22. Februar 2011

Stichwörter: Herd, Einbauherd, Siemens, Siemens-Herd, Skalenbeleuchtung, Herdbeleuchtung, Anzeige, Anzeigenbeleuchtung, Reparatur, Energiesparlampe Die neue Lampe im Herd
Dies ist kein Selbstportrait in unterwürfiger Haltung sondern ein Foto von unserem mittelalten Siemens-Herd. Die erleuchtete Skala ist deutlich zu erkennen. Hier war das Licht ausgefallen. Der Herd blieb dunkel, ob nun eine Platte an war oder nicht. Die Heizstellungen waren nicht zu erkennen. (Die rote Glimmlampe geht nur an, wenn der Backofen an ist und dessen eingestellte Temperatur noch nicht erreicht.) Wie tauscht man da die Lampe der Skalenbeleuchtung aus? Zuerst habe ich vorne herumgesucht. Dazu später. Die Skalenbeleuchtung ist indirekt. Das Licht wird von hinten, aus dem Inneren des Einbauherdes, über eine durchsichtige Plastikleiste durch Totalreflektion herangeführt. Hier unten rechts der »Lichtleiter«, zwei über Eck zusammengeklebte, breite Plastikbänder. Im Bild liegt er einzeln auf dem herausgezogenen Herd. Diesen Lichtleiter, die Skala, brauchen Sie zum Lampenwechsel nicht herauszubauen! Für den Lampenwechsel benötigtes Werkzeug: Kreuz-, ev. normaler Schraubenzieher, ev. Flachzange fürs Blech; ein Stockerl.
Man nehme die Backofenschublade heraus; das geht wie bei üblichen Schubladen durch Herausziehen und Anheben vorne. Dann löse man am Rand die eventuell vorhandenen vier Holzschrauben, damit der Einbauherd nicht mehr fest eingebaut ist. Spätestens jetzt schalte man die Sicherungen aus; das sind bei einem Herd meist drei. Bevor man den Herd herauszieht, muss man die Leitungen zu den Herdplatten abziehen. Sie sind mit Steckern vorne am Herdunterbau verbunden – im Loch im Vordergrund des Bildes. Die Stecker beziehungsweise die Leitungen sind farbkodiert, also das weiße Sperrhebelchen an jedem Stecker leicht nach links gebogen und Stecker für Stecker frisch abgezogen. Die Leitungen samt Steckern oben auf die Herdplatte legen, beschweren, jedenfalls so, dass sie dort liegen bleiben. (Sonst ist man hinterher am Angeln, wenn sie einem hinter den Herd fallen.) Jetzt noch die Erdleitung losschrauben, das ist links am Gehäuse die vordere Schraube – im Bild schon gelöst (alle Bilder sind klickbar!). Nun hängt der Einbauherd nur mehr hinten an der nicht zu sehenden – und hoffentlich nicht zu kurzen – Zuleitung. Jetzt kann man den Einbauherd herausziehen. Am besten, man hat ein niedriges Stockerl bereit, worauf man ihn dann stellt. Erst innen heben und ziehen, dann die seitlichen Eingriffe nehmen. Ist der Herd heraußen, muss zum Wechseln der Lampen der Blechdeckel abgeschraubt werden. Das sind je zwei Blechschrauben seitlich und drei hinten. Geht leicht. Rechts im Herd sieht man dann gleich das Blechgehäuse für die Lampe der Skalenbeleuchtung. Die weiße Porzellanfassung ist in einem Blechstück, das man nach Lösen der Kreuzschraube abziehen kann – da, wo im Bild der Schraubenzieher hinzeigt. Die breite schwarze Metallfeder mit herausziehen. Die Originallampe ist eine »OSRAM GERMANY 220-230V40W300°C ari«, die Fassung ist eine kleine Kerzenlampenfassung, »Sockel E14«. Aber warum beim Kochen und Backen immer weitere 30 Watt wegwerfen? Ich habe eine Energiesparlampe eingebaut, die braucht für »45 W« Licht (450 lm) nur 9 W Strom, hält ewig (10000 h), und war auch nicht teuer (€ 3). Allerdings: Die Energiesparlampe ist vermutlich nicht für 300° C zugelassen. So heiß wird’s dort nicht werden, meine ich, und bissl Hitze wird selbst eine Energiesparlampe aushalten. Hauptproblem: Die Energiesparlampe ist zu lang und passt nicht hinein. Also habe ich einfach das Blechgehäuse aufgebogen. Danach eventuell den Umlüfter sauber machen und wieder alles zusammenschrauben und -stecken – außer, man möchte noch die Backofenbeleuchtung austauschen. Fertig. Sicherung wieder ein, die Uhr wieder stellen (Stift oder Zahnstocher ins Loch, daneben das Knöpfchen drehen, bis die Zeit erreicht ist.)

Ich hatte noch versprochen, mehr zur Skala selbst zu schreiben. Die Drehknöpfe und das Zeitknöpfchen kann man glatt abziehen – das geht oft nur nicht gleich leicht. Ebenso lösen sich die Skalenscheiben; eventuell vorsichtig mit einem Messer dahinter hebeln. Die Frontblende geht nur ab, wenn der Herd ein wenig herausgezogen ist. Oben sind’s zwei Schrauben, eine rechts, eine links, unten aber zwei Federstifte, die die Blende festhalten. An die Federstifte, siehe Bild, kommt man bei eingebauter Blende am besten von hintern mit einem Schraubenzieher durch eine viereckige Aussparung im Blech heran. Die Blende, im Bild unter dem Daumen, ist innen mit Häkchen am Lichtleiter befestigt. Man ziehe die Blende also vorsichtig gerade nach vorne heraus. Den Lichtleiter kann man abmachen; die Häkchen sind wenig kritisch. Dann bekommt man alles wieder ganz, ganz sauber. ···Übrigens. Als Herdtyp geht aus dem Aufkleber in der Backofenlade hinten rechts oben hervor: Siemens Typ HE 0626, 6410, max. 9,9 kW, Funkentstörung 871-B, Lampe M 43 W. Kommentare bitte direkt an mich, Fritz@Joern.De PS: Die Hausfrau ist’s nicht ganz zufrieden, weil die doofe Sparlampe verzögert angeht.

LED-Kertenlampe von Pearl:
»4 kWh/1000h« = Ø 4 W

PS. 11.4.2021 – Statt der alten Sparlampe, die ewig brauchte, bis sie hell war, und dadurch nicht gleich sicher anzeigte, ob der Herd an war, sitzt jetzt eine LED-Kerzenlampe drin. Sie ist noch sparsamer (4 W statt 9 W statt  30 W) und gleich voll hell.

Die neue LED-Lampe vor dem »Einklick«

Link zu diesem Blogeintrag http://j.mp/fj2RuP3Lp – alle Bilder klickbar! –
 = https://blogabissl.blogspot.com/2011/02/stichworter-herd-einbauherd-siemens.html

Und wie wechselt man die Beleuchtung der Bratröhre? Das Bratröhrenlicht? Backröhre und Licht?
   Also erstmals sieht’s so aus:

Hinten rechts oben in der »Röhre« machen die Grillschlangen dort oben – im Bild sehen sie wie Stäbe aus – einen Umweg. Da sitzt dann die runde Lampe (neuere Herde haben rechteckige Lampenfenster). Der äußere Ring, wohl mit fünf Schrauben festgemacht, ist noch aus Metall. Das, was im geblitzten Bild wie ein innerer Ring aussieht, ist schon Teil der Glasabdeckkappe, die hier wie ein schwarzes Bullauge wirkt. Und die dreht man normal heraus, um zum eigentlichen Lämpchen zu kommen. – Das aber geht nicht, denn Zeit und Braten und Dampf und Hitze haben das Glas festgeklebt.
   Ich bin mit Caramba dran, mit allem möglichen, hab den Spalt mit Watte aufgetupft, mit einem Küchenschwamm, rundherum. Das Glas ging nicht ab. Ja, das Gewinde ist normal, also abdrehen gegen den Uhrzeigersinn, wobei in diesem Fall die Uhr kopfüber hängt. (Tipp: An einer Tube mit Drehverschluss üben, Tubenöffnung nach unten.) Es geht schwer. Nicht mit einer Zange probieren, da geht das Glas gleich zu Bruch! Es braucht Geduld. Nach fast einer Woche immer wieder Probieren fühlte ich ein erstes Nachgeben. Dann ging’s rasch.

So, jetzt sitzt sie schon drin, die Ofenlampe, sogar eine Spezial-Ofenlampe wegen der Hitze (als ob die alten Dinger niicht ohnehin heiß würden … ), 40 W. 

Hell, nicht wahr! Aber da kommt noch der Glasdeckel wieder drauf. Dazu gleich später.
   Also bitte. Die Spülmaschine hat den Deckel fast ganz sauber bekommen. Hier Bilder, weil ihr den Deckel nach einem Öffnungsversuch mit der Rohrzange vielleicht mit Google bildersuchen gehen müsst …







Na bitte. Ende gut, alles gut!



Die Glasabdeckungen heißen z.B. Lampenkalotte, Lampenabdeckung und kosten so um die zehn Euro. Nur suchen! Doch:

Es geht auch ohne Licht!







12. Januar 2011

Geotagging (Georeferenzieren) in Picasa-Webalben
und auf Youtube


Die Fotos können vor oder nach dem Hochladen geokodiert (Geokodierung), verortet (Verortung, Ortung, Orten), lokalisiert (Lokalisierung) werden.

Kennt man die Koordinaten, so kann man sie in Picasa im Format (Beispiel) 47° 26.3' N 12° 23.4' E eingeben. Aufpassen: Dezimalpunkt statt Dezimalkomma. E für ost, nicht O. Das Grad-Zeichen ° bekommt man mit Shift ganz linke Taste oben neben dem 1er und tippen eines weiteren Buchstabens. Trick: Möchte man mehrere Bilder mit denselben Koordinaten angeben, und hat schon ein Bild davon getaggt, so »holt« man sich von diesem die Koordinaten, indem man dort eine nur formale Änderung abspeichert, etwa den Maßstab ändert und neu speichert. Pikasa merkt sich dann die Koordinaten für weiteres Taggen. Geht nicht off-line.

Auf Youtube gibt man bekannte Koordinaten beispielsweise so ein: geo:lat=47.44878363171991 geo:lon=12.390282


Umrechnen von Minuten und Sekunden in Grad und Dezimalteile beispielsweise hier: www.hbnweb.de/mathematik/grad-dezimal.html.

13. Dezember 2010


I papaveri son alti, alti, alti …

Da erinnere ich mich nur, dass das Lied einmal (als staatszersetzend) verboten war. Hier Links zur italienischen Version in Text und Ton, und zur deutschen (Text, Film). Stimmen kann das nicht so ganz, war das Lied doch Italiens Erfolg in San Remo 1952 und wurde später von Bing Crosby, Eddie Constantine, Yves Montand, Beniamino Gigli und, siehe oben, Peter Alexander gesungen. Liest man zwischen den Zeilen (oder heutzutage im Internet) so geht es gegen die Großen da oben:  « … vengono presi di mira i notabili democristiani, cioè i ‹ papaveri › (‹ Lo sai che i papaveri / son alti, alti, alti, / sei nata Paperina / che cosa ci vuoi far? ›); il brano viene accolto trionfalmente dal pubblico, che nell’altezza di quei fiori indovina il potere di cui godono gli esponenti della Dc e del quale fanno un cattivo uso (confermato dalla legge ‹ truffa› proposta nel ’53 e dal caso Montesi). Tuttavia, un’attenta lettura del testo rivela la rassegnazione con la quale venivano accettati episodi di malcostume politico (‹ che cosa ci vuoi far? ›) e, non meno velata dal riferimento alla ‹ Paperina ›, la subordinazione nella quale viveva la donna a quei tempi. »




Claude Monet, Mohnblumen (papaveri), 1873, Paris Musée d’Orsay (Wikipedia)

6. Dezember 2010

 Fotofehler

Das »zerteilte« Bild
Kamera kaputt? SD-Karte gestorben? Jedes dritte Bild, das ich auf meinen PC hoch­geladen hatte, hatte Fehler: Recht­eckige Bild­teile waren verschoben und in falschen Farben dar­gestellt. Links ein Beispiel: Der untere Teil des JPG-Bildes ist in zwei Teile gerissen und farbig falsch. Meist waren die Fotos wie hier in drei Teile aufgeteilt, die Schnitt­flächen unter­schiedlich groß.
   Videos stehen zwar in voller Speicher­größe im Rechner, spielen aber nicht bis zum Ende. Eine Katastrophe. Ich wollte schon die Kamera einschicken.
   Es hat an der Datenübertragung SD-Karte zu PC gelegen. Nachdem ich den Rechner neu hochgezogen hatte, konnte ich die Bilder und Videos wieder wie gewohnt einwandfrei auf den PC laden. Uff!

Das Bild gut übertragen
Stichwörter: Fotofehler, Bildfehler, Bildteile verschoben, Fototeile verschoben, Farben falsch, SD-Karten-Fehler, Übertragungsfehler, Fotos sind fehlerhaft, … Videos brechen ab, Filme zu kurz, Video zu kurz.

1. Dezember 2010

Eine elektronische Grußkarte –
und ein paar »korrekte« Gedanken dazu

Gestern bekam ich eine e­lek­tro­ni­sche Gruß­kar­te aus A­me­ri­ka, von ei­nem al­ten, treu­en Freund. Ein Ver­lag oder rich­tig­er: eine rüh­ri­ge Künst­le­rin in Süd­eng­land, Jacquie Lawson, malt e­lek­tro­nisch be­weg­te (und mög­lichst her­zig be­we­gen­de …) An­sichts­kar­ten. Für eine be­schei­de­ne Jahres­gebühr von Euro 8,50 kann man die als Mitglied der Ge­schmacks­ge­mein­schaft für alle An­lässe als E-Mail versenden. Hier die Kar­te, die mir zu­ge­dacht ward: http://www.jacquielawson.com/thecards.asp?c=3266480&hdn=0, ein statischer Auszug oben.

Mir fiel die aktuelle Weltsicht auf. Los geht’s in Amerika. Und weil sich die Welt linksherum dreht – tut sie wirklich! – geht es dann nach Australien. Als nächstes Japan. Im nächsten Bild ist man in Griechenland, dann in Italien. Ein kurzer Ausflug nach Holland, in Frankreich der Eiffelturm, im Vorbeifliegen noch ein verschämter Blick auf die südenglischen Kreidefelsen, und nach 1'20" ist Schluß »mit Schön«. Die Welt ohne China, ohne Indien, keine Araber und Juden, Deutsche erst recht nicht. Südamerika fällt aus. So mögen wir’s, so ist’s korrekt. Lieb, gell?

29. November 2010

Neu im Unterricht:
Modernes Grundschul-Lernen hinterfragt
Gedanken zu neuen Inhalten und schlechten Ergebnissen

Zugegeben, ich bin bezüglich Schule ein Gestriger, Vorgestriger sogar. Allerdings ist meine Jüngste in der vierten Klasse Grundschule – »Volksschule« hatten wir früher gesagt –, und da bekommen nicht nur sie, sondern auch ich einiges mit.

Rechtschreibung. Von Anfang an wurde uns Eltern eingeschärft, nur ja keine Rechtschreibfehler zu bekritteln. Den Kindern könnte die Lust am kreativen Schreiben verlorengehen. In der Tat schreiben die Mädchen Storys, dass es eine Freude ist. Unsere »Aufsätze« waren nie so lustig und spannend, unsere Sachbeschreibungen nicht so gut wie die Vorträge unserer Kinder (mit Hilfe der Eltern). Vielleicht hat Carla besonders viel Phantasie, jedenfalls wird sie nie rechtzeitig fertig mit ihren Geschichten. Dafür stört beim Lesen ihrer Geschichten öfter einmal die Verkürzung von dass zu das und von denn zu den oder umgekehrt; aßen wird zu ahsen und hinter der sitz Nachberin verbirgt sich die Sitznachbarin. Schade.
   Im Gym­na­si­um werden sie sich damit die bes­ten Noten ver­sau­en und im Le­ben die Ach­tung manches Kor­res­pon­denz­part­ners oder gar Ar­beit­ge­bers. Recht­schreib­feh­ler wer­den noch nicht als Ka­­va­­liers­­de­­likt an­ge­sehen, das mag noch kommen. Sie zeigen zumindest mangelnde Sorgfalt, schlechten Einsatz von Korrekturprogrammen. Also meines Erachtens: Sofern Ihr Kind nicht total aufmüpfig ist, lehren Sie es beizeiten die Liebe zu korrekter Schreibung, zu Kommas, zu allem, was später den anderen das stolperfreie Lesen erleichtern wird.

In Parenthese: Heute kann es sein, dass in zwei Parallelklassen zwei Arten der Handschrift gelehrt werden, wenn überhaupt, »vereinfachte Ausgangsschrift VAS« und »Schulausgangsschrift SAS«. (Dazu Muster einer praktischen Diskussion, ein FAZ-Artikel zu Geschichte und Problematik.) Handschrift gehört schon gar nicht mehr zum Lehrinhalt, wird aber dennoch gerne genommen, siehe Historie.

Zurück zu Deutsch und Mathe.
   »Rechnen konnte ich noch nie«, das ist eine durchaus politisch korrekte, ja demutsvoll-bescheidene Aussage in der heutigen Gesellschaft. »Um Deutsch habe ich mich nie geschert«, das darf nicht einmal ein Multikultianhänger äußern.
   Wir haben früher gewisse Grundrechenarten schematisch eingeübt. Erst einmal das Einmaleins. Dann schriftliches Multiplizieren und Dividieren, später sogar am Gymnasium von Hand das Wurzelziehen. Es gab einen eindeutigen Weg, zur Lösung zu kommen. Beim Malnehmen großer Zahlen konnte man mit den zusammenzuzählenden Zeilen nach rechts schwenken oder nach links, das mochte von Schule zu Schule unterschiedlich sein, aber so variantenreich und beliebig wie heute war es noch nie. Nehmen wir das »halbschriftliche« Dividieren. Es wird übrigens schon vor dem Multiplizieren mehrstelliger Zahlen gelehrt, weil’s so schön ist. Beispielaufgabe: 3550 : 50 = ?. Man nehme erst einmal 3000 oder 3500 und teile das durch 50, bekommt dann 60 oder 70, dann 550 oder 50 und teile das dann durch 50, was 11 oder 1 ergibt, und zähle schließlich die Teilergebnisse zusammen: 71. Wer will, kann 3550 auch aus drei Teilen zu­sam­men­set­zen, ähn­lich wie Carla das im Bei­spiel rechts bei 1825:5 macht. Addiert wird dabei nach oben. Jeder Schüler möge da sein eigenes Verfahren entwicklen.
   Das Ganze ist nicht schlecht, ist besonders für Zahlenjongleure ein Spass. Für den, der Zahlen weniger liebt und einfach sicher teilen können will, wäre meines Erachtens ein eindeutiges, schematisiertes Verfahren förderlicher. Meine Empfehlung: Pauken Sie mit Ihrem Kind das Einmaleins als Grundlage, laut, soundsooft wiederholt, und üben Sie danach eine klare Multiplizier- und Dividiermethode ein, von mir aus die, die Sie selbst gelernt haben. Dann klappt das auch später.

   Links:

• Link hierher
   https://blogabissl.blogspot.com/2010/11/neu-im-unterricht-modernes-grundschul.html
• Zum (klickbaren) Bildbeispiel von Kurrent aus dem Jahr 1910 siehe meinen Blog über das lange S
• Das moderne Schriftbeispiel stammt aus Carlas Geschichte »Das kleine Flughörnchen Silly«

Besucherzaehler

PDF-Dateien von Google-Desktop durchsuchen lassen

»Google Desktop« ist ein ordentliches, kostenloses Programm zum Suchen rechnerinterner Inhalte. Alle Datei am Rechner werden offline durchsucht. Dabei entsteht ein Index, damit dann jederzeit ein schnelles Suchergebnis zur Verfügung steht. Zuweilen nervt Google-Desktop, wenn der »Crawler« Ressourcen frisst, das alles durchkriechende Indexierungsprogramm, hier »Tea Timer« genannt. Außerdem wird oft nicht bis zum bitteren Ende indiziert, siehe Wikipedia. Wie auch immer …

Soll Google-Desktop auch Inhalte von PDF-Dateien durchsuchen, und tut’s nicht, dann speichere man in den Ordner "C:\Programme\Google\Google Desktop Search" die Datei "pdftotext.exe" und starte einen neuen Indexierdurchgang. (Die Datei pdftotext.exe braucht nicht eigens gestartet zu werden.)

Mehr dazu im Punkt »Falls sich keine der PDF-Dateien indizieren lassen, benötigen Sie wahrscheinlich das Tool "PDFtoText"« auf http://desktop.google.de/support/bin/answer.py?hl=de&answer=17208

28. November 2010

Der neue Toaster, oder:
Wie geht das Ding auf?Cloer Toaster Modell 3710

Ein schöner Toaster. Vor allem, weil er in einem Arbeitsgang doppelt so viel toastet als ein normaler, dabei aber nicht doppelt so viel kostet. Er braucht etwas mehr Strom, knapp 1400 Watt (gegen vielleicht 850), aber insgesamt geht’s schneller. Ein »normaler« Toaster hat nur halb soviel »Gesamt-Schlitzlänge«. Obendrauf ist noch ein unverlierbarer Semmelhalter zum Hochklappen. Also alles bestens. Preis: um die fünfzig Euro.

Der Toaster hat die übliche Stromzuleitung: ein Meter lang. Mir reicht das nicht. Ich will den Toaster auf den Tisch stellen, ohne dass ich wie anno sintemal einen Zwischenstecker in die Lampenfassung schrauben müsste. Dergleichen ist hierzulande nur mehr schwer zu finden. Einen Toaster sollte man da wohl nicht anstecken, ganz zu schweigen von der ästhetischen Note. Der Lichtschalter tät’ sich schön bedanken, statt einer Glühbirne (oh, die gibt es ja auch nimmer) 1400 Watt schalten zu müssen. Mehr Links zu Lampenadaptern unten.

Zum Vergrößern klicken.
Also muss eine neue, lange Zuleitung dran. Die Teile dafür gibt es zu kaufen: dreipolige Leitung, ein Schukostecker; ich bevorzuge die mit Leitungsausführung am Rand unten. Und dann den Toaster aufschrauben.

Das geht aber nicht. Die Schrauben sind Sicherheitsschrauben. Sie lassen sich mit keinem normalen Schraubenzieher öffnen. Schraubenzieher heißen schon seit Jahren »Schraubendreher«, weil der Deutsche so genau ist. Nur: So eine Schraube dreht keiner. Es sei denn ein ganz spezieller. Klicken Sie mal aufs Bild.

Nach langem Forschen sei es allgemein gestanden: Die Schrauben sind »selbstschneidende Maschinenschrauben« M3 des »manipulationssicheren Programms« »System Zero« einer englischen Firma: »praktisch hundertprozentige Sicherheit ohne geeignetes Demontagewerkzeug«. Der Wahlspruch: »Befestigen und vergessen.« In der Tat: Die Schrauben aufzubekommen kann man »vergessen«.

Nun, die Lösung ist ein spezieller Schraubenzieher oder ein Schraub-Bit für knapp zehn Euro. Die aber verrate ich fairerweise nicht, die müssen Sie schon selbst finden …

Lampenadapter, Lampenfassung auf Euro-Stecker, Schukostecker, Schuko, Schuco (falsch geschrieben, kommt von Schutzkontakt), E27 Fassung (das ist die hiesige Glühlampenschraubfassung):
http://www.christmaslightsetc.com/p/Light-Socket-2-Tap-Converter-Without-Chain--18184.htm
• Adapter generell: http://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Mains_adaptors
• lampholder plugs: http://en.wikipedia.org/wiki/AC_power_plugs_and_sockets#Lampholder_plug
• Klassischer amerikanischer Lampenadapter mit Kette, um die Lampe unabhängig von der Steckdose auszuschalten: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Light_socket_plug_adapter.jpg
Black socket adapter, converts single socket to a lampholder plus 2 outlets for nonpolarized plugs. Pull chain controls lamp holder. Only outlets always on 250W/125V UL listed NEMA 1-15R Black Brand #: Leviton 8751406 UPC: 009326502571, auch nur als "Leviton 1406" bekannt, die Variante 1406I ist "ivory", weiß. Ohne Zugschalter: Leviton 1403. 3–4 $, Bezugsquelle, ohne Zugschalter schwarz, weiß; haufenweise, die Dinger
• Aus Polen: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Zlodziejka.E27%2BdoubleEuropean.socket.jpg,
Bezugsquelle (polnisch), 25

• Aus Italien: http://en.wikipedia.org/wiki/File:Lampholder_plugs.jpg

Stichwörter generell: Sonderschraube, Sicherheitsschraube, Bit Zero, tamperproof screw, Außenvielzahn, Torx (ist aber keine), tampering, security fasteners, security screw

27. November 2010

Antithese: Jesus liebt mich – nicht!

Antithese
Jesus liebt mich – nicht!
– Meist bin ich dieses Gerede einfach leid über den Jesus, der uns immer und überall liebt als sei er der Heilige Geist, der uns umschwebt. Jesus, dein Freund, Jesus dein Retter in der Not, immer bei dir. Auf ihn kannst du dich verlassen. Wie auf ein gut geladenes Handy. Jedenfalls wird das gelehrt, unseren Kindern in der Schule und uns allen von der Kanzel, sofern wir noch in die Kirche gehen. Die alten Drohungen mit Hölle und Fegefeuer, die waren einfach unmenschlich, vorvatikanisch, wobei das letzte Vaticanum Anfang der Sechzigerjahre wieder einmal für gefällige Deutungen herhalten muss1). Der Gott der Christen wird zu einem Armleuchter, auf dem möglichst viele Lichtlein brennen, auf dass es einem warm werde ums Herz und man glücklich lebe auf Erden. Früher muss es fürchterlich gewesen sein als Christ, lauter Vorschriften, die die persönliche Freiheit einschränken, von der vorgeschriebenen Messe am Sonntag zur besten Skilaufzeit bis zur unnatürlichen Enthaltsamkeit gerade in Phasen vorehelichen Sturm und Dranges – beides Kategorie »schwere Sünde«. Nach Jahrhunderten Hadern mit Gott ist nun eine freie Zeit ausgebrochen, in der der Herr nur leuchtet und liebt. Komisch, dass ihm trotzdem alle weglaufen. Es muss der langjährige Friede sein, der weit entfernte Krieg (wir verteidigen unsere Freiheit bekanntlich am Hindukusch), der uns diese süße Götterspeise eingebrockt hat. – Doch genug polemisiert.
   Was dem modernen Christen passiert, wenn ihn einmal Christus nicht so sehr liebt und zum Beispiel schwer erkranken lässt, oder ihn seine Freundin verlässt, was dann, das mag ich mir gar nicht ausmalen. Eine fromme Dame berichtete mir jüngst, ihre Mutter sei da einfach »vom Glauben abgefallen«.  
   Also habe ich mich gefragt: Liebt dich Jesus? Dass wir einander lieben sollen wie uns selbst, das ist bekannt, das hat Jesus oft genug gesagt. Aber hat er wo gesagt: Ich liebe euch? Wo soll das denn stehen in der Bibel? Die bekannteste Stelle ist die im dritten Kapitel des Johannesevangeliums auf eine Frage des Pharisäers Nikodemus: »So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.« Ich zitiere das (schwer verständliche) Kapitel bis zum Ende, damit es nicht heißt, ich hätte da etwas aus dem Zusammenhang gerissen: »Denn Gott hat seinen Sohn nicht gesandt in die Welt, dass er die Welt richte, sondern dass die Welt durch ihn selig werde. Wer an ihn glaubt, der wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, denn er glaubt nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes. Das ist aber das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Werke waren böse. Wer Arges tut, der hasst das Licht und kommt nicht an das Licht, auf dass seine Werke nicht gestraft werden. Wer aber die Wahrheit tut, der kommt an das Licht, dass seine Werke offenbar werden; denn sie sind in Gott getan.«  
   Heißt das jetzt, dass Gott, dass Christus mich liebt? Er bietet mir die Erlösung im Jenseits, er lässt mir die Erbsünde nach und meine eigenen Sünden, wenn ich sie ordentlich beichte und die Absolution bekomme, aber das macht ihn noch lange nicht zu einem Kuschelgott, zu einem schlechten Vater, der dem Sohn alles durchgeben lässt. Wenn Jesus Bartimäus wunderbar von seiner Blindheit heilt, dann um uns zu zeigen, wie stark Glaube helfen kann – aber eben nur kann, nicht muss. Wie enttäuscht waren die Jünger, als Jesus nicht rechtzeitig als König der Juden vom Kreuz heruntergestiegen ist, zur heimlichen Zufriedenheit seiner Peiniger, bewies ihnen das doch, dass er Gotteslästerer war und nicht Gott.  
   Ich will das zentrale, das ungeheuer große Opfer von Gottvater und das Leiden Christi ganz gewiss nicht kleinreden, will die Liebe sehen, die uns erlöst vom Bösen – das aber ist kein Automatismus, kein Naturheilmittel, kein Schema F, kein »Gott liebt alle«. Das ist Verpflichtung. Im Glaubensbekenntnis heißt es: »Ich glaube an Gott, den Vater« und nicht »den lieben Vater«, »Und an Jesus Christus, … er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort (vormals: dannen) wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten.«  
   Nun, vielleicht bin ich heute zu alt oder war schon früher, zu meiner Schulzeit, zu früh geboren, um nicht auch an das Jüngste Gericht zu denken, nicht bloß an die Lichtlein.  
   Ich hab’ dazu einen Theologen befragt: »Worin äußert sich Gottes Liebe?«, antwortet er mir, »Er sendet seinen Sohn. Was sagt dieser Sohn über die Liebe? ›An der Liebe werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid.‹ (Johannes 13,35) und: ›Es gibt keine größere Liebe, als wenn jemand sein Leben für seine Freunde hingibt.‹ (Johannes 15,13).« – Nun gut, das ist gewiss keine Händchenhalt-Liebe, das ist Liebe für etwas Bestimmtes, für die Erlösung. Es geht da nicht um Irdisches. Richtig fährt mein Freund fort: »Einseitige Theologie bringt nicht nur die Lehre in Schieflage, sondern es entstehen falsche Handlungsanweisungen; und selbst wenn nicht: Es entsteht ein schräges Gottesbild, was so oder so seine fatalen Wirkungen zeigen wird: Entweder wird nur ›die Liebe‹ gepredigt und der ›Ernst der Lage‹ nicht mehr erkannt. Das suggeriert eine falsche Sicherheit. – Oder es wird nur ›das Gericht‹ gepredigt und die gute Botschaft der Rettung durch die Vergebung der Sünden unterschlagen; Verzweiflung grassiert.« … »Ein Verschweigen der Hölle macht gar nichts besser – ganz im Gegenteil. … Ein Schweigen hüllt die Gläubigen in falsche Sicherheit und redet ihnen ein, dass sowieso jeder selig wird (und wenn nicht, dann doch nach der Läuterung im Fegefeuer; da zeigt sich übrigens gleich eine negative Konsequenz des Fegefeuers: Wir heben uns die Sünden bzw. die Buße für das Jenseits auf und verfallen dem Wahn, dass dann noch dort dieses und jenes in Ordnung kommen kann. – Ganz abgesehen davon: Das Fegefeuer ist nichts originär Christliches.)« – Und ich füge dazu: Das Fegefeuer, so es denn ein solches Hilfsmittel gibt, wird ganz gewiss kein Honigschlecken.

Christusbild: gemeinfrei aus der Kathpedia, ohne Autorenangabe. Fegefeuer: Darstellung in St. Egid (Klagenfurt am Wörthersee), Wikipedia sei Dank.

1) Man mache sich die Mühe und lese den Abschlussbericht des Vaticanums »Gaudium et Spes«, ein meiner Meinung nach deutlich mehr von seiner Zeit als von ewigen Glaubensweisheiten geprägtes Dokument.

Permalink hierher http://j.mp/2WhsKX0
   = https://blogabissl.blogspot.com/2010/11/antithese-jesus-liebt-mich-nicht-meist.html

Weitere religiöse Themen bei mir:
• Soft-Gott im Welness-Himmel http://blogabissl.blogspot.com/2008/04/soft-gott-wellness-himmel.html
• »Es ist würdig und recht, billig und heilsam, …« www.Joern.De/billigundheilsam.htm
• »Zum Altare Gottes will ich treten, zu Gott, der mich erfreut von Jugend auf.« www.Joern.De/zuGott.htm
• Vorweihnachtlicher Friede http://blogabissl.blogspot.com/2007/12/kalb-und-lwe-weiden-zusammen-ein.html
• Beten ohne Glaube? http://blogabissl.blogspot.com/2007/10/beten-fr-unglubige-gestern-am-sonntag.html
• Gottesglauben, Frauen und Geld (polemisch) http://blogabissl.blogspot.com/2009/09/gottesglauben-frauen-geld-und-etwas.html
• Tridentinische Messe probiert http://blogabissl.blogspot.com/2010/07/meine-tridentinische-messe-seit-jahr.html
• »Der gute Mensch von Saratow«, über Bischof Clemens Pickel http://blogabissl.blogspot.com/2009/02/der-gute-mann-von-saratow-so-hie-wohl.html
• Das »Vaterunser-Übel« ist die Politik, pessimistisch-polemisch http://blogabissl.blogspot.com/2009/02/sondern-erlose-uns-von-dem-ubel.html
• Zölibat http://blogabissl.blogspot.com/2010/02/ein-eher-zufallig-zustandegekommener.html
• pro multis http://blogabissl.blogspot.com/2009/03/pro-multis-fur-viele-so-stand-das-fast.html

9. November 2010

Sankt Martin

Alte Zeiten. Die kann man noch heute er­leben. Man muss nur ein wenig Zeit haben, und bissl Glück. So wurde Carla heuer aus­ge­wählt, den Heiligen Martin und seinen Bettler als einer der beiden »Pagen« zu be­glei­ten. Die Pagen sind tra­di­tio­nell ein Paar gute Schüler aus der Mün­ster­schule, vierte und letzte Klasse, die dafür dann zwei ganze Tage schul­frei be­kom­men! Die Mar­tins­trup­pe tourt durch Kin­der­gär­ten, Al­ten­hei­me und be­sucht das Grab des ersten Mar­tins­bett­lers am Nord­fried­hof. Keiner un­ver­gessen.
Einziges kleines Problem: Zu den Kos­tü­men passen nur her­kömm­li­che, schwarze Halb­schuhe, was den Müttern einiges Kopf­zer­bre­chen be­rei­tet hat, im Zeit­alter halb­hoher Turn­schuhe ganz ohne Schuh­bän­der (Sneakers; Schuh­bän­der sind in­zwi­schen schon wieder »in«; waren doch prak­tisch.)

Dann bin ich bei Regen wieder zurück Heim ge­lau­fen, vorbei an der Stifts­kirche, wo die Acht-Uhr-Messe gerade zu Ende ging: 17 Frauen und ein Mann (aus dem Kir­chen­vor­stand), 2 Priester, alle vor dem alten Hoch­altar. Diese Messe nannte sich ja auch »Frauen­messe«.

St. Martin ist morgen; ein Umzug durch die Stadt, ein Martins­feuer am Rat­haus­platz, danach gehen die Kinder »Schnörzen«.

Mehr zu St. Martin in Bonn hier.

Meine St.-Martins-Bilder 2010 hier. Videos hier.

Meine Bilder vom vor­jäh­ri­gen Mar­tins­zug 2009, samt an­schließen­dem Schnörzen (Videos)

Martinszug 2008