3. Januar 2016

Neuen Windows-Rechner einrichten

Alle meine Tricks
• Seine Passwörter bereithalten, angefangen beim W-Lan.
• Denn als erstes muss der Rechner mit dem Internet verbunden werden, sonst geht gar nichts! Selbst ein nagelneues Iphone muss erst einmal »ins Netz«.
   Also unten in der Taskleiste das W-Lan auswählen, Passwort eingeben. Stationäre PCs in der Nähe des Routers gehören stattdessen fest über Ethernet-Kabel angeschlossen.
  Was für ein Betriebssystem man hat, erfährt man über (Start und) die Suche nach »Betriebssystem«, dann meist mit »PC-Einstellungen, Betriebssystem«. Merken Sie ich die Bitzahl, meist 64 Bit.
• Die Benutzerkontensteuerung des »personal computers« braucht keine Passwörter; einfach freilassen bei der Einrichtung, außer man möchte seinen PC vor Fremden schützen. Direktstartanleitung.
Computer (einfach aber eindeutig) benennen, ev. Arbeitsgruppe wählen (sonst ist’s »Workgroup«).
• (Zugang zu Systemdateien hat nur der »TrustedInstaller«, siehe Wintotal-Tipp.)
• Eventuell Num-Lock ausschalten. Man tippt oft aus Versehen auf diese Taste.
Virenscanner? Da gibt’s kostenlose, und berühmte wie Kasperskys. Ich hole mir meist die Microsoft Security Essentials, ein robustes Auslaufmodell. In Windows 10 laufen die »Essentials« nicht; man möge den eingebauten »Windows Defender« nutzen. Wenn der aber partout nicht aktiv werden will, sehe man unter den installierten Programmen nach, ob z. B. ein McAfee installiert ist und das System bis zum Ende einer kostenlosen Probezeit »schützt«. Dann läuft kein anderes Antivirenprogramm, und McAfee muss erst deinstalliet werden! – Stand März 2017: Windows 10 geht auch ganz ohne gesonderen Virenscanner, das tät’ ich (wie immer ohne Haftung gesagt).
   Zu einmaligen Virenprüf- und -entfernungen empfehle ich sehr den kostenlosen »Online«-Scanner von F-Secure, schnell und gut (läuft eigentlich am eigenen Rechner, aber ohne Installation und Reste.)
   Bei dieser Gelegenheit mag man auch sonstige vom Hersteller eingeschmuggelte, unerwünschte Programme rausschmeißen, wenn man sich etwas auskennt (Systemsteuerung\Programme\Programme und Funktionen).
• Eventuell die vielen lästigen Updates von Microsoft und alle Versuche, einen auf Windows 10 zu verführen, in der Zukunft abblocken. Dafür gibt’s ein zorniges Programm: »GWX Control Panel«, hier. Ich hab’s hier beschrieben und nutze es genüsslich hier auf dem geschätzten Windows 7 (und auf XP).
• Eventuell persönlichen Tastaturtreiber installieren. Bei mir sind da die »französischen« Gänsefüße mit auf der Tastatur, die mag’ ich wie diesen echten Apostroph. (Meine »Tastentreiberladung« finden Sie auf www.Siebenfahr.com/deutschj.exe als selbstentpackendes Archiv.) In Windows 10 findet die zugehörige setup.exe zunächst die nötigen Dateien nicht, mit »erneut versuchen« ging’s dann.
• Eventuell die Wartezeit nach einem zwangsweise Beenden (Abschießen) eines Programms durch den Task-Manager (Ctrl-Alt-Del, Strg-Alt-Entf) verkürzen, statt lag auf »Es wird nach einer Lösung des Problems gesucht … « zu warten; Anleitung z.B. hier.
• Eventuell Sondermanns TitleTime einsetzen. Kann durch Klick aufs Icon (ev. ausgeblendet) konfiguriert werden. Title Time läuft auf Windows 10, aber nicht immer, dann lässt es sich nicht konfigurieren. Das liegt dann an den Kompatibilitätseinstellungen; im Kompatibilitätsmodus (mind. Windows 7) klappts!
Tab2Desk im Einsatz. Ganz rechts
der »Task«:»Minimize all Windows«
Daneben Picture Publisher 10
Tab2Desk einsetzen, (143 kB), bewährt seit 1996 und inzwischen sogar auf Windows 10 bestens im Einsatz!
Denn bei Win10 geht’s mit Alt+Tab nicht mehr zum Desktop. Dafür gibt’s Windows-Taste+Tab nehmen, oder nur zum Desktop mit Win+D.
• Als drahtlose Maus empfehle ich die fünfzig Euro teure Logitech-Maus »MX Anywhere 2« (Man gönnt dem Rechner ja sonst nichts … ). Sie lässt sich über Bluetooth 4.0 anschließen (herkömmliches Bluetooth im Rechner reicht nicht!) und belegt so keinen USB-Port.
•  Startet man den klassischen Windows-Explorer (Icon, rechte Maus, Eigenschaften, Verknüpfung, Ziel) mit "%windir%\explorer.exe /e, /select, C:\" (statt nur mit "%windir%\explorer.exe"), dann zeigt er gleich C: an.
   Der Windows-Explorer von Windows 10 nervt, weil er erst einmal lange an einem »Schellzugriff« arbeitet. Gleich mit »C:« oder »Dieser PC« öffnen, ist z. B. hier beschrieben. Ich hab’ mir die Eigenschaften eines Desktop-Icons für den Explorer auf »Verknüpfung« mit »C:\« umgestellt. Hier links sieht man, wie man’s generell umstellt (Bilder klickbar). Im Explorer Ansicht, Optionen, »Datei-Explorer öffnen für«, und dort im Klappmenü »Dieser PC« wählen.
• Standardbrowser festlegen, bei mir Firefox. Vom Hertseller Mozilla aus dem Netz laden, installieren. (Wenn später einmal Firefox kaputtgeht und sich selbst mit »Reparieren« nicht fixen lässt? Weiter nutzen, das geht vorüber.)
Software ohne Speichern gleich ausführen (etwas warten).
• Nun Tipps zum Browser
   Im Firefox die »Erweiterung« (über Menü,Symbol drei dicke Striche übereinander, Add-ons) ansteuern, »OpenDownload²« suchen und einbauen. Damit bekommt man bei jedem Download die zusätzliche Option, die Software nicht erst zu speichern, sondern sie wenn möglich gleich auszuführen. Ich verspreche mir davon einen müllfreieren Rechner.
    Vor dem Start des Programms muss man dann allerdings warten, bis die Software ganz heruntergeladen ist. Den Downloadfortschritt kann man oben am Pfeilchen oder Minischauglas verfolgen.
   Google-US zur Suche bekommt man mit dem Addon »Google NCR«. Vor allem die Bildersuche läuft da viel klickärmer.
   Ärgert einen Bing in Firefox, sucht man in about:config (als URL in die Firefox-Adresszeile eingeben) nach bing und löscht die drei Einträge.
• Ev. Firefox Sync aktivieren, um alle seine Lesezeichen, gespeicherten Passwörter usw. auf den neuen Rechner zu übertragen. Gefährlich! Eventuell ohne Passwörter synchronisieren.
• In Windows 10 Cortana ausschalten, wenn man (auch nur zunächst) nicht mit Spracheingabe arbeiten will.
• Ev. Desktop optisch anpassen (rechte Maus auf Desktop, Anpassen. Ich nehme Designs, Designeinstellungen, »Windows – klassisch«. Ab Windows 8, also auch für Windows 10, bietet Microsoft das klassische »Classic Theme« nicht mehr an; es gibt aber Ersatz, siehe http://www.howtogeek.com/133405/how-to-get-classic-style-themes-back-on-windows-8/. Hab’s nicht probiert, fahre mit »Themed Backgrounds«.
• An großen Bildschirmen Schriftgröße nach Gusto einstellen, z. B. 125% (Systemsteuerung\Darstellung und Anpassung\Anzeige). Kann aber Ärger machen, hab’ vergessen wobei.
• Um den Bildschirm maximal auszunützen ev. Taskleiste auf zwei Zeilen vergrößern, aber automatisch ausblenden lassen und F11 einschalten (zurück wieder mit F11, dazu muss ev. unten die Taste Fn zugleich gedrückt werden).
Backup, externe Platten. Ich empfehle Ghislers Windows Commander, heißgeliebt von Alters her für alle Da­ten­hin­und­her­schie­be­rei­en. Besonders tüchtig und hartnäckig, wenn es darum geht, eine Menge Dateien zu sichern oder zu kopieren, mit »Synchronisieren«. Hat bei mir schon zahlreiche Lese- und Schreibfehler erfolgreich überwunden.
• Eventuell für Screenshots den kostenlosen Gadwin Printscreen installieren und konfigurieren (Options, Bildname, Typ jpg, Ordner etc.). Sehr nützlich! Ich empfehle Printscreen 3.0, Version 5.4 lief bei mir nicht (Jan.2016). Auf Anfrage.
• Eventuell Skype installieren und starten. Bei Login-Problem kann dieser Tipp helfen. Möchte man die schlanke, einspaltige Anzeige, so wähle man Anzeige, Geteilte Fensteransicht und schließe dann das überfüssige rechte Fenster.
• Eventuell Whatsapp installieren. Nennt sich Whatsappweb und macht den Nach­rich­ten­dienst groß und schön und leicht betipp- und -dienbar! Das geht aber nur, wenn Whatsapp im Handy läuft, da Whatsapp die Beteiligten über die Mobiltelefonnummer identifiziert.
Office installieren. Ich habe ein altes, gutes Office 2003, das läuft sogar unter Windows 10.
  Dazu den »Compatibility Pack« aus dem Netz, damit man die neuen Dateiformate mit o oder x bearbeiten kann. Die erfolgreiche Installation erkennt man an den angebotenen Formaten, siehe rechts.
   Hat man in Word Macros, Tastenkürzel und sonstige Spezialitäten, die persönliche Normal.dot einpatchen.
• Adobe Acrobat 8 professional läuft bei mir noch und macht brav und schnell PDF-Dateien, etwa direkt aus Word
• Micrograf X Picture Publisher – ein altes, vor zehn Jahren meist kostenloses Fotobearbeitungsprogramm – auch, siehe http://blogabissl.blogspot.de/2013/10/picture-publisher-auf-windows-7-etc.html.
Picasa, lokal, wird zwar nicht mehr »unterstützt«, kann aber besonders gut retuschieren und mehr. Auf Anfrage.
Mailkonto (in Outlook, Thunderbird) frisch einrichten, sofern man nicht den meist bereits eingebauten Mailer (etwa Microsoft Mail) oder nur Webmailer verwenden will. Üblich ist Imap, das »synchronisiert« und ist praktisch, wenn man von mehreren Geräten aus auf seine Mail zugreift. Ich bevorzuge immer noch Pop und SMTP, wenn ich genau wissen will, welche Mail wo ist. Dabei empfange ich oft von meinen verschiedenen Mailkonten, sende aber über denselben SMTP-Server. – Ev. Auto-BCC nicht vergessen, geht nicht in Microsoft Live Mail, jedefalls nicht gratis.
• Indexierung der Mails und oder des Rechners mit »Lookout for Outlook« oder »Google Desktop«? Beides sind alte, gute Programme …
Zur lokalen Suche hab’ ich noch einen »Google-Desktop« 20051208-de laufen, hier (1,2 MB).
• Die Outlook.pst-Datei muss öfters einmal nachkorrigiert werden. Dazu eignet sich Scanpst.exe (bei mir auf E:\SaveCplus\Programme\Gemeinsame Dateien\System\MSMAPI\1031\SCANPST.exe). Die Maildatei ist ebenfalls oft scher zu finden (bei mir auf  D:\Dokumente und Einstellungen\Fritz\Lokale Einstellungen\Anwendungsdaten\Microsoft\Outlook\Outlook.pst > 5GByte, Jan.17)
  Für Bildersuche am eigenen Rechner suche ich noch ein Programm.
• Als Spamschutz bevorzuge ich Cloudmark DeskTopOne, das leider Ende 2017 seinen Dienst aufgibt.
• Ev. Comparettis Speedfan zur Temperaturkontrolle.
DU-Meter von Hageltech lieb’ ich auch, ’s kostet aber einmal etwas. Da sieht man den Datenfluss vom und ins Internet.

• Wenn der Rechner dauerläuft, bitte mit Prime95 Rechenzeit stiften. Ein gutes (digitales) Werk!

• Viel Erfolg!

Link hierher: http://blogabissl.blogspot.de/2016/01/neuen-windows-rechner-einrichten.html
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Speziell – spätestens – bei Windows 10 werden Ihnen die »Apps« auffallen; sowas hieß früher »Programme«.
   Zum »Start«-Bildschirm mit all diesen App-Kacheln (’ne Art Aufkleber) kommen Sie mit der Windows-Taste, auch wieder zurück! Am Start können Sie getrost zwei Drittel der Kacheln mit Rechtsklick »von „Start“ löschen«, wenn die Sie nicht interessieren. Von Ihnen installierte Programme erscheinen dort ebenfalls als Kacheln, bei mir Word und so. Falls nicht, so ziehen Sie das Programm aus der alphabetischen Programmliste (»Alle Apps«) ins Kachelmeer (den Start-Bildschirm). Wollen Sie sie zusätzlich, wie früher, am Desktop (»Arbeitsplatz«) sehen, so ziehen Sie sie einfach weiter dorthin (nach rechts).

Ein eigenartiger Effekt bei Windows 10. Microsoft will einen vor »bösen« W-Lans (»Wi-Fi«) schützen und setzt wohl auf Beliebtheit. Hier mehr darüber. Auf jeden Fall warne ich davor, »Verbindung mit vorgeschlagenen öffentlichen Hotspots« einzuschalten. Dann klappt, grob gesagt,  keine Verbindung mehr, »ums Verrecken nicht«. Hier die empfohlenen Einstellungen: alles aus!
  Der Task-Manager ist in Windows 10 stark aufgehübscht, auch sprachlich. Wenn ein Programm hängen bleibt und nicht mehr reagiert, wie hier mein Outlook, so heißt die Meldung: »inaktiv«; beschönigend und falsch, denn das Programm loopt.


Kommentare:

Peter Mittelstrass hat gesagt…

Hallo Herr Jörn,
der offene Betrieb eines persönlichen Computers ohne Paßwort mittels AutoLogin ist zwar recht bequem, jedoch auch gefährlich. Selbst wenn man seinen Angehörigen von Grund auf vertraut, sollte jeder privat genutzte Rechner eine geschützte Anmeldung haben. Denn Jeder oder Jede mit physikalischem bzw. netzwerktechnischen Zugriff auf den Rechner kann diesen sonst unberechtigt nutzen und ggfs. private Informationen, PINs und TANS, Steuerinfos etc. abgreifen. Es soll ja überaus neugierige Freunde und Familienmitglieder geben, denen man nicht alle seine privaten Dinge oder Netzaktivitäten anvertrauen möchte.
Auch zwischen sich vertrauenden Partnern sollte der Respekt der Privatsphäre gelten. Etwas anderes ist es, wenn jemand sich rechnermäßig komplett abschottet. Da darf man dann schon mal nachfragen, was der andere denn so am Rechner treibt.
Also: Empfehlen Sie bitte die Verwendung von sicheren Paßwörtern, um zumindest Gelegenheitsschnüffelei zu unterbinden.
Ansonsten finde ich Ihre Anleitung ziemlich gut. Ich persönlich stelle meistens noch ein paar andere Dinge vor allem im Windows Explorer um. (Detailansicht, Alle Dateien anzeigen, Dateierweiterungen anzeigen usw.)

MartinaK hat gesagt…

Ich stimme in diesem Fall Peter nur bedingt zu. Ja ohne Programme und Passwörter besteht eine Gefahr. Doch die meisten Firewalls und Virenprogramme verhindern ein Eindringen von Außen. Daher denke ich, dass man das machen kann...doch man muss Wissen, was man tut.