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6. Dezember 2017

Compuserve-E-Mail-Abruf 2019

Compuserve läuft noch immer, April 2019! Totegeglaubte leben länger. 
Alle Meldungen von Compuerves Dahinscheiden sind überholt.
Erstens hat Compuserve einen ordentlichen Webmailer: Über https://www.compuserve.com/ kommt man links oben zu https://mail.aol.com/webmail-std/en-us/suite – jedenfalls ich, und kann dann dort seine Mails bearbeiten. Ich rufe sie (ebenfalls altmodisch) mit Pop ab, momentan über den Posteingangsserver pop.csi.com, Port 995 und spendiere ihm ein Häkchen bei »Server erfordert eine Verschlüsselte Verbindung (SSL)«. Manchmal muckt der Server, und dann hilft selbst langes Warten (»Servertimeout« ein paar Minuten) nicht immer. Später einmal geht’s dann wieder. Vielleicht probiere ich noch mit anderen »Compuserve«-Pop-Servern. Also: enjoy!

Compuserve-Mail gibt’s seit 1979. Geändert hat sich nur das Komma im Adressatennamen zu einem Punkt:
   Mein 102404,715 geht als 102404.715@Compuserve.com noch immer, inzwischen sogar kostenlos. Auch ohne Nummern: FJoern@Compuserve.com.
   Abruf ist über den Webmailer möglich, http://Webmail.Compuserve.com leitet dann auf AOL, https://my.screenname.aol.com/_cqr/login/login.psp?sitedomain=sns.mail.aol.com&seamless=novl&lang=de, um, weil Compuserve seit 1998 zu AOL gehört.

Nach wie vor sind Abruf und Senden mit einem Mailprogramm wie Outlook oder Thunderbird gut möglich. 
   Der Pop-Server ist inzwischen nicht mehr "compuserve" oder "csi" sondern "aol":
   pop.aol.com mit Port 995 und SSL
ähnlich Imap
   imap.aol.com mit Port 993 und SSL
und zum Senden
   smtp.aol.com mit Port 465 und SSL
Mehr dazu englisch bei Compuserve.

Überholt ist also …

Ruft man Mail weiterhin über pop.csi.com, so geht das zwar auch, aber nur verzögert. Es führt zu störenden nervösen Popups beim typisch regelmäßigen Postabruf des Mailprogramms. 
   Dann wechsle man nur von pop.csi.com auf pop.aol.com, in Outlook: Extras, E-Mail-Konten, Vorhandene E-Mail-Konten anzeigen oder bearbeiten, Compuserve-Konto auswählen und »Ändern«, z.B. Popeingansserver (POP 3) umbenennen auf pop.aol.com, eventuell »Kontoeinstellungen testen«, und am Ende dann Weiter und Fertigstellen!

Links
• 2009 war Konrad Lischka im Spiegel zu pessimistisch. 
• Computer-Bild: »Aus für E-Mail-Provider Compuserve«, undatierter Schmarren
• Mail 1984. A romantic question.
 
Compuserve Magazine 1990 page 6, “Compuserve Mail Speeds Communication” Electronic mail made easier. CompuServe Information Manager features pull-down menus, a screen editor and offline message management to help you use CompuServe Mail more efficiently.


Permalink hierher: http://j.mp/2Vzt8zQ
   = https://blogabissl.blogspot.com/2017/12/compuserve-e-mail-abruf-2017.html

30. Januar 2014

E-Mail-Server will’s Passwort, immer wieder

Meine Mail rufe ich nicht über’s Internet mit dem jeweils zugehörigen Webmailer im Browser auf, ich hole und sende sie altmodisch über Outlook mit Pop bezw. SMTP.
   Dabei versucht Outlook alle fünf Minuten (einstellbar*) neue Mails zu holen, geschickt werden sie bei stehender Netzverbindung sofort.
   Gelegentlich kriege ich – ganz unerwartet, und ohne, dass ich was geändert hätte – »Netzwerk-Kennwort eingeben. Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Kennwort ein. Server. Benutzername. Kennwort. Das Kennwort in der Kennwortliste speichern. OK. Abbrechen« (zur »Kennwortliste« s. u.#):

Immer wiederkehrende Frage des Mailservers, pop, smtp o. a.
Hat sich plötzlich das Kennwort geändert? Ist mir mein Server böse? Hat da wer gehackt? Das BSI mein Passwort weitergegeben und jemand es verändert? Jedenfalls kommt die Frage immer wieder und wieder, und selbst bei »Abbrechen« mindestens bei jedem automatischen Versuch, Mail zu holen oder zu senden.

Das liegt meist nicht am Passwort, auch nicht am falschen Benutzernamen. 
   Mögliche Ursachen:
• Der Mailserver ist sauer, weil er in zu kurzen Abständen aufgerufen wird. Passiert bei Billigmail-Diensten, die schreiben oft eine bestimmte Karenzzeit vor, bevor man wieder nach Mail fragen darf. So lese ich, dass bei GMX eine Minute gewartet werden musste. Ist ja auch laienhafter Quatsch, minütlich abzurufen. (Da nehme man einen alten Blackberry-Pushdient, solange es das noch gibt.)
• Der Mailserver ist überlastet.
• Der Maildienst hat (aus Populismus) auf verschlüsselte Übertragung, SSL, umgestellt, und man hat das beim Abruf noch nicht berücksichtigt. Dann muss in (altem) Outlook über Extras, E-Mail-Konten, Vorhandene … bearbeiten, Ändern, Weitere Einstellungen, Erweitert, Server erfordert eine verschlüsselte Verbindung (SSL) aktiviert werden.
   Meist hilft also einfaches Warten. Kommt einem die Frage zu oft, kann man eine Zeit lang auf Mailabruf verzichten (Extras, Senden/Empfangen, Übermittlungseinstellungen, Planmäßige Übermittlung deaktivieren), später nicht vergessen, den gewohnten Zustand wiederherzustellen. Und bloß nicht am Passwort herumdrehen oder am Mailkonto.

–––––––––––––––––––––––––––––
*) Einstellen der Abfragehäufigkeit in Outlook: Extras, Senden/Empfangen, Übermittlungseinstellungen, Übermittlungsgruppen definieren, Automatische Übermittlung alle (z. B.) 5 Minuten. – Oder man ruft von Hand ab, wenn es einem passt. Bei mir beim Thinkpad, da will ich nicht dauernd von Mail gestört werden.
#) www.nirsoft.net/utils/pspv.html: “The Protected Storage information is saved in a special location in the Registry. The base key of the Protected Storage is located under the following key:
"HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Protected Storage System Provider"
You can browse the above key in the Registry Editor (RegEdit), but you won't be able to watch the passwords, because they are encrypted. Also, some passwords data are hidden by the operating system.” Das dort angebotene Hilfsprogramm pspv ging bei mir nicht (Windows 7),
 aber mailpv von http://www.nirsoft.net/utils/mailpv.html, danke Nir Sofer! Allerdings stehen dem Virenscanner dabei die Haare zu Berge; ich sehe aber nicht ein, warum ich mir nicht auf meinem eigenen »persönlichen« PC die bewusst von mir gespeicherten Passwörter ansehen können sollte.

Link zu diesem Post: http://blogabissl.blogspot.com/2014/01/Mailfehler.html