23. März 2026

‹Living in the Third Reich› by Patrick Labriola – a non-review

What happened to the Germans? They made Holocaust – and then what. There is a grand silence, business as usual, so noboby can understand, and rarely someone asks, what made them so bad, once upon a time? Well, even the word Holocaust was coined only in the eighties of the last century, i.e. much later. Other atrocities were frequent too, by simple, normal, christian people. Aside from the question, if the holocaust was unique – every single death and violence is unique, at least to the involved – how can we really understand each other? In stress? Remote killings? Can we see past history? By heart, not just by locations and dates. How can we imagine our fathers and mothers with their life experiences?
   Dr. Labriola’s book is not about family life as the picture with one of the interviewed suggests. It contains remembrances of singular, very personal events in the second world war and shortly after, many of them traumatic, short confessions, spoken into the microphone of an empathic american translator, who works and lives in Germany since years.
   You will be shocked by this book. Like normal US citicens today may be shocked by Trump, whom they brought to power, and have no way to stop him murdering seafarers he thinks might carry drugs. "Living in the Third Reich" does not report on standards of living, of recovery time post depression, of politics or of hunger years even after 1945 with deep winters in the ruins and food stamps for all. It’s not a book by an historian. The short personal storys hurt directly in the heart. They open wounds to see, not commented, uninterrupted, just translated literally to english. This might even be a gruel blueprint for today’s "great wars", seen from the human side.
   Most tales are very short. The horror comes peacemeal. This makes Labriola’s collection easy to pause reading, to ponder each case. But this book, this diligently assembled compendium should definitely not be missed by all who want to get a feeling of war and post-war, of the forever "homo homini lupus" (BC from Plautus in Asinaria, a comedy!).

264 Seiten knapp 25 € – kommt aus England – ISBN 978-1-0361-2462-5

More at https://www.lehmanns.de/shop/geisteswissenschaften/75972409-9781036124625-living-in-the-third-reich  

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17. Februar 2026

Der alte Mann und seine erste Liebe

ENTWURF Die Wichtigste ist hier die Berichterstatterin, seine jüngste Tochter. Die wollte es wissen, wie’s damals war beim Papa. In Urzeiten, wo man Uhren noch täglich aufziehen musste, wenn man überhaupt eine hatte. Und Nachrichten waren Briefe, handgeschrieben mit Füller oder »Rapido«, einem Röhrchenschreiber; oft seitenlang. Etwas schneller waren kleingefaltete, braune Depeschen (Telegramme) mit innen aufgeklebten weißen Textzeilen. Die aber waren teuer und also rar, genutzt meist nur bei Todesfällen.
   Hier also das intime Gespräch Anfang 2026 zwischen meiner Tochter und mir*):


Die Protagonisten. Bild Bernd Gasser

Das Buch, das erwähnt wird, finden Sie auf
https://www.dropbox.com/t/iOhFPb6QPb5rbU7K

Permalink hierher
   https://blogabissl.blogspot.com/2026/02/der-alte-mann-und-seine-erste-liebe.html

*) Technisch ist das ein jpg-Bild (Screenshot 9,95 kB) wie darunter
    hinterlegt mit einer mp3-Tondatei (62,8 MB, dem Interview)
     Zusammen wird das ein mp4-Filmchen,
    dank dem scheint’s kostenlosen https://www.oneimagevideo.com/de/

   Das Anschi-Buch muss ich nochmal wo besser hinstellen, liege aber mit den neuen FTPs im Clinch, alles verschlüsselt auf teufelkommraus, da komme ich dann selbst nicht mehr dran …

 

15. Januar 2026

Sprachliches: storm ≠ Sturm

Ein Sprachtipp

Was die Amerikaner einfach einen storm nennen, das kann wie bei uns starker Wind sein, also echt ein Sturm. Ein storm ist in Amerika aber auch ein besonders starkes Unwetter, vom Scheesturm bis zum Wirbelwind (Bild aus der Wikipedia) oder Taifun. Sintflutartiger Regen ist auch ein storm.
  
Aus Bequemlichkeit wird inzwischen der storm ins Deutsche mit Sturm übersetzt. Das geht. Die deutsch hören oder lesen, die werden sich schon dran gewöhnen. Weiß man doch meist, sieht und erlebt man, worum’s geht. Aber elegant ist es nicht.
   Hier ein paar Alternativen. KI schlägt mir als Synonyme vor:


 

 

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5. Januar 2026

Nulleins, nullzwei, nulldrei – Digitalisierung durch Nullen


Kalenderblatt
Provencalische Haselnuss
1835 gezeichnet von Poiteau
gestochen von Bouquel
Preußischer Kulturbesitz

Nichtlesbare Schriften mehren sich. Ungefähr 2010 muss es gewesen sein, also vielleicht künftig 002010, dass Datungsangaben mit führenden Nullen ausgestattet wurden. Näheres sagt uns dazu zum Beispiel https://www.datumsformat.de/ . Was sag’ ich »sagt«? Das kann eigentlich keiner sagen, das mit einer Null vornedran. Nur schreiben, tippen, sozial vermedien.

   Ich meine, was geschrieben steht, vor allem in Büchern und Broschüren, das muss man auch lesen können, und zwar laut, mündlich, akustisch! Vorlesen. Wenn Sie zum Beispiel am Smartphone einen Termin absprechen, sprechen sie dann heute vom Nullfünften Nullersten? Nullzweiuhr nachmittages? Oder gar minutengenau von nullzweiuhr nullfünf? Sind wir schon alle innere Excel-Tabellen geworden? Haben wir uns schon digitalisiert? Unsere Gehirnwindungen in Kästchen gepresst?
   So ähnlich geht’s ja auch mit Gendern. Da stoppt das Sternchen oder ein Doppelpunkt, der eigentlich für Aufzählungen vorgesehen ist, unseren Lesefluss – und reicht doch nicht zum Atemholen wie sonst ein Doppelpunkt. Sport:ler, wie soll man das lesen? Sport ler? Ja, dann würde ich vorschlagen, das dann auch so zu setzen. Vermutlich sind die sprachlich-sportlichen Gend:er aber schon zur und zum Sportenden fortgerannt.

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PS. Jetzt schickt mir die Volksbank schon einen