13. Dezember 2016

Herrnhuter Stern, eine Anleitung

Zusammenbau eines Herrnhuter (nicht Herrenhuter) Sterns nach Originalanleitung (hier) verlangt Fantasie.
   Hier mal real:
Das sind die »Montageklammern«, wie sie frisch aus dem Spritzguss beziehungsweise der mitgelieferten Plastiktüte kommen. Einfach nach Bedarf abzwirbeln, eine nach der anderen. 
   Sie lassen sich mit dem Daumen durch Druck auf den Kopf in die vorgesehenen Löcher stecken, Wenn sie nicht durchwollen, empfehle ich eine kleine Flachzange zum Ziehen. 
Der Hersteller empfiehlt einen Druck- und Zugstift, der beiliegt. Hier ist er, bereits mit einer eingelegten Montageklammer:
Manche mögen den.
   Zu Punkt 3.1. der Anleitung. Da hängen Sie erst einmal zwei »Viereckzacken« aneinander:
Da sehen Sie auch, wie das mit der »Montageklammer« gemeint ist. Auch was, ich nenne sie einfach »Stifte«.
Hier habe ich um die Spitze in der Mitte, die ich in der Hand halte, drei gleiche »Viereckzacken« (= Viereckspitzen) angebaut. Es sind also vier ver­baut von den fünfen, die man sich als erste Portion genommen hatte. (Ich glaube, man soll mal drunter, mal drüber dranklemmen. Ich hab’s nicht so genau genommen.) – Wir sind immer noch bei 1. der Anleitung. – Jetzt kommt noch eine vierte Viereckspitze dran. 
Es sind dann ins­ge­samt fünf qua­dra­ti­sche Spitzen ver­baut. So sieht das aus. Rechts ist es »auf den Bauch gelegt« und sieht schon richtig nach Stern aus, gell!

Wir kommen jetzt zu Punkt 2 der Originalanleitung  
und verwenden damit erstmals die dreieckigen Spitzen, zwischen den vier­ecki­gen, damit alle den richtigen Ab­steh­win­kel kriegen.



Und so geht’s weiter:






    




 
Details:




 





 

Inzwischen sind wir bei Punkt 3 der Originalanleitung und sollen die Aufhängekordel einfädeln.
   Mir hat dabei eine aufgebogene Büroklammer geholfen (ein Fadeneinfädler Typ Prym
war zu schwach und ging mir kaputt). – Also so:
Der Stern wird immer »sterniger«, denn inzwischen hat man den Trick ’raus. Viereckige und dreieckige Spitzen wechseln sich ab.

Am Ende bleibt nur die quadratische obere Öffnung übrig. 
   Die Kordel zum Aufhängen lässt sich übrigens nicht (mehr) hin- und herziehen; dafür klemmen die Beine der Montageklammern zu sehr.
Der Stern ist (eigentlich) fertig.
 
Es fehlen noch 
Deckel und Beleuchtung.

Ich hab’ mir (für die In­nen­mon­ta­ge des Sterns) eine fertig mon­tier­te weiße Zuleitung mit flachem, zweipoligen Eu­ro­steck­er und Knips­­schalter in der Leitung ge­kauft. Die gibt’s je nach Ka­bel­län­ge – vorher überlegen! – von zwei Euro aufwärts zum Beispiel neudeutsch als »Netzkabel 1,5m weiss Euro-Stecker an offenes Ende mit Schnurschalter«.
   Das Kabelende ist »offen«, weil man es unbedingt vorher einfädeln muss, bevor man die Lampenfassung draufmacht! Kaufen Sie sich keine Leitung mit bereits drangemachter Lampenfassung.
   Dazu kaufte ich mir die kleinste Lampenfassung, die’s üblicherweise für Netzstrom gibt, eine »E14«, ebenfalls knapp zwei Euro. Eine Übersicht über diese offiziell »Edisondeckel« genannten Schraubverbindungen zeigt die Wikipedia
   Als Glühbirne (offiziell Glühlampe, pol. korr. für die Obstbauern) empfehle ich keine Glühbirne, weil die viel Strom verbraucht und warm wird. Stattdessen bleibt eine Ener­gie­spar­lam­pe kühl – man weiß ja nie, ob sie nicht wo innen an den Stern stößt – und ist sparsam; meine hier braucht nur (2 kWh / 1000 h, was draufsteht = ) 2 W (Watt), und ist dabei noch »warmweiß«. Für’s gleiche Licht bräuchte man sonst eine 15-Watt-Birne.
   Nun aber zum Zusammenbau mit der Lampenfassung
Aufpassen: Lampenfassungen kriegt man nicht wieder auf!
Versucht man’s trotzdem, ist es meist eine Fummelei und bringt einen so in Rage, dass man die Fassung mit dem Hammer zerklopft und eine neue kauft. Besser ist dann: Zuleitung durchtrennen und eine Lusterklemme einbauen. 
   Dass man Fassungen nicht aufdrehen kann, liegt wohl daran, dass sich elektrische Haushaltsgeräte nicht mit üblichen Werkzeugen wie Schrau­ben­zieh­ern (offiziell »Schraubendreher« – Oh du leserfeindliche Neu­sprach­lich­zeit!) öffnen lassen dürfen. Dabei liegt gerade bei Lampenfassungen der Strom, sofern eingeschaltet, auf Fingerreichweite.
So sah meine offene Fassung aus, samt Aufprokelspuren: links an der rechten »Säule« und rechts am herausragenden Messinghaken, der nur in einer Rich­tung – nämlich schließend – an den Säulen des Widerstands vorbeiklicken kann. Mancher zwickt die einseitig hemmende Feder aus Plastik oder wie hier aus Metall beim Zusammenbau ab, das aber auf eigene oder Künftiger Gefahr. 

Besinnliche Adventszeit!                                                 Frohe Weihnachten!

Link hierher (»Permalink«):
http://blogabissl.blogspot.com/2016/12/herrnhuter-stern.html

Originalanleitung hier

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