hinterlegt mit einer mp3-Tondatei (62,8 MB, dem Interview)
     Zusammen wird das ein mp4-Filmchen,
    dank dem scheint’s kostenlosen https://www.oneimagevideo.com/de/

   Das Anschi-Buch muss ich nochmal wo besser hinstellen, liege aber mit den neuen FTPs im Clinch, alles verschlüsselt auf teufelkommraus, da komme ich dann selbst nicht mehr dran …

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15. Januar 2026

Sprachliches: storm ≠ Sturm

Ein Sprachtipp

Was die Amerikaner einfach einen storm nennen, das kann wie bei uns starker Wind sein, also echt ein Sturm. Ein storm ist in Amerika aber auch ein besonders starkes Unwetter, vom Scheesturm bis zum Wirbelwind (Bild aus der Wikipedia) oder Taifun. Sintflutartiger Regen ist auch ein storm.
  
Aus Bequemlichkeit wird inzwischen der storm ins Deutsche mit Sturm übersetzt. Das geht. Die deutsch hören oder lesen, die werden sich schon dran gewöhnen. Weiß man doch meist, sieht und erlebt man, worum’s geht. Aber elegant ist es nicht.
   Hier ein paar Alternativen. KI schlägt mir als Synonyme vor:

Übrigens: Shitstorm darf man im Amerikanischen unter keinen Umständen sagen. Im Deutschen wird das Wort als übertriebene Reaktion, als Aufruhr auf eine Meinung verwendet. Ich möchte davon dringend abraten.
   Trumps Shit-Vido ist hier: https://youtu.be/ugrn6DNAYEU?si=yoDxQBeIwhPeKUps . Der Typ ist wirklich eine Sau, wenn ich mir gestatten darf. Siehe https://blogabissl.blogspot.com/2025/04/america-will-never-be-great-again.html .

Link hierher:
   https://blogabissl.blogspot.com/2026/01/sprachlichesstorm-sturm.html 

5. Januar 2026

Nulleins, nullzwei, nulldrei – Digitalisierung durch Nullen


Kalenderblatt
Provencalische Haselnuss
1835 gezeichnet von Poiteau
gestochen von Bouquel
Preußischer Kulturbesitz

Nichtlesbare Schriften mehren sich. Ungefähr 2010 muss es gewesen sein, also vielleicht künftig 002010, dass Datungsangaben mit führenden Nullen ausgestattet wurden. Näheres sagt uns dazu zum Beispiel https://www.datumsformat.de/ . Was sag’ ich »sagt«? Das kann eigentlich keiner sagen, das mit einer Null vornedran. Nur schreiben, tippen, sozial vermedien.

   Ich meine, was geschrieben steht, vor allem in Büchern und Broschüren, das muss man auch lesen können, und zwar laut, mündlich, akustisch! Vorlesen. Wenn Sie zum Beispiel am Smartphone einen Termin absprechen, sprechen sie dann heute vom Nullfünften Nullersten? Nullzweiuhr nachmittages? Oder gar minutengenau von nullzweiuhr nullfünf? Sind wir schon alle innere Excel-Tabellen geworden? Haben wir uns schon digitalisiert? Unsere Gehirnwindungen in Kästchen gepresst?
   So ähnlich geht’s ja auch mit Gendern. Da stoppt das Sternchen oder ein Doppelpunkt, der eigentlich für Aufzählungen vorgesehen ist, unseren Lesefluss – und reicht doch nicht zum Atemholen wie sonst ein Doppelpunkt. Sport:ler, wie soll man das lesen? Sport ler? Ja, dann würde ich vorschlagen, das dann auch so zu setzen. Vermutlich sind die sprachlich-sportlichen Gend:er aber schon zur und zum Sportenden fortgerannt.

Link hierher:
 https://blogabissl.blogspot.com/2026/01/nulleins-nullzwei-nulldrei.html

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PS. Jetzt schickt mir die Volksbank schon einen