20. September 2016

Das Geschäft mit der Hilfe

Ich will niemandem zu nahe treten, besonders Nächstenliebenden nicht.
   Trotzdem habe ich den Verdacht, dass humantiäre Hilfe ein großes Geschäft ist.
Hier das weltgrößte Flüchtlingslager Daadab in Kenia, aus dem Weltall gesehen. 
   Die drei grossen, hellen Flächen sind die Flüchtlingslager von Dadaab (von Nord nach Süd: Dagahaley, Ifo, Hagadera). Die Ortschaft Dadaab ist das kleinere helle Gebiet zwischen dem zentralen und dem südlichen Flüchtlingslager und liegt im Osten von Kenia zirka 75 Kilometer von der somalischen Grenze entfernt. Insgesamt beträgt die Lagerfläche ca. 13,4 Quadratkilometer (Dagahaley: 3,7 km², Ifo: 5,6 km², Hagadera: 4,1 km²) (Quelle). 

Wie man sieht, ist die Gegend wüst – und voll.
   Die Wikipedia schreibt: »Das UNHCR unterhält in Dadaab, zusammen mit anderen Hilfsorganisationen, die im Jahr 1992 errichteten Flüchtlingslager Hagadera, Ifo und Dagahaley«.
   Hier noch ein CNN-Video.
   Inzwischen sollen Lagerinsassen rückgeführt werden.
– Aber so genau will ich gar nicht schreiben darüber, das können andere besser. Auch über Yarmuk habe ich schon geschrieben und über Jaramana, wo Palästinenser seit dem Zweiten Weltkrieg sitzen. Das sieht dort inzwischen alles anders aus.

Was ich mich frage, der ich immer nach dem Geldfluss und den Anreizen für Veränderungen frage: Wer hat eigentlich ein (finanzielles) Interesse, dass die Lager aufgelöst werden? Wo liegt, wenn, der Anreiz? Oder rieche ich da was, was sonst niemand riecht?

Permalink 
http://blogabissl.blogspot.com/2016/09/das-geschaft-mit-der-hilfe.html

PS. Dazu aktuell aus dem NZZ-Leitartikel vom 24.9.2016: »›Als wir klein waren, schauten wir Tom und Jerry. Als wir erwachsen wurden, schauten wir Lawrow und Kerry‹, spottete unlängst der syrische Moderator Faisal al-Kasem.«

3. April 2017 »Insgesamt gab die EU-Kommission im Jahr 2015 rund 1,2 Milliarden Euro zur Unterstützung Hunderter Interessengruppen aus … «, der Spiegel.

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