28. Juli 2021

Ein «Folio» der NZZ über China

Das NZZ-Folie vom September 2020 hab’ ich lang liegen lassen. Als im doppelten Sinn alter Folio-Leser war mir das »alte« Design ans Herz gewachsen. Konzis. Meine große Tochter hat mir sogar eins nur für mich nachgemacht!

Rasch ein Tutorial zum optischem Eindruck eines Druckwerkes.
• Klassisch. Je ruhiger, desto besser. Der Inhalt soll gelesen werden, ohne Störungen wie g e s p e r r t e Wörter, Hervorhebungen und Kinkerlitz:chen. Kann sich jeder selbst anstreichen, was ihm wichtig erscheint. Fußnoten am Ende. Erster Eindruck: Bleiwüste.
Modern. Eher poppig. Derdiedas Leser liest sowieso erst die Bildunterschriften (enden inzwischen ohne Punkt). Erster Eindruck: »Ja, was is dös?«

Die Folios waren und sind immer irre gut geschrieben. Da kann man deutsch schreiben lernen, gerade, weil’s Schweizer sind. Highlights spannender Schreibe, »innert« statt »innerhalb«, was übrigens knackiger und klarer ist: Was soll das Halb in innerhalb? Und die Bilder sind auch gut, schauen Sie mal auf https://www.picuki.com/tag/nzzfolio. Hier eins aus dem erwähnten Heft zitiert, David Hurn, Nachmittagsschläfchen, Wales 1987.

Endlich habe ich das neue Folio-Design halbwegs akzeptiert.

Zur Sache in diesem (ersten neudesignten) Heft, China
   Aufgemacht wird mit einer persönlichen Liebesgeschichte. Dann wird’s weiter spezifisch bis ernst.
Wir machen vor China die Augen zu, alle, nur des Kommerzes halber und der Bequemlichkeit. Wusstet ihr, dass China Nahrungsmittel importieren muss, aus Afrika? Der Chinaexperte Ralph Weber im Folio: »Die chinesische Führung interniert ein bis zwei Millionen Menschen, trennt eine halbe Million Kinder von ihren Eltern. … Neuerdings erreichen uns Belege zur Zwangssterilisierung von uigurischen Frauen, zur kommerzeillen Verwendung ihrer Haare …«. Zusammengefasst: »Im Moment sehe ich vor allem Ignoranz, Kalkül oder ein Versuch, die Probleme wegzuerklären. … Ein Wegwischen der Problematik«. Ein Duckmäusern auch dieses allgemeine Nichtanerkennen von Taiwan, einem Land mit 24 Millionen Einwohnern. Wird sich alles böse rächen.
   2. Das Interview mit zwei alten Schweizern, Kielholz und Blocher. Sie sagen’s sogar, der Mist mit der Personenfreizügigkeit in der EU, der die Engländer vertrieb und uns die Bettler aus Rumänien spendiert. Einfach klar. Ideal für uns Alte, die wir dergleichen denken und’s lieber nicht sagen, weil ja alle – selbst Fußballfans – jetzt getrimmte Europäer (korrekt: EUler) sind, kompromisslos Europäer. Wir Alte sind lieber still dazu, jedenfalls ich.

Besucherzaehler

Link zu diesem Post https://bit.ly/fj3f6J3RV
  = https://blogabissl.blogspot.com/2021/07/ein-folio-der-nzz-uber-china.html 

PS. Minuten, nachdem ich diesen Eintrag gepostet hatte, kam schon (?) von einem Michael aus Shenzhen, China, eine englische Mail “Blogabissl,Nice day, I would really appreciate ,to discuss any advice and suggestions. Earnestly!” Das kann natürlich ein Zufall gewesen sein. Der Betreff war: “Blogabissl,Mould making/ Die-casting/ Precision stamping / Machining parts/CNC Precision Parts Manufacturing”.

25. Juli 2021

Iphone fehlerhaft – wie der Rest der Elektronikwelt – Whatsapp ohne Kamerazugriff

Also ich hab’ ein hübsches kleines Iphone SE mit dem Betriebssystem iOS 13.7. Eine rote Eins erinnert mich unentwegt daran, dass ich das Betriebssystem auffrischen sollte. Das geht aber trotz langem Laden und Warten nicht, um’s Verrecken nicht, zornig gesagt.

Hier: »Die Einstellung „In Aufnahmen speichern“ kann nicht aktiviert werden, da Whatsapp keinen Zugriff auf deine Fotos und Videos hat. Um Zugriff zu gewähren, tippe auf Einstellungen und schalte Fotos ein.« Gutes Deutsch, Technik mangelhaft. Whatsapp konnte auf garnichts zugreifen, nicht auf die Kamera, auf’s Mikrofon nicht, nichteinmal auf Apples eigenes Icloud. Dort wo eine Liste sehnsüchtiger Apps erscheinen sollte, die irgendwo zuzugreifen wünschten, standen keine einzigen Apps an. Beleidigt? In Quarantäne?
   Der entscheidende Tipp kam von einer »Butterfliege«: Ipone ausschalten (oben, macht man so gut wie nie) und wieder einschalten.

Danke, Schmetterling(in).

Besucherzaehler
Link zu diesem Blog-Post http://j.mp/fj3i3kPtL
 = https://blogabissl.blogspot.com/2021/07/iphone-fehlerhaft-wie-der-rest-der.html


18. Juli 2021

Vor 25 Jahren war die Welt noch in Ordnung – Mickymäuse

Micky Maus Magazin Nr. 42 vom 10.10.1996 »Donald Duck: Der Gast ist König« D94222
 

Bei mir um die Ecke ist der Bonner »Comic-Laden«. Draußen am Gehsteig werden alte Hefte verramscht. Für 50 Eurocent bekommt man Micky-Maus-Hefte und andere Raritäten. Nominal einst DM 3. S 25, sFr. 3,30.
   Vergleicht man die Geschichten von damals mit heutigen LTBs (»Lustigen Taschenbüchern«), so ist das wie die Rückkehr von einem Autobahnunfall auf eine Almwiese. Was heute überbordende Gruselphantasie ist, das war sintemalen Friede, Freude, kindgerecht. In der zitierten Geschichte besucht eine königliche Hoheit inkognito den arroganten Donald und seine Neffen. Am Schluss der schlichten Story sind alle glücklich und bescheiden. Mehr sei nicht verraten, schon wegen Urheberrecht und Google.
   1996 war Yahoo die populärste Suchmaschine (nach Alta Vista), noch vor Google, meine Website Joern.De ging online, wir hatten schon – oder noch – »Waldsterben« (seit 1980), aber weder LBTG noch Gendersterne. Micky Maus schrieb noch recht, freilich »alt«, was heute weiter nicht stört. In der Mickymaus gab’s simple Witze, ein nachbaubares Experiment für den blinden Fleck im Auge, einen ausfaltbaren Poster »Lego-Technic« und Reklame für den Laptop »Vtech Genius Leader 4004 Quadro L« (heute für unter zehn Euro, damals?) mit sage und schreibe vier Zeilen Anzeige und »echtem Cursor-Point«. Allerdings war eune »Profi-Tabellenkalkulation« und Basic dabei. Denn damals konnte noch jeder Basic in seinem Computer programmieren; heute können sich die allerwenigsten eine App basteln. Heute nennen sich zweitausend deutsche Schulen »Mint-freundlich«. Nach meiner (Tochter) Erfahrung bloßes Marketing.
   Nachgelassen hat in diesen 25 Jahren meines Erachtens … [Früher war alles besser!]

–––––––––––––

Link hierher
 = https://blogabissl.blogspot.com/2021/07/vor-25-jahren-war-die-welt-noch-in.html

Besucherzaehler

16. Juli 2021

»Klimawandel« – voraus, nicht zurück denken

Summary. Facts and pictures of intensive rain in Bonn, Germany, and in a normally quite natural valley in South Tyrol, Italy. Trying to avoid speculation of man made or just partially man made? Literally looking forward: Is this development of a heating world reversible at all? By stopping Carbon Dioxid output? I think: 1. We are too many people, see red curve. 2. Climate changed regardless of CO2, see picture of Uruk ruins today, where “around 3100 BC, the city may have had 40,000 residents”.

Eine Frau schubst Regenwasser von der Markise. Aus https://bit.ly/fj3xIQ0jl
Ob das nun ein »Klimawandel« ist, ist unwichtig. Ob das »menschengemacht« ist, mehr oder weniger oder total, darüber mag man sich streiten. Meteorologen und Geologen sehen’s als Folge höherer weltweiter Durchschnittstemperaturen, eines sich ändernden Jetstreams über der Nordhalbkugel, und so mag’s sein.
 
Starkregen in Südtirol, Siebenfahr im Sarntal, Juni 2021,
mein Album http://j.mp/fj3iW4tDY


Starkregen in der Bonner Innenstadt, Friedrichstraße 33, Juli 2021,
mein Album https://bit.ly/fj3xIQ0jl 

Ich frage mich: Ist dieser Klimawandel reversibel? Können wir die Temperaturen, die Winde, die Unwetter und Katastrophen wieder zurückdrehen? Und – es tut mir leid – ich bezweifle das. Die gute alte Zeit, weiße Weihnachten und lange Gletscher, milde Sommer, sie kommt nicht wieder. »Friday for Future« ist ein Traum, und ich ein Pessimist dabei.
   Wir sollten uns auf eine Zukunft einstellen und nicht glauben, Gott spielen zu können. An der Klimaschraube drehen höhere Kräfte. Wir könnten uns höchstens ein wenig weniger schnell vermehren. Doch das Thema scheint tabu zu sein. Fragt mal den Papst.

Die Weltbevölkerung von 8000 v. Chr (links)  über 1350 (rechts unten) bis 2019 (rechts oben) in einer linearen Darstellung aus dem NZZ-Folio https://www.nzz.ch/folio/eine-steile-karriere-ld.1623083 .  Menschengemacht? – Jedenfalls werden wir bei diesem Wachstum die Erde sicher nicht wieder kühler kriegen. Und ob kühler so allgemein segensreich wäre, da bin ich lanfristig auch nicht so gewiss. Jeder lebende Mensch verbraucht und verbreitet dauernd schätzungsweise hundert Watt, mit oder ohne CO2. (Also atmen muss er schon.)

Heute sind in der Weite der irakischen Wüste nur noch Mauerreste zu sehen. Aber die Gründung der Stadt Uruk am Ende des 4. Jahrtausends v. Chr. bezeichnet den Anfang der Staatengründung in Mesopotamien. (Bild: Robert Harding / Imago) – Aus dem NZZ-Artikel https://www.nzz.ch/feuilleton/james-c-scott-erzaehlt-wie-die-ersten-stadtstaaten-entstanden-ld.1491744


 
Im Zweistromland nordwestlich vom heutigen Basra lag Uruk, damals die weltgrößte Stadt mit vermutlich fünfzig- bis achtzigtausend Einwohnern in 6 km² umwallter Stadt, siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Uruk-Expansion und https://bit.ly/fj3cUGaSU .. 31° 28' 15" Nord, 45° 17' 36" Ost, Uruk; in der Bibel »Erech«, »Erek«; modern »Al Warkā'«.
Wikipedia: “abandoned shortly before or after the Islamic conquest of 633–638” (nach Christus).

In der Bildmitte dunkel Mauerreste der Stadt, in der dreitausend vor Christus vierzigtausend Einwohner lebten. Ich vermute doch umgeben von Feldern, Wald und Wiesen. Aus der NZZ-Buchbesprechung https://www.nzz.ch/feuilleton/james-c-scott-erzaehlt-wie-die-ersten-stadtstaaten-entstanden-ld.1491744 . Autor James Scott schreibt in den »Mühlen der Zivilisation« von früher: »Rund viertausend Jahre lang betrieben Menschen in der Schwemmlandebene Mesopotamiens Ackerbau, mit Gerste oder Emmer, bevor die ersten festen Siedlungen entstanden.« – Ich erspare mir jegliche Ironie.

Nun speziell zu Bonn. Einzelheiten, selbst erlebt, gemessen, siehe mein Album https://bit.ly/fj3xIQ0jl , rechts neben den Bildern beim »i«.
• In der Nacht auf den Mittwoch 14. Juli 12 mm und Mittwochs tagsüber 94 mm gleich 106 mm in einem Tag (siehe kariertes Heft). 1 mm = 1 l/m².
• Regengeschwindigkeit. In zehn Minuten kamen über 2½ mm Regen herunter! Fast konnte man zusehen, wie schnell sich das Messglas füllte.

Besucherzaehler

Link hierher https://bit.ly/fj3B8JdSf 
 = https://blogabissl.blogspot.com/2021/07/klimawandel-voraus-nicht-zuruck-denken.html

PS. Also bitte statt »klimaneutral« bescheiden »CO2-neutal« schreiben oder schöner »treibhausgasneutral« (NZZ-Kommentar).

Der stationäre Starkregen. Als ob die Hand (Gottes?), die den Trichter hält, eine lange Zeit lang stillstünde über uns.

ENDE

14. Juli 2021

Firefox immer nur rot »toolbarbutton«


 Wenn Firefox nicht »fire foxt« sondern immer nur schreibt:

<toolbarbutton id="UITourTooltipClose" class="close-icon"

Der ist dann unbrauchbar kaputt, jedenfalls für mich. Selbst eine Neuinstallation hilft nicht. 

Bei mir hat eine Art gesicherter Start des Firefox geholfen, der »Fehlerbehebungsmodus«.  

Erst alle Fälle von vermurksten oder guten Firefüchsen killen (ev. schnell mit Alt-F4), sodass man gewiss keinen mehr laufen hat.

Dann den Firefox bei festgehaltener Hochstelltaste (der für Großbuchstaben) starten, etwa durch Klick am Icon.

»Nutzen Sie diesen speziellen Modus von Firefox, um Probleme zu diagnostizieren. Ihre Erweiterungen und Anpassungen werden vorübergehend deaktiviert.« 

Dann: »Firefox bereinigen«, und bingo, er tut’s wieder. Jedenfalls hier in Bonn.

Besucherzaehler
Link hierher https://bit.ly/fj36xIGLF
 = https://blogabissl.blogspot.com/2021/07/firefox-immer-nur-rot-toolbarbutton.html

PS. Mein Gadwin-Printscreen war auch ausgefallen, deswegen stammen die Screenshots aus dem Fotoapparat. Und den finnischen Online-Virenscanner von F-Secure hatte ich aus Angst laufen lassen.

9. Juli 2021

Glass Melting and Energy

Glass sculpture,
Bonn 2019
Glass artist David Ruth has a bad conscience when melting glass into glass art. In the twelve minute video https://www.davidruth.com/videos/1 he speaks about his glass making and the caloric energy it takes. Asked about climate issues he confesses: “It uses a lot of energy. So I don’t reconcile it”. 

I tried to estimate the cost of producting a glass sculpture of, say, 100 kilogram or 220 pounds of glass.

A study by Glass Technology Services from 2003 says in chapter two: “An efficient large glass furnace will require 1100 kWh of energy for each tonne of glass melted”. That would be 1100 kWh / 1000 kg = 110 kWh / 100 kg = 1.1 kWh / 1 kg glass. 

 


David Ruth certainly does not use continuously running nor large furnaces, so let’s assume he needs per kg glass about twice that much energy, 2 kWh for a kilo of glass or 200 kWh for the piece weighing 100 Kilograms. – If you have an electric shower at home consuming about 20 kW, you would have to shower over twenty hours to consume that much electric power. A lot.

Link to here https://bit.ly/fj3xHJWYc
 = https://blogabissl.blogspot.com/2021/07/glass-melting-and-energy.html

Besucherzaehler
… Argument not yet checked. fj …
 





Viktoriabad sehen!

Das Viktoriabad in Bonn. Juli 2021.
Siehe www.Viktoriabad.De und Album https://photos.app.goo.gl/Qy3x5l63y9EKlIdr2
Die bis zum 25. Juli 2021 verlängerte Ausstellung – als »Klanginstallation« eigentlich eine »Aushörung« – “The Calling” von Susan Philipsz lässt einen Besuch im seit über zehn Jahren gesperrten Viktoriabad zu. 

Öffnungszeiten bis 25.7.2021 Di–Do 11-18 Uhr, Mittwoch bis 21 Uhr,
Eintritt kostenlos, aber sicherheitshalber erst ab 14 Jahren.
Viktoriabad, Franziskanerstr. 9, Eingang wie früher durch das Café Blau.  

Link zu diesem Post https://bit.ly/fj3yDKlel
   = https://blogabissl.blogspot.com/2021/07/viktoriabad-sehen.html

Besucherzaehler

6. Juli 2021

Alla Scala – from my former lifes

Teatro alla Scala, Milano. Monday, May 2, 1994, at 8 in the evening
In occasion of the 250th anniversary of the foundation of the
Gewandhausorchester Leipzig.
Director Kurt Mazur
 Pianist Helen Huang, then eleven years old
Felix Mendelssohn-Bartholdy: Ouverure from a Midsummer Night’s Dream
Wolfgang Amadeus Mozart: Piano Concerto No. 23 in A major (KV 488)
Joseph Anton Bruckner: Symphony No. 7 in E major
Note the prices at the bottom of the poster, down to “Entry (ingresso) Lire 10 000”






1994. Leipzig, like Dresden in the former German Democratic Republic behind the Iron Curtain, was already part of reunited Germany.

   My career with two American computer companies had ended in 1990, when I was fifty. In 1994 I worked as freelance chief of public relations and advertising for Software AG in Darmstadt, not to be confused with the much larger SAP (“Systems Applications and Products”). Some business must have brought me a trip to Milan. I speak Italian, was nominally freelance, so I had often been used for negotiations or inspections there.
   I prefered a very small hotel at the left side of la Scala. As I remember it was called “Duomo”. Its extremely small rooms were cosy and came for a reasonable price. I was in the real center of town.
   When I had a free evening, I often crossed the side street and looked for the queue of opera fans, waiting for standing tickets at the uppermost rang, those for ten thousand Lire, which was about ten German Marks, which would be five Euro today or really much less by inflation. Queuing was well organized, just like at the Berlin Philharmonics: Someone handed out numbers and kept a long list. You didn’t have to stand there all the time. Regular return visits were enough, perhaps every half hour or so. I knew the system from the new Berlin Philharmony, where our maximum waiting time had been a day and a half, for I don’t remember what; My future wife and I had loved conductor Sir John Babirolli (1899 to 1970,
Giovanni Battista Barbirolli) with his dominant thumb and love for long, romantic operas and Elgar.
   Back to la Scala. On this 3rd rang you had to stand, or walk around a bit, or even look for empty places way down and hijack one of them after the first break. But this was the wrong excitement, where you wanted your senses to be receptive for beauty. The acoustics naturally was very good up there, only the direct sound waves raised all the way up, not very loudly, but clear and straight. You saw just about half or nothing of the stage («palcoscenico», what a wonderful word!), if you were not all up front. I saw (some of)
Nureyev this way, unforgettable with his diagonal stage crossings – and I’m sure there is better word for that. I mention him here just to boast.
   After the concert everybody was deeply impressed by (light) Miss Huang and Masur’s (heavy) Bruckner, saturated to satisfied, and headed home. With very few fans I waited at the stage exit, again on “my” side of the building. I had asked inside if I could have one of the “obsolete” posters they took off the frames, and had gotten one!
   Our small group waited and waited. Finally Masur and Helen came out, way into her bed time I guess, and old Masur was tired too, and wanted to get home as well. But seeing that we were very few, he gracefully stopped to sign our souvenirs.
   And that’s it. I framed it, had it on my wall for many a year. My “office” getting ever smaller, my love for music only rarely reactivated, I now would like to give it to Luciano, he’d appreciate it? Or to inherit it my nearest family member, nearest to Milan I mean … 

https://youtu.be/7o9t95A6WKk

Helen Huang. Mozart, Piano Concerto No. 23 in A major (KV 488), finale presto.

https://youtu.be/QHXsG2EPa9Q “Restlessness” from “Song Without Words” Opus 19 Number 5 by Mendelssohn 

See also https://youtu.be/QHXsG2EPa9Q for Chopins Double Thirds.

Personally I like music a bit slower, more “schmalzy”.

But I myself now return to my present life. 

Link to this blog entry http://j.mp/fj3hDgCvt
   
https://blogabissl.blogspot.com/2021/07/la-scala-from-my-former-lifes.html

Besucherzaehler


 

13. Juni 2021

Katholische Moral um 1955

Heute spielte in unserer samstäglichen Mittagsandacht in der Stiftskirche die Orgel wieder »Großer Gott wir loben dich« – unser Drehorgelmann Hermann mit der passenden Walze! Dieses te deum soll auf das vierte Jahrhundert zurückgehen. Singen durften wir Corona-bedingt nicht, also dachte ich so für mich: Loben wir Gott? Oder verfluchen wir ihn ob all der Kriege, Aufstände, der Pandemie, der Überbevölkerung, dem Leid, das Politik und Kirche überall anprangern und doch nicht wegbekommen, teils sogar selbst verursachen, gegen das wir anbeten, wenn überhaupt, unser ewiges »Erbarme dich unser!«

Bis etwa zum Holocaust – das Wort wurde erst ca. 1978 geprägt –, lobten wir Gott zu allen besseren Gelegenheiten, wir beteten um fruchtbringendes Wetter, um den Nachlass unserer Sünden, für unser neues Auto, und waren doch nicht überfromm dabei. Heute? Gott lässt geschehen, die Menschen wursteln herum ohne ihn, mal gut, oft böse.

Ich will einmal zurückschauen auf Bayern von 1950 bis vielleicht 1960, will da etwas »zeitzeugen«. Von meinem zehnten bis zu meinem neunzehnten Lebensjahr lebte ich dort in einem staatlichen Landschulheim; also nicht in einem Kloster oder einer elitären Privatschule. Im Bett auf Drahtgittern mit Drahtfedern und dreigeteilten Matratzen; gerissene Gitter haben wir notfalls nachts mit Spagat repariert.
   Die Erziehung, die ich dort bekam – bis zu meiner letzten Watsch’n coram publico vom Direktor persönlich, so mit vierzehn – diese Erziehung war also sozusagen guter bawarischer Durchschnitt. Richtungs- und Politik-durchsetzt wie heute war sie nicht. Die Dinge waren so, wie sie waren, eindimensional, und wir haben sie gelernt. 1953 starb Stalin, was wir bei der üblichen Morgenandacht im Schloss erfuhren, und entgegen allgemeiner Hoffnungen änderte sich dadurch weiter nichts. Hier eine Wochenschau.

Wir haben im Internat allein und unter uns viel nachgedacht und diskutiert. Was anderes gab’s nicht zu tun. Kein Fernsehen, kein Telephon (eine Zelle im Dorf unten). Jede Woche mussten wir einen Brief nachhause schreiben. Das wurde anfangs noch kontrolliert.
   Über Sex haben wir wenig gesprochen, hatten auch keine »Heftln«. Wir durften uns den »Tierfreund« bestellen, ich war aus dem zweisprachigen Südtirol zwei Grenzen weiter her gekommen und las exklusiv »Topolino«. Karl May war sehr beliebt; zwei von uns verschlangen gemeinsam ein grünes Buch unter einer Decke, wurden aber nicht erwischt, wer weiß, was der aufgeklärte »Erzieher« sonst gedacht hätte.

Religion und Moral. Etwa die Hälfte von uns waren protestantisch, aus dem Norden vielleicht oder Heimatvertriebene, die anderen katholisch. Religiös »nichts« zu sein, das gab’s nicht, und Juden oder Mohammedaner erst recht nicht. Wir kamen aus ganz Westdeutschland, die meisten aus München, ich aus Bozen. Die Protestanten konnten besser singen. Wir Katholiken mussten am Samstagnachmittag im Dorf zum Beichten, jedenfalls sofern man eine »schwere« Sünde hatte. Die Absolution gab Kaplan Huber, der auch den Religionsunterreicht gab.
   Eine »schwere« Sünde ist eine »Todsünde«. Stirbt man damit, so geht’s unweigerlich ab in die Hölle, für ewig. Und zur Kommunion gehen durfte man mit so einer Sünde nicht, das wäre eine Entweihung des Sakraments gewesen, schon wieder eine schwere Sünde. Sonntags nicht in die Messe zu gehen, wieder eine Todsünde. Keine Gnade ohne Beichte. Woher die Kirche das alles weiß, frage ich mich noch heute. Ist auch heute noch gültig, siehe den Katechismus auf der Vatikan-Website … . Unten mehr.

Wasserstoffbombentest „Romeo
am 27. März 1954 auf dem Bikini-Atoll. – Wikipedia

Dazu kam, dass damals alle jederzeit den plötzlichen Weltuntergang für gut möglich hielten. So knapp nach dem Zweiten Weltkrieg und angesichts der frisch aufkommenden Atombomben war das kein Wunder. Die Russen wurden in Deutschland durch das Fuldatal erwartet. »Wenn Österreich angreift, schicken wir die Passauer Feuerwehr«, war der gängige Witz zur neuen deutschen Wehrhaftigkeit im »kalten Krieg«.
   Bei der ungarischen Revolution 1956 griffen zum Glück für den Frieden die Amerikaner nicht ein, wie die Ungarn und andere sich das vorgestellt hatten, von Radio Free Europe verführt. »News« sah man sich – kam man ins Kino – vor dem Hauptfilm schwarzweiß als »Fox tönende Wochenschau« an.
   Heute fürchtet keiner mehr den plötzlichen Weltuntergang, höchstens den Klimawandel. Der Weltuntergang ist um etwa 900 Milliarden Jahre hinausgeschoben . Da sind wir längst alle tot und vermutlich schon ausgestorben, oder?

Kommen wir zur katholischen Sexualmoral. Einmal ist in unserem Internat ein ganzes Zimmer, der »Mittelbau Ost« auf der Burg, mit, mein’ ich, sechs Kameraden von der Schule geschmissen worden, weil sie wettonanierten. Ihr Pech war, dass dahinter die Gemächer des Herrn Direktors lagen. Sonst habe ich aber, ehrlich, von nichts Spektakulärem gehört, einfach von nichts. Wir hielten das Thema von Fall zu Fall diskret und persönlich, wenn überhaupt. Es war kein Thema. Mit Mädchen ging schon gar nichts, auf dem Land, isoliert, interniert! Vor der Pille! Wir waren ein reines Bubeninternat. Auch untereinander hatten wir keine Lust, § 175 ließ uns dergleichen fremd und krankhaft erscheinen.
   Aber selbst tätig zu werden, ja, das ließ feinste orgiastische Varianten zu. Ich machte lange einsame Radtouren durch die Flussauen der Tiroler Ache, stieg hinauf auf die reichlich vorhandenen und wohlbewachsenen Berge, diskret, oder nutzte nachts mein Schaumstoffkopfkissen mit passendem Loch zwischen dessen beiden Hälften.
   Die Nacht von Samstag auf Sonntag war total tabu. Denn eine nächtliche »Befleckung« war definitiv ein Kommunionshindernis, Todsünde in Aktion. Dann musste man am Sonntag vor der Kirche »versehentlich« etwas essen und konnte sich damit ausreden, wobei die Ursache des unwiderstehlichen Sonntagmorgenhungers allen anderen augenzwinkernd klar war. (Kommunion gab’s nur nüchtern, total nüchtern.) War dann erst einmal der Damm gebrochen, waren Folgefolgen von sündhaften Wiederholungen irrelevant, bis zum nächsten Beichten. Moral war schwarz-weiß. Fegfeuer gab’s nur für lässliche Sünden.

Die Sache lag mir schwer im Magen. Bis ich dann meine Abstinenzproblematik klassisch fromm anging. Gott sollte helfen. Ich gelobte, vor Gott und mir, für jede Selbstbefriedigung – die Bezeichnung ist heute gewiss überholt – fünf Mark zu spenden. Fünf Mark! Das war wirklich viel – wo wir doch wöchentlich nur fünfzig Pfennig Taschengeld bekamen, anfangs jedenfalls. Mein »anderer« selige Großvater väterlicherseits, ein herzenslieber protestantischer Priester, Prediger und Buchautor, schickte mir jährlich zu meinem Geburtstag einen Brief mit Segenswünschen und zehn Mark. Ich kannte ihn damals noch nicht persönlich, lebte er doch im fernen Tübingen. Mein »hauptsächlicher« Großvater in Bozen, mütterlicherseits, war wiederum allzu großzügig zu mir und verwöhnte mich. – Eine Tüte Erdnussbutter (in Gläsern gab’s die nicht), die ich schon damals schätzte, kostete eine Mark zehn.
   Ich hatte mir also in ganz falscher Einschätzung der Therapiedosierung je Rückfall fünf Mark Spende in die Kirchenkasse festgelegt – und wurde arm damit.
   Da habe ich hin- und herüberlegt, ein halbes Jahr lang vielleicht. Selbst Sekundärquellen wie Rückgriffe aufs blaue Postsparbuch waren inzwischen nötig geworden. So ging’s nicht weiter.
   Gelübde lassen sich Gott sei Dank, wie ich herausfand, veränderten Bedingungen anpassen. Und gewiss war Gott für eine direktere, heute tät’ man sagen, virtuelle Gabe dankbarer, in the cloud. Ich wandelte die fünf Mark um in fünf Vaterunser und fünf Gegrüßet-seist-du-Marias. Fortan habe ich das dann so gehalten. Es war mühsam und relativ langwierig, dafür preiswert, und der liebe Gott hat nicht gemurrt. Im Himmel gibt’s kein Geld. Von »Don Camillo und Peppone« war er mir seit 1952 mit direkter Ansprache vertraut.
   Ich habe das noch lange so gemacht, bis sich mein Leben vom Katholizismus trennte, spätestens als ich protestantisch heiratete, weil katholisch zu heiraten, Konvertieren meiner Frau erforderlich gemacht hätte. (Bei meiner zweiten Ehe – meiner ersten katholischen – war’s genau umgekehrt. Was für eine bodenlose christkatholische Scheinheiligkeit!) So musste ich meine ersten Kinder wie versprochen evangelisch erziehen. Damals bin ich gleich selbst innerlich mit hinübergeschwenkt zur Kirche meiner Frau. Mir Katholiken fiel auf, dass Protestanten keine feste Lehrmeinung haben, und dass Laien predigen dürfen. Dafür hat der Katholizismus als Alleinstellungsmerkmal die Beichte.

Der Katechismus der katholischen Kirche hingegen ist hochpräzise und ellenlang. Der aktuelle stammt scheint’s von 1997, deutsch 2005, und ist etwa siebenhundert Seiten lang. Ich bevorzuge deshalb den Online-Zugriff über https://www.vatican.va/archive/DEU0035/_INDEX.HTM . Das sieht dann dort so aus:

Speziell etwa die Todsünde, wozu in Kapitel 1856 steht: Da die Todsünde in uns das Lebensprinzip, die Liebe, angreift, erfordert sie einen neuen Einsatz der Barmherzigkeit Gottes und eine Bekehrung des Herzens, die normalerweise im Rahmen des Sakramentes der Versöhnung [= Beichte] erfolgt.
   Bei der Keuschheit geht’s dann zur Sache. So sagt Kapitel 2339 (https://www.vatican.va/archive/DEU0035/__P8B.HTM#SL_3.2.2.3.2.2339): Die Keuschheit erfordert das Erlernen der Selbstbeherrschung, die eine Erziehung zur menschlichen Freiheit ist. Die Alternative ist klar: Entweder ist der Mensch Herr über seine Triebe und erlangt so den Frieden, oder er wird ihr Knecht und somit unglücklich [Vgl. Sir 1,22. ]. „Die Würde des Menschen erfordert also, daß er in bewußter und freier Wahl handelt, das heißt personal, von innen her bewegt und geführt und nicht unter blindem innerem Drang oder unter bloßem äußeren Zwang. Eine solche Würde erwirbt der Mensch, wenn er sich aus aller Knechtschaft der Leidenschaften befreit und so sein Ziel in freier Wahl des Guten verfolgt und sich die geeigneten Hilfsmittel [doch nicht etwa Pornohefte?fj] wirksam und in schöpferischem Bemühen verschafft“ (GS 17). Eine Anleitung ist gleich mit dabei (2342): Selbstbeherrschung zu erringen, ist eine langwierige Aufgabe. Man darf nie der Meinung sein, man habe sie für immer erworben. Man muß sich in allen Lebenslagen immer wieder neu um sie bemühen [Vgl. Tit 2,1-6.]. In gewissen Lebensabschnitten, in denen sich die Persönlichkeit ausformt, erfordert sie eine besondere Anstrengung, etwa in der Kindheit und im Jugendalter. … Das geht ellenlang so weiter. Die Enthaltsamkeit vor der Ehe (Kapitel 2350) ist selbstverständlich. Praktische Konsequenz bis heute: Angehende katholische Religionslehrer und -lehrerinnen müssen sich besonders daran halten, sonst dürfen sie keinen Religionsunterricht geben. Denn:

Sprich: Sex nur zwecks Reproduktion. (Man beachte in 2351 am Ende das und ohne ein oder.)
 
Ist diese Haltung noch haltbar?
  
Nimmt man die »katholische Überlieferung« als Maßstab, dann muss freilich alles beim Alten bleiben. Mit Überlieferung lässt sich alles erklären, für gestern.
   Nimmt man das katholische Leben in seiner heute gelebten Form, dann nicht.
   Aus der Bibel kann man meines Erachtens dergleichen auch nicht ableiten. Und vieles andere nicht , etwa die moderne Ablehnung von Sklaventum, das es in biblischen Zeiten selbstverständlich gab, siehe etwa https://www.uibk.ac.at/theol/leseraum/bibel/ex21.html#2 oder die Gleichstellung von Frauen. Viele andere Gebote sind wie dieses angreifbar. Sie werden auch nicht mehr gelebt, oder nur sehr selten. Das macht diese starre Kirche institutionell scheinheilig. Dass der Himmel für viele ohne Gott ist, erlebte ich schon an der einstigen Zonengrenze: Auf meinen forsch-bayrischen Gruß »Grüß Gott!« kam von Vopos die Antwort »Wenn’st ihn siehst«.
    
Der katholische Katechismus muss weg. – Wenn, dann muss der neue kurz sein, einfach, und als oberste Richtschnur für die Beschäftigung mit uns selbst und anderen das christliche Gebot haben: »Liebe deinen Nächsten wie dich selbst«. Ideen dazu bei mir auf https://blogabissl.blogspot.com/2020/11/wir-grunden-uns-eine-westkatholische.html .
 
 

Die Frage nach dem wichtigsten Gebot (Hervorhebungen von mir)

 
Mk 12,28 Ein Schriftgelehrter hatte ihrem Streit zugehört; und da er bemerkt hatte, wie treffend Jesus ihnen antwortete, ging er zu ihm hin und fragte ihn: Welches Gebot ist das erste von allen?  
Mk 12,29 Jesus antwortete: Das erste ist: Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr.  
Mk 12,30 Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft.  
Mk 12,31Als zweites kommt hinzu: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Kein anderes Gebot ist größer als diese beiden.

Ich habe mich selbst wieder und wieder gefragt: Was hat die Religion gegen den Orgasmus? Für mich müssen Regeln mindestens plausibel sein. Der kurze Kick, den ein Orgasmus im Hinterkopf auslöst, trennt den Menschen einen Moment von Gott. Das darf wohl nicht sein. Ein Trauma aber nimmt ebenfalls das ganze Bewusstsein in Beschlag, selbst ein guter Schlaf, ein Traum oder gar keiner in der Nacht. Du darfst nicht schlafen in der Nacht, welcher Gott könnte das fordern? Oder nur orgasmusfrei Kinder zeugen? 
   Für einen bekennenden Kapitalisten wie mich stellt sich auch immer wieder die Frage: Warum ist das Christentum so kommunistisch? Geben Reiche das Geld wirlich »schlechter« aus als z.B. der Staat?

Zwei Nachgedanken eines nun schon Neunundsiebzigjährigen

Keusch zu leben ist durchaus möglich, lange Zeiten lang. Sex ist keinesfalls eine biologische Notwendigkeit wie Speis’ und Trank. Jeder Rückfall jedoch, schon jede Beschäftigung der Phantasie mit dem Thema, lässt einen wieder zurückfallen in Gewohnheiten »normalen« Lebens. Sex macht süchtig – und ist gesund wie fast jede körperliche Aktivität.
   Ein Zweites: Sex habe ich selten bereut, meist ausgiebig genossen. Meine Untreue lag und liegt in der gedanklichen Beschäftigung mit anderen, »in Gedanken, Worten und Werken«, wie es heißt. Nicht verzeihen kann ich mir, andere enttäuscht zu haben in ihren vertrauensvollen Erwartungen, etwa auf Freundschaft statt auf Drängen, auf Sicherheit statt auf Überraschungen, auf Gelassenheit im Wortsinn.  
   Und schließlich: Richtig gelitten habe ich nicht, wie vor ein paar Jahren ein sehr beliebter Bonner Pfarrer voller Mitgefühl zu mir meinte. 

Eine erste große Liebe verband mich mit einem drei Jahre jüngeren Mädchen in einem privaten Mädcheninternat, weit weg auf der anderen Seite des Inns. Später hat sie mir Auszüge aus meinen täglichen Liebesbriefen mit der Hand herausgeschrieben, 14.11.1959 bis 8.10.1961, ein Buch mit 105 Seiten, auf https://www.dropbox.com/scl/fi/v3g80sb76v7bhl4909ozm/AnschiBuch.pdf?rlkey=5yr2onyw2s57kjt60cbrn7ia2&st=ua1fry4a&dl=0Sie ist leider im Jahr 2013 mit 68 an Krebs gestorben (wie Libuše Šafránková aus meiner Geburtsstadt Brünn).

“Self Sex” ist heute groß in Mode, oder einfach inzwischen spruchreif. Ich bezweifle ja nicht, dass damit ein gedeihliches Herzmuskeltraining möglich sein kann, Entspannung (nach Spannung) usw. Ich meine aber nach wie vor, dass für einen homo sapiens jeglichen Geschlechts eine mentale Kontrolle (= Steuerung) ebenso wichtig, wenn nicht wichtiger sein kann als bloß Biologisches. Machen Sie sich ganz modern über das Fernsehen schlau: https://www.ardmediathek.de/video/ohjaaa-sex-lieben/wie-wichtig-ist-ein-orgasmus-oder-doku/wdr-fernsehen/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLWNhOWViYmZhLTA5YjAtNGE4Yi05NzYzLThmMDlmYzEyYjM1Zg/

Als elektropneumatisches Hilfsmittel, besonders für Frauen, kann ich einen “Womanizer” empfehlen, eine deutsche Erfindung von Weltrang, Patent DE202016008412U1 von Michael Lenke. Auf Wikipedia durfte ich dieses – zugegebenermaßen blöd benannte Produkt – wegen mangelnder seriöser Belege nicht darstellen, obwohl der Begriff knapp elf Millionen Google-Treffer bringt. Dafür sind die Wikipedianer zu keusch. 

Doch das geht hier zu weit …
–––––––––––––––––––
Links
 
Hierher, zu diesem Blogeintrag: http://j.mp/fj3zwN3nx
 =

https://blogabissl.blogspot.com/2021/06/katholische-moral-um-1955.html
Besucherzaehler
Mein alter Vorschlag: Wir gründen uns eine westkatholische Kirche:

Franziskus’ »synodaler Weg« https://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/cti_documents/rc_cti_20180302_sinodalita_ge.html

Jan-Heiner Tück in der NZZ dazu: https://www.nzz.ch/feuilleton/umgekehrte-pyramide-der-papst-will-weg-vom-zentralismus-ld.1628571 , Zitat: Vor allem die deutsche Kirche hegte Vorbehalte gegen Synoden, in denen die Hierarchie eine Beeinträchtigung der eigenen Autorität erblickte. Und: Die Ausübung bischöflicher Autorität soll durch synodale Verfahren besser abgestützt werden, politische Machtdelegation auf Zeit ist damit aber nicht angestrebt. 
 
Kommentare zu meinen Gedanken sind willkommen. Was sagt mein älterer Schulfreund (leicht angepasst): »Nach meiner Überzeugung ist Moral eine Art Codex für das friedlich-fügliche Zusammenleben des Menschenvolkes, also vernünftig. Das natürlich in stetigem Wandel und oft einvernommen durch religiöse Bindungen. Aus Vernunftgründen komm’ ich deshalb gut klar mit unseren zehn Geboten. Wo mir freilich in meine engste Privatheit reingeredet würde, steig ich aus, wenn ich der Überzeugung bin, dabei niemanden zu schädigen.« – Dazu sag’ ich jetzt nichts.

11. Juni 2021

Die Neunerprobe oder Kreuzprobe

Die Kreuz- oder Neunerprobe am Beispiel 22×23
Die Neunerprobe – wir haben Kreuzprobe dazu gesagt – ist eine beliebte schnelle Plausibilisierung, ob eine Multiplikation falsch ist. Fällt die Probe falsch aus, ist das Ergenbis sicher falsch. Geht sie richtig auf, so ist sie wahrscheinlich – aber eben nicht ganz sicher – richtig. Muss man in der Schule von Hand rechnen, ist das ganz praktisch.

· Erst rechnet man aus, was die Aufgabe will, hier links im Bild 22×23.
· Dann fragt man sich, ob 506 stimmen kann?
· Man macht ein Kreuz und setzt die Quersummen der beteiligten Zahlen ein, für 22 also 2+2=4 und für 23 5. (Ist die Quersumme mehrstellig, wird solange quergesummt, bis eine einstellige Zahl übrig bleibt. Die Quersumme von 1234 = 10, die von 10 dann 1 und damit einstellig.)
· Jetzt setzt man diese einstelligen Quersummen oben ins Kreuz und multipliziert sie, weil die zu prüfende Rechnung auch eine Multiplikation war. Das gibt 4 × 5 = 20, weiter gequersummt also 2. Das schreibt man unten links ins Kreuz.
· Zum Schluss rechnet man sich die Quersumme des zu prüfenden Ergebnisses aus, 506 : 5 + 0 + 6 = 11, weiter zusammengefasst 1 + 1 = 2. Das schreibt man unten rechts hin und freut sich, weil’s gleich ist wie links daneben.

Die Methode funktioniert, weil die Operation – hier das Malnehmen – auf der Quersumme der Zahlen genauso geht, wie an den Zahlen selbst. Dass das Ergebnis nicht eindeutig sicher richtig sein muss, erkennt man aus der Überlegung, dass die Quersumme vertauschter Zahlen (von »Zahlendrehern«) wie 605 statt 506 gleich herauskommt, 22 × 23 aber trotzdem nicht 605 ist.
   Und Neunerprobe heißt das Verfahren, weil man beim Quersummenrechnen eine Neun als Null nehmen kann. Beispiel 19, Quersumme 1 + 9 = 10, Quersumme 1 + 0 = 1. Da hätte man von der 19 gleich die 9 als 0 rechnen können und wäre so etwas schneller auf die Quersumme 1 gekommen.

Mehr verwirrt, siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Neuner-_und_Elferprobe#Neunerprobe , wobei mich die  hohe Fehlererkennungswahrscheinlichkeit verblüffte.

Besucherzaehler

Link hierher
 = https://blogabissl.blogspot.com/2021/06/die-neunerprobe-oder-kreuzprobe.html