22. Mai 2018

Animiertes GIF rückwärts laufen lassen

Rückwärtsgang für Gifs

Seit 1996 hatte ich den Spitzer verkehrt herum laufen, linksherum, wie im Bild rechts:

Seit eben läuft er richtig rechtsrum auf http://www.joern.de/tipsn0.htm.
Dank https://ezgif.com/reverse. muss man jetzt »richtigrum« drehen, wie im Bild hier links.
   Wenn Sie nach "reverse animated gif" suchen, finden Sie weitere Online-Dienste dafür.
   Meine animierten Gifs habe ich immer mit dem Microsoft-Gif-Animator gemacht, etwa von https://microsoft-gif-animator.de.uptodown.com/windows zu holen, kostenlos, nur 236 kByte und ohne Installation startbar. Das Progrämmchen ist sehr primitiv, tut’s aber. »Neueste Version« von J. Hepple ist 1.0 vom 11. März 2003.
   Es gibt auch teure Versionen. So hat sich auf https://www.gif-animator.com/ ein Gif-Maker für mindestens dreißig Euro breitgemacht. Auch https://www.easygifanimator.net/. Mit Rückwärtsgang. Wenn eine Online-Dienste nicht mag.

Permalink http://j.mp/2rZk4rb =
   http://blogabissl.blogspot.com/2018/05/animiertes-gif-ruckwarts-laufen-lassen.html




Firefox zeigt statt Favicon »Seiteninformationen«

Heute ist der 22. Mai 2018. Um die Frage, warum Firefox in der Adresszeile (URL-Zeile) oft das zugehörige Favicon nicht zeigt, ranken sich seit Jahren Fragen mit allerlei abenteuerlichen Lösungen.
   Ich habe hier auch keine Lösung, und kann den fortwährend sich updatenden Firefox, so lieb er mir geworden ist, nur verfluchen – oder durch einen wenig wichtigtuerischen und dafür korrekten Browser ersetzen. Gibt’s ja.

Zur Sache. Seit es Favicons gibt, habe ich sowas, siehe zum Beispiel meinen Artikel vom 24.5.2005 »Klein und fein – das Favicon: Die Minikone« oder http://blogabissl.blogspot.de/2006/11/meinen-favicon-hat-der-blog-jetzt.html vom November 2006.
   Und seither hat der auch funktioniert für meine Website Joern.De. Nur jüngst nicht mehr, beim Firefox. Beim Microsoft Internet Explorer uralten Angedenkens klappt’s:
Sie sehen das weiße fj auf blauem Grund vor der Webadresse meiner Homepage. Das ist mein Favicon, mein favourite icon. Im Explorer. Perfekt: So gehört es sich.

Im vermaledeiten Firefox nicht:
Da sehen Sie stattdessen ein eingekreistes i, das Ihnen beim Drüberhalten (Maus-“over” oder -“hover”) anbietet:
Und was sind das für ominöse »Seiteninformationen«, die der Firefox herausgefunden hat? Beileibe nicht das Favicon.
   Beim Klick auf das i erscheint ein Klappmenü - warten Sie, ich muss Ihnen das abfotografieren, weil sich mein Screenshotproduzent Gadwin weigert, so einen Schmarren überhaupt aufzunehmen:
Firefox warnt in Rot: »Verbindung ist nicht sicher«. Klickt man dort weiter, so wird der Unsinn vage erklärt:
Wir lesen:

Website-Sicherheit
joern.de
Verbindung ist nicht sicher
Ihre Verbindung zu dieser Website ist nicht
vertraulich. Von Ihnen übermittelte 
Informationen (wie Passwörter, Nachrichten, 
Kreditkartendaten, usw.) können von Anderen 
eingesehen werden.

Was maßt sich Firefox da an? Meine Website ist rein privat, sie bietet nichts zum Kauf an, erst recht fragt sie keine Daten des Besuchers ab, weder klammheimlich (sein Betriebssystem etwa oder den Browser) noch ausdrücklich (irgendein Login). Es ist eine bloße Informationsseite. Kein Mensch wird sich die Mühe machen, diese Seite am Weg vom Server zum Betrachter zu verfälschen – übrigens ist so ein “Man-in-the-Middle Attack” meines Wissens nur sehr aufwändig zu machen.
   Warum sollte wer meinen Datenverkehr mit einer öffentlichen, offenen Website (hauptsächlich von 1996) abfangen und mitlesen, wenn er sie doch direkt ansteuern kann? So sexy ist meine verstaubte Site denn auch nicht …
   Als »Weitere Informationen« bietet Firefox an:
Diese »Seiteninformation« ist teilweise richtig, teilweise falsch:
   Theoretisch richtig ist, dass »Informationen, die ohne Verschlüsselung über das Internet gesendet werden, während der Übertragung von anderen Personen angesehen werden.« Wie gesagt: theoretisch.
   Falsch ist leider, dass ich kein Cookie bei Ihnen speichere. Lesen Sie dazu die Fußnote auf www.Joern.De.
   Dummer Firefox!

Link hierher: http://j.mp/2x1CAUS =
https://blogabissl.blogspot.com/2018/05/firefox-zeigt-statt-favicon.html

16. Mai 2018

Weltseele

»Die seltsame Wiederkehr der Weltseele« überschreibt heute die NZZ ihren ersten Artikel zu »Forschung und Technik« – wobei man da schon ewig dankbar ist, dass die NZZ noch von »Technik« spricht und nicht immer nur von pompöser »Technologie« …
   Abgebildet wird eine Geistermantis, perfekt angepasst an welkende Blätter (unten):

Das Bild stammt von einer Bildagentur (Mauritius). Die Wikipedia zeigt weitere. Hier zwei Mantis und fünfzig Cent:
Die Erklärung der Evolution nur »aus Darwin« und seinem Entwicklungsprinzig »Survival of the Fittest« (Herbert Spencer) geht einem wider den Geist. Man kann sich unmöglich vorstellen, dass zufällige Mutationen – noch dazu bei geschlechtlicher Fortpflanzung – zu einem so angepassten Wesen führen. Also muss ein »Weltgeist« her, ein wie auch immer gearteter Gott, der sich die Mantis ausgedacht hat.
   Keine Konstruktion ohne Konstrukteur.
   »Warum hat die Natur das so gemacht?«, fragen wir, und schon ist sie mehr als ein ultimativer Schiedsrichter von Erfolg und Misserfolg, Natur wird sinnerfüllt gesehen, planend, vorausplanend.
   Das ist Natur aber nicht. Wie ein Richter im Eiskunstlauf urteilt sie nachher.
   Die Lösung ist die fast unendliche Zeit, die sich Evolution nimmt. Zeiträume wie ein paar Millionen Jahre kann sich keiner vorstellen, in unserer schnelllebigen Moderne erst recht nicht. Der Mensch lebte schon zur Eiszeit, als die Themse noch in den Rhein floss. Unglaublich, unvorstellbar. Und erst die Zeiten davor …
   Unvorstellbares kann man nur wissen, vielleicht für sich selbst durch einen Glauben bebildern. Pseudowissenschaftlich befüllen sollte man Unvorstellbares nicht. Das gilt ähnlich für Lichtgeschwindigkeit, für die Leere im Raum, im Kosmos und in Atomaren. Science Fiction und das Umherbeamen von Leuten in Hosenanzügen hält ja auch keiner für wissenschaftlich korrekt, ganz zu schweigen von Warp-Geschwindigkeiten.

Links
• NZZ Forschung und Technik, 16. Mai 2018, Die seltsame Wiederkehr der Weltseele
  http://bit.ly/2IpLj4m =
  https://www.nzz.ch/wissenschaft/die-seltsame-wiederkehr-der-weltseele-ld.1379451
• Derselbe Artikel im Brightsblog (»de omnibus dubitandum«) http://j.mp/2k1ycvK =
  https://brightsblog.wordpress.com/2018/05/10/panpsychismus-die-seltsame-wiederkehr-der-weltseele/
• Die Geistermantis in der Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Geistermantis
• Platos »Weltseele« in der Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Weltseele
• Das »Pneuma« https://de.wikipedia.org/wiki/Pneuma
• »Äther« erfüllte bis Mitte des 19. Jahrhunderts den Raum
  https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84ther_(Physik)
• Die Themse, die in den Rhein fließt, Bild in meinem Blog
  http://blogabissl.blogspot.de/2017/11/klimagipfel-als-massenhysterie.html
• Die Lichtgeschwindigkeit im europäischen Stromverbund, mein Blog
  http://j.mp/2G7TQqW =
  https://blogabissl.blogspot.com/2018/02/stromausgleich-im-netz.html
• Warp: https://de.wikipedia.org/wiki/Star-Trek-Technologie#Geschwindigkeitsskala
• Über die Leere im Raum http://www.joern.de/Leere.htm

Permalink hierher  http://j.mp/2IHS1Gi =
  https://blogabissl.blogspot.com/2018/05/weltseele.html

5. Mai 2018

Ich trinke Jägermeister, weil …

Hier trinkt Uschi Glas Jägermeister, weil »er ein Schätzchen ist.« – Nett, aber nicht sehr originell; macht nichts.

Dreizehn Jahre lang lief die Werbekampagne für Jägermeister, von 1973 bis 1986, gezeigt wurden 3163 unterschiedliche Anzeigen.
   Hier in typischer Werbeagentur-Diktion die Story dazu:

http://de.sz-iam.com/ich-auch/ – bitte ansehen!

   Was anderes.
»Morris«, der Zeichner, oder eher Bob de Groot, der Texter, genaugenommen die Übersetzerin Gudrun Penndorf des  Lucky-Luke-Bands 33, »Der einarmige Bandit«,aus dem Jahr 1982 zitiert links unten auf Seite 18 den Jägermeister-Slogan:

»Wir trinken HUNTER-MASTER, weil …«, erklärt Emma und lehnt den traditionellen Kamillentee ab. HUNTER-MASTER ist die wörtliche Übersetzung Jägermeister.
   Dabei hieß es normalerweise ganz persönlich: »Ich trinke … «.
   Eine der seltenen Wir-Anzeigen war die mit den Les-Humphries-Singers; zugleich doppelseitig, auch eher selten:
etwas beschnitten
»Wir, die Les Humphries Singers, trinken Jägermeister, weil er in unserem Gesangverein Ehrenmitglied ist. Jägermeister, einer für alle.«
   Hier noch eine doppelseitige Jägermeister-Anzeige:
 »Ich trinke Jägermeister, weil ihn mir meine Frau eingepackt hat, statt des Fallschirms.«

Links:

Permalink hierher: http://j.mp/2jwnrBh
   http://blogabissl.blogspot.com/2018/05/ich-trinke-jagermeister-weil.html

Gudrun Penndorf
   https://de.wikipedia.org/wiki/Gudrun_Penndorf 
Der Spielautomat, um den es geht, der »einarmige Bandit«
   https://de.wikipedia.org/wiki/Black_Cat_(Spielautomat) 
   englisch: http://www.rickcrandall.net/the-caille-silver-cup-a-break-from-the-3-reelers/

3. Mai 2018

Silbentrennung in Blogger

Hyphenation in Blogger Blogs

Hier am Beispiel https://blogabissl.blogspot.de/, Vorlage »einfach« –
example this blog here, templet “simple”.

Der Trick:

Add {hyphens: auto;} to HTML templet within the header.

Go to »Design«, klick »HTML bearbeiten« (“modify HTML” or so) lower right, rechts unten:


You’ll get to see al lot of HTML. – Es zeigt sich ’ne Menge HTML-Kode.

Click the arrow(s) ►to expand the listing to see the suppressed lines.
Mit dem ► die nicht gezeigten Kodezeilen einblenden. Noch mehr Kode.

{ hyphens: auto; } added as line 173

Im »Body« {hyphens: auto;} einfügen. – Add {hyphens: auto;} to the blog’s HTML “body”.
Speichern, fertig. Store and be happy.
   Your blogs will be hy-phe-na-ted! Old postings too.
Ab jetzt werden in Ihrem Blog – auch in alten Einträgen – die Einträge sil-ben-ge-trennt.

(Beware if you change language in your blog. It might show. lang=de must then be changed to lang=it or whatever. Don’t do that globally in the template. When I find out how, I’ll let you know here.)

Die »intelligenten« Smartphones, die Silbentrennung am meisten nötig hätten, können’s (noch) nicht.
The clever Smartphones, needing hyphenation most of all, don’t do it (yet).

Permalink http://j.mp/2HPqqPR =
 http://blogabissl.blogspot.de/2018/05/silbentrennung-in-blogger.html

2. Mai 2018

Im Signet keine Firmenlogos!

Ein Signet, das ist hier die Standardunterschrift unter E-Mails.

1. Mobile Mailaktivisten kümmern sich viel zu wenig darum.
   »Von meinem Samsung-Super-duper-Schmatphon versandt«

Beispiel 1
 …





– das interessiert den Empfänger weniger, und ist bloß Reklame!
   Ich bitte sehr, sich einmal die Mühe zu machen, und ein aussagekräftiges Signet einzugeben, damit man wenigstens gleich weiß, von wem die Mail ist, und wie man sie oder ihn zum Beispiel zurückruft – denn oft ist es eilig.
   »Mobil versandt.«, maximal, muss reichen als Ausrede für Tippfehler und Kürze.

2. Unternehmen und Leute, die Zeit haben, setzen als Signet oft ein Firmenlogo ein, das Mail-technisch gesehen ein Bild ist. Der Empfänger bekommt im besten Fall das Bild mitgeschickt und dreht es dann mit seiner Mail auf seiner Festplatte im Kreis herum.

Beispiel 2
In den meisten Fällen geht der Absender aber davon aus, dass sich das empfangende Mailprogramm die Bilder schon aus dem Internet holen wird. Gute Empfängersoftware tut das aber nicht, schon aus Angst, sich einen Virus einzufangen. Das sieht dann etwa so aus:

Beispiel 3
Oft werden Bildchen in den Anhang der Mail gehängt. Dann erscheint das beispielsweise so:

Beispiel 4
Öffnet der Empfänger Anlage 1 »image001.jpg (18 KB)«, so bekommt der ganz klein das Firmelogo des Absenders zu sehen. Mist! Öffnet er Anlage 2 »image002.png (25 kB)«, so wieder (in dem Fall). Nochmal Mist! Erst Anlage 3 »rfi - circular pro… « war wirklich für ihn gedacht.

Warum ich das schreibe? Weil ich vorhin eine dieser unnützen Anlagen nicht einmal öffnen konnte:
»Die Datei "image001.jpg" kann nicht erstellt werden. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Ordner, in dem Sie die Datei erstellen möchten, und klicken Sie dann auf „Eigenschaften“, um Ihre Berechtigung für den Ordner zu überprüfen.« Dann ist bei Ihnen, dem Empfänger, der »temporäre« Speicher für Mailanhänge voll. Abhilfe hier (https://itler.net/dateianhange-tif-jpeg-jpg-oa-lassen-sich-unter-outlook-nicht-mehr-direkt-offnen/#comment-27045).


Auch sowas nervt! Werbung sollte sich dem Umworbenen anpassen – mindestens seit dem Facebook-»Skandal«. 


Bitte also keine Spielereien mit Signets unter Mails.

Ihr
 Fritz Jörn              Fritz@Joern.De
mobil +49 171 3322017, fest 0228 211035
www.Joern.De   (www.Joern.De/Joern.vcf)
Friedrichstr. 29, D-53111 Bonn am Rhein

–  Schon die Adressdatei »Joern.vcf« ist für die Katz!

Permalink zum Weitergeben:http://j.mp/2rfPsRI =
   https://blogabissl.blogspot.com/2018/05/im-signet-keine-firmenlogos.html

28. April 2018

Google-Fotos Google Photos

Erfahrungen mit Google-Fotos (für mich9.

Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Google_Fotos#Funktionen

Es können unbegrenzt viele Fotos bis zur Auflösung von 16 Megapixeln und unbegrenzt viele Videos bis zur Full-HD-Auflösung gespeichert werden,[6] allerdings verlustbehaftet durch Bildkompression.

Die bei Google Play und in Apples App Store verfügbare kostenfreie App Fotoscanner von Google Fotos (engl. PhotoScan), ermöglicht per Smartphone-Kamera analoge Fotos in einer Weise zu digitalisieren, die durch Perspektivkorrektur und automatische Randerkennung dem Scanner nahe kommt: http://www.foto-digitalisieren.de/google-fotoscanner-app/

Aufruf: https://www.google.com/photos

https://photos.google.com/?hl=de bringt die eigenen Bilder, sogern man bei Google eingeloggt ist, z.B. über Gmail.

Foto-App: https://photos.google.com/login

FAQs von Google zu Photos: https://support.google.com/photos#topic=6128818 (deutsch).
   Sieht so aus:
Wenn Sie die Google Fotos App öffnen, sehen Sie alle Fotos und Videos auf Ihrem Gerät. Wenn Sie "Sichern und synchronisieren" aktiviert haben, sehen Sie außerdem alle Inhalte, die mit Ihrer Google Fotos-Galerie synchronisiert wurden.

Die Suche ist sehr gut. 

Es gibt zwei Möglichkeiten, wie Sie Ihr Smartphone, Ihre Kamera oder Ihre Speicherkarte auf Ihrem Computer sichern können: Backup & Sync installieren, Fotos aus dem Browser hochladen.

Ende März 2018: Der Support für die Desktop-Uploader-App (Google Fotos-Sicherung) wird bald eingestellt. Verwenden Sie Google Backup & Sync, um Fotos und Videos von Ihrem Mac oder Windows-Computer zu sichern.

(Die Pop-Up Dialoge erscheinen nicht als Programme über Alt-Tab, sondern nur zusammen mit einem Neuanklicken eines Programms, bei mir mit Outlook. ?)

Installiere Backup¬Sync.
Wähle erst einmal nur die Foto-Sicherung.

Wähle erst einmal nur den lokalen Ordner Bilder, klicke alles andere weg. Später vielleicht mehr.
 


Bald einmal wird auf Teufel-komm-Raus hochgeladen, bei mir mit ≈10 Mbit/s (“mbps”).

  




NB. Der Link von Picasa wie früher geht immer noch nicht:
»Albumliste konnte nicht hochgeladen werden.«

Links: https://www.theverge.com/2017/6/9/15762170/google-photos-how-to-master





Sommerzeit oder Demokratie

Ein Aufschrei

Frühling aus der Wikipedia
Zufällig merke ich, dass die Heizung im Keller zwar »Sommer« anzeigt, die Uhr aber nach wie vor auf »Winterzeit« läuft. Die Umschaltung von Winter auf Sommer geschieht automatisch, die Umstellung zwischen Winter- und Sommerzeit aber nicht. Die Heizung ist neu.

Diese gottverdammte Zeitumstellung. Seit Menschengedenken haben wir das. Keiner will es, keiner wollte es, es bringt nur Ärger. Seit 1980 haben wir die Umstellerei in den beiden Deutschländern, wobei schon die Entstehungsgeschichte der Sommerzeit eine Zangengeburt war, was ein Seitenblick auf die Wikipedia zeigt. Mittendrin wieder einmal die EU. Neuerdings hat die darüber diskutiert, kam aber zu keinem Ergebnis, sie »überprüft«. Ab in unseren Keller, kann ich da nur fluchen.

Wie wäre es mit Demokratie? 

Die auf ewig festgesetzte Umstellerei »dient dem Binnenmarkt«. Dass ich nicht lache: Was dem alles dient, angefangen von unterschiedlichen Mehrwertsteuersätzen. Filz, Filz, Filz. Wenn wir nicht einmal die Zeitumstellerei wegbekommen, demokratisch. Mir ist egal, ob dann dauernd Sommer- oder Winterzeit »herrscht«, aber dieses unfähige herrschsüchtige Brüssel sollte man mal beim Hosenboden hochheben und auf den Boden der Wirklichkeit dotzen. 

Unsere »parlamentarische Diktatur« ist mangels »Direktheit« zur »Diktatur der Politikerklasse« geworden, die dem »mündigen Bürger« nicht einmal die Entscheidung über die Zeit zutraut. Wir sind ja so blöd! Und wundern uns dann … 

Danke fürs Zuhören. 
Hier kommen Sie hierher zurück: http://j.mp/2r3ysOO 
 https://blogabissl.blogspot.com/2018/04/sommerzeit-oder-demokratie.html

Wilhelm Waßmuß

Leutnant Wilhelm Waßmuß 1909 in Berlin (Foto ?)
 Wilhelm Waßmuß, oft Wassmuss geschrieben, war im Ersten Weltkrieg deutscher Diplomat in Buschir am Persischen Golf.
   Am spannendsten liest man antiquarisch Dagobert von Mikusch: Waßmuß, der deutsche Lawrence. Das kann ich sehr empfehlen, man sollte allerdings Fraktur lesen können. Rechts ein Auszug.
   Mich rühren sein bewegtes Schicksal, seine Treue zu Stämmen und Zusagen, seine landwirtschaftlichen Utopien.
   Er starb veramt.


Wikipedia-Eintrag  https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Wassmuss

Bücher über Wilhelm Waßmuß
• Christopher [Simon] Sykes: Wassmuss „The German Lawrence“. Longmans, Green and Co., New York 1936, ASIN: B00085POK8
Peter Hopkirk, On Secret Service East of Constantinople: The Plot to Bring Down the British Empire (London: John Murray, 2006)
Fascinating insights are also provided by Pierre Oberling, The Qashqā'i Nomads of Fars (The Hague, 1974), 127–147. 

Dagobert von Mikusch: Waßmuß, der deutsche Lawrence. Auf Grund der Tagebücher und Aufzeichnungen des verstorbenen Konsuls, deutscher und englischer Quellen und des unter gleichem Titel erschienenen Buches von Christopher Sykes. Paul List Verlag, Leipzig 1937. – Gebraucht gibt es das Buch für fünf Euro …
   Mich beeindruckte, ja rührte sein intensives Schicksal, seine Treue zu Versprechungen und seine gesellschaftlichen Utopien. Er starb verarmt. 

Eine ausführliche englische Beschreibung im Netz auf http://ww1blog.osborneink.com/?p=10058 mit historischen Landkarten.

Eine Episode: Waßmuß muß 1915 auf der Flucht seine Bücher zurücklassen. Ein Kodebuch zum Entschlüsslen deutscher Depeschen fällt den Engländern in die Hände: http://j.mp/2r684nk. (Aus “Intelligence and Imperial Defence … ” von Richard James Popplewell). 

Permalink http://j.mp/2r3M2l4
 https://blogabissl.blogspot.com/2018/04/wilhelm-wamu.html

26. April 2018

LTB

– der langweiligste Titel, den man sich vorstellen kann! – Oder?


Laut Wikipedia – die damals noch nicht geboren war – gibt es Lustige Taschenbücher seit 1967. Seit 1951 gab es als Vorläufer die deutsche Miky Maus. Und ich lese Topolino, das italienische Original, das es schon 1932 gab, seit dessen Formatwechsel und Relaunch 1949.
   In der deutschen Wikipedia ist Topolinos Geschichte nur kurz angedeutet, in Italien weiß man noch, dass nach dem Krieg das Format zwecks rentablerer Nutzung der für den Reader’s Digest beziehungsweise die Selezione frisch gekauften deutschen Vömag-Druckmaschine gewählt wurde. Doch genug Historie.
   Bei »meinem« Comic-Laden in der Oxforstraße habe ich mir jüngst Heft 72 von 1980 aus dem Ramsch geklaubt (nicht geklaut, gell!), ich meine für ein, zwei Euro. Teuer, aber die Sache wert!
   Damals war noch die legendäre Frau Dr. Erika Fuchs (1906 – 2005), Johanna Theodolinde Erika Fuchs aus Hinterpommern, der »Chefredakteur«, die Welt politisch inkorrekt. Auch sie war über den Reader’s Digest zum Übersetzen gekommen.
   Das Heft kostete damals DM 5,60, rund € 2,80, immer schon ein stolzer Preis. Heute kostet ein LTB € 6,50; Inflation 3%, siehe Zinseszinsrechnung unten.
   Die sechs Geschichten, in denen es dabei um »viel Lärm um Donald« geht, sind ordentlich ne eine Rahmengeschichte eingespannt, die Zeichnungen emotional übertrieben, wie das eine Zeit lang Stil war. Noch mehr exzessive Emotionen hat dann aber wohl nicht noch mehr Auflage gebracht, in dieser Zeit sanfter Erzeihung … Bei Neuauflagen sind wohl manche Szenen sogar entschärft worden, siehe auch Kater Karlos Gesundung unten. Heft 72 wurde schon zwei Jahre später, 1982, nachgedruckt (Impressum). Wie der Topolino wurde dieses LTM in Italien gedruckt. Heute werden die LTBs in Thüringen gedruckt, meint die Wikipedia.
Beginn der Rahmengeschichte.
Der aus Wut hochspringende Dagobert ist typisch für die »Ganzkörper-Emotionalität«.
   Das alte Heft ist nur halb farbig. Es wech­seln sich bunte und schwarzweiße Seiten ab, immer zwei in Far­be und zwei schwarz­weiß. Die Schrift in den Blasen ist groß-kleine Druckschrift, was der Lauflänge des Deut­schen geschuldet ist und gut lesbar. Die Italiener lettern Comic-stilgerecht groß­buch­sta­big von Hand.
   Schade, dass die Autoren und Über­set­zer nicht angegeben sind wie teilweise heute.
   Besonders gut gefiel mir die letzte Ge­schich­te: die (oder der) Zerrspiegel. Auf wundersame Weise verzerren sie nicht nur, sie machen schöner, selbst schlechtsitzende Anzüge der »Herr­en­kon­fek­tion Donald Duck«. Die phan­tas­ti­schen Auswirkungen sind spannend – für Donald und uns.
   Übrigens wird, wie immer im deutschen LTB, für $ – Dollar, der Inbegriff des Ka­pi­ta­lis­mus – nur ein T gesetzt. Das steht für Taler, eine eher gemütliche Bezeichnung aus der Gegend um Karlsbad, von Jáchymov, 1930 noch 7216 Einwohner, davon 445 (6 %) Tschechen.
»Zerrspiegel«, Seite 218: »Wo steckt er, dieser Lüderjahn?« – ein weiteres Beispiel für »Ganzkörper-Emotionalität«

Ein »Lüderjahn« kommt übrigens im heutigen Online-Duden nicht (mehr) vor, nur ein Luderjan. Für diesen Lumpen sollte man etwa im Schlesischen Wörterbuch suchen. Ein Luderian, Luderjan, Luderjahn, Lüderjan oder Lüderjahn war ein Taugenichts. Die Wikipedia weiß noch, dass der Preußische König Friedrich Wilhelm II (1744 – 1797) volkstümlich »der dicke Lüderjahn« genannt wurde. Frau Dr. Fuchs muss mit dem wohl eher im Norden Deutschlands gängigen Ausdruck vertraut gewesen sein, wir heute erraten’s aus unserem »passiven Wortschatz«. Grimm kannte ludericht, luderhaft

Miky-Maus-bezügliche Geschichten:
• Die Geschichte mit der Druckmaschine ausführlich:
  http://blogabissl.blogspot.de/2018/04/terry-moore-strangers-in-paradise.html
• Wie Dagobert Duck das Bild des Reichtums prägt:
  http://blogabissl.blogspot.com/2008/03/reichtum.html
• Zinseszinsrechnung für Gymnasiasten und Interessierte
  http://blogabissl.blogspot.com/2016/05/zinseszinsrechnung.html
• Kater Karlo und sein Holzbein: 
  http://blogabissl.blogspot.de/2017/08/gambadilegno.html

Dieser Blog http://j.mp/2JrYced =
  https://blogabissl.blogspot.com/2018/04/ltb.html





LTB im Netz
auf

 https://www.lustiges-taschenbuch.de/












Auf den Stil moderner Storys will ich nicht eingehen. Dazu bin ich wohl zu alt. Mir erscheinen sie überzogen, überzeichnet, überladen, inhaltlich obstrus und zeichnerisch unharmonisch bis hin zu rechteckigen Augen, die sich wohl von Bildschirmen inspirieren ließen. Entartet – um’s ganz bös zu sagen. Aber bitte: Man soll alles aus seiner Zeit beurteilen; und die heutige ist da nicht die meine …
LTB 506 Seiten 120, 121, »Die Eine-Million-Taler-Münze« von Sio (Story) und Stefano Intini (Zeichnungen), “Created 2016”

• In »Mathematik macht müde« (Story IP-3137-4 Seite 148) antwortet Daniel Düsentrieb auf eine besorgte Nachfrage Dagoberts: »Kein Fußbruch!« statt »Kein Beinbruch!«. Das Sprichwort »Hals- und Beinbruch!« findet Google 167'000-mal, mit »Fuß« statt »Bein« weltweit nur 82-mal, »Fußbruch« 33'300-mal, »Beinbruch« 684'000-mal.

• »Im Landknasthof« (Story IP-3102-5, Story GajaArrighini, Zeichnungen Emilio Urbano, created 2015) ist auf Seite 248 Großmutters Auto aber ganz falsch! Die Dame war ihrer Zeit voraus und fuhr ein Elektromobil: kein Vroomm und vor allem kein Abgas.
Omas Auto (Zeichnung von HB)













Sie fuhr ein “New Light Baker Electric Coupe” von 1912. (Bild aus der Wikipedia).









• Ganz und garnicht geht – korrekt politisch und ein wenig post-68 gesehen –, eine ganzseitige Reklame am Ende auf Seite 256 für Kriegsspielzeug: