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18. Juli 2017

Starthilfe, Ladekabel, Plus zuerst


Warum sollte man das rote Pluskabel zuerst verbinden? – Das habe ich mich immer gefragt, zumal es auch andersherum gut geht.
   Von den Fachleuten bekommt man zwei Antworten:
1. Zur Sicherheit. Hat man Minus (die Masse) schon verbunden, und vertut sich dann mit dem Plus, kommt also versehentlich mit dem Plus-Kabel im bereits über Minus angeschlossenen Fahrzeug an die Masse, gibt es Kurz­schluss und das Kabel schmilzt durch, vielleicht der Schraubenschlüssel, mit dem man gerade fummelt, oder die Batterie des Spenderfahrzeugs explodiert – alles nicht so wünschenswert. 
   Hat man jedoch erst Plus (rot) verbunden, so kann man mit dem schwarzen Kabel (Minus) praktisch nirgends mehr Schaden anrichten.
2. Zum Schutz der Elektronik. Wenn zuletzt erst das rote Plus verbunden wird, so schlägt der mögliche Funke direkt in die geringe Masse der Bord­elektronik ein und kann die zerstören. Dieser Grund klingt gut, leuchtet mir aber nicht ganz ein.
   Mehr dazu z. B. auf https://www.motor-talk.de/forum/wieso-plus-zuerst-beim-ueberbruecken-t4651004.html?page=6.

Hier ist mein Pluspol noch unter einem Deckel geschützt.
Die beiden Pole, Messingröhrchen zum Anklemmen,
unten Masse (minus) und oben Plus,
warten hier nur mehr auf die Kabel.

Mein Wagen hat die Batterie unter dem Hintersitz. Zur Start­hilfe sind unter der Motor­haube extra Ansatzpunkte an­ge­bracht, der Pluspol schön in einer Plastikschachtel isoliert, der Minuspol nicht weit weg am Chassis. Das ist ideal, zumal immer wieder empfohlen wird, Minus nicht direkt an der Batterie, sondern abseits an­zu­schlie­ßen. Es könnte ja Knallgas in der Bat­te­rie sein, das der Funke dann entzünden könnte.
   Jedenfalls ist beim Überbrücken große Vorsicht geboten. Immer nur einen an die Kabel lassen, die anderen: zurücktreten. Ich habe einmal bei der Starthilfe nachts im Regen Plus mit Minus ver­tauscht. Die Batterie explodierte mir ins Gesicht, und ich war froh, eine Brille getragen zu haben. Unvergessen!

   Kleiner Tipp: Legen Sie sich die Kabel unter den Sitz, jedenfalls nicht in den Kofferraum. Den bekommen Sie mit toter Batterie von außen oft nur umständlich auf. Und schreiben Sie sich für alle Fälle den Autoradiokode wo auf.
   Am besten: Kaufen Sie sich ein Auto mit Gangschaltung und lassen Sie viele starke Freunde mitfahren, dann geht’s auch mit Anschieben.

Link hierher:
https://blogabissl.blogspot.com/2017/07/starthilfe-ladekabel-plus-zuerst.html

14. November 2013

Handy-USB-Ladekabel fixen

How to fix a USB cable to work as battery charging cable. 
Short the data wires, and disconnect them from the power source. 

Es ist wie verhext. Da schließt man ein USB-Ladekabel mit passendem Micro-B-USB-Stecker ans Handy an, auf der anderen Seite ein Ladegerät, und dann erscheint:
»Ladegerät nicht unterstützt«. Das liegt am Kabel, nicht am Gerät (Handy, Smartphone, sonstwas), auch nicht am Ladegerät. Das Kabel ist ein Kabel, das – wie USB meist – sowohl für Datentransfer als auch zum Laden taugt. Am Kabel muss man fummeln, dann geht’s!
Ladekabel
»USB-A-Stecker an Micro-B-Stecker«
Angeschnitzes Kabel
Die Bilder sind alle klickbar!
Als erstes schnitzt man das Kabel ein paar Zentimerter lang auf, wie hier rechts oben. Unter der Isolierung ist ein feines Drahtnetz und etwas Stanniolpapier, als Abschirmung. Da ist es nicht tragisch, wenn man diese Schirmung verletzt. Die Abschirmung braucht’s nur für den Datenverehr. Die Kabel darunter sind um so besser geschützt.

Kabelinnenleben
Ganz innen verlaufen vier Leitungen













Die vier Leitungen unter der Abschirmung sind (siehe auch hier):
    rot – Pluspol (+ 5 V)                     (Pin 1)
    schwarz – Minuspol bezw. Masse  (Pin 4)
    grün – Daten plus                          (Pin 3) 
    weiß – Daten minus                       (Pin 2)
Für das Laden sind Plus und Minus wichtig, rot und schwarz. Diese Leitungen lassen wir in Ruhe.
   Dafür verbinden wir die Datenleitungen, grün und weiß, löten sie zusammen.
rot, schwarz, weiß bezw. gelb, grün
Datenleitungen (grün und weß) abisolieren und verbinden













Isolierung abschaben oder Kabel
durchschneiden und abisolieren.
Sie müssen nicht rundrum blank sein.
Sind die Datenkabel elektrisch verbunden,
braucht man sie nur noch
auf der Großen-Stecker-Seite abzuknipsen.
Was ich jetzt mal ungern zeige, sind meine Lötkünste …
   Zum Schluss empfiehlt sich noch, die Datenleitungen Richtung Netzgerät zu kappen, auf der Seite mit dem großen USB-Stecker. Zumindest mein Nokia besteht darauf.
   Zusammenkleben, fertig. Notfalls geht das auch unterwegs. Sind die Datenleitungen mit der Abschirmung elektrisch verbunden, meint das Handy, es müsse vielleicht doch fragen, ob man Daten übertragen will. Macht auch nichts. Ich versuche trotzdem, die Datenleitungsverbindungslötstelle abzuisolieren.
   (Übrigens: Die zarten Datenleitungen muss man vor dem Löten nicht ganz freilegen, die Isolierung kokelt schon weg, wenn man mit Zinn dran rümlötet.)

Link zu diesem Tipp: http://blogabissl.blogspot.com/2013/11/handy-usb-ladekabel-fixen.html

Die Bastelei auf eigene Gefahr. Auch ob das mit jedem Gerät so geht, weiß ich nicht. Im Zweifel bitte melden bei Fritz@Joern.De.

Lit.:
Wikipedia: Ende des Abschnitts Stecker
Sept. 2013 Apple-“Lightning”-Adapter und hier
12. 6.2012 Strom fließt an den Daten vorbei. Laden unterwegs (II): USB – Standard mit Hindernissen
27. 4. 2011 Ladegeräte für die Reise
21. 6. 2011 FAZ-Net – Fünf Volt wird Standard: Laden ohne Originalgerät
 
Gerüchteweise wollen Apple Iphone, Philips u. a. 71 kΩ bezw. 51 kΩ von Datenleitung (Pol 4) gg. Masse (Pol 5, minus) oder ? 2 × 49 kΩ. – Samsung Philips, Creative ähnlich: beide Datenleitungen jeweils 15 kΩ gegen Masse – Garmin Navis auch wieder anders: Minuspol der Datenleitung 18 kΩ gegen Masse.


















(Weitere Dateien bei mir: Reiseladegerät.doc, Netzgeräte.doc, Batterielader.doc)










Permalink hierher: http://blogabissl.blogspot.com/2013/11/handy-usb-ladekabel-fixen.html