24. Februar 2012

Aeterne rerum conditor,
noctem diemque qui regis,
et temporum das tempora,
ut alleues fastidium. Praeco
diei iam sonat, noctis profundae
peruigil, nocturna lux uiantibus,
a nocte noctem segregans.
Hoc excitatus lucifer soluit
polum caligine, hoc omnis
errorum chorus viam nocendi
deserit. Hoc nauta vires
colligit, pontique mitescunt freta;
hoc ipse petra ecclesiae canente culpam diluit.

Die schöne Buchseite ist aus der Wikipedia: Stundenbuch der Anna von Mörsberg, Nonne und spätere Äbtissin des Zisterzienserinnenklosters Lichtenthal, Kloster Lichtenthal (?) (Baden-Baden), 1523. Fol. 42r: Zierseite mit Wappen von Eberstein und Sonnenberg; Pergamenthandschrift mit Deckfarbenmalerei, z.T. auf Goldgründen. 83 Bll., H. 14 cm, B. 10 cm; heller, ehemals roter Ledereinband mit Zierstempeln, 16. Jh. Manuskript in der Badischen Landesbibliothek, Karlsruhe, Cod. Lichtenthal 45.

Hier gesungen von Mönchen der Grande Chartreuse:


Und hier gesungen von Yoshihiro Kurebayashi in Córdoba, Argentinien, im Kloster zum Heiligen Herzens Jesu. »Auf jeden Fall ist es die Melodie, die im ‹ Antifoniale Semplics Canti Ambrosiani ›, Seite 89 (Mailand 1997; ISBN 88-8025-104-X ) zu finden ist«, schreibt Lazzaro, berichtet dann über die Änderungen der Liturgie und schließt mit: »Leider ist der alte lateinische Ambrosianische Gesang ein Opfer des 2. Vaktikanums geworden und selbst in Mailand kaum noch bekannt.«

lateinisch - deutschAeterne Rerum Conditor gehört zu den ambrosianischen Hymnen und geht auf den Kirchenvater und Bischof von Mailand Ambrosius zurück (339-397). Der Gesang ist bekannt als einer der besten Hymnen der lateinischen Kirche; seine zahlreichen Hinweise auf die Heilige Schrift machen ihn besonders. In ihm wird der Morgen besungen, der mit einem Hahnenschrei beginnend die Schatten der Nacht hinweg hebt. Der Mensch - befreit von Glaubenszweifeln, Krankheit und Sünde - wird aufgefordert, sich mit dem aufbrechenden Licht zu erheben, um in den Lobpreis der Schöpfung und der Huldigung Gottes einzustimmen. (Quelle)
···Deutsch ist der Titel auch als »Erhabner Schöpfer aller Ding’« bekannt, hier (siehe oben) schön zweisprachig, lateinisch und deutsch wie im Stundenbuch der kath. Kirche, und interessant kommentiert, dieses »Lied zum Hahnenschrei«.
···Ausführlich ein Kommentar von A. S. Walpole, den man dank der University of California San Diego und Microsoft im Netz findet.

Wie bin ich drauf gekommen? Es war, besonders jetzt in der aufkommenden Fastenzeit, um das Beten gegangen. Kann keiner mehr. Also besann ich mich alter Formen des Gebets, zumindest theoretisch, fand in der Wikipedia die schöne, blumige Seite aus dem Stundenbuch und begann zu entziffern, a nocte noctem ſegregans, und dann zu googeln. Bald weitete sich Kenntnis und Suche …

23. Februar 2012

Picasa davon abhalten, Screenshots zu machen

Screenshots, Bildschirmkopien, Bildschirmabzüge, Screen Shots, Screen Captures passieren, seit es Windows gibt, mit der Taste »Druck« rechts oben in der obersten Tastenreihe. Man macht das selten. Wer aber öfters saubere Screenshots braucht, dem sei Gadwin PrintScreen geraten.
···Leider meint auch Googles wunderschöne Bildbearbeitungssoftware Picasa, sie müsse Screenshots machen, und lässt sich davon partout nicht abhalten. Im Gegenteil: Bei jedem Druck auf »Druck« wird eine riesige Bitmap-Datei, so etwa drei Megabyte groß, in den Ordner » …\Eigene Bilder\Picasa\Screen Captures« geschoben, als gäb’s noch kein JPG, oder als wolle man immer den ganzen großen Bildschirm abgezogen haben. Gadwin PrintScreen macht das viel konzentrierter und selektiver.
···Um Picasa die Bildschirmabzüge zu vermasseln, muss man den Ordner » … \Bilder\Eigene Bilder\Picasa\Screen Captures« schreibschützen. In Windows XP geht das nicht mit dem Häkchen »Ordner, Eigenschaften, Allgemein, Schreibgeschützt« – das ist eine Attrappe, das tut gar nichts! Man braucht unter »Eigenschaften des Ordners« die Registerkarte »Sicherheit«. Ist sie nicht da, so bekommt man sie ein für alle Mal mit dem Windows-Explorer. Unter Extras, Ordneroptionen, Ansicht muss man »Einfache Dateifreigabe verwenden (empfohlen)« ausschalten! – Also nicht wie hier noch:



Dann kann man den Ordner, den Picasa für seine Screenshots verwendet, über Eigenschaften, Sicherheit für sich als Benutzer sperren, d. h. den »Vollzugriff verweigern«:



Jedenfalls muss am Ende beim Versuch, sich den Ordnerinhalt zeigen zu lassen, die Verweigerung stehen:



In Windows 7 sah das so aus (Ich musste den »Administratoren« verweigern.):


Dann kommt nämlich Picasa auch nicht dran – und gibt seine Screenschießerei auf!

Nebenbei.
···Den Ordner »Aufgezeichnete Videos« würde ich normal stehen lassen, dort werden nämlich keineswegs Videos gespeichert sondern Screenshots von Videos, Standbilder aus eigenen Bildchen, wenn man in Picasa beim Betrachten eines eigenen Videos auf »Schnappschuss erstellen« klickt.
···Sollte Picasas Ordner »Screen Captures« noch nicht entstanden sein, einfach bei laufendem Picasa auf Druck drücken und Picasa einen Screenshot machen lassen. Rechts wird ein Streifen eingeblendet, der Picasas diesbezügliche Aktivität anzeigt. Schnell draufklicken und Picasa zeigt einem den Screenshot. Und im Screenshot »Auf Dateiträger suchen«, und schon weiß man genau, wo Picasa Shots wirklich speichert.
···Wundern Sie sich nicht, dass meine »Eigenen Bilder« nicht auf C:\Dokumente und Einstellungen\Fritz Jörn\Eigene Bilder stehen, sondern auf D:\Bilder\Eigene Bilder. Ich habe diese Ordner auf D: verlegt, damit die Daten nicht bei den Programmen liegen. Das macht man mit “How to Change the Default Location of the My Documents Folder“ bezw. »Ändern des Standardspeicherorts für den Ordner ›Eigene Dateien‹«.

Siehe auch (englisch):
http://www.howtogeek.com/227812/how-to-stop-picasa-from-taking-unwanted-screenshots/

Permalink: http://blogabissl.blogspot.com/2012/02/picasa-davon-abhalten-screenshots-zu.html