29. Februar 2020

Bruno Frank: Tage des Königs

Drei Novellen um Friedrich den Großen
   Der Großkanzler
   Die Narbe

   Alkmene 

Vignette aus Menzels „Geschichte Friedrichs des Großen“. Project Gutenberg
Mit 45 Illustrationen von Adolph von Menzel

· Erstdruck Rowohlt Berlin 1925
· 1928
• hier: Rowohlt-Taschenbuch August 1956
· 1976 … und andere Erzählungen
· Sammlung Hofenberg 2017

  https://books.google.de/books?id=_xm_DwAAQBAJ&dq=Bruno%20Frank%2C%20Tage%20de

https://de.wikipedia.org/wiki/Tage_des_K%C3%B6nigs – 
   Dort auch einige der Vignetten, z.B.
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/e/ed/Bruno_Frank%2C_019.jpg 

Buch auf https://books.google.de/books?id=klUoDAAAQBAJ
Aus den Holzschnittbildern zu den Werken Friedrichs des Großen (1843–1849):
Vignette zu dem die Schwierigkeiten der Weiterführung des Kriegs im Winter 1759 auf 1760 behandelnden 11. Kapitel der „Geschichte des siebenjährigen Kriegs“.


Schöner Beitrag zum Buch mit Inhalts-Zusammenfassung auf
   https://www.wikiwand.com/de/Tage_des_K%C3%B6nigs 


Nicht gefunden Vignette p 7 (unatraktiv), p 13, 16, 18, 26 (Kissen, Depesche), 29 (Salettl), 31, 33 Sansouci Gärten, Schloss),  36, 38, 40 (Marc Aurel), 42 (hohes Fenster), 44, 49, 52, 60, 63, 66, 69, 71, 73, 74, 76, 78, 83, 87, 89, 90, 91, 102, 107, 111, 112, 120, 123, 124, 126, 128, 133, 137, 143,

Einzelne Erläuterungen und Bilder


Allegorie des Krieges
Vignette zu »die Narbe«
[Aral einfügen! https://www.science-at-home.de/wiki/index.php/Entwicklung_der_Benzinpreise_seit_1948 Benzin 1956: 56 Pfennig = 28 Cent /l)

· p 103 »Bei euch sollte eigentlich jeder einzelne Genie haben.« Gemeint ist einfach Sinn und Verstand, die elitäre Bedutung von heute war früher wenig üblich. Man hielt wohl Fremdwörter für treffender. Jedenfalls lassen sie den Leser eher verweilen, betonen, wie alles Seltene im Text.
· p 108 »Letzte Briefe wurden mundiert«ins Reine geschrieben, lat. mundare, reinigen. 

Adolph von Menzel, Begräbnis aus dem Schlachtfelde, Holzschnitt, p 112
https://www.gutenberg.org/files/53504/53504-h/53504-h.htm
· p 115 »Chiragra« – Gicht. »Oft ist das Großzehengrundgelenk betroffen, man nennt das Podagra (aus dem Griechischen podágra, im Lateinischen so verwendet von Seneca, Cicero u. a.; ágra steht für ‚Fang, Fessel‘, pod für ‚Fuß‘. Podagra bezeichnet von der Antike bis in die Neuzeit jedoch nicht nur die Gicht bzw. die Symptome der akuten Gicht – dabei eben vor allem die schmerzhafte Entzündung bzw. den Schmerz des Großzehengrundgelenks beim Gichtanfall[1][2] – und ähnliche Arthritiden, sondern auch andere schmerzhafte Gelenkerkrankungen[3]). Chiragra sind gichtbedingte Schmerzen im Handgelenk (chir steht für ‚Hand‘), Gonagra im Kniegelenk und Omagra im Schultergelenk.[4]« Wikipedia
· p 117 »Sennesblätter, Süßholz, …« – »Im tropischen Klima des ägyptischen Nildeltas wächst eine der bekanntesten Heilpflanzen: der Sennes. Früher wurden die Sträucher vom Nil in die Hafenstadt Alexandria gebracht und von dort nach Europa verschifft. So hat sich der Name "Alexandriner-Sennes" eingebürgert. Im 19. Jahrhundert besaß Ägypten sogar das Monopol auf den Sennes-Handel.« – Apothekenumschau

Aus den Holzschnittbildern zu den Werken Friedrichs des Großen:
Husarenvedette (gezeichnet 1844, Vignette zu dem die Geschichte des Friedens von Dresden enthaltenden „Appendix zur Geschichte meiner Zeit“). – Vedette: vorgeschobener Reiterposten; Feldwache


Aus den Holzschnittbildern zur „Geschichte Friedrichs des Großen“ (1839–1842):
Der alte Fritz im Manöver.
„Noch im August 1785 hatte er, bei der schlesischen Revue, sechs Stunden lang in einem kalten und heftigen Regen zu Pferde gesessen und alles Ungemach der Witterung ruhig ertragen.“

Aus den Holzschnittbildern zur „Geschichte Friedrichs des Großen“ (1839–1842):
Der alte Fritz, von den Generalen Pfuhl und Rohdich begleitet, auf der Terrasse vor der Bildergalerie von Sanssouci.


Aus den Holzschnittbildern zur „Geschichte Friedrichs des Großen“ (1839–1842):
Gefechtserwartung. „Alles drohte einen unerhörten Kampf (im Frühjahr 1774). Aber — es kam zu keiner einzigen großen Schlacht.“

Aus den Holzschnittbildern zur „Geschichte Friedrichs des Großen“ (1839–1842):
Friedrich der Große bei der Belagerung von Schweidnitz.
„Friedrich war endlich dieser erfolglosen Experimente überdrüssig. Er übernahm selbst die Leitung der Belagerungsarbeiten und brachte bald einen rascheren Gang der Dinge zuwege.“
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Aus den Holzschnittbildern zur „Geschichte Friedrichs des Großen“ (1839–1842):
Die Gefangennahme des Generals Fouqué durch österreichische Dragoner bei Landshut.


Aus den Holzschnittbildern zur „Geschichte Friedrichs des Großen“ (1839–1842):
Hauptmann von Möllendorf bei Leuthen.
„Es ging auf einen versperrten Thorweg los. Man stieß und riß die Flügel auf; zehn Gewehre lagen im Anschlag; der Anführer, an der Spitze eines mutigen Haufens, stürzte sich darunter.“



Aus den Holzschnittbildern zur „Geschichte Friedrichs des Großen“ (1839–1842)
Tafelrunde Friedrichs des Großen zu Sanssouci. „Die Abendmahlzeit pflegte den Kreis der Vertrauten zum heitersten Genusse zu vereinen. Hier war alles Witz und Geist, und Voltaire und Friedrich standen einander als die Herrscher im Reiche des Geistes gegenüber.“ — Menzel hat in seinem dem Buche angehängten „Historischen Nachweis zur Verständigung einiger Illustrationen“ zu diesem Bild die Erläuterung gegeben: „Abendtafel im Salon des Schlosses von Sanssouci. Derselbe an Ort und Stelle gezeichnet. Friedrich zur Linken sitzt Voltaire, dem sich Feldmarschall Keith und Marquis d’Argens anreihen. Dem letzteren gegenüber, auf der anderen Seite des Tisches, sitzt der Lord-Marschall Keith. Sämtlich nach gleichzeitigen Porträts.“


Aus den Holzschnittbildern zur „Geschichte Friedrichs des Großen“ (1839–1842): Friedrich der Große in seinem Arbeitszimmer im königlichen Schloß zu Potsdam

Aus den Holzschnittbildern zur „Geschichte Friedrichs des Großen“ (1839–1842):
Friedrich der Große und Cocceji.
„Friedrich ... entschloß sich jetzt, (in der Justizverwaltung) mit Macht durchzugreifen und schnell Ordnung zu schaffen.
An dem Minister Cocceji fand er den Mann, der zu einem solchen Geschäft Einsicht und Kraft besaß.“


Aus den Holzschnittbildern zur „Geschichte Friedrichs des Großen“ (1839–1842):
Kampf im Engpaß (Schlußvignette zu dem Kapitel über den Feldzug des Jahres 1745).

[Dirkteinstieg https://blogabissl.blogspot.com/2020/02/bruno-frank-tage-des-konigs.html#Schluss]

»Der König, vom Rücken gesehen, geht einsam zwischen Grabsteinen hindurch nach rechts.« 
Titelvignette von Adolph von Menzel, schon in der Erstausgabe von 1924. Nach Wikipedia
Aus den Holzschnittbildern zu den Werken Friedrichs des Großen:
Schlußstück zur „Geschichte des siebenjährigen Kriegs“ (gezeichnet 1844).

Weitere Menzel-Bilder auf https://www.gutenberg.org/files/53504/53504-h/53504-h.htm

Nach dem Zweiten Weltkrieg, aus http://bit.ly/fj2SQkJrA




Syrer in den Ruinen der Stadt Khan Scheikhun, in der umkämpften Region Idlib.
Foto: AFP, mod, Aleppo 2017 im »Spiegel«
Aus der Geschichte haben wir nichts gelernt, nichts, nicht aus der Erinnerung, nichts aus der Reue, aus Hass oder Vergenbung, »Aufarbeitung« oder Reparationen (»Reparationen sind Transferleistungen in Form von Kriegsentschädigungen«). Höchstens können wir versuchen, in uns Hass auf Menschen hintanhalten, christlich, menschlich. (Zum Thema: https://www.nzz.ch/feuilleton/wir-muessen-die-historischen-ambivalenzen-ertragen-ld.1542354)

Initiale aus Menzels
„Geschichte Friedrichs
des Großen“.
arum geben die »Rebellen« in Syrien nicht auf? Warum übergeben sie die Städte nicht dem Sieger, als »Offene Stadt«? Dafür ist es aber längst zu spät …
   Ich habe den stillen Verdacht, dass unsere UN, die Flüchtlinge und Kämpfer mit Bussen jeweils »humanitär« in die nächste Stadt karrt, weniger am Frieden als an großen Lagern interessiert ist. Das weitet ihr Budget aus. Nicht nur der Kapitalismus regiert die Welt, der wohl am wenigsten.

für Martin, von dem ich das Buch habe.

Link hierher j.mp/fj3ahGx6A
   = https://blogabissl.blogspot.com/2020/02/bruno-frank-tage-des-konigs.html

Friedrich an der Flöte. Wikip.

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